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© / Quelle: Ostfriesischer Kurier / 29.02.2008
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In Afghanistan für Klootschießer-EM trainiert Friesensport Stefan Albarus feilt an Form für Cork Zwei Norder Europameister in der Qualifikation
Norden/bup – Bei den Europameisterschaften 2004 in Westerstede war es für die ostfriesischen Käkler und Mäkler eine Wonne, ihnen beiden zuzuschauen: Dirk Taddigs aus Neuwesteel warf als überragender Mann beim Feldkampf mit der Hollandkugel die Konkurrenz in Grund und Boden. Zwei Tage später verteidigte Stefan Albarus aus Norden in beeindruckender Manier seinen Titel im Standkampf. Damit kam der Kreisverband Norden im Ammerland in den seltenen Genuss, gleich zwei Europameister bei den Männern feiern zu dürfen. Vier Jahre später wollen die beiden Titelverteidiger auch in Cork wieder zur Kugel greifen. Davor aber steht auch für einstige Goldmedaillengewinner die Qualifikation. Um das Ticket für Irland zu lösen, muss Dirk Taddigs die eindeutig schwierigere Aufgabe meistern. Beim ersten von drei Ausscheidungswerfen am Wochenende in Bohlenbergerfeld bei Zetel tritt der 29-Jährige als Seiteneinsteiger auf. Weil er aus beruflichen Gründen in Cuxhaven weilte, konnte Taddigs bei den Verbandsmeisterschaften 2007 nicht starten und sich damit auch nicht für den EM-Kader empfehlen. 15 Plätze wurden damals vergeben. Nur drei Seiteneinsteiger können am Wochenende bei der zweiten, aber weitaus kleineren Chance dazustoßen – es sei denn, Aktive aus dem bestehenden Stamm passen. Um die drei noch freien Plätze balgen sich namhafte Friesensport-Cracks: Neben Dirks Taddigs wollen auch so international erfahrene Größen wie Hans-Georg Bohlken, Thomas Erdmann, Detlef Gerjets, Dirk Schomaker, Lohtar Taddigs oder Stefan Albarus noch auf den EM-Zug aufspringen. Dirk Taddigs, der immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, will nicht ungeschlagen abtreten und seine Extraklasse in Cork noch einmal unter Beweis stellen. Der Schiffsmechaniker, der für die AG Ems zwischen Emden und Borkum pendelt, ist bisher einziger Feldkampf-Goldmedaillengewinner des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) bei den Männern – wenn es unglücklich läuft, könnte der Titelverteidiger von Westerstede Anfang Mai in Irland fehlen. Diese Gefahr droht im Standkampf der Klootschießer nicht. Nach seiner zweiten Goldmedaille im hochrangigen internationalen Vergleich ist es um Stefan Albarus sportlich zwar ruhig geworden, der 39-Jährige meldet sich allerdings rechzeitig zur EM zurück: „Mir macht das Klootschießen nach wie vor sehr viel Spaß. Die Anspannung steigt stetig an“, sagt der Rekordhalter. Seine 106,20 m sind eine Marke für die Ewigkeit. Weil er wegen eines Bundeswehreinsatzes in Afghanistan nicht an den FKV-Titelkämpfen teilnehmen konnte, muss auch Albarus in die Seiteneinsteiger-Qualifikation. Für den Feldkampf gilt für ihn derselbe Druck wie für Dirk Taddigs. Beim Standkampf wird angesichts von fünf noch freien Plätzen nichts schiefgehen. Nur zweimal nahm Albarus die Klootkugel nach seinem EM-Triumph von Westerstede zu offiziellen Wettkämpfen in die Hand. Für den Hauptfeldwebel, der seit 1999 in Fassberg stationiert ist, standen sein Hausbau in Soltau und die Familie obenan. Nach dem Feldkampf 2006 in Ardorf erfüllte er seinem inzwischen verstorbenen Vater Burghardt