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Gerold Meischen

 

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FKV-Medaillen-Sieger

Stefan Runge

Kreuzmoor / STA

männl. Jugend

Gold - Feld

Silber -Stand

Christina Damken

Reitland / BUT

Frauen

Gold - Feld

Frank Goldenstein

Blomberg / ESE

Männer

Gold - Stand

Timo Petznik

Grabstede / FRW

männl. Jugend

Gold - Stand

Jan Galts

Blersum / WTM

männl. Jugend

Gold - Straße

Kathrin Blum

Ostermarsch / NOR

weibl. Jugend

Silber - Straße

Bronze - Feld

Annika Noormann

Ostermarsch / NOR

Frauen

Silber - Stand

Dirk Taddigs

Neuwesteel / NOR

Männer

Silber - Feld

Thore Fröllje

Grabstede / FRW

Männer

Silber - Stand

Anke Klöpper

Münkeboe / AUR

weibl. Jugend

Silber - Feld

Sandra Schimanski

Schweinebrück / FRW

Frauen

Bronze - Feld

Andrea Blonn

Ostermarsch / NOR

Frauen

Bronze - Stand

Hans-Georg Bohlken

Schweinebrück / FRW

Männer

Bronze - Stand

Daniel Brungers

Münkeboe / AUR

männl. Jugend

Bronze - Stand

Hendrik Rüdebusch

Vielstedt-Hude / AMM

männl. Jugend

Bronze - Feld

Fenja Frerichs

Ardorf / WTM

weibl. Jugend

Bronze - Strasse

© / Quelle: NWZ-Online / 07.05..2008

Straßenkampf trübt die Bilanz nicht

BOßELEURO Letzter Wettkampf verläuft für den FKV nicht optimal

Nachlese zur EM

Eine Niederländerin setzte in Irland die Akzente:

Silke Tulk war die erfolgreichste Teilnehmerin der EM.

von August Hobbie

So freuten sich die Iren: Philip O’Donovan sicherte sich erst mit seinem letzten Wurf den Titel auf dem Feldkampfgelände. Seine Landsleute jubelten lautstark und trugen den frischgebackenen Titelträger auf den Schultern.                   Foto: August Hobbie

VAREL/CORK - Mit fünf von zwölf Einzeltiteln und sechs von zwölf ersten Plätzen in den Mannschaftswettbewerbern fällt die EM-Bilanz des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) positiv aus. Auch die recht „durchwachsenen“ Leistungen am Schlusstag der Europameisterschaft in Cork in Irland im Wettbewerb im Straßenboßeln mit der irischen Eisenkugel belasten die Bilanz nicht sonderlich. Auf der sehr anspruchsvollen Strecke nutzten die Iren ganz gekonnt ihren Heimvorteil aus.
Bis auf den „durchwachsenen“ Auftritt auf der Straße konnte das FKV-Team überzeugen. Schon beim Standkampf der Klootschießer behielten der Ostfriese Frank Goldenstein bei den Männern und der Grabsteder Timo Petznik (Jugend) die Oberhand. Im Feldkampf setzte bei den Frauen Christina Damken, die Akzente. Sie gewann ebenso Gold wie Stefan Runge bei der männlichen Jugend. Mit der irischen Eisenkugel rückte Jan Galts aus Blersum aus Sicht des Friesischen Klootschießerverbandes in den Mittelpunkt des Geschehens. Er sicherte sich mit einem hauchdünnen Vorsprung den EM-Titel.
In überragender Form präsentierte sich an allen drei Wettkampftagen die junge Niederländerin Silke Tulk. Sie belegte in der Altersklasse weibliche Jugend im Standkampf überraschend den dritten Rang. Auf dem Feld und mit der irischen Eisenkugel war die sympathische Athletin dann nicht mehr zu stoppen und gewann in beiden Disziplinen Goldmedaillen.
Alles in allem kann die Mannschaft des Friesischen Klootschießerverbandes zufrieden sein mit dem Auftritt in Cork. Unter der Federführung des ersten Vorsitzenden Jan-Dirk Vogts gab die gesamte Mannschaft in Irland eine sehr gute Figur ab.

© / Quelle: NWZ-Online / 06.05..2008

Verbundenheit im Friesensport

von August Hobbie

Frage: Mr. Daly, Sie sind schon lange dabei. Wie oft waren Sie schon bei einer Europameisterschaft am Start?
Daly: Im Tubbergen in den Niederlanden hatte ich 1980 meinen ersten Einsatz bei einer EM.

Frage: Was waren Ihre größten Erfolge im Verlauf Ihrer langen Karriere?
Daly: Ich habe in den Niederlanden gleich zwei Goldmedaillen gewonnen. Im Feldkampf und im Straßenboßeln war ich Sieger.

Frage: Wie ist es um den Boßelnachwuchs in Ihrem Land bestellt?
Daly: Die jungen Leute sind an unserem Sport sehr interessiert. Da, wo die Mutter oder der Vater auch boßeln, sind auch die Kinder mit großem Eifer bei der Sache. Dabei gibt es keine Unterschiede zwischen dem Süden und dem Norden unseres Landes.

