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Leserbrief: „Saison
schon Anfang September beginnen“
Betr.: ON-Seitenblick
„Zwangspause sorgt für
Unfrieden“
vom 8. Oktober
Ich
danke dem Sportredakteur
Wolf-Rüdiger Saathoff für seinen
wunderbaren Seitenblick zu der
gerade begonnenen Boßelsaison.
Wolf-Rüdiger Saathoff trifft den
Kern genau. Wochenlang freut man
sich als Boßler auf die
beginnende neue Saison. Kaum ist
sie angefangen, wird sie schon
wieder unterbrochen, wenn auch
nur für ein Wochenende. Wenn man
in einer unpaarigen Staffel
wirft und bei der Festsetzung
der Spielpaarungen Pech hat,
setzt man gleich 14 Tage aus.
Dann darf man höchstens noch
einmal im Oktober ran. Kaum ist
der Oktober vorbei, fallen
wieder zwei Sonntage aus
(Volkstrauertag und
Totensonntag).
Wenn
aber der 23. Dezember auf einen
Sonntag fällt, wären wir
gezwungen, die Boßelkugel in die
Hand zu nehmen. Vielleicht
sollte man sich hier mal
Gedanken machen, einen solchen
Sonntag frei zu halten, damit
man den Tag vor dem Heiligabend
mit der Familie verbringen kann.
Im Übrigen bin ich der Meinung,
dass die Funktionäre durchaus in
der Lage sein müssten, den
Spielplan so zu erstellen, dass
Anfang September die Saison
beginnen könnte. Auch am
Volkstrauertag könnte geboßelt
werden. Den Totensonntag möchte
ich außen vor lassen. Dazu darf
ich erwähnen, dass auch an
diesen Trauertagen Sport
getrieben wird (u. a. Fußball).
Die Boßler haben ohnehin eine
Saison mit nicht allzu vielen
Wettkämpfen. Wenn ich mir dann
die Sparten von Fußballern,
Handballern und so weiter
ansehe, stelle ich fest, dass
dort in der Regel 30 bis 34
Spieltage eingeplant sind. Bei
den Boßlern kommen wir höchstens
auf 18 Spieltage. Das sind
meines Erachtens zu wenige
Wettkämpfe für Vollblutboßler.
Der
spielfreie Sonntag am 11.
Oktober dürfte wegen der
Herbstferien entstanden sein.
Ich glaube kaum, dass Frauen und
Männer in den Bereichen II, III,
IV und Senioren schulpflichtige
Kinder haben. Im Übrigen bieten
sich unter anderem Sommerferien
an, um mit den Kindern Urlaub zu
machen. Im Übrigen denke ich,
dass die von Wolf-Rüdiger
Saathoff erwähnte
Urlaubsfraktion nur einen
kleinen Teil der aktiven Boßler
darstellt.
Gott
sei Dank sind wir in den
vergangenen Jahren von Schnee
und Eis verschont worden. Was
machen die Funktionäre, wenn
wieder ein strenger Winter durch
die Boßelregionen streicht? Dann
kommt Panik auf und es wird
Doppelansetzungen am Wochenende
geben. Auf die Boßler, die am
Samstag arbeiten müssen, wird
dann sicherlich keine Rücksicht
genommen. Meines Erachtens
reicht es vollkommen aus, wenn
während der Sommer- und
Weihnachtsferien keine
Boßelwettkämpfe stattfinden
würden.
Jedoch stimme ich mit
Wolf-Rüdiger Saathoff darüber
überein, dass eine Lösung
sicherlich nicht in Sicht ist.
Ab und zu soll es vorkommen,
dass verantwortliche Funktionäre
– ganz gleich in welchen
Bereichen der Gesellschaft – den
Pfad der Engstirnigkeit nicht
verlassen.
Schade drum!
Mettin Köllmann
1. Vorsitzender
BV „Germania"
Lübbertsfehn-Ihlowerhörn |