mit einem Start bei den ostfriesischen Landesmeisterschaften in Tannenhausen einen Herzenswunsch. Mit der Ankunft in Afghanistan begann für den Norder im September 2007 auch die EM-Vorbereitung. Seine Freizeit in dem mit über 1000 Soldaten besetzten Camp nutzte er für intensives Krafttraining – unter einfachen Bedingungen. Während draußen in einem der strengsten afghanischen Winter seit Jahren minus 18 Grad vorherrschten, schwitzte der Klootschießer auf engstem Raum mit anderen Soldaten in einem zum Kraftraum umfunktionierten Zelt. Nach vier Monaten Auslandseinsatz kehrte Albarus nun zurück. Augenscheinlich topfit: „Ich fühle mich sehr gut. Die Kraft ist da. Jetzt erfolgt die Umsetzung auf die Kugel.“ Dieser Fleiß hat seit Norden 1988 im vierjährigen Rhythmus das Leben des Top-Werfers mitbestimmt. Auch in Cork will er sein Können zeigen. Das kann Albarus als zweifacher Europameister aber gelassener tun: „Ich freue mich auf das große Wiedersehen. Der Spaß ist das Wichtigste bei der Sache.“ © / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 23.02.2008 EM-Qualifikationsauftakt in Bohlenbergerfeld Erste Qualifikationsrunde mit Kloot- und Hollandkugel Seiteneinsteiger gefordert Von Gerold Meischen
Bohlenbergerfeld – Am kommenden Samstag, 01. März 2008 ab 13:00 Uhr, startet der Friesische Klootschießerverband e.V. (FKV) auf dem Segelflugplatz Bohlenbergerfeld unter der sportlichen Leitung von FKV-Feldobmann Hans-Georg Bohlken (Schweinebrück) und FKV-Frauenwartin Elfriede Berends (Akelsbarg) das auf je drei Runden angesetzte Qualifikationswerfen mit der Hollandkugel (Feldkampf) und der Klootkugel (Standkampf) für das FKV-EM-Team 2008. Vom 01. bis 04. Mai 2008 ist der irische Verband Bol Chumann in der Region Cork/Irland Gastgeber der 13. Europameisterschaften. Zu diesem Event entsendet der FKV je Disziplin 10 Männer, 6 Frauen, 4 männliche Jugendliche und 3 weibliche Jugendlich plus jeweils ein Ersatz. Für die Qualifikation Standkampf und Feldkampf konnten sich die Besten im FKV über die FKV-Meisterschaften Hollandkugel und Klootschießen im vergangenen Herbst für die Qualifikations-Kader qualifizieren. Wer diese Chance nicht nutzen konnte, hat im ersten Qualifikationswerfen am kommenden Sonntag die "Seiteneinsteiger"-Chance. Aus dem Heer der Seiteneinsteiger können sich je Altersklasse fünf Klootschießer bzw. drei Feldkämpfer noch in den Qualifikationskader mit ihrem Tagesergebnis bringen. Die über die FKV-Meisterschaften direkt qualifizierten Kadermitglieder können trotz vielleicht schlechterem Tagesergebnis gegenüber Seiteneinsteigern nicht aus dem Kader katapultiert werden - genießen mithin "Bestandsschutz". Während im Klootschießen nur im Männerklassement ein Seiteneinsteiger Gefahr läuft, am Ende des Tages als Sechstbester der Seiteneinsteiger aus dem Kader ausscheiden zu müssen, herrscht in der Feldkampf-Qualifikation schon deutlich mehr Gedränge um die raren Plätze. Allein im Männerklassement "Feldkampf" rangeln gleich 20 Starter um die begehrten drei Kaderplätze. Die weiteren Qualifikationsvorgänge stehen am 15. März und 22. März auf den Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld auf dem Plan. Am Ende des dritten Werfens (22.03.) nominiert dann die sportliche Leitung die EM-Starter in den einzelnen Disziplinen und Altersklassen. Standkampf - Klootschießen
