© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 11.05.2005

World Road Bowling Championships 2005:

"Bol Chumann strikes back"

Souveräne Darbietung der Iren

Ole Renken Vize-Weltmeister

FKV geht leer aus - alle Teamtitel an die Iren

von Ute Draschba

Ole Renken überzeugte an beiden Tagen in Irland und bestätigte seinen EM-Erfolg eindrucksvoll. Mit dem Irlandexperten Hans-Georg Bohlken als "roadshower" gelang ihm der Vize-Titel.

Skibbereen/Irland. Mit einer 40köpfigen Delegation reiste der Friesische Klootschießerverband e.V. (FKV) zu den World Road Bowling Championships am 7. und 8. Mai 2005 nach Irland. Bei strahlendem Sonnenschein gingen die besten Straßenboßeler aus Irland (BC), den Niederlanden (NKB), Italien (ABIS), Schleswig-Holstein (VSHB) sowie Ostfriesland und Oldenburg an den Start. "We are back", triumphierte am Ende der gastgebende Verband Bol Chuman Na h'Eireann, der bei den Europameisterschaften im letzten Jahr unerwartet leer ausging. In allen Altersklassen stellten die Iren in Skibbereen nahe Cork sowohl in den Einzelwertungen als auch in den Mannschaftsentscheidungen die strahlenden Sieger und Weltmeister. Als bester FKVer glänzte der amtierende Europameister Ole Renken. Mit einer sehenswerten Boßeldarbietung wurde der Zetel-Osterender Vize-Weltmeister in der Jugendklasse. Als perfektes Betreuerteam coachten die Irland-Routiniers Frido Walter und Hans-Georg Bohlken das FKV Team und sorgten im entscheidenden Augenblick für taktisch kluge Entscheidungen. Respekt und Anerkennung zollten die Iren den beiden international erfolgreichen Meisterwerfern und brachten abends im Pub Loblieder und legendäre Geschichten zum Besten.

Männer:   Auch wenn es in der Männerwertung mit Michael Toal und Eddie Carr ein nordirisches Finale gab, war es ein FKVer, der den Buchmachern zu guten Geschäften verhalf. In der ersten von vier Final-Paarungen sorgte Frido Walter gegen Pat O'Sullivan für mächtige Aufruhr und hastiges Wettgeschehen. Mit fünf Wurf lag er im schon im oberen Bereich des Machbaren, was bei den Iren Respekt abrief. Als er aber den sechsten Wurf über eine schier unglaubliche Distanz jagte - weiter war kein Werfer zuvor mit sechs Wurf gelandet und sollte nach ihm auch keiner mehr landen können - und in bester Schusslage für ein Ergebnis jenseits der 2000er-Marke rangierte, begann hektisches Treiben unter den Wettfans. Mit sechs Wurf hatte es Frido Walter geschafft, sensationell über die 1.200-Meter-Marke zu werfen. Plötzlich stand nicht mehr das nordirische Finale im Mittelpunkt der über 3.000 Zuschauer, sondern der als Siebter des Vorkampfes an den Start gegangene Pfalzdorfer. Nervös deshalb auch die Stimmung bei den "Roadshowern" um Michael Toal. Plötzlich war es nicht mehr nur der 29jährige Eddie Carr, der dem Titelverteidiger aus 1998 das Leben schwer machte. Doch wie am Tag zuvor machte Frido der abschüssige Streckenteil zu schaffen und brachte ihn aus dem Tritt. Frido Walter warf sich in der Tageswertung mit 1.715 Metern hinter Eddie Carr (1.793,40) noch vor Michael Toal (1.652,20) auf Platz zwei. In der Gesamtwertung reichte es für Platz vier (3.377,40) hinter Eckhard Kerl aus Pfalzdorf (3.391,70), Michael Toal (3.505,30) und dem neuen inoffiziellen Weltmeister Eddie Carr (3.577,70). Mit einem Vorsprung von 60 Metern gegenüber Eddie Carr war Michael Toal in das Finale gegangen. Jörg Gronewold aus Langefeld (Platz 7/3.319,90) landete gleich hinter dem besten Holländer Rene Fox (3.333,90). Mit Sven Frerichs aus Upschört (10. Platz/1.630,10) und  Ralf Rocker aus Langefeld (13./1.551,00) landeten Kerl, Walter, Gronewold in der Gesamtwertung auf Platz zwei (8.218,70) hinter dem BC (8.551,60) und vor ABIS (7.405,30). Besondere Beachtung muss im FKV-Team die Leistung von Sven Frerichs (Upschört) finden, der bei seinem ersten internationalen Auftritt im FKV-Dress als Newcomer aus der laufenden Championstour zu überzeugen wusste und mit dem zehnten Rang im Vorkampf nur knapp das Finale verpasste.