Frage: Wie sind Sie mit dem Abschneiden Ihrer Mannschaft bei den Titelkämpfen in Cork zufrieden?
Daly: Es ist sicherlich alles sehr gut verlaufen. Wir hatten ideale Bedingungen. Viel Platz war vorhanden für die Aktiven und auch für die Zuschauer. Auch an Parkplätzen mangelte es nicht. Enttäuscht hat mich nur das Wetter, doch das konnten wir nicht beeinflussen. Es war schön, alle Aktiven bei uns begrüßen zu können. So haben wir Freundschaften pflegen und neu knüpfen können.

Frage: Wen schätzen Sie besonders aus der FKV-Mannschaft?
Daly: Mit Hans-Georg Bohlken bin ich seit vielen Jahren befreundet. Wir kennen uns seit mehr als 25 Jahren und haben uns viele Wettkämpfe geliefert.

Frage: Werden Sie auch in vier Jahren bei der Europameisterschaft in Italien als Aktiver dabei sein?
Daly: Ich werde alles dafür tun, um auch im Jahr 2012 dort starten zu können.
Bill Daly peilt auch die Teilnahme an der EM in Italien an. Der „Altmeister“ ist seit 1980 in Sachen Titelkämpfen unterwegs.

© / Quelle: NWZ-Online / 06.05..2008

Fünf Einzeltitel für Aktive des FKV

Europameisterschaft Vorsitzender Jan-Dirk Vogts mit der Ausbeute zufrieden

Italien stark verbessert

Auch im Feldkampf räumte der Friesische Klootschießerverband ab.

Christina Damken und Stefan Runge siegten mit der Hollandkugel

von August Hobbie

IBA- und FKV-Vorsitzender Jan-Dirk Vogts stand im Feldkampf als Bahnweiser seinen Mann.

CORK - Außerordentlich erfolgreich verlief für den Friesischen Klootschießerverband (FKV) die Boßel-Europameisterschaft in Cork in Irland. Gleich über fünf Einzeltitel und weitere gute Platzierungen in der Einzel- und in der Mannschaftswertung konnten sich die Aktiven aus dem oldenburg-ostfriesischen Raum freuen. Am Sonntag rückte im Straßenboßeln der junge Ostfriese Jan Galts aus Blersum in den Blickpunkt. Er sicherte sich mit der irischen Eisenkugel mit einem Vorsprung von rund zwei Metern den Titel. Sportler aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Irland beteiligten sich an der 13. Europameisterschaft.
Im Feldkampf mit der Hollandkugel gaben zwei Sportler aus der Wesermarsch den Ton an: Bei den Frauen sicherte sich Christina Damken, Reitland, mit überragenden Würfen den Europameistertitel. Ebenso erfolgreich präsentierte sich Stefan Runge, der im Wettbewerb der männlichen Jugend in der Endabrechnung den ersten Platz belegte. Im Standkampf der Klootschießer gab es gleich einen dreifachen Erfolg. Dabei lief es auf einen knappen Zieleinlauf aus. Der Ostfriese Frank Goldenstein gewann den Titel. Der Grabsteder Thore Fröllje folgte mit geringem Abstand auf Rang zwei vor dem dreifachen Ex-Europameister Hans-Georg Bohlken, Schweinebrück.
Positiv bewertete Jan-Dirk Vogts, erster Vorsitzender des FKV, die Leistung seines Teams. Insbesondere mit dem Auftritt beim Standkampf der Klootschießer zeigte sich der Ammerländer sehr zufrieden: „Wir haben mehr erreicht, als wir uns ursprünglich ausgemalt hatten. Das war schon bemerkenswert, wie wir uns geschlagen haben.“ Der Feldkampf mit der irischen Eisenkugel habe den FKV-Sportlern auf der Heimstrecke der Iren alles abverlangt: „Dass wir bei den Männern verlieren würden, haben wir schon geahnt.“ Das Finale sei jedoch sehr spannend verlaufen. Der Nachwuchs der männlichen und weiblichen Jugend, sowie die Frauen hätten überzeugt: „Es lief alles rund bei der EM. Es wäre auch nicht gut gewesen, wenn der Friesische Klootschießerverband alles abgeräumt hätte.“ Es habe sich gezeigt, dass sich die anderen Teilnehmer sehr gut vorbereitet hätten: „Das müssen wir anerkennen. Auch die Italiener haben sich merklich verbessert.“ Dort, bei Rimini, werde im Jahre 2012 die nächste Europameisterschaft ausgetragen. Die FKV-Mannschaft hat sich nach Aussage von Jan-Dirk Vogts als ein homogenes Team präsentiert: „Es hat keine Differenzen gegeben. Wir haben alle an einem Strang gezogen.“ Auch die Zusammenarbeit mit den Gastgebern sei sehr gut verlaufen: „Die Iren sind auf jeden Wunsch eingegangen. Probleme wurden beseitigt.“

Nach der großen Abschlussfeier am Sonntag traten die Akteure noch nachts, ohne Schlaf, die Heimreise an. An diesem Dienstag treffen die Heimatsportler wieder bei ihren Familien ein. Auf ihren Lorbeeren ausruhen können sich die Sportler jedoch nicht, denn schon Ende Mai werden die Einzelmeisterschaften des Friesischen Klootschießerverbandes ausgetragen. Gastgeber ist der Kreisverband Waterkant.

© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 05.05.2008

13. Europameisterschaft

FKV erneut bestes Nationen-Team

weibliche Jugend: Kathrin Blum läuft Anke Klöpper Rang ab

männliche Jugend: Stefan Runge erfolgreichster FKV-Starter

Frauen: Christina Damken mit drittem EM-Gold

Männer: Frank Goldenstein im rechten Moment

von Gerold Meischen

Ergebnisse:    Standkampf     Feldkampf     Straßenkampf

Der "Star" der 13. Europameisterschaften in der Region Cork/Irland:  Dreifach-Medaillengewinnerin Silke Tulk vom holländischen NKB. Die Jugendliche gewann die Jugendtitel im Feld- und Straßen-kampf und Bronze im Standkampf. 

Foto: Anke Thaden

Cork/Irland. Die 13. Europameisterschaften sind Geschichte, Titelehren und Medaillen vergeben und die Gäste des irischen Gastgeberverbandes Bol Chumann (BC) wieder auf dem Heimweg. Dramaturgisch geschickt setzte der irische Verband seine Paradedisziplin, Straßenkampf mit der irischen Eisenkugel, auf den dritten und finalen Europameisterschaftstag. So gingen die Verbände mit dem Wissen um die vernichtende Niederlage für den Friesischen Klootschießerverband e.V. im Straßenboßeln auseinander. Der irische Verband richtete sich über diesen grandiosen Sieg wieder auf, nachdem der FKV bei der 12. Europameisterschaft in Westerstede den Iren eine ebenso niederschmetternde Niederlage um die Ohren schlug. Die Revanche ist den Iren auf ganzer Breite geglückt. Muss der FKV nun niedergeschmettert wie ein geprügelter Hund die Heimreise antreten? Mitnichten. Der FKV stellt selbst auf fremden Terrain den erfolgreichsten Teilnehmerverband mit 5 von 12 Einzeltiteln, 6 von 12 Team-Titeln und insgesamt 18 der 36 vergebenen Einzelmedaillen im Reisegepäck. Auch wenn die daheim gebliebenen Sofadenker und -kritiker schon vorher die Niederlage wieder erahnt haben und mäkeln - der FKV kann erhobenen Hauptes aus der Fremde zurückkehren. Die deftige Detailniederlage im für die Iren prestigeträchtigen Straßenkampf der beiden Hauptklassen "Frauen" und "Männer" schmerzt, schmälert aber nicht das insgesamt erfolgreiche Abschneiden.

International Bowlplaying Association (IBA)- und FKV-Vorsitzender in Personalunion, Jan-Dirk Vogts, wünschte sich zur Eröffnung der 13. Europameisterschaft, jeder Verband möge mit einer Goldmedaille heimkehren. Der Wunsch ging fast in Erfüllung - nur der italienische ABIS blieb ohne Medaille -, allerdings hatte er sich im Vorfeld die deutliche Klatsche im Straßenkampf seines FKV darunter nicht vorstellen können. Das es nach dem triumphalen Auftreten der FKV-Straßenboßler vier Jahre zuvor nun Spott und Häme hagelt, liegt allein schon in der Natur der Sache und ist verständlich. Schwamm drüber.

Den "Star" der 13. Europameisterschaften stellte weder der gastgebende irische Verband BC, noch der sportlich hochgeschätzte FKV. Die Jugendliche Silke Tulk vom holländischen NKV lief allen Aktiven den Rang ab mit ihrer Demonstration der Überlegenheit. Der Gewinn der Bronzemedaille im Standkampf vor höher eingeschätzten Teilnehmerinnen ließ die EM-Szene aufhorchen, die Goldmedaille am nächsten Tag im Feldkampf mit der Hollandkugel aufschrecken und der totale Triumph mit der Goldmedaille im irischen Straßenkampf die stetig wachsende Anhängerschar aus allen Lagern huldvoll verneigen. Als erste Teilnehmerin überhaupt im Vergleich mit allen bislang bei Europameisterschaften vertretenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gelang ihr das Kunststück, in allen drei Disziplinen jeweils eine Medaille in einer Europameisterschaft zu erkämpfen und dabei auch noch zwei Europatitel einzustreichen. Ausschlaggebend für die breite Anerkennung der jungen Holländerin ist nicht nur der dreifache Medaillengewinn, sondern auch die Art und Weise ihrer Siege. Mit ihrem Straßenkampf-Goldergebnis hätte sie in der Frauenkonkurrenz nur um knapp fünf Meter geschlagen noch Silber eingefahren; im Feldkampf hätte ihr Goldergebnis gar für den Gewinn der Frauen-Konkurrenz gereicht. Neben der überlegenen Jugendsiegerin gelangen Catriona O'Farrell-Kidney (BC/Frauen/jeweils Silber im Feld- und Straßenkampf - bereits ihr siebte Einzelmedaille bei Europameisterschaften), Kathrin Blum (FKV/weibliche Jugend/ Feldkampf-Bronze und Straßenkampf-Silber) und Stefan Runge (FKV/männliche Jugend/Standkampf-Silber und Feldkampf-Gold) mehrfache Medaillengewinne.