Männer - Aus dem gesamten FKV-Gebiet bewerben sich 21 Klootschießer um die zehn EM-Startplätze, darunter neun EM-2004-Teilnehmer. Während Vizeeuropameister Thore Fröllje (Grabstede) und der dreifache Europameister Hans-Georg Bohlken (Schweinebrück), mittlerweile in Männer-II angekommen, sich direkt über die FKV-Meisterschaften für den Kader qualifizierten, geht der amtierende Europameister und Weltrekordhalter Stefan Albarus (Norden) als "Seiteneinsteiger" in EM-Qualifikationsrennen. Angesichts der Konkurrenzlage unter den Seiteneinsteigern und des eigenen Leistungsvermögens - trotz anzunehmenden Trainingsrückstand durch längeren Auslandsaufenthalt in Afghanistan - sollte der "Adler von Norden" problemlos den Sprung in den Qualifikationskader, als auch auf den EM-Zug, problemlos schaffen. Für Aufmerksamkeit sorgte zur Jahreswende Frank Goldenstein (Blomberg) mit dem Queren der 90-Meter-Marke. Kann der Blomberger die Form in die Qualifikation mitnehmen, ist mit ihm nicht nur in der Qualifikation im Vorderfeld zu rechnen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Europameister on 1996, Detlef Müller (Mentzhausen). Stapelt der Mentzhauser erneut gewohnt tief oder hat ihn sein berufliches Engagement in der Vorbereitung schludern lassen? Im Kreis der Top-Qualifikanten darf Jens Stindt (Spohle) erwartet werden. Der Spohler konnte in den zurückliegenden Monaten stets mit Bestweiten nahe der 90er-Marke aufwarten und gilt als sicherer EM-Kandidat. Nach einigen Jahren Abwesenheit meldete sich Klaus Hinrichs (Grabstede) rechtzeitig zur EM-Qualifikation mit ansprechenden Leistungen zurück und liebäugelt mit einem erfolgreichen Bestehen in der Qualifikation. Leicht wird der Sprung in den EM-Kader dennoch nicht, liegen doch u.a. mit Bernd Tapkenhinrichs (Kreuzmoor), Robert Djuren (Westeraccum), Thomas Hinrichs (Westerende), Renko Altona (Schweinebrück) oder Horst Dieling (Münkeboe) etliche Klootschießer in Schlagdistanz. EM-Kader-Prognose: Stefan Albarus (Norden), Thore Fröllje (Grabstede), Frank Goldenstein (Blomberg), Jens Stindt (Spohle), Hans-Georg Bohlken (Schweinebrück), Henning Feyen (Ruttel), Dirk Taddigs (Neuwesteel), Dirk Schomaker (Fedderwardersiel), Klaus Hinrichs (Grabstede), Detlef Müller (Menzhausen)
Frauen - In der Qualifikation um die sechs EM-Startplätze bewerben sich 16 Klootschießerinnen aus Oldenburg und Ostfriesland. Im anstehenden Vergleich treffen nicht nur die besten Klootschießerinnen aufeinander, sondern auch zwei verschiedene Wurfphilosophien. Auf der einen Seite die Flüchterinnen mit dem Gang übers Brett, so Marina Kloster-Eden (Theener) oder Wiebke Schröder (Haarenstroth). Auf der anderen Seite die Klootschießerinnen mit dem Holsteiner Rundwurf, so die Vize-Europameisterin 2004, Maren Basshusen (Seefeld), die EM-Dritte Anke Sjuts (Norden) oder die EM-Vierte Sandra Schimanski (Schweinebrück). Es steht aber zu befürchten, dass der FKV in diesem Jahr erstmals im Frauenwettkampf ohne Klootbrett auskommt. Im Wettstreit um die sechs EM-Plätze streitet sich eine breite Spitze, die kaum ein verlässliche Prognose zulässt. Gemessen an bisherigen Bestleistungen müssen Anke Sjuts (Norden) die herausragenden Top-Chancen eingeräumt werden. Bekommt die Norderin ihre Streubreite einigermaßen in den Griff, ist sie sicher im EM-Feld. Mit ausgeprägter Routine wissen Sandra Schimanski (Schweinebrück) und Marina Eden-Kloster (Theener) stets mit der nötigen Weite zu überzeugen. Annika