Bei Rückfragen:

Gerold Meischen

 

Mobil 0172-6310925
meischen@friesensport.de


© / Quelle: NWZ-Online / 17.02.2026

11. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Wie Spohle das Tor zum Landesliga-Titel noch weiter aufgestoßen hat

Spohles Boßler greifen in der Landesliga nach dem Titel.

Schweewarden kämpft ums Überleben, während Neustadtgödens im Abstiegskampf aufdreht.

In der Verbandsliga sorgt Mentzhausen für eine echte Überraschung.

von Wolfgang Böning

Friesland/Ammerland/Wesermarsch - In der Boßel-Landesliga haben Spohles Männer das Tor zum Titelgewinn am elften Spieltag noch weiter aufgestoßen. Am Tabellenende sieht es indes für Schweewarden nicht gut aus. Die erste Saison-Niederlage kassierte derweil in der Verbandsliga Kreuzmoor/Bekhausen.

Landesliga  -  Schweewarden - Bredehorn 1:6 (1,050, -2,086, -0,114, -2,117). Der von den Gastgebern erhoffte Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb aus. „Bei der lang ersehnten Serie von Heimkämpfen gingen wir hochmotiviert, aber leider wieder nur mit 17 Werfern an den Start“, bedauerte der Schweewarder Sprecher Patrick Bruns: „Am Ende haben wir knapp verloren, aber die Leistung stimmte. Dass es immer enger wird, wissen wir. Aber wir wollen bis zum Schluss alles geben.“ Ganz anders als beim Schlusslicht war natürlich die Stimmungslage bei Bredehorns Rene Thye: „Es war eine tolle Teamleistung. Und im spannenden Endspurt in der Liga ist noch alles offen.“   Neustadtgödens - Halsbek 6:1 (1,087, 3,131, 1,025, -1,035). Die Gastgeber setzten im Kampf um den Ligaverbleib ein Ausrufezeichen gegen das Topteam aus dem Ammerland. „Wir hatten mal wieder maximalen Druck auf unserem Heimwettkampf, denn zwei Punkte waren quasi Pflicht“, sagte der Gödenser Vorsitzende Ron Arians und freute sich dementsprechend über die Saison-Bestleistung mit 176 Würfen sowie zwei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Halsbeks Sprecher Arne Hiljegerdes erklärte: „Die Gastgeber hatten auf ihrer Bahn einen super Tag erwischt. Wir haben nur kleine Fehler gemacht, aber diese wurden ohne Gnade ausgenutzt.“  Spohle - Reitland 10:0 (3,057, 5,066, 1,059, 0,079). Der Titelanwärter dominierte vom Anwurf an und führte zur Wende bereits mit 7:2. Nach zuvor einem Remis geht die Erfolgsserie vom Meisterschaftsanwärter weiter. „Die Rücktour konnten wir auch positiv gestalten mit guten Wurfleistungen“, freute sich Spohles Keven Hoots: „Und durch die Ergebnisse der anderen haben wir unser Mindestziel, die Teilnahme an der Finalrunde, bereits erreicht.“  Grabstede - Torsholt 2:9 (-6,055, -3,075, 0,148, 1,009). Die Talfahrt des Titelverteidigers, der nur noch Vorletzter ist, geht weiter. „Torsholt hat eine gute Leistung abgeliefert. Uns macht der dünne Kader leider immer noch sehr zu schaffen“, erklärte der Grabsteder Kapitän Christian Alberts. Derweil machten die Gäste einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt. „Mit unserem Lauf der letzten Wochen und den bekannten Schwierigkeiten von Grabstede sind wir trotz drei fehlender Werfer optimistisch dort angetreten“, sagte der Torsholter Kevin Barkemeyer: „Dieser Optimismus hat sich weiter ausgezahlt, denn durch eine in allen Gruppen fast wurfgleiche Leistung konnte insbesondere dank des Erfolgs der Holzgruppen der klare Auswärtssieg eingefahren werden.“