World Champions 2005

weibl. Jugend

 

männl. Jugend

Denise Murphy

John O'Rourke

Frauen

Männer

Catriona O'Farrell

Eddie Carr

Geschichten am Rande notiert: 

Verwirrung

Es geschah am Vorkampftag. Aus gut 100 Meter Entfernung nahm ich Maß mit der Videokamera und erspähte im Sucher den VSHB-Mann Henning Claußen, bereit für seinen nächsten Versuch.

Ziel nehmen - Anlauf - Abwurf ... die Kamera ist gut dabei. Plötzlich schnellt gut 30 Meter vor mir im Sucher eine FKV-Fahne gen Himmel. Ein FKV-Anzug, gefüllt mit weiblich Form, schnellt herum und schreit lauthals der Kugel entgegen und hinterher ... "super, jo jo jo" ... für alle Umstehenden deutlich zu vernehmen. Ich, nun gänzlich irritiert, schaue nochmals durch den Sucher und vernehme dort am Abwurf auslaufend: Henning Claußen (VSHB). Hat der FKV gar über Nacht eine Fusion mit dem VSHB gemacht. Oder ist es der Henning Clausjulfur, einziger Vertreter der Faroer Inseln, der nun gestützt vom FKV sich der irischen Übermacht entgegenstellt? Die Kamera gesenkt; verschämt den Blick umhergeirrt ob meiner Unkenntnis ... doch siehe da, ein vielfach Grinsen der FKVer-Schar rund um mich herum ... "dor het se sik woll gewaltig verdoan" ... so der einhellige Kommentar ... "Jörg (Gronewold) kummt doch nu ers". :-)

Streckenkenntnis

Es geschah im Frauen-Finale vorm letzten Wurf. Simone (Davids) war der Vize-Weltmeisterschaft schon ganz nah. Ein gut gemeinter Tipp noch kurz vor Schluss, von Frau zu Frau, aus sachkundigem Munde nun kommen muss. "Und jetzt schön tief unten durch die Kurve, Simone, schön sachte ..." ... so der sachverständige Rat. Dabeistehende Laien schon fast verzagt, setzt Hans-Georg Bohlken der Irretat ein Ende "... bist Du verrückt, der muss anne Mitte, Basta und Ende". Doch im Inneren schon Simone den Tipp aus berufenem Munde vernommen, nimmt nicht Mitte der Straße, sondern von Straße und Sachverständigen-Tipp die Mitte, was Carmel  (Ryan) nun freute, denn Simone landet als Dritte.

Sprachschatz

Es geschah in der zweiten Finalbegegnung zwischen Jörg Gronewold (FKV) und Anthony Gould (BC). Der BCer setzte den siebten Wurf optimal auf die Bahn. Die wie gewohnt dicht an dicht die Straße säumenden Zuschauer stoben auseinander ... nur ein etwa 10jähriger Junge nicht, denn er hatte nichts gesehen. Voll traf ihn die wuchtig geworfene Eisenkugel nach 50 Meter am Fuß, die Ambulanz nun kommen muss. Schnell ging man zum Tagwerk wieder über. Das Kind ins Krankenhaus verbracht und munter weiter gemacht. Doch denkste. Wiederholen wollt' der Anthony den Wurf ... es herrschte Ratlosigkeit und Unmut, ob er das wohl durft'. Der Referee flugs vermeld, der Wurf zu wiederholen sei an vorheriger Stell'. Doch weit gefehlt, denn nun kam aus kundigem Munde, dass dies nicht gehe nach Regelkunde. Die Wogen tobten hoch, hin und her - gerade für "Wetter" fiel diese Entscheidung schwer. Von offizieller Seite kam schnell die Bestätigung mit aller Schwere, das an eine Wiederholung wohl nicht zu denken wäre. Mehr als 30 Minuten währte nun Zwist und Diskussion, ob ja, ob nein. Drohende Worte fielen - Wettkampfabbruch, Betrug und und und. Der Ablauf geriet vollends ins Stocken.

