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Wie Spohle das Tor zum
Landesliga-Titel noch weiter aufgestoßen hat
Spohles Boßler greifen
in der Landesliga nach dem Titel.
Schweewarden kämpft ums
Überleben, während Neustadtgödens im Abstiegskampf
aufdreht.
In der Verbandsliga
sorgt Mentzhausen für eine echte Überraschung.
von Wolfgang
Böning
Friesland/Ammerland/Wesermarsch -
In der Boßel-Landesliga haben Spohles Männer das Tor zum
Titelgewinn am elften Spieltag noch weiter aufgestoßen.
Am Tabellenende sieht es indes für Schweewarden nicht
gut aus. Die erste Saison-Niederlage kassierte derweil
in der Verbandsliga Kreuzmoor/Bekhausen.
Landesliga -
Schweewarden - Bredehorn 1:6 (1,050, -2,086, -0,114,
-2,117). Der von den Gastgebern erhoffte
Befreiungsschlag im Abstiegskampf blieb aus. „Bei der
lang ersehnten Serie von Heimkämpfen gingen wir
hochmotiviert, aber leider wieder nur mit 17 Werfern an
den Start“, bedauerte der Schweewarder Sprecher Patrick
Bruns: „Am Ende haben wir knapp verloren, aber die
Leistung stimmte. Dass es immer enger wird, wissen wir.
Aber wir wollen bis zum Schluss alles geben.“ Ganz
anders als beim Schlusslicht war natürlich die
Stimmungslage bei Bredehorns Rene Thye: „Es war eine
tolle Teamleistung. Und im spannenden Endspurt in der
Liga ist noch alles offen.“
Neustadtgödens - Halsbek 6:1 (1,087, 3,131, 1,025,
-1,035). Die Gastgeber setzten im Kampf um den
Ligaverbleib ein Ausrufezeichen gegen das Topteam aus
dem Ammerland. „Wir hatten mal wieder maximalen Druck
auf unserem Heimwettkampf, denn zwei Punkte waren quasi
Pflicht“, sagte der Gödenser Vorsitzende Ron Arians und
freute sich dementsprechend über die Saison-Bestleistung
mit 176 Würfen sowie zwei wichtige Punkte im
Abstiegskampf. Halsbeks Sprecher Arne Hiljegerdes
erklärte: „Die Gastgeber hatten auf ihrer Bahn einen
super Tag erwischt. Wir haben nur kleine Fehler gemacht,
aber diese wurden ohne Gnade ausgenutzt.“ Spohle
- Reitland 10:0 (3,057, 5,066, 1,059, 0,079). Der
Titelanwärter dominierte vom Anwurf an und führte zur
Wende bereits mit 7:2. Nach zuvor einem Remis geht die
Erfolgsserie vom Meisterschaftsanwärter weiter. „Die
Rücktour konnten wir auch positiv gestalten mit guten
Wurfleistungen“, freute sich Spohles Keven Hoots: „Und
durch die Ergebnisse der anderen haben wir unser
Mindestziel, die Teilnahme an der Finalrunde, bereits
erreicht.“ Grabstede - Torsholt 2:9 (-6,055,
-3,075, 0,148, 1,009). Die Talfahrt des
Titelverteidigers, der nur noch Vorletzter ist, geht
weiter. „Torsholt hat eine gute Leistung abgeliefert.
Uns macht der dünne Kader leider immer noch sehr zu
schaffen“, erklärte der Grabsteder Kapitän Christian
Alberts. Derweil machten die Gäste einen Riesenschritt
Richtung Klassenerhalt. „Mit unserem Lauf der letzten
Wochen und den bekannten Schwierigkeiten von Grabstede
sind wir trotz drei fehlender Werfer optimistisch dort
angetreten“, sagte der Torsholter Kevin Barkemeyer:
„Dieser Optimismus hat sich weiter ausgezahlt, denn
durch eine in allen Gruppen fast wurfgleiche Leistung
konnte insbesondere dank des Erfolgs der Holzgruppen der
klare Auswärtssieg eingefahren werden.“
Verbandsliga
- Ruttel - Wiefels 1:8 (-2,010, 1,075,
-3,083, -3,028). In der Spitzenpartie griff der
Heimvorteil nicht. „Wir haben absolut nicht in die Spur
gefunden und mit 223 Wurf unseren mit Abstand
schlechtesten Heimwettkampf an den Tag gelegt“,
bedauerte der Rutteler Markus Heyne: „Lediglich in der
ersten Gummi kann man – aber auch bedingt durch viel
Kantenglück – von einer ordentlichen Leistung sprechen.“
Wiefels Sprecher Gerold Möllmann bilanzierte: „Unsere
starken Erstgruppen setzten dem Gegner zu, bereits zur
Wende lagen wir vorn. Die Führung wurde auf der Rücktour
immer weiter ausgebaut mit einer super Leistung.“
Moorriem - Stapel 5:3 (-0,095, -3,046, 3,026,
2,075). Den Gästen fehlten nur 111 Meter zum
Unentschieden. Dank des zweiten Heimsieges klammert sich
Schlusslicht Moorriem derweil weiter an den Strohhalm
Klassenerhalt. Mentzhausen -
Kreuzmoor/Bekhausen 3:1 (-0,081, 0,014, -0,147,
3,055). Den Gästen aus Kreuzmoor fehlten nur 142 Meter
zum Remis. Indes freute sich der Mentzhauser
Mannschaftsführer Niklas Wulff über einen „historischen
Erfolg“ – vor allem dank der zweiten Gummi-Gruppe:
„Personell waren wir gut aufgestellt und wollten den
großen Favoriten ein wenig ärgern.“ An den ersten
Punktgewinn oder gar Sieg überhaupt gegen diesen habe
jedoch niemand so wirklich glauben können: „Auf der
Rücktour haben wir aber in allen Gruppen super
dagegengehalten, sodass am Ende das Unmögliche
tatsächlich möglich wurde.“ Kreuzmoors Matthias Gerken
sagte: „Es war kein schlechter Wettkampf von uns, aber
Mentzhausen war einen Tick besser. Uns hat auch das
Quäntchen Glück gefehlt, um eventuell noch einen Punkt
mitzunehmen.“ Westerscheps - Cleverns 4:1 (1,064,
-0,089, -0,109, 3,025). Die Gastgeber feierten einen
wichtigen Heimerfolg Richtung Klassenerhalt. „Es war
Abstiegskampf pur angesagt. Beide Seiten starteten etwas
nervös mit schlechten Würfen. Dann kamen wir besser in
Fahrt“, erläuterte der Schepser Vorsitzende Axel Kasper.
