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© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 24.05 .2007Interview: Europameister Stefan Albarus Das Gespräch führte Ute Draschba
Soltau. Nach den sehr guten Leistungen der Schleswig-Holsteiner bei den Deutschen Meisterschaften im Standkampf hat die friesensport.de-Redaktion bei Europameister Stefan Albarus nachgefragt. Ute Draschba: Wie beurteilst Du als amtierender Europameister die Leistungen bei den Deutschen Meisterschaften im Klootschießen? Stefan Albarus: Zunächst einmal herzlichen Glückwunsch an den neuen Deutschen Meister Sönke Dreeßen. Konstante Würfe über 90 Meter mit dem Kloot, das traue ich zur Zeit in unserem Verband niemanden zu. Eine tolle Leistung, die meinen vollen Respekt und meine Anerkennung genießt. Auch das Comeback von Siegfried Noack mit einem Höchstwurf von 84,10 Meter spricht für sich. Ute Draschba: Viele haben Dich bei den Deutschen Meisterschaften vermisst, warum bist Du nicht gestartet? Stefan Albarus: Das hat mehrere Gründe. Mein Lebensmittelpunkt ist berufsbedingt Soltau. Dort habe ich ein Haus gebaut und bin dadurch natürlich auch stark eingebunden. Schwerwiegender ist allerdings die lebensbedrohliche Tumorerkrankung meines Vaters, die unsere Familie und mich sehr belastet. Ute Draschba: Wie steht es jetzt um Deinen Vater? Stefan Albarus: Es geht aufwärts. Die Therapie hat sehr gut angeschlagen, allerdings ist dadurch auch der körperliche Allgemeinzustand meines Vaters stark beansprucht. Ute Draschba: Bist Du 2008 in Irland dabei? Wirst Du Deinen Europameistertitel verteidigen? Stefan Albarus: Ich bin da sehr zuversichtlich und habe es meinem Vater versprochen. Es ist aber davon abhängig, wie es gesundheitlich um ihn steht. Jetzt sieht alles danach aus, dass mein Vater im Herbst gemeinsam mit mir aufs Feld gehen kann und wir die Trainingsvorbereitung dann aufnehmen. Ute Draschba: Wie beurteilst Du die Leistungen der FKV-Aktiven bei den Deutschen Meisterschaften? Stefan Albarus: Bei Frank Goldenstein sind gut und gerne mindestens fünf Meter mehr drin. Es ist klar, dass die sehr schmerzhafte Fersenprellung von Frank und der dadurch bedingte Trainingsrückstand gerade in den letzten zwei Wochen der Vorbereitung sich auswirken. Die vorgelegte Weite gleich zu Beginn des Wettkampfes von Sönke Dreeßen war ein richtiger Kracher und hat natürlich auch richtig Druck gemacht. Ute Draschba: Wie stehen die FKV Chancen im Klootschießen für Irland? Stefan Albarus: Das hängt natürlich im wesentlichen von der Fitness sowie der Vorbereitung und dem Trainingsfleiß der einzelnen Aktiven ab. Bei den Holsteinern rechne ich mit einer starken Mannschaft aus Routiniers und Nachwuchstalenten. Und diesmal fehlt uns FKV-Aktiven natürlich der Rückenwind aus dem Heimvorteil mit der traumhaften Kulisse in Westerstede. Es wird mit Sicherheit spannend werden in Irland.
Bilder: OS-Klootpunktrunde, Vor-Qualifikation EM 2004, "FKV 100" 2002, Feldkampf 2006 (v.o.n.u.) |
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