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© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 28.11.2009
Inoffizielle Weltmeisterschaft Internationales Treffen um Himmelfahrt 2010 in Holland Statt Euphorie scheint aufmerksame Sparflamme angeraten FKV will bewährte Kräfte nominieren - kein Qualifikationsmarathon Ungereimtheiten rund um Veranstaltung nehmen zu von gerold meischen
So verwundert es auch nicht, dass der Friesische Klootschießerverband e.V. (FKV) gut ein halbes Jahr vor dem Vergleich für die Veranstaltung die Vorbereitung auf Sparflamme fährt. Erklärtermaßen ist die inoffizielle Weltmeisterschaft ein Farbtupfer im sowieso schon eng geführten Terminkalender und keinesfalls geeignet, der vierjährigen Europameisterschaft den Rang abzulaufen. "Mit Blick auf den sportlichen Wert müssen wir die geplante inoffizielle Weltmeisterschaft wohl wie eine der vielen Boßel-Cups in der Sommerpause bei uns verstehen, während eine Europameisterschaft auf deutlich höherem Niveau vom Schlage einer Landes- oder FKV-Meisterschaft daherkommt.", so war aus dem FKV-Umfeld zu entnehmen. Deshalb wird der FKV auch keine der wie vor Europameisterschaften sonst üblichen Qualifikationsmarathons für Straßen-, Feld- oder Standkampf starten, sondern vom grünen Tisch weg erfahrene und startgewillte Kämpen aus den vorliegenden Ergebnislisten (Championstour, FKV-Meisterschaften o.ä.) nominieren und entsenden. Ungeachtet dessen nehmen die Ungereimtheiten rund um die Wettkämpfe zu. Konnte man dem deutschen Flyer im Vorfeld noch eine Anwendung der einheitlichen IBA-Richtlinien für die Wettkämpfe entnehmen, ist das Organisationsteam mittlerweile gänzlich davon abgewichen und hat eigene Wettkampfrichtlinien aufgestellt. Nun sollen die Sieger über Vorkämpfe, Halbfinals und Finals ermittelt werden. Insbesondere im Standkampf wird dies bei den Aktiven aus dem FKV oder holsteinischen VSHB auf wenig Gegenliebe stoßen, liegen doch nun zwischen zwei (!) Würfen im Vorkampf gegen 09:00 Uhr, zwei (!) Würfen im Halbfinale gegen 12:15 und eventuell noch einem (!) Finalwurf gegen 15:30 und einem (!) weiteren Finalwurf gegen 16:00 Uhr doch glatt sieben Stunden (!), in denen Klootschießer ihre "Betriebstemperatur" aufrechterhalten sollen. Diese Wettkampfplanung ist zumindest als Nachweis geeignet, dass der Standkampf nicht zu den Kernkompetenzen des Veranstalters zählt und mit den geltenden IBA-Richtlinien rein gar nichts mehr gemein hat. Damit dürften die inoffiziellen Weltmeisterschaften sportlich nicht über den einstmals mit ebensoviel Tamtam hochgehandelten Boßelwettkampf auf Mallorca hinauskommen. Unter dem Strich dürfen wir feststellen, dass die Europameisterschaft im vierjährigen Rhythmus auch weiterhin die unangefochtene und erstrebenswerte Spitze für den Friesensport ist - und das ein "Ball flachhalten" nach derzeitigem Stand durchaus die richtige Strategie zu sein scheint. |
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