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© / Quelle: Ute Draschba / 01.12.2008
Der 25. Jubiläums-Feldkampf lässt auf sich warten Kahlfrost blieb 2007 aus Neustadtgödens ist gerüstet von Ute Draschba
Neustadtgödens. Wird es in diesem Winter zum ersehnten 25. Jubiläums-Feldkampf zwischen Oldenburg und Ostfriesland kommen? Diese Frage beschäftigt die Klootschießerelite und Funktionäre beider Landesverbände gleichermaßen. In der letzten Saison mangelte es am anhaltenden Kahlfrost. Groß war die Enttäuschung bei dem Wilhelmshavener Kreisvorsitzenden Abbo Georgs: „Mit einem routinierten Organisationsteam und einem ausgezeichneten Feldkampfgelände in Neustadtgödens standen wir bis zuletzt in den Startlöchern“. Doch jetzt, nach den Europameisterschaften, hat dieses Aufeinandertreffen plötzliche eine andere, ganz besondere Dimension bekommen. Es geht um die Oldenburger Vorherrschaft in diesem Traditionswettkampf, der erstmals am 28. Januar 1937 in Hohenberge bei Varel ausgetragen wurde. Die Ostfriesen wollen nur zu gerne den Oldenburgern diese streitig machen. Seit 1986 hält die Vormachtstellung der Oldenburger an. Einzig 1994 in Schweewarden und 2001 in Jever mussten sich die Oldenburger von den Ostfriesen geschlagen geben. Schon jetzt schwört der Ostfriese Eilert Taddigs seine Spitzenklootschießer auf diesen Tag ein. Es soll der Tag der Ostfriesen werden, der Tag für Europameister Frank Goldenstein, der Tag für Stefan Albarus. Die Chancen, so denkt man, stehen ausgesprochen gut. Mangelt es doch auf Oldenburger Seite nach dem Wechsel von Bert Stroje von Schweinebrück nach Reepsholt dem Landesverband an einem Feldobmann. Doch einen Trumpf haben die Oldenburger noch, auf den sie sich womöglich besinnen: Ehrenfeldobmann Herbert Braams. Über Jahrzehnte hat Braams das Klootschießen in der Hauptklasse geprägt. Stand immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik ob seiner eigenwilligen Entscheidungen. Doch die Erfolge und vor allem der Respekt seiner ostfriesischen Kollegen Eilert Taddigs und Tido Kleen gaben ihm immer wieder recht. Wie kein anderer kennt Braams die Klootschießerszene. In einer Allianz mit den Jugendbetreuern Bernd Tapkenhinrichs und Hinny Harms ein hochkarätiges Expertenteam. Das Werferpotenzial auf Oldenburger Seite ist nach wie vor einzigartig. Können die Oldenburger doch mit so wohlklingenden Namen aufwarten wie Vizeeuropameister Thore Fröllje (Grabstede), Jens Stindt (Spohle), Rekordwerfer Hans-Georg Bohlken (Schweinebrück), Detlef Müller (Mentzhausen), Klaus Hinrichs (Grabstede), Henning Feyen (Ruttel), Bernd Tapkenhinrichs (Kreuzmoor), Udo Kamps (Schweinebrück), Alfred Wulff (Mentzhausen) oder solch ausgemachten Feldkampfspezialisten wie Dirk Schomaker (Fedderwardersiel), Renko Altona (Schweinebrück), Tim Wefer (Mentzhausen) und Jugend-Europameister Stefan Runge (Kreuzmoor). Die jungen Wilden aus der Kaderschmiede von Bernd Tapkenhinrichs und Hinny Harms Björn Helmerichs (Waddens), Sascha Hemme (Grabstede), Marcel Brunken und Niklas Wulff (beide Mentzhausen), Hendrik Rüdebusch (Vielstedt-Hude), Christian Runge und Christoph Müller (beide Kreuzmoor), Lars Hadeler (Reitland) sowie die Grabsteder Timo Petznik, Kevin Dupiczak, Daniel Popken komplettieren das Aufgebot. Die Oldenburger haben die Qual der Wahl. Man muss das Eisen schmieden, solange es heiß ist. Das ist jetzt die Aufgabe des Landesverbandes Oldenburg. Eine Männer Mannschaft zu formen, die gerüstet ist für diesen Traditionswettkampf der Geschichte schreiben wird, und zwar als 25. Jubiläums-Feldkampf. © / Quelle: Eilert Taddigs / 23.11.2008
