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© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten Online / 17.05.2008 FKV-EM-Kassensturz
Mehrkosten für Irlandfahrt wrs Aurich. 70000 Euro hatte der Friesische Klootschießerverband (FKV) für die internationalen Wettkämpfe vom 1. bis 4. Mai im irischen Cork eingeplant. Dieser Betrag reicht nicht aus, um die Kosten der Europameisterschaft zu decken. „Wir haben unseren Kostenrahmen leicht überschritten“, sagte Peter Brauer, Geschäftsführer des Dachver- bandes der ostfriesischen und oldenburgischen Friesensportler auf Nachfrage der ON. Er bezifferte die Mehrkosten mit 3000 bis 5000 Euro. Nach Angaben von Brauer kamen ungeplante Kosten beim Hotel sowie beim Busfahren zustande. Der FKV mietete beispielsweise am letzten Wettkampftag irische Busse an, um die Rückfahrt nach der Siegerehrung von Bandon zum Hotel in Macroom zu ermöglichen. Die eigenen Fahrzeuge konnten nicht eingesetzt werden, weil die Fahrer die vorgeschriebenen Ruhezeiten einhielten. Brauer, der zusammen mit Hauptgeschäftsführer Stephan Gerdes die Irlandfahrt organisierte, zog ein positives Fazit. „Alle sind wohlbehalten wieder in der Heimat angekommen. Verluste gab es keine.“
Gleichwohl räumte Brauer einige
Schwachstellen ein. Dazu zählte er einen der drei Busse, die
130 Personen (Friesensportler und Betreuer) von Westerstede
nach Irland transportierten. Ein älteres Modell mit zu wenig
Komfort für die fast zweitägige Fahrt. Die Wahl des zweiten
Hotels (Käkler und Mäkler, Presse) bezeichnete Brauer als
unglücklich. Die Empfehlung des irischen Verbandes entpuppte
sich als drittklassige Unterkunft. An zwei der fünf Nächten
sorgte im Lee Valley Hotel laute Musik bis weit nach
Mitternacht dafür, dass die Bewohner keinen Schlaf bekamen.
Brauer lobte die Unterkunft der Aktiven. Die
Vier-Sterne-Herberge „Castle Hotel“ habe einen hochwertigen
Standard bei der Ausstattung und einen sehr guten Service
geboten. Für die kommende EM 2012 im italienischen Pesaro
lautet das Motto von Brauer: „Wir werden alles genauer in
Augenschein nehmen, um Probleme im Vorfeld zu erkennen.“
Beispielsweise würde er bei einer Busfahrt die Fahrzeuge
vorher von einem Fachmann untersuchen lassen. Trotz der
Macken beim Betriebsausflug auf die Grüne Insel herrschten
bei Brauer die positiven Aspekte vor. „Unser Orgateam hat
gut funktioniert. Wir haben die Arbeit auf verschiedene
Schultern verteilt.“ Begeistert zeigte er sich von der
Lebensart der Gastgeber. Hilfsbereitschaft und
Gastfreundschaft werden in Irland groß geschrieben. Ein
gutes Zeugnis stellte der FKV-Geschäftsführer den irischen
Kollegen aus. „Die Iren haben sich sehr bemüht und die EM
sauber abgewickelt.“ |
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