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© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 12.05.2005 Irland: Tour rund um die World Championships "... ein beeindruckendes Land" - Ein Reisebericht von Ute Draschba und Gerold Meischen - |
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Oldenburg. Als kurzfristig in der friesensport.de-Redaktion die Entscheidung fiel, doch zu den World Championships vom 06.-08. Mai 2005 nach Irland zu fahren, reifte ebenso schnell der Gedanke, den Besuch dieses sportlichen Events in Skibbereen im Süd-Westen Irlands gleich mit einer kleinen Rundreise in eben jener Region zu verbinden. Die Zeit für langfristige Planungen und Buchungen war längst überschritten und so wurde es eine "Fahrt ins Blaue". Kurz vor dem Termin noch eine der "Günstig-Flüge" zu erwischen gestaltete sich schwierig. Wir entschieden uns für ein Angebot der irischen Fluglinie "Air-Lingus" von Düsseldorf nach Dublin an der Ostküste. Mittwoch, 04. Mai 2005, um 10:50 starteten wir in Düsseldorf gen Dublin. Bedingt durch den Zeitzonenwechsel (-1 Std.) landeten wir gegen 11:00 Ortszeit in Dublin. Die Strecke von Dublin nach Cork (ca. 300 km / wir hätten natürlich auch von Amsterdam direkt nach Cork fliegen können, wollten aber was von Irland "sehen" und haben uns deshalb für Dublin entschieden) als Zentrum der Süd-West-Region planten wir gemütlich mit einem Mietwagen zurückzulegen. Ein entsprechendes Fahrzeug orderten wir direkt am Flughafen in Dublin und machten uns auf den Weg ... Mittwoch - 04. Mai 2005: Dublin - Kinsale An den Links-Verkehr gewöhnt man sich überraschend schnell - es mangelt halt auch an einer Alternative. Außer Flughafen und Autobahn "M50" haben wir wie geplant nicht viel von Dublin gesehen. Hat man erst einmal den Einzugsbereich der Stadt an der irischen See verlassen, überrascht Irland mit einer landschaftlich abwechslungsreichen Schönheit. Erster Eindruck von dem hinlänglich als "grüne Insel" bezeichneten Irland: gelb. Wild wachsen- und blühender Ginster so weit das Auge reicht. Zweite Überraschung: Hatten wir Düsseldorf bei Regen verlassen, so grüßte uns bei der Ankunft in Dublin grenzenlose Sonne. Das prächtige Wetter sollte übrigens den ganzen Aufenthalt in Irland hin anhalten. Dritte Überraschung: Ein "beauty spot" nach dem Anderen. Der stete Wechsel in der landschaftlichen Vielfalt auf kurzer Distanz ist atemberaubend. Sandstrände, saftige grüne Wiesen, karge Steinplateaus, Meeresklippen, Palmen (!), Golfplätze und ... Schafe wechseln sich derart schnell im Betrachterbild ab, dass man sein Eigenbild vom kargen Inselleben in Irland schon früh in Frage stellen muss. Tipp: Man kaufe sich einfach eine Landkarte von Irland und fahre nicht auf den Haupt-, sondern auf den Nebenstrecken in Richtung des gewünschten Zieles - das dauert zwar länger, dafür sieht man aber mehr von "Land und Leute". Die irischen Ortschaften entlang der Küste sehen alle nahezu gleich aus: Eine schmale Mainstreet, an den Seiten von kunterbunt lackierten Geschäften gesäumt (... jedes Dritte ist ein Restaurant, Bar oder Pub). Manche Mainstreets sind so kurz, da lohnt sich nicht mal der Tritt aufs Bremspedal, schon ist man aus dem Ort wieder heraus. Nebenbei bemerkt: Irland geht sparsam mit Straßenschildern und Beschränkungen um - man muss schon sehr genau hinschauen. Die Wicklow-Mountains (bis ca. 800m hoch) zur Rechten und die offene irische See mit Sandstränden und Klippenbuchten säumen den Weg zur Linken und laden ein zu vielen Stopps. Über Wexford und Waterford erreichen wir gegen Abend die Cork-Region, unter Hauptziel. Für das Nachtlager entscheiden wir uns spontan in der Vorbeifahrt für das Hotel "Acton" in Kinsale. Das Hotel liegt direkt am kleinen Hafen und ist von gehobenem (englischen) Komfort. Den Ort sollte man sich merken, finden doch ganz in der Nähe im Frühjahr 2008 die kommenden Europameisterschaften statt (Cork ca. 30km / Bandon ca. 15km). Der Ort Kinsale ist gespickt mit guten Restaurants und Pub's und lädt ein zu längerem Verweilen. Donnerstag - 05. Mai 2005: Kinsale - Skibbereen - Baltimore - Ring of Beara Nach einem kompletten irischen Frühstück brechen wir wieder auf in Richtung Skibbereen. Als "Muss" für Irland-Touristen gilt der "Ring of Kerry" (ca. 200 km Straße umfassen als Ring eine Halbinsel im Süd-Westen Irlands). Wir haben uns stattdessen auf den weniger touristisch aufbereiteten "Ring of Beara" (südlich