Trotz der vermeintlich durch den triumphalen Straßenerfolg der Iren wieder gerade gerückten Kraftverhältnisse in Europa sollte die Verteilung der Erfolge nicht über die tatsächliche Entwicklung hinweg täuschen. Der gastgebende irische Verband hat wieder die Führerschaft im Straßenkampf übernommen, holte 8 der dort insgesamt zu vergebenden 12 Einzel-Medaillen und strich drei der vier Team-Titel ein. Der vierte Team-Titel ging an den FKV (weibliche Jugend); die vier verbliebenen Einzelmedaillen an Silke Tulk (weibliche Jugend/Gold), Kathrin Blum (FKV/weibl. Jugend/Silber), Fenja Frerichs (FKV/weibl. Jugend/Bronze) und Jan Galts (FKV/männl. Jugend/Bronze). Im Standkampf mit der Klootkugel verteidigten die Starterinnen des VSHB in den weiblichen Klassen ebenso die Vormachtstellung wie der FKV in den männlichen Klassen. Im Feldkampf blieben die Karten zwischen dem irischen BC, dem holländischen NKB und dem deutschen FKV gut gemischt. Dennoch dürfen überragende Einzelerfolge nicht den Mantel des Verdeckens über Verbandsresultate hinweg täuschen. Die durch die "Fusion" von "Klootscheetern" und "Kogelwerpers" frisch gewonnene Quell neuer Namen und Könner versiegte sehr schnell. Drei der vier holländischen Podiumsplätze holte allein Silke Tulk, die vierte Medaille ging an Robert Meijer (Feldkampf-Bronze). Der VSHB verdankt seine Medaillenbilanz allein dem Standkampf in den weiblichen Klassen durch Tatjana Schneider (Gold/weibliche Jugend) und Rekordsiegerin Ute Uhrbrook (Frauen/vierte Goldmedaille in Folge) sowie Kristina Diener (Silber/weibliche Jugend). Der großspurig angekündigte VSHB-Angriff auf Europas Spitze im Standkampf der männlichen Klassen fand einfach nicht statt. Am Ende gar musste der VSHB im Straßenkampf mit der irischen Eisenkugel sein "kleines Waterloo" erleben und sich in der Teamwertung in beiden männlichen Klassen hinter den italienischen ABIS einordnen. Für die wackeren Italiener - gerade auch im Hinblick auf die 14. Europameisterschaften 2012 in der Region Pesaro/Italien - ein erstes Achtungszeichen. Nach den ersten Gehversuchen bei der 12. EM 2004 in Westerstede mit mehr oder weniger Rumpfmannschaften zeigte sich der italienische ABIS diesmal deutlich präsenter mit geschlossenen Mannschaftsleistungen - das erstmalige Wechseln der roten Laternen in den beiden männlichen Straßenkampfkonkurrenzen lässt Erwartungen erwachsen - das Vorbeiziehen mit der irischen Eisenkugel an etlichen Top-Boßlern des FKV die italienischen Herzen gleich höher schlagen.

FKV: "Manöverkritik"