Noormann (Ostermarsch) überzeugte bereits bei der EM-2004 im Jugendklassement. Ihr ist auch diesmal wieder ein gewichtiges Wörtchen in der Entscheidung zuzutrauen. Jugend-Vize-Europameisterin 2004 Antke Schmidt (Westeraccum) hat sich in den vergangenen Meisterschaftsentscheidungen zurückgehalten und greift nun erstmals wieder in einer offiziellen Entscheidung an. EM-Kader-Prognose: Maren Basshusen (Seefeld), Anke Sjuts (Norden), Sandra Schimanski (Schweinebrück), Angela Eggers (Schweinebrück), Annika Noormann (Ostermarsch), Andrea Blonn (Ostermarsch) Männliche Jugend - Im Wettstreit um die vier EM-Startplätze stehen sich 18 Jugend-Klootschießer, darunter fünf Seiteneinsteiger, aus Oldenburg und Ostfriesland gegenüber. Die in Oldenburg praktizierte Klootjugend-Saisonmeisterschaft erwies sich bereits 2004 als ausgezeichneter Fundus für exzellenten Klootschießernachwuchs und bringt auch diesmal wieder ein breites Favoritenfeld aus A- und B-Jugendlichen in die Qualifikation. Oldenburgs Vorzeigetalent Timo Petznik (Grabstede) musste aus beruflichen Gründen auf die FKV-Klootmeisterschaften im Herbst 2007 verzichten und geht als Seiteneinsteiger an den Start. Sorgen muss er sich deswegen aber nicht machen, haben doch nur noch fünf Seiteneinsteiger für die erste Qualifikation gemeldet und sich damit automatisch für den Qualifikationskader nominiert. In der Saisonmeisterschaft schraubte der Grabsteder seine persönliche Bestleistung auf 83,90m und ist mit dieser Vorgabe erster Anwärter auf eines der vier EM-Tickets. Mit einem Einzug in den FKV-EM-Kader spekulieren neben dem Grabsteder die Runge-Brüder Stefan und Manuel (beide Kreuzmoor), die in den letzten Monaten eine respektable Entwicklung hinlegten und Konkurrenz vor allem in Dennis Popken (Grabstede) und dem erst 14-jährigen Sven Büsing (Mentzhausen) sehen. Als Hecht im Oldenburger Karpfenteich ist der Münkeboer Daniel Brungers ausgemacht, der bereits bei den Deutschen Meisterschaften 2007 in Wilster (Schleswig-Holstein) mit der Bronze-Medaille glänzen konnte. Hendrik Rüdebusch (Vielstedt-Hude) legte zum Ende der Saisonmeisterschaft nach verhaltenen Ergebnissen deutlich zu. Kann er den Leistungstrend halten, muss mit ihm auch in der Qualifikation gerechnet werden. EM-Kader-Prognose: Timo Petznik (Grabstede), Stefan Runge (Kreuzmoor), Daniel Brungers (Münkeboe), Manuel Runge (Kreuzmoor) Weibliche Jugend - Um die drei EM-Startplätze bemühen sich 16 Jugend-Klootschießerinnen aus Oldenburg und Ostfriesland. Gegenüber dem männlichen Pendant liegt das Hauptaugenmerk in diesem Starterfeld auf die ostfriesischen Teilnehmerinnen. Im Fokus steht dabei insbesondere Multitalent Anke Klöpper (Münkeboe). Mit der irischen Eisenkugel hat die B-Jugendliche den EM-Start schon fast sicher vor Augen. Mit Kloot- und Hollandkugel will sie nun ebenso erfolgreich zu Werke gehen. Im Sog der Top-Athletin können Neele de Boer (Ostermarsch), Kathrin Blum (Ostermarsch) und Antje Wulf (Mentzhausen) in vorderster Front erwartet werden. EM-Kader-Prognose: Anke Klöpper (Münkeboe), Neele de Boer (Ostermarsch), Antje Wulf (Mentzhausen) Feldkampf - Hollandkugel Auf dem Segelflugplatz in Bohlenbergerfeld spielt das Wetter in der Qualifikation Zünglein an der Waage. Bei anhaltend feuchten Bedingungen liegen die Vorteile wohl auf Seiten der Flüchter - umgekehrt bei anhaltend trockenen Bedingungen wohl eher bei der Kraft-Boßlern.