Verbandsliga  -  Ruttel - Wiefels 1:8 (-2,010, 1,075, -3,083, -3,028). In der Spitzenpartie griff der Heimvorteil nicht. „Wir haben absolut nicht in die Spur gefunden und mit 223 Wurf unseren mit Abstand schlechtesten Heimwettkampf an den Tag gelegt“, bedauerte der Rutteler Markus Heyne: „Lediglich in der ersten Gummi kann man – aber auch bedingt durch viel Kantenglück – von einer ordentlichen Leistung sprechen.“ Wiefels Sprecher Gerold Möllmann bilanzierte: „Unsere starken Erstgruppen setzten dem Gegner zu, bereits zur Wende lagen wir vorn. Die Führung wurde auf der Rücktour immer weiter ausgebaut mit einer super Leistung.“  Moorriem - Stapel 5:3 (-0,095, -3,046, 3,026, 2,075). Den Gästen fehlten nur 111 Meter zum Unentschieden. Dank des zweiten Heimsieges klammert sich Schlusslicht Moorriem derweil weiter an den Strohhalm Klassenerhalt.  Mentzhausen - Kreuzmoor/Bekhausen 3:1 (-0,081, 0,014, -0,147, 3,055). Den Gästen aus Kreuzmoor fehlten nur 142 Meter zum Remis. Indes freute sich der Mentzhauser Mannschaftsführer Niklas Wulff über einen „historischen Erfolg“ – vor allem dank der zweiten Gummi-Gruppe: „Personell waren wir gut aufgestellt und wollten den großen Favoriten ein wenig ärgern.“ An den ersten Punktgewinn oder gar Sieg überhaupt gegen diesen habe jedoch niemand so wirklich glauben können: „Auf der Rücktour haben wir aber in allen Gruppen super dagegengehalten, sodass am Ende das Unmögliche tatsächlich möglich wurde.“ Kreuzmoors Matthias Gerken sagte: „Es war kein schlechter Wettkampf von uns, aber Mentzhausen war einen Tick besser. Uns hat auch das Quäntchen Glück gefehlt, um eventuell noch einen Punkt mitzunehmen.“  Westerscheps - Cleverns 4:1 (1,064, -0,089, -0,109, 3,025). Die Gastgeber feierten einen wichtigen Heimerfolg Richtung Klassenerhalt. „Es war Abstiegskampf pur angesagt. Beide Seiten starteten etwas nervös mit schlechten Würfen. Dann kamen wir besser in Fahrt“, erläuterte der Schepser Vorsitzende Axel Kasper. Der Clevernser Heiko Janssen meinte: „An der Wende haben wir noch auf Punkte gehofft und lange sah es auch nach einer Punkteteilung aus.“ Am Ende sei eine „tolle Mannschaftsleistung“ nicht belohnt worden.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 17.02.2026

11. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Torsholterinnen senden mit erstem Saisonsieg Lebenszeichen im Abstiegskampf

Heimsiege verbesserten die Ausgangslage im Abstiegskampf für zwei Ammerland-Teams in der Boßel-Landesliga der Frauen.

Schweinebrück rückt dem Titel derweil ein großes Stück näher.

von Wolfgang Böning

Ammerland/Friesland/Wesermarsch - In der Boßel-Landesliga der Frauen zieht Schweinebrück an der Spitze weiter einsam seine Kreise. In Torsholt war der Jubel über den ersten Saisonsieg groß. Auch Westerscheps punktete im Abstiegskampf auf seiner Heimstrecke.

Torsholt - Kreuzmoor-Bekhausen 1:0 (1,001, 0,083). Die Ammerländerinnen sendeten mit dem ersten Sieg im zehnten Wettkampf ein Lebenszeichen im Abstiegskampf. „Wir geben die Hoffnung nicht auf und waren voll motiviert, unseren ersten Sieg einzufahren. Es waren Wahnsinnswürfe auf beiden Seiten“, sagte Torsholts Jule Bödecker. Den Gästen hingegen fehlten 85 Meter zum Remis. Die Kreuzmoorerin Nane Kabernagel sprach von einem Duell auf Augenhöhe. „Das war ein spannender Schlagabtausch. Kein Team habe sich absetzen können. Nach zwei Niederlagen in Folge verspielte Kreuzmoor-Bekhausen seine gute Ausgangssituation und steht nun mit einigem Rückstand auf Platz drei.  Westerscheps - Schweewarden 6:3 (-3,071, 6,038). Erneut heimstark präsentierte sich der Aufsteiger und sammelte wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt. „Die zwei Punkte bringen uns einen kleinen Puffer zu den Abstiegsplätzen“, sagte Sandra Schedemann aus Westerscheps. Während Schweewarden in der Holzgruppe von Beginn an vorlegte, lief es mit der Gummikugel andersherum und brachte den Ammerländerinnen somit den Sieg. Schweinebrück - Halsbek 8:0 (1,061, 6,094 Die gute Leistung mit der Gummikugel sorgte dafür, dass der Tabellenführer den nächsten Sieg einfuhr. „Mit der Gummi konnten wir die Führung Stück für Stück ausbauen. Mit der Holzkugel war es ein spannender Wettkampf, der fast immer gleichauf verlief“, sagte Schweinebrücks Kapitänin Astrid Müller. Auch die Halsbekerinnen zogen ein positives Fazit: „Wir hatten trotz der Niederlage viel Spaß. In der Holzgruppe konnten wir gut mithalten“, sagte Imke Hiljegerdes.  Spohle - Reitland 0:2 (-1,029, -1,058). „Das war eine enge Kiste“, befand Reitlands Brigitte Sanders. Ihr Team konnte sich mit der Gummigruppe auf dem Streckenstück nach der Autobahnbrücke absetzen. „Da haben wir ein bisschen was liegengelassen, das hat Reitland genutzt und ist zwischenzeitlich sogar mit drei Schoet in Führung gegangen“, sagte Spohles Kira Müller über den entscheidenden Streckenabschnitt. Ausgeglichener verlief der Wettkampf in der Holzgruppe.