Weibliche Jugend - Das FKV-Team "weibliche Jugend" wusste sich hinter den überragenden Siegerinnen Silke Tulk (NKB/Feldkampf -und Straßenkampf) und Tatjana Schneider (VSHB) gut in Szene zu setzen und strich zwei der drei Team-Europameisterschaften (Feld und Straße) für sich ein. Aus FKV-Sicht sammelte nicht Multi-Talent Anke Klöpper (Feldkampf-Silber) die Medaillen ein, sondern Kathrin Blum (Straßenkampf-Silber/Feldkampf-Bronze). Im Feldkampf ereilte Anke Klöpper der erste Dämpfer, als sie der überragenden Silke Tulk nicht gewachsen war und Silber für ein Ergebnis einstrich, dass in der Frauenkonkurrenz noch zum Sieg gereicht hätte. Der zweite Anlauf der Münkeboerin auf EM-Gold im Straßenkampf mit der irischen Eisenkugel ließ die ambitionierte FKVerin ließ sie hinter der erneut überragenden Silke Tulk und den eigenen Mannschaftskameradinnen Kathrin Blum (Silber) und Fenja Frerichs (Bronze) auf dem undankbaren vierten Rang landen. Dafür war dann aber das Mannschaftsergebnis überragend und mit gut 350 Meter Vorsprung auf den NKB deutlich. Für den Standkampf beherrschte schon im Vorfeld die FKV-Verantwortlichen Bedenken, dass es gegen die starken Holsteinerinnen wohl nichts werden würde. Europameisterin Tatjana Schneider (VSHB) warf überragend auf und verwies Teamkollegin Kristina Diener auf den zweiten Rang. Als sich Silke Tulk (NKB) dann noch ihre erste Medaille der EM schnappte, blieb für die FKVerinnen nur noch das Teamkampf-Silber. Dabei hätte es durchaus besser kommen können:  Ann-Christin Peters, am Ende als Siebte im Ziel, war nach respektabler Vorstellung auf Silber-Medaillenkurs, als ihr der entscheidende dritte Wurf deutlich zu kurz geriet und sie ins Ergebnismittelfeld stürzte ... und den Weg für Silke Tulk freimachte. Im Feldkampf trat das FKV-Trio Anke Klöpper, Kathrin Blum und Neele de Boer (5.) erneut geschlossen agierend auf und holte sich neben den beiden Einzelmedaillen für Anke Klöpper (2.) und Kathrin Blum (3.) mit der Mannschaft die Europameisterschaft.

Unter dem Strich eine mehr als nur gute Vorstellung der FKV-Mädchen. Zwei Mannschaftstitel und drei Einzelmedaillen sind eine mehr als respektable Ausbeute. Herzlichen Glückwunsch.

Männliche Jugend - Der Standkampf stand eindeutig im Zeichen des FKV-Quartetts Timo Petznik (Gold), Stefan Runge (Silber), Daniel Brungers (Bronze) und Manuel Runge (5.) Letzterer ließ in seinem ersten Wurf bereits die Meter liegen, die ihm am Ende für den Sprung auf Treppchen fehlen sollten. Sieganwärter VSHB blieb aus vier Startern deutliche 130 Meter hinter dem FKV-Quartett zurück und gönnte den FKVern einen überragenden Mannschaftssieg. Nach den Vorstellungen der Anhängerschar sollte Timo Petznik mit dem Standkampf-Sieg eine beispiellose Titeljagd einläuten ... imposanter noch als der Medaillen-Run der Silke Tulk. Der Feldkampf bremste den ambitionierten Standkampfsieger aber dann schon aus - das im Vordergrund stehende Mannschaftsergebnis aber dennoch bestechend. Stefan Runge, aus dem Standkampf mit der Silbermedaille geehrt, griff sich selbst die Goldmedaille und überflügelte mit nun schon zwei Einzelmedaillen Timo Petznik. Für den Feldkampfsieg hielt Stefan Runge Silbermedaillengewinner Killian Kingston (BC) auf Distanz, der wiederum den Atem von Hendrik Rüdebusch im Nacken spürte. Hendrik Rüdebusch setzte sich auf dem Bronze-Platz fest und drückte Timo Petznik und Daniel Brungers außerhalb des Podiums auf die folgenden Plätze. Mit gut 320 Meter Vorsprung gegenüber dem VSHB fuhr das Team wieder deutlich den Mannschaftstitel ein. Im Straßenkampf legten Jan Galts und Bernd-Georg Bohlken exzellente Weiten aufs Parkett, während Timo Petznik seine dritte Medaillenchance ebenso unterirdisch fortwarf wie Teamkollege Lars Wagner. Europameister Jan Galts trennten am Ende nur gute 2 Meter vom zweitplatzierten Aidan Hurley (BC) sowie deren fünf Meter vom drittplatzierten Arthur McDonagh. Weitere 12 Meter zurück lief Bernd-Georg Bohlken als Vierter ins Ziel. Lars Wagner und Timo Petznik kamen nicht annähernd in dieser Meterregion und wären selbst in der weiblichen Jugend ohne Medaille ausgegangen. So entschied sich der Team-Titel-Gewinn für den irischen Verband recht deutlich.

Unter dem Strich kann das Ergebnis der männlichen FKV-Jugend klar überzeugen. Fünf der sechs möglichen Titel hat der FKV im Gepäck (Einzeltitel für Petznik, Runge und Galts; Team-Titel im Standkampf und Feldkampf) bzw. sechs der zwölf Einzelmedaillen im Sack. Dazu durchweg vordere Platzierungen in den einzelnen Entscheidungen - mit Ausnahme des Straßenkampfes.

Die Qualifikations- und Auswahlverfahren für die 13. Europameisterschaften haben sich als stimmig und passend erwiesen. Der Gesamterfolg der beiden Jugendklassen auf fremden Terrain mit dem Gewinn von vier der sechs Team-Titel beeindruckt. Als die beiden "Großen" im FKV-Jugend-Team wackelten, standen andere Kämpen für den Sprung in die Lücke bereit: Kathrin Blum und Stefan Runge. Herzlichen Glückwunsch.

