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Todesfall überschattet
FKV-Finalrunde der Boßeler
Schock in Dykhausen:
Friesensportler Ralf Klingenberg aus Rahe bricht bei den
Einzelmeisterschaften
zusammen und stirbt
wenig später im Krankenhaus. Die Wettkämpfe wurden
abgebrochen.
von Henning
Wieting / Wolfgang Böning
Dykhausen -
Tragische Ereignisse bei den Einzelmeisterschaften des
Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) am
Sonntagnachmittag: Ralf Klingenberg, der Friesensportler
vom KBV Rahe, der während der Wettkämpfe
zusammengebrochen war, ist am späten Sonntagnachmittag
in einem Wilhelmshavener Krankenhaus verstorben. Das
gibt der Landesklootschießerverband (LKV) Ostfriesland
auf seiner Internetseite bekannt. „Wir verneigen uns vor
einem einzigartigen Boßeler, einem sympathischen
Menschen, einem Freund und sind in Gedanken bei seiner
Familie“, heißt es dort.
Auf Strecke
zusammengebrochen
Der 52-jährige Werfer der
Männer II-Holzgruppe aus Rahe ist gegen 14 Uhr während
der Wettkämpfe aus noch ungeklärter Ursache auf der
Wurfstrecke Marienburg zusammengebrochen und reglos
liegengeblieben. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte
versuchten Umstehende ihn minutenlang zu reanimieren.
Der Verunglückte hatte bei den schwülwarmen Temperaturen
noch um Wasser gebeten, ehe er unvermittelt
zusammenbrach. Die Notärzte haben ihn nach notärztlicher
Versorgung ins Krankenhaus gefahren und vergeblich um
sein Leben gekämpft.
Zunächst berieten die
FKV-Verantwortlichen noch, ob die Wettkämpfe um den
höchstmöglichen Titel der Oldenburger und Ostfriesischen
Friesensportler fortgeführt werden sollten. Doch dann
entschloss man sich, die Titelkämpfe sofort abzubrechen.
Die zahlreichen Aktiven zeigten sich geschockt und wären
auch nicht in der Lage gewesen, befreit aufzuwerfen. Die
abgebrochenen Wettkämpfe sollen am 3. Juli nachgeholt
werden.
Jugendmeister gekürt
Am Samstag stand noch das
Sportliche im Vordergrund. In den Jugend- und
Altersklassen der Senioren wurden die neuen FKV-Meister
gekürt. Bei den Jugendlichen feierten zahlreiche Talente
aus dem Landesverband Oldenburg den Titelgewinn. Groß
war vor allem die Freude bei Ron Arians, dem
Vereinsvorsitzenden aus Gödens. Bei den D-Junioren
gewann Tamme Janßen mit einer Weite von 792 Metern den
Titel in der Gummiklasse. „Ich kann mich nicht erinnern,
dass unser Verein schon einmal einen FKV-Meister
gestellt hat“, freute sich Arians. Auch der zweite Titel
bei den D-Junioren blieb in Oldenburg. Joris Skibba aus
Grabstede gewann mit der Holzkugel (824 m). Ebenfalls
mit der Holzkugel siegreich waren Lasse Cordes aus
Büppel (A-Junioren, 1637 m), Lukas Gebel aus Moorriem
(B-Junioren, 1292 m) und Tino Albers aus Moorwarfen
(F-Junioren, 662 m). Bei den C-Junioren setzte sich
Colin Lübben aus Portsloge mit der Gummikugel durch
(1259 m). Bei den Nachwuchswerferinnen gingen vier Titel
an den Landesverband Oldenburg. Mit der Gummikugel
gewann Johanna Runge aus Schweinebrück mit 684 Metern
die Wertung der D-Juniorinnen. Als Siegerinnen mit der
Holzkugel konnten sich die Schweinebrückerinnen Louisa
Wefer (C-Juniorinnen, 1302 m) und Ronja Lobback
(E-Juniorinnen, 869 m) sowie Schweewardens Tjara Oetting
(F-Juniorinnen, 580 m) feiern lassen.
Reiner Hiljegerdes siegt
In den Altersklassen kamen
noch zwei Titel mit der Gummikugel hinzu. Dagmar
Töllner-Boltes aus Kreuzmoor-Bekhausen war bei den
Frauen III (844 m) nicht zu schlagen. Bei den Männern II
dominierte Reiner Hiljegerdes aus Halsbek den Wettkampf
mit einer Siegerweite von 1560 Metern. |