Nun trat er auf die Szene, dies irische Sprachgenie. Schleuderte jedem umstehenden und vermeintlich nach Funktionär ausschauenden Artgenossen und -fremden sein einzig Wort entgegen, das er kannte und erlernte, seit er den Mutterschoß verließ: "Fucking ...". Und wie erfreut er doch schien, als der Referee verkündet, dass alle sich nun verbündet. Anthony durfte den Wurf wiederholen.

 

- gerold meischen -

 

PS: Den Wiederholungswurf fegte Anthony Gould nach 65 Meter in die Bande. Mehr als 30 Minuten Diskussion für ganze 15 Meter. Umgerechnet hat damit das irische Sprachgenie je "Fucking"-Schmähruf dem Anthony ca. 50 cm "Raumgewinn" gebracht - und für den Jungen, den die Kugel so arg traf, interessierte sich niemand mehr.

Frauen:   Simone Davids beeindruckte als beste FKV-Werferin gleich zwei Mal im direkten Vergleich mit der "Irish Power" Catriona O'Farrell. Sagte man der Westermarscherin bislang nach, Nerven zu zeigen, glänzte diese durch Ruhe und Besonnenheit. Im Finale nahm Simone Davids der Irin knappe 70 Meter ab und landete nach zehn Wurf bei 1.336,30 Metern. Allerdings hatte Catriona O'Farrell bereits am Vortag 180 Meter Vorsprung rausgeworfen. Carmel Ryan warf im Finale mit 1.385,40 Metern das beste Ergebnis und verbesserte sich in der Gesamtwertung auf Platz zwei vor Simone Davids und Chantal Oude Nijhuis vom NKB (1.357,90). Marion Rocker aus Pfalzdorf verpasste das Finale der besten Vier gerade mal um fünf Meter. Auf Platz sechs landete die Powerwerferin Andrea Blonn aus Westermarsch (1.303,90).

männliche Jugend:   Nach dem ersten Wettkampftag führte Ole Renken mit 19 Metern vor John O'Rourke und trieb damit die Wettquoten in die Höhe. Mit seinem Vater Renke Renken und dem ruhig und besonnen agierenden "Roadshower" Hans-Georg Bohlken hatte der Zetel-Osterender einen verlässlichen Betreuerstab um sich, die ihn hervorragend auf die schwierigen irischen Verhältnisse einschworen. Nur mit seinem achten Wurf patzte der 17jährige Zetel-Osterender. Diese Chance nutzte John O'Rourke (3.446,40 Meter) und warf sich denkbar knapp an Ole Renken (3.359,80 Meter) vorbei. Mit Michael Goldenstein aus Rahe (10. Platz) und Dennis Sander aus Westerscheps (12. Platz) belegte Ole Renken in der Mannschaftswertung hinter dem BC und dem NKB Platz drei.

weibliche Jugend:   Im Finale standen sich Denise Murphy (BC) und Marjolein Kemperink (NKB) gegenüber. Zuvor hatte die Holländerin die amtierende Europameisterin Maike Meyer aus Berumerfehn (5. Platz) völlig überraschend in der Vorentscheidung besiegt. Nervenstark präsentierte sich Marjolein Kemperink mit präzisen Würfen im Endkampf als Tagesbeste. Doch die Irin Denise Murphy profitierte von der hervorragenden Meterzahl aus dem Vorkampf und holte sich den begehrten Weltmeistertitel. Als beste FKV-Werferin ging Silke Mannott aus Nenndorf (3. Platz) über die Bahn. Sandra von Häfen aus Kreuzmoor (8. Platz) hatte große Probleme mit dem zweiten Streckenabschnitt. In der Mannschaftswertung siegte der BC mit 3.851,90 Metern vor dem FKV mit 3.657,60 Metern und dem NKB mit 3.591,30 Metern.

© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten / 11.05.2005

Boßel-WM: "Keine Angst vor irischer Übermacht"
FKV zieht trotz des klaren Erfolges der Iren positive Bilanz

Von Wolf-Rüdiger Saathoff

Skibbereen. Der gastgebende irische Verband „Bol Chumann“ gewann in allen vier Kategorien in den Mannschaft- und Einzeldisziplinen bei der 4. inoffiziellen Weltmeisterschaft im Straßenboßeln den ersten Platz. Das war Balsam für die geschundene irische Boßlerseele: Mit diesem klaren Triumph vor knapp 4000 Zuschauern gelang den Iren die Revanche für das vor einem Jahr erlittene Debakel bei der EM in Westerstede. Damals fuhren die Männer und Frauen von der Grünen Insel ohne Gold zurück. Der FKV musste in drei der vier Mannschaftswettbewerbe mit dem zweiten Platz Vorliebe nehmen. Überraschend der dritte Platz der Italiener bei den Männern. Die Azzurris verdrängten die Holländer vom Podestplatz. „Wir haben uns trotzdem gut verkauft und uns als Einheit in Irland präsentiert“, bilanzierte FKV-Chef Jan-Dirk Vogts. „Die Iren haben ihren Heimvorteil konsequent genutzt. Wir waren nahe dran. Das stimmt uns hoffnungsvoll auf 2008“, rechnete Vogts mit guten Platzierungen bei der nächsten EM in Irland. Bei optimalen Bedingungen mit Sonnenschein und leichtem Wind gingen am ersten Wettkampftag fünf Verbände an den Start. Iren, Niederländer, Italiener, Schleswig-Holsteiner und FKV schickten bei den Mannschaftskämpfen in den vier Kategorien Männer, Frauen, Jungen und Mädchen unter 18 Jahre, insgesamt 63 Akteure auf die Marsh Road. Eine raue, hügelige Landstraße mit vielen Unebenheiten und zahlreichen Löchern im Asphalt. Bordsteine und künstlich hergerichtete Bermen verwandelten Teile der Straße in eine Kegelbahn. Ein schwieriges Terrain. Neben Können war immer wieder Glück gefordert, um ganz vorne in die Wertung zu kommen. Daran fehlte es einigen Akteuren auf Seiten des FKV am ersten WM-Tag. Marion Rocker (Pfalzdorf) und Andrea Blonn (Ostermarsch) verpassten den Sprung in die Endrunde der Frauen um 6 beziehungsweise 30 Meter. Bei den Mädchen landete Silke Mannott auf den undankbaren dritten Platz, der am Sonntag zum Zuschauen verdammte, um 18 Meter. Für den Wittmunder Sven Frerichs, der seinen ersten internationalen Wettkampf bestritt, war das Finale zum Greifen nahe. 30 Meter bis zum letzten Qualifikationsplatz, Rang acht, fehlten in der Schlussrechnung nach zehn Würfen. Gleichwohl zog FKV-Boßelobmann Frido Walter eine positive Zwischenbilanz. „Wir haben uns achtbar geschlagen. Fünf Finalisten ist eine gute Ausbeute. Wir haben noch Chancen, um nach ganz vorne zu gelangen.“ Einziger Wermutstropfen: keinen Mannschaftserfolg. „Es ist ernüchternd, dass wir nicht einen Mannschaftstitel gewonnen haben. Damit werden sich jetzt die Iren rühmen. Sie haben sich für Westerstede revanchiert.“ Auch am zweiten Tag setzten die Gastgeber in den Finalspielen ihren Siegeszug fort. Erneut hatten FKV-Akteure Chancen auf einen Titel. Im entscheidenden Augenblick stand ihnen Glücksgöttin Fortuna nicht zur Seite. Bei den Jungen verpasste Ole Renken Platz eins um 14 Meter. Simone Davids musste sich mit Platz drei zufrieden geben. Ihr fehlten 30 beziehungsweise 157 Meter für Platz zwei oder eins. In der Männerkonkurrenz legte Frido Walter im Finale einen perfekten Wettkampf hin. Zum Schluss versagte ihm ein kleiner Wurf der ganz große Erfolg. „2000 Meter waren möglich. Mit dieser Weite hätten wir die Iren ganz schön unter Druck gesetzt. Aber es sollte nicht sein.“ Freudestrahlend kommentierte der Pfalzdorfer Eckhard Kerl seinen dritten Rang im Endklassement: „Das ist Wahnsinn. Und das trotz meines schwachen Beginns“, konnte Kerl sein gutes Abschneiden nicht fassen. Mit Hinblick auf die EM 2008 auf der Grünen Insel machte Kerl seiner Mannschaft Mut: „Wir brauchen keine Angst vor der irischen Übermacht haben. Wir haben auf der schwierigen Strecke gezeigt, dass wir mithalten können.“ Platz zwei und eins spielten die beiden Akteure aus Nordirland Eddie Carr und Michael Toal unter sich aus. Der nach dem ersten Tag zurückliegende Carr setzte am zweiten Tag die Akzente. Er nahm Toal mehr als 130 Meter ab. Das reichte Carr zum Sprung auf Rang eins. Er ist inoffizieller Weltmeister. Für die Iren der Ritterschlag. Dieser blieb den FKV-Akteuren verwehrt. 2008 kommt die nächste Chance, um in Irland zu gewinnen.