Frauen - Für den Standkampf rechnete sich der FKV für die Mannschaft einiges aus - der Einzeltitel schien im Vorfeld für Kenner der Szene schon auf Titelverteidigerin Ute Uhrbrook (VSHB) programmiert. In der Entscheidung rechtfertigte die Titelverteidigerin die Vorschusslorbeeren und holte ihren vierten EM-Titel in Folge. Um die Silbermedaille fighteten dann aber nicht Sandra Schimanski und Michaela Müller, sondern Annika Noormann und Andrea Blonn. Sandra Schimanski ließ gleich beim ersten Versuch die Meter liegen, die ihr am Ende auf einen Medaillenplatz als Vierte fehlen sollten, legte mit dem zweiten Wurf Tagesbestweite aller Teilnehmerinnen hin. um dann am Ende um ganze 43 cm an der Bronzemedaille vorbeizurauschen. Michaela Müller startete mit dem Bestwert aller Teilnehmerinnen für den ersten Durchgang hoffnungsvoll, verlor dann aber bei den beiden verbleibenden Würfen an Weite und sackte auf den achten Rang ab. Annika Noormann galt nach der Qualifikationsvorstellung als Wackelkandidatin - und strafte alle Pessimisten mit dem Gewinn der Silbermedaille ab. Zeigte sie in der Qualifikation noch Nerven und sicherte sich erst über ein Stechen gegen Reservistin Heidi Hinrichs das Startrecht, so überzeugte sie im EM-Kampf mit konstant passenden Weiten. Vom ersten Wurf weg lag sie auf Silberkurs und gab den Platz nicht mehr her. Andrea Blonn eröffnete ihren Wettkampf mit dem sechstbesten Durchgangsergebnis, steigerte sich dann aber kontinuierlich bis zum Festsetzen auf dem Bronzeplatz. Angela Eggers und Martina Kloster-Eden (als einzige Starterin mit dem Klootbrett) agierten im oberen Mittelfeld und sicherten den zweiten Teamplatz nach hinten ab. Am Ende sollten dem FKV-Team knapp 5 Meter zur Verteidigung des Teamtitels fehlen. Gerade im Hinblick auf das Ergebnis der beiden aus der Qualifikation Besten im Team (Schimanski/Müller) wäre unter dem Strich wohl die Titelverteidigung möglich gewesen. Im Feldkampf wurde Christina Damken ihrer Favoritenrolle gerecht und holte ihre dritte EM-Goldmedaille nach zwei Titelgewinnen als Jugendliche bei der EM 2004 in Westerstede. Sandra Schimanski zeigte sich vom ernüchternden Standkampf gut erholt und holte hinter Titelverteidigerin Catriona O'Farrell-Kidney die Bronzemedaille. Fehlten Sandra am Vortag knapp 40 cm auf die Bronzemedaille, wendete sich im Feldkampf das Blatt. Diesmal hatte sie das Glück und konnte Marina Kloster-Eden über knapp 45 cm vom Bronzeplatz fernhalten. Wie schon im Standkampf überzeugt Annika Noormann auch im Feldkampf und verpasste nur eine Medaille, weil sie in aussichtsreicher Position liegend bei einem Wurf den Stand auf dem zunehmend rutschiger werdenden Lehmboden verlor und einen Wurf unglücklich versenkte. Knapp dahinter bestätigte Andrea Blonn ihr tolles Standkampfergebnis mit dem siebten Rang. Wie schon im Standkampf haderte Michaela Müller mit ihrem Wettkampf und konnte sich nur in der Mitte der Ergebnisliste mit deutlichem Abstand zur Spitze einreihen. Gegenüber dem holsteinischen VSHB konnte der Team-Titel mit gut 280 Meter Vorsprung klar verteidigt. Auf der Straße erlebte das FKV-Frauenteam ein mittleres Debakel, das allerdings nur als Vorbote für das noch bevorstehende Männer-Debakel herhalten sollte. Die bestens aufgestellten irischen Gastgeberinnen macht die Einzelmedaillen unter sich aus (Kelly Mallon vor Catriona O'Farrell-Kidney und Dervla Toal). Titelverteidigerin Rena Broßonn ging couragiert zu Werke, kam aber als Beste des FKV-Teams auf den undankbaren vierten Rang. Eine Platz dahinter reihte sich die EM-erfahrene Margret Schöttler ein. Die Gesamtführende der Championstour musst sich mit dem achten Rang zufrieden geben, obwohl sie vom Werfer-Typ her ideal zur Strecke passte. Christina Damken hatte ihr Pulver im siegreichen Feldkampf verschossen und lief als Neunte in die Ergebnisliste. Ein mittleres Debakel durchlebten die Championstour-Rekordsiegerin und Vize-Europameisterin 2004, Sonja Kotte (15.), und die amtierende Boßlerin des Jahres Sandra Schimanski (18.), der es über das gesamte Wochenende in drei Titelentscheidungen an Souveränität mangelte und als Ausbeute aus drei aussichtsreichen Starts "nur" das Feldkampf-Bronze blieb. In der am Sonntag im Straßenkampf präsentierten Form wären beide Starterinnen auch nicht für eine Medaille in der weiblichen Jugend in Frage gekommen. Mit diesen Vorgaben musste der FKV den 2004 gewonnenen Mannschaftstitel wieder gen Irland ziehen lassen. Das der irische Team-Vorsprung am Ende mehr als 500 Meter betragen würde, hätte im Vorfeld allerdings niemand vorauszusagen gewagt.