Landesklootschießerverband Ostfriesland e.V. Ostfriesische Klootschießer trainieren für den Ernstfall Gibt es in diesem Winter endlich wieder Kahlfrost? Utgast - et - Am kommenden Sonnabend läuten die ostfriesischen Spezialisten mit der Flüchterkugel den Beginn der Vorbereitung für eine Reihe von wichtigen Entscheidungen ein. Wie in den Jahren zuvor trifft man sich in Utgast, um an den folgenden Wochenenden in den Altersklassen Jugend, Junioren und Hauptklasse die optimalen Formationen für die Winterfeldkämpfe gegen den Landesverband Oldenburg zu finden. Darüber hinaus bieten die Verantwortlichen den Aktiven eine Gelegenheit, sich auf die im März anstehenden Qualifikationswerfen für die Deutschen Meisterschaften vorzubereiten. Noch nicht für diese am 28.3. 2009 statt findenden Ausscheidungen qualifizierte Bewerber für Hollandkloot-Feldkampf und Standkampf sowohl der Hauptklasse als auch in der Jugend und den entsprechenden weiblichen Klassen sollten wegen der begrenzt zur Verfügung stehenden Seiteneinsteigerplätze schon früh den Kontakt zu den jeweiligen Fachwarten suchen. Besonders bei den Jugendlichen wird wieder ein Ansturm auf die begehrten Mannschaftsplätze zum Feldkampf geben. Vor drei Jahren konnte man die Kontrahenten aus Oldenburg mit einer tadellosen Leistung besiegen. Wegen Frostmangel gab es im letzten Winter keinen Vergleich. Durch den altersbedingten Jahrgangswechsel steht Jugendwart Eilert Taddigs, Neuwesteel vor einem kompletten Neuaufbau seines Kaders, in der nur Alexander Windt aus Utgast als Topwerfer bereits Feldkampferfahrung hat. Da aber im Sommer im Jugendkadertraining wertvolle Aufbauarbeit geleistet wurde, rechnet man sich durchaus Chancen bei der Verteidigung der Wanderfahne bei einem neuerlichen Feldkampferfolg aus. Aus der Jugend sind in den letzten Jahren herausragende Leistungsträger in Holger Wilkens Juniorenteam aufgerückt. Auch hier wurde schon im Sommer unter Leitung von Reiner Dieling, Moordorf der Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung gelegt. Landesfeldobmann Tido Kleen aus Neuwesteel, der für die Hauptklasse verantwortlich zeichnet, musste aus verschiedensten Gründen in den letzten Jahren immer wieder auf seine stärksten Werfer verzichten und vermehrt auf die nachrückenden Juniorenwerfer zurück greifen. Besonders Europameister Frank Goldenstein, Roman Wübbenhorst und Horst Dieling sowie der dem Jugendkader entwachsene Daniel Brungers werden als „junge Wilde“ den etablierten Kräften um Stefan Albarus, Dirk Taddigs und Robert Djuren mächtig einheizen und das Gerüst der Hauptmannschaft bilden. Zu diesem Kreis zählen auch die beiden Ex-Oldenburger Ingo Wichmann und Bert Stroje, die ihr Können nach erfolgtem Vereinswechsel jetzt diesseits der Friesensportgrenze der beiden konkurrierenden Landesverbände zeigen wollen. Ab 10 Uhr wird auf zwei Bahnen auf dem Gerd-Gerdes-Platz geworfen. Meldeschluss ist 11 Uhr. Die Termine: 29.11. - 6.12. - 13.12. - 20.12. - 27.12. Am letztgenannten Termin, der um 13 Uhr beginnt, werden die Teams im Rahmen eines Jahresabschlusswerfens nominiert. Käkler und Mäkler sind dabei immer gern gesehen. |
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