© / Quelle: NWZ-Online / 09.05.2005

- Der Gemeinnützige -

Ole Renken in Irland auf Platz zwei

Die Gastgeber nutzten ihren Heimvorteil ganz konsequent aus.

Die Mannschaft des Friesischen Klootschießerverbandes tat sich schwer in Irland.

VAREL/HO - Ole Renken vom KBV „Bahn-rein“ Zetel-Osterende überzeugte am vergangenen Wochenende bei der inoffiziellen Weltmeisterschaft im Straßenboßeln in Skibbereen in Irland. Der amtierende Europameister aus der Gemeinde Zetel sicherte sich nach einer beeindruckenden Leistung die Vizemeisterschaft in der Altersklasse männliche Jugend hinter dem irischen Werfer Rourke. Lediglich 40 Meter fehlten Renken mit der Eisenkugel zum Sieg. Beim achten Wurf patzte Ole Renken, der von seinem Vater Renke Renken und von Ex-Europameister Hans-Georg Bohlken betreut wurde. Der Zeteler war mit einem Vorsprung von 19 Metern in das Finale gestartet. Doch es langte leider nicht gegen die starke Konkurrenz. Die Gastgeber konnten sich in allen Wettbewerben durchsetzen. Die Mannschaft des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) belegte bis auf eine Ausnahme in allen Disziplinen zweite Plätze. Lediglich bei der männliche Jugend reichte es für das FKV-Team zum dritten Platz.

 

© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten / 09.05.2005

Boßeln: FKV-Werfer ohne Chance
4. inoffizielle Weltmeisterschaft: Iren räumen ab

gaw/wrs Skibbereen. Die irischen Boßler haben sich erfolgreich für die Schlappe bei der Europameisterschaft in Westerstede vor knapp einem Jahr revanchiert. Bei der 4. inoffiziellen Weltmeisterschaft auf eigener Strecke in der Nähe des 2000-Einwohner-Ortes Skibbereen drehten sie am Wochenende den Spieß um und gaben dem Team des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) das Nachsehen. Die Gastgeber nutzten bei sommerlich mildem Wetter ihren Heimvorteil auf einer Berg- und Talstrecke im südwestlichen Teil der grünen Insel und gewannen den Mannschaftswettbewerb am Sonnabend in allen vier Kategorien. Lediglich die FKV-Männer hielten noch einigermaßen mit. Die Pfalzdorfer Eckhard Kerl und Frido Walter und der Langefelder Jörg Gronewold qualifizierten sich mit fünf weiteren Werfern für das gestrige Finale, in das der Nord-Ire Michael Toal mit 200 Metern Vorsprung als Führender einzog, aber nicht gewann. Sein Landsmann Eddie Carr lag vor mehr als 3000 Zuschauern am Ende vorn, nur 200 Meter oder einen Wurf vor dem Drittplatzierten Kerl. Walter belegte den vierten, Gronewold kam auf den siebten Platz. Das Finale der Frauen erreichte für den FKV lediglich Simone Davids. Die Werferin aus Westermarsch gewann am Sonntag die Bronzemedaille. Bei der männlichen Jugend hielt der Europameister 2004 Ole Renken aus Zetel-Osterende die Fahne des FKV hoch. Er behauptete sich gegen starke Konkurrenz gut und freute sich über einen zweiten Platz, während bei der weiblichen Jugend das Finale ohne FKV-Beteiligung über die Bühne ging.