Der FKV stellt im Frauenklassement mit der nun dreifachen Europameisterin Christina Damken (Feldkampf) eine der drei zu vergebenden Einzeltitel. Mit der Mannschaft erreicht das FKV-Frauenteam im Feldkampf den Titel, muss sich aber im Standkampf  knapp (VSHB) und im Straßenkampf (BC) deutlich der Konkurrenz geschlagen geben. Mit dem Gewinn von vier der neun möglichen Einzelmedaillen sieht die Team-Bilanz noch ganz ordentlich aus - mehr wäre bei besserer Ausnutzung der Chancen aber durchaus möglich gewesen.

Männer - Das FKV-Männerteam legte den erwarteten EM-Wettkampfauftakt nach Maß hin. Im Standkampf brachte der FKV gleich sieben Klootschießer in die Top10 und stellte das komplette Siegerpodest. Überraschend war es aber nicht Top-Favorit Thore Fröllje (Silber), der im Wettkampf den Ton angab, sondern Frank Goldenstein. Mit dem Sieg des Blombergers konnte der entthronte Europameister Stefan Albarus nach dessen überraschenden "Aus" in der Qualifikation doch noch seine Duftmarke am Wettkampfgeschehen anbringen. Wenige Wochen zuvor gönnte der dem späteren Europameister Frank Goldenstein einige Intensiv-Trainingsstunden an der Bundeswehr-Sportschule in Warendorf. Mit einer guten Serie jenseits der 85er Marke überraschte er Thore Fröllje, der abermals den Sprung auf den erhofften EM-Titel verpasste. Wie schon 2004 sicherte sich der dreifache Europameister und ex-Weltrekordhalter Hans-Georg Bohlken die Bronzemedaille, mittlerweile die siebte EM-Medaille seiner Karriere. Dabei sah es zunächst gar nicht danach aus. Sein erster Wurf blieb im Vergleich zur Konkurrenz hinter den Erwartungen zurück und Dauerrivale Sönke Dreeßen (VSHB) sprang auf den Bronzeplatz. Erst mit seinem letzten Versuch schob er sich doch noch an Sönke Dreeßen vorbei auf den Bronzeplatz. Jens Stindt zählte zur EM zum engeren Favoritenkreis und engsten Widersacher für Titelfavorit Thore Fröllje. Ein verzogner zweiter Versuch kostete ihm am Ende eine Medaille und ließ ihn als Fünften den EM-Fight abschließen. Dirk Schomaker konnte als Siebter durchaus überzeugen und lag im Rahmen seiner Möglichkeiten - Henning Feyen als Neunter ebenso. Dirk Taddigs rundete den guten FKV-Auftritt als Zehnter ab. Roman Wübbenhorst (12.) und Klaus Hinrichs (13.) lagen im Rahmen ihrer Möglichkeiten - Robert Djuren (23.) hingegen nicht. Seine Vorstellung tat aber dem Gesamteindruck keinen Abbruch und brachte den angepeilten Teamerfolg mit am Ende doch deutlichen 150 Meter Vorsprung gegenüber den wesentlich höher eingeschätzten Holsteinern nicht mehr in Gefahr. Die Vorstellung des Accumers sollte aber persönlicher Fingerzeig sein für den weiteren Verlauf seiner Wochenendvorstellung. Im folgenden Feldkampf sorgte wechselndes Wetter für wechselhafte Bedingungen, mit denen der gastgebende BC besser zurecht kam als die favorisierten FKVer. Im finalen Durchgang lieferten sich Titelverteidiger Dirk Taddigs und Philip O'Donovan (BC) einen heißen Tanz, mit dem besseren Ende für den Iren. Die Silbermedaille dennoch ein toller Erfolg für Titelverteidiger Taddigs. Robert Meijer holte hinter den beiden Top-Athleten für den holländischen NKB die einzige Einzelmedaille vor Vizeeuropameister 2004 Mark oude Luttikhuis. Das wechselhafte Wetter mit dem zunehmend rutschiger werdenden Lehmboden bremste vor allem die hoch aufgeschossenen Feldkämpfer ein wenig aus - etwas kürzer gewachsene Cracks kamen damit durchaus besser zurecht. Den beiden irischen Senioren Christy Mullins (5.) und Bill Daly (6.) war's egal - sie lieferten ihren geplanten Beitrag zum Mannschaftsergebnis ab und konnten sich am Ende über Team-Gold freuen. Den groß gewachsenen FKVer setzte dann der Boden mehr zu. So verwundert es denn nicht, dass Horst Dieling (7.) den FKV-Reigen hinter Vize Dirk Taddigs anführt und auf eine respektables Ergebnis schauen kann. Hans-Georg Bohlken kam als Neunter ins Ziel mit dem bestens aufwerfenden Renko Altona (10.) im Schlepptau. Jens Stindt (14.) hatte sich eigentlich mehr ausgerechnet, haderte aber ob der Größe mehrfach mit seiner Standfestigkeit. Frank Goldenstein (15.) mangelte es nach dem überraschenden Standkampferfolg wohl an Motivation, sich nochmals durchzubeißen. Udo Kamps (17.) lieferte einen ordentlichen Wettkampf bei seiner siebten (!) EM-Teilnahme ab. Der FKV-Kader-"Methusalem" sieht aber sein Karriere-Ende internationaler Art nun doch langsam näher kommen - wenn auch Bill Daly und Christy Mullins ihm noch einige Jahre voraus sind. Voll neben der Spur lagen der Vize-Europameister 2000 Hans-Jürgen Fleßner (26.) und wie schon im Standkampf Robert Djuren (28.). Der EM-10. von 2004 fand gar nicht in den Wettkampf und blieb als ausgemachtes Kraftpaket jenseits seiner Möglichkeiten.  Durch die Vizemeisterschaft von Dirk Taddigs blieb die angedeutete Revanche der Iren noch unter dem Erfolgsmantel verdeckt. Den wirklichen Hammer holten die Iren erst am Sonntag im Straßenkampf hervor. Die Gastgeber hatten sich viel vorgenommen und brannten auf Revanche. Durchweg Siegwerfer schickten die Iren gegen die erfolgsverwöhnter FKV-Cracks ins Rennen - und gewannen auf ganzer Breite. Die Plätze eins bis neun fest in irischer Hand und mit dem Holländer Bastiaan Zwiers auf dem zehnten Rang sucht man einen FKVer vergebens in den Top10. Hatten diese am Donnerstag im Training noch mit Weiten jenseits der 1.900er-Marke geglänzt, war im Wettkampf diese Weite nur aus der Ferne zu sehen. Boßler des Jahres Ralf Klingenberg reichte gerade noch so an die Top10 heran (11.) und auch FKV-Boßelobmann Frido Walter (12.) sowie Ralf Rocker (14.) nahmen noch die 1.700er-Hürde. Karsten Biermann (17.), Jörg Gronewold (18.) und Uwe Köster (19.) schafften es zumindest noch in die Top20. EM-Neuling Harm Weinstock (23.) hatte sich im Vorfeld deutlich mehr ausgerechnet. Titelverteidiger Henning Feyen (24.) konnte seinen Einbrauch auch nicht erklären. Ein Fiasko erlebten die beiden Besten aus der FKV-Qualifikation, Ralf Look (36.) und wie schon im Stand- und Feldkampf Robert Djuren (37.). In der Team-Wertung fehlten denn am Ende nicht ganz überraschend fast 1.500 Meter - das Team-Silber vor dem holländischen NKB konnte den Schaden auch nicht mehr lindern. Den irischen Gastgebern gelang die Rehabilitation für die 2004-Niederlage in Westerstede vollends und überzeugend. Das FKV-Männerteam hatte an diesem Sonntag nicht den Hauch einer Chance.

