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© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 16.04.2008 Europameisterschaft 2008 BC Irland: Team-Nominierung Die Iren wollen es jetzt richten Top-Athleten bei der EM am Start von Gerold Meischen
Cork/Irland. Für die Europameisterschaften 2008 (01.-04.05.2008) in Cork/Irland hat der gastgebende Verband Bol Chumann na hEireann (BC) seine EM-Startfelder in den einzelnen Altersklassen/Disziplinen benannt. Besonderes Augenmerk richten die Iren auf ihre Straßenkampfteams für den Einsatz mit der irischen Eisenkugel. Der Wille der irischen Gastgeber, in ihrer sportlichen Paradedisziplin sich diesmal von den Teams vom Kontinent nicht die Butter vom Brot nehmen lassen zu wollen, spiegelt sich in den einzelnen Kadern wider. Neben erfahrenen Alt-Cracks wie dem dreifachen Europameister, fünffachen EM-Medaillengewinner und Road-Bowler-Legende Bill Daly, etablierten Nord-Vertretern wie Michael Toal oder Eddie Carr sorgen junge Nachwuchskämpfe wie Aidan Murphy oder "King of the Road"-Sieger David Murphy für einen siegträchtigen Mix unter den Aktiven für den Straßenkampf. Nicht minder erfolgsorientiert das Frauenteam mit Catriona O'Farrel-Kidney sowie Dervla Toal an der Spitze und die junge Kelly Mallon als amtierende "Queen of the Road" im Köcher. Die Cracks vom Friesischen Klootschießerverband e.V. (FKV) müssen den Vergleich mit den irischen Cracks nicht scheuen. Ein Spaziergang durch den Titel- und Medaillenregen wie bei der EM 2004 im eigenen Land in Westerstede (AMM) ist aber mit Blick auf die Konkurrenz-Kader nicht zu erwarten. Im EM-Team der Iren für die EM 2008 sind etliche Starter- und Starterinnen aus dem Team der EM 2004 in Westerstede wieder mit dabei, darunter die EM-Medaillengewinner Catriona O'Farrell-Kidney, Feldkampf-Europameisterin, und Seamus Sexten jun., Jugend-Feldkampf-Europameister. Männer: Namhafte Könner mit der irischen Eisenkugel zieren den Kader - allen voran die lebende Legende Bill Daly. Der mittlerweile in die Jahre gekommene Polizist versetzt die jüngere Konkurrenz immer wieder in Staunen und durchlebt gerade seinen x-ten Boßler-Frühling. So wundert es denn auch nicht, dass das Kraftpaket sich erneut für Feld- und Straßenkampf qualifizieren konnte. Fünf Medaillen fuhr der Ausnahmekönner in zurückliegenden Europameisterschaften ein, darunter die EM-Titel im Feldkampf (1980 und 1992) und Straßenkampf (1980). Ein weiterer Senior ist diesmal wieder dabei: Christy Mullins. Zur EM 2004 in Westerstede musste der Mehrfach-Medaillengewinner verletzungsbedingt passen. Im eigenen Land greift der Senior im Team nochmals an. Fünf Medaillen zog der Ire in fünf Europameisterschaften schon an Land - allein ein Titel wollte ihm noch nicht gelingen. Die erste Medaille sprang 1980 in Tubbergen im Feldkampf für ihn heraus (Bronze), denen er 1984 Silber im Feldkampf, 1988 Silber im Straßenkampf sowie 1992 und 1996 jeweils die Silbermedaille im Feldkampf folgen ließ. Für die anstehenden Titelkämpfe hat ihn der Verband BC wieder aufgestellt und schickt ihn im Feld- bzw. Standkampf ins Rennen. Im Straßenkampf schickt der Verband BC exzellente Sieganwärter ins Rennen. David Murphy sicherte sich im vergangenen Herbst erstmal die irische Krone "King of the Road" und schlug dabei den inoffiziellen Weltmeister von 2005, Eddie Carr. Bei der EM 2000 in Meldorf glänzte David Murphy im Jugendklassement mit dem Titel im Feldkampf und der Silbermedaille im Standkampf. Philipp O'Donovan sicherte sich 2005 und 2006 den "King of the Road"-Titel und konnte bei der EM 2000 in Meldorf mit dem Gewinn der Silbermedaille glänzen. Bei seinem letzten "King of the Road"-Titelgewinn 2006 bezwang er im Finale Michael Toal, der bislang bei Europameisterschaften einen Nachweis seiner Extraklasse schuldig blieb - bei den anstehenden Titelkämpfen aber erneut zum Favoritenkreis auf den Straßentitel zählt. Bei der EM 2004 trat Seamus Sexton jun. erstmals in die großen Fußstapfen seines Vaters Seamus Sexton sen., der zwischen 1974 und 1992 drei EM-Medaillen, darunter zwei Straßentitelgewinne, einstreichen konnte. Nach dem Sieg im Feldkampf der Jugend und dem Vizetitel auf der Straße tritt Seamus jun. nun erstmals im Hauptfeld im Feldkampf für die irischen Farben an den Start. Frauen: Catriona O'Farrell-Kidney sorgte erstmals bei der EM 2000 in Meldorf mit zwei Vize-Titeln im Straßenkampf bzw. Feldkampf für Glanzlichter und toppte ihre Darbietung mit der Goldmedaille bei der EM 2004 in Westerstede im Feldkampf. Zwischen den Jahren sicherte sie sich den Titel der inoffiziellen Weltmeisterin (2005 in Irland) und stand regelmäßig im Finale um den irischen Titel "Queen of the Roads". Im Erfolgsjahr 2004 ließ sie dem EM-Titel den "Queen"-Titel folgte, verteidigte ihn 2005 erfolgreich, um dann 2006 gegen die FKV-"Boßlerin des Jahres" Kerstin Friedrichs (Dietrichsfeld) im Halbfinale gegen die neue "Queen" zu unterliegen. Als ärgste Widersacherin erwies sich für Catriona O'Farrell in den zurückliegenden "Queen"-Finals Dervla Toal, die ihr 2003 den Titel entriss, 2004 und 2005 aber den Kürzeren zog und nun mit ihr gemeinsam im Iren-Kader steht. 2007 blieb Catriona O'Farrell im Halbfinale erneut hängen und musste sich überraschend einer aufstrebenden Newcomerin beugen: Kelly Mallon. Die Nordirin legte als Jugendliche ein glänzendes Jahr hin, holte auf Anhieb sowohl den All-Ireland-Jugend- und Frauen-Titel und krönte die Saison mit dem "Queen of the Road"-Titel. Man darf gespannt sein, wie sich diese drei Ausnahmekönner bei der anstehenden Europameisterschaft präsentieren.
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