der Kerry-Halbinsel liegende Halbinsel) festgelegt - und es nicht bereut. Auf dem Weg dorthin machen wir erste Station in Skibbereen, dem Gastgeberort für die World Championships. Auf der Suche nach einer Unterkunft für das Wochenende begeben wir uns südlich von Skibbereen in Richtung Baltimore, einem kleinen Fischerdorf (ca. 10km). Wir werden zwar nicht fündig auf der Suche nach einer Wochenendbleibe, dennoch lohnte sich der Abstecher, da landschaftlich sehr reizvoll. Als nächst größeren Ort passierten wir dann Bantry. Die Stadt ist Ausgangspunkt sowohl für Ring of Beara, als auch für den Ring of Kerry und dementsprechend bereits für den Tourismus perfektioniert. Nach kurzem Stopp starten wir dann in den "Ring of Beara". Enge Straßen und Gassen schützen die Region vor allzu touristischen Überlauf - und das ist gut so. Während sich im Ring of Kerry die Busse auf guten Straßen durch die Lande schieben, geht es auf dem Ring of Beara "eng" zu. Gerade dieser Umstand macht den Ring of Beara interessanter als den Ring of Kerry, zumal auch nach unserem heutigen Eindruck gar der Ring of Beara landschaftlich schöner ist. Wir haben den Ring of Beara einfach mit seiner landschaftlichen Vielfalt genossen. Gönnen sollte man sich in jedem Falle eine Überfahrt über einen der freien Gebirgspässe - die Fernsicht ist atemberaubend. Am Tagesende kehrten wir ein im Hotel "Eccles" in Glangariff (westlich Bantry an der "Hauptstraße") mit gediegenem englischen Komfort. Freitag - 06. Mai 2005 - Montag - 09. Mai 2005: Kinmare - Killarney - Ring of Kerry - Skibbereen - Rosscarberry - Dublin Nach den herrlichen Eindrücken vom Ring of Beara wollten wir nun den Vergleich und steuerten den "Ring of Kerry" an. Einfahrt in den Ring gewährt die Stadt Kinmare - ein Besuch lohnt sich. Alternativ fährt man zunächst in die eigentliche "Hauptstadt" des Ring, Killarney. Die Stadt ist vollständig auf Tourismus ausgerichtet und dementsprechend mit Hotel, Restaurant, Pubs und Shops gespickt. Für einen Bummel ganz interessant - wer Land und Leute kennen lernen will, muss hinein in den Ring. Auf dem Weg zur Start Killarney passiert man von Kinmare kommend das touristische "Muss", den "Ladys View". Direkt an der Hauptstraße nach Killarney ist ca. 10 km vor der Stadt linkerhand direkt an der Straße gelegen ein Hochplateau, von dem aus Vom ersten Eindruck her waren wir enttäuscht im Vergleich zum Ring of Beara. Interessant wurde es erst, als wir zur Hälfte des Hinweges uns für eine Abkürzung und über den Ballaghbeama Pass (gap) entschieden. Der Pass führt hinauf zum Ballaghbema, von dessen höchstem Überquerungspunkt die Sicht hinab auf eine wunderschöne und kontrastreiche Landschaft alle Aufmerksamkeit verlangt. Am frühen Nachmittag machen wir uns dann wieder auf den Rückweg in Richtung unserem eigentlichen Ziel: Skibbereen und die World Championships. Gegen 17:00 erreichten wir Skibbereen und trafen das FKV-Team auf der Marsh-Road beim Trainingswerfen an. Die Suche nach einem Hotel für die Nacht gestaltete sich schwieriger als Erwartung. Nachdem bis ca. 30 km östlich von Skibbereen in Richtung Cork keine Bleibe zu finden war, fuhren wir wieder zurück nach Bantry nord-westlich von Skibbereen und nächtigten im Westernlodge-Hotel. Im Kontrast zum Eccles tags zuvor in Glangariff, das doch überwiegend von Seniorengruppen belegt wurde, trafen wir nun im Westernlodge auf einen eher Jugendherbergscharakter. Deshalb entschlossen wir uns für die verbleibenden Nächte für die Hotelalternative schlechthin, den "Bed & Breakfast"-Angeboten. Man findet die "B&B"-Schilder allerorten. Diese Häuser sind eine echte Alternative in Preis und Angebot. Sie unterscheiden sich im Angebot von Hotels nur dadurch, dass "B&B"-Häuser in der Regel nicht über Schwimmbad und Fitnessbereich verfügen. Vielmehr sind diese "B&B"-Häuser private Angebote, vergleichbar den hiesigen Pensionen. Wir haben uns für die Wochenendnächte bis zur Abreise am Montag für das "Rosscarbery-House"von Mary und Don entschieden (15 km östlich von Skibbereen) - und es nicht bereut. Die Tage begannen mit reichlich Frühstück in herzlich familiärer Umgebung - unaufdringlich, aber aufmerksam. Nach unserer Erfahrung können wir allen Irland-Fahrern für die Europameisterschaft 2008 schon jetzt empfehlen: meidet die Hotels - nutzt ein "B&B"-Haus ala "Rosscarbery-House" und gönnt euch ein paar Tage mehr in Irland für einen "Rund-um-Blick" - sie sind es wert. |