Das Straßenkampf-Debakel in den beiden Hauptklassen nun aber als Sinnbild für eine verkorkste Europameisterschaft zu werten, führt in die falsche Richtung und wird vor allem der überzeugend agierenden Jugend nicht gerecht. Die Niederlage ist im Straßenkampf hoch/ernüchternd ausgefallen und stutzt den Überfliegerstatus des FKV ein wenig zurecht. Sehen wir's positiv: Die FKV-Jugend hat in Irland überzeugt und nährt die Hoffnung auf die weitere Zukunft. Der FKV kehrt als erfolgreichster Verband von der EM zurück. Die knackigen Niederlagen haben einige Zacken aus der Krone brechen lassen - mehr aber auch nicht. 2012 sind die Iren in Italien in der Verteidigerrolle ... und der FKV sucht dann die Revanche. Und wenn's da nicht klappt: 2024 ist der FKV erstmals wieder Gastgeber im eigenen Lande der dann 17. Europameisterschaften.

13. Europameisterschaft der Verbände ...

IBA - International Bowlplaying Association (Dachverband)
BC - Bol Chumann na hÉireann (Irland)
FKV - Friesischer Klootschießerverband e.V. (Deutschland)
VSHB - Verband Schleswig-Holsteinischer Boßler (Deutschland)
NKB - Nederlandse Klootschieters Bonden (Holland)
ABIS - Associazione Boccetta Italiana su Strada (Italien)