Der Clevernser Heiko Janssen meinte: „An der Wende haben
wir noch auf Punkte gehofft und lange sah es auch nach
einer Punkteteilung aus.“ Am Ende sei eine „tolle
Mannschaftsleistung“ nicht belohnt worden. |
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Torsholterinnen
senden mit erstem Saisonsieg Lebenszeichen im
Abstiegskampf
Heimsiege verbesserten
die Ausgangslage im Abstiegskampf für zwei
Ammerland-Teams in der Boßel-Landesliga der Frauen.
Schweinebrück rückt dem
Titel derweil ein großes Stück näher.
von Wolfgang
Böning
Ammerland/Friesland/Wesermarsch -
In der Boßel-Landesliga der Frauen zieht Schweinebrück
an der Spitze weiter einsam seine Kreise. In Torsholt
war der Jubel über den ersten Saisonsieg groß. Auch
Westerscheps punktete im Abstiegskampf auf seiner
Heimstrecke.
Torsholt -
Kreuzmoor-Bekhausen 1:0 (1,001, 0,083). Die
Ammerländerinnen sendeten mit dem ersten Sieg im zehnten
Wettkampf ein Lebenszeichen im Abstiegskampf. „Wir geben
die Hoffnung nicht auf und waren voll motiviert, unseren
ersten Sieg einzufahren. Es waren Wahnsinnswürfe auf
beiden Seiten“, sagte Torsholts Jule Bödecker. Den
Gästen hingegen fehlten 85 Meter zum Remis. Die
Kreuzmoorerin Nane Kabernagel sprach von einem Duell auf
Augenhöhe. „Das war ein spannender Schlagabtausch. Kein
Team habe sich absetzen können. Nach zwei Niederlagen in
Folge verspielte Kreuzmoor-Bekhausen seine gute
Ausgangssituation und steht nun mit einigem Rückstand
auf Platz drei. Westerscheps - Schweewarden 6:3
(-3,071, 6,038). Erneut heimstark präsentierte sich der
Aufsteiger und sammelte wichtige Punkte im Kampf um den
Klassenerhalt. „Die zwei Punkte bringen uns einen
kleinen Puffer zu den Abstiegsplätzen“, sagte Sandra
Schedemann aus Westerscheps. Während Schweewarden in der
Holzgruppe von Beginn an vorlegte, lief es mit der
Gummikugel andersherum und brachte den Ammerländerinnen
somit den Sieg. Schweinebrück - Halsbek 8:0
(1,061, 6,094 Die gute Leistung mit der Gummikugel
sorgte dafür, dass der Tabellenführer den nächsten Sieg
einfuhr. „Mit der Gummi konnten wir die Führung Stück
für Stück ausbauen. Mit der Holzkugel war es ein
spannender Wettkampf, der fast immer gleichauf verlief“,
sagte Schweinebrücks Kapitänin Astrid Müller. Auch die
Halsbekerinnen zogen ein positives Fazit: „Wir hatten
trotz der Niederlage viel Spaß. In der Holzgruppe
konnten wir gut mithalten“, sagte Imke Hiljegerdes.
Spohle - Reitland 0:2 (-1,029, -1,058). „Das war
eine enge Kiste“, befand Reitlands Brigitte Sanders. Ihr
Team konnte sich mit der Gummigruppe auf dem
Streckenstück nach der Autobahnbrücke absetzen. „Da
haben wir ein bisschen was liegengelassen, das hat
Reitland genutzt und ist zwischenzeitlich sogar mit drei
Schoet in Führung gegangen“, sagte Spohles Kira Müller
über den entscheidenden Streckenabschnitt.
Ausgeglichener verlief der Wettkampf in der Holzgruppe. |