Männer - Das feinste Sieb muss der FKV in der Feldkampfentscheidung der Männer bereithalten. Gleich 20 Männer gesellen sich als Seiteneinsteiger zu den 15 Kaderplatzinhabern und streiten mit diesen nicht nur um einen der begehrten zehn EM-Tickets, sondern gegeneinander auch um die raren drei Kaderplätze. Mithin müssen 17 Seiteneinsteiger am Tagesende das Feld räumen. In dieser Konstellation hat vielleicht sogar ein Feldkampfkönner durch den Verzicht auf die FKV-Hollandkugelmeisterschaften im vergangenen Herbst zu hoch gepokert und muss bereits nach der ersten Runde alle Träume platzen lassen. Mit Titelverteidiger Dirk Taddigs (Neuwesteel), EM-Dritter Hans-Georg Bohlken (Schweinebrück) und Stefan Albarus (5./Norden) sind denn auch gleich drei Top-Werfer der EM 2004 als Seiteneinsteiger in Gefahr. Da muss bereits im ersten Durchgang jeder Wurf sitzen. Das Feld der EM-Kandidaten ist in diesem großen Feld aus 35 Teilnehmern dementsprechend breit. Neben ausgemachten Feldkampfgrößen und feine Techniker ála Hans-Jürgen Fleßner (Neuwesteel), Oldie Gerd Tammen (Wiesedermeer), Udo Kamps (Schweinebrück) oder Thomas Erdmann (Westeraccum) sind ebenso Kraftpakete ála Ingo Wichmann (Sandelermöns), Ingo Fähnders (Ardorf) Robert Djuren (Westeraccum) oder Jens Stindt (Spohle) auf Ticketjagd. EM-Kader-Prognose: Dirk Taddigs (Neuwesteel), Stefan Albarus (Norden), Hans-Georg Bohlken (Schweinebrück), Frank Goldenstein (Blomberg), Jens Stindt (Spohle), Hans-Jürgen Fleßner (Neuwesteel), Robert Djuren (Westeraccum), Horst Dieling (Münkeboe), Ingo Fähnders (Ardorf), Udo Kamps (Schweinebrück)
Frauen - In den Wettstreit um die sechs EM-Tickets starten 17 Feldkämpferinnen, darunter fünf Seiteneinsteigerinnen, von denen zwei am Tagesende die Segel streichen müssen. In diesem Feld sind mit Vize-Europameisterin 2004 Marina Kloster-Eden (Theener), Bronzesiegerin Andrea Blonn (Ostermarsch) und Sandra Schimanski (Schweinebrück) drei Top-Werferinnen der letzten EM wieder im Rennen. Zu beachten sein wird das erstmalige Qualifikationsauftreten in der Hauptklasse von Jugend-Europameisterin Christina Damken (Reitland) und Annika Noormann (Ostermarsch) gegen die etablierten Feldkämpferinnen. Bei der Hollandkugelmeisterschaften im vergangenen Herbst stellten beide Athletinnen eindrucksvoll unter Beweis, dass sie den Aufstieg aus der Jugendklasse in die Hauptklasse bereits bestens gemeistert haben: Christina Damken setzte sich seinerzeit gegen Marina Kloster-Eden und Sandra Schimanski vor Annika Noormann durch. Lässt der Boden in der Qualifikation ordentliche Trüll-Weiten zu, sollten Simone Davids (Westermarsch), Kerstin Assing (Steinhausen) oder Anke Sjuts (Norden) in Reichweite der EM-Ticketplätze zu erwarten sein. EM-Kader-Prognose: Christina Damken (Reitland), Sandra Schimanski (Schweinebrück), Marina Kloster-Eden (Theener), Annika Noormann (Ostermarsch), Andrea Blonn (Ostermarsch), Antje Schöttler-Gerjets (Reepsholt) Männliche Jugend - Eine breite Spitze präsentiert sich im 21-köpfigen Startfeld um die vier EM-Tickets, darunter neun Seiteneinsteiger, von denen am Tagesende sechs Starter aus dem FKV-Kader ausscheiden. Wie im Klootschießen trägt auch in der Feldausscheidung Timo Petznik (Grabstede) die Favoritenbürde und sieht in seinem Schlepptau Stefan Runge (Kreuzmoor) und Daniel Brungers (Münkeboe). Im Feld bleibt abzuwarten, ob die B-Jugendlichen um Sven Büsing (Mentzhausen), Manuel Runge (Kreuzmoor) oder Henning Eden (Eggelingen) schon über genügend Potenzial verfügen, um den älteren A-Jugendlichen schon die Plätze streitig machen zu können. EM-Kader-Prognose: Timo Petznik (Grabstede), Stefan Runge (Kreuzmoor), Daniel Brungers (Münkeboe), Hendrik Rüdebusch (Vielstedt-Hude) Weibliche Jugend - Ein Blick auf das 19-köpfige Starterfeld der weiblichen Jugend offenbart wie im Klootschießen Anke Klöpper (Münkeboe) in der Favoritenrolle auf eines der drei EM-Tickets. Bei den Verbandsmeisterschaften im Herbst überzeugten gerade die B-Jugendlichen und etablierten sich deutlich auf A-Jugend-Niveau. Erwischt Anke Klöpper von Beginn an einen Lauf, sollten ihr Antje Wulf (Mentzhausen) und Kathrin Blum (Ostermarsch) als erste Verfolger an die Fersen heften. Nicht aus den Augen lassen sollte das Trio im Ticketrennen die beiden Ardorferinnen Mareike Aper und Fenja Frerichs. EM-Kader-Prognose: Anke Klöpper (Münkeboe), Kathrin Blum (Ostermarsch), Antje Wulf (Mentzhausen) |
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