© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 28.03.2007

Boßelsaison 2006/2007

Saisonrückblick

Alle Titelverteidiger erfolgreich

Landesliga Männer I: Westerscheps eine Klasse für sich - Halsbek mit Perspektive

Landesliga Frauen I: Schweinebrück unangefochten - Ruttel als neue Kraft

Bezirksliga Männer I: Landesligaabsteiger wieder rauf

Landesliga Männer II: Schweinebrück vor Garms

Landesliga Frauen II: Schweinebrück konkurrenzlos

Landesliga Männer III: Altjührden wankt ins Ziel

von Gerold Meischen

Oldenburg. Die Boßelpunktspielsaison 2006/2007 kürte am vergangenen Sonntag ihre Meister. Allen Titelverteidigern gelang die erfolgreiche Titelverteidigung: Westerscheps (Männer I), Altjührden (Männer III) und Schweinebrück (Frauen I, Frauen II und Männer III) setzten sich erneut als Landesmeister durch und vertreten die Landesfarben im Wettstreit gegen die ostfriesischen Meister Pfalzdorf (Männer I und Männer II), Reepsholt (Frauen I), Hagerwilde (Frauen II) und Leerhafe (Männer III). Neben den gewohnten Meistern bot die Saison für einige Teams Licht und Schatten. Für positive Überraschungen sorgten Halsbek (Männer I) und Ruttel (Frauen I) mit dem deutlichen Aufrücken an die Spitze - für die negativen Überraschungen Haarenstroth (Frauen I), im Vorjahr noch in der FKV-Finalrunde, und Kreuzmoor (Männer I) mit dem überraschenden Abstieg aus der höchsten Spielklasse. Während die Titel in Männer I, Männer II, Frauen I und Frauen II mehr oder weniger deutlich entschieden wurden, rettete sich FKV-Meister Altjührden (Männer III) nur über das Schoetverhältnis gegenüber Spohle in den erneuten Titelgewinn.

Zur kommenden Saison stehen wieder einige Veränderungen auf Landesebene an. Die Landesliga Männer III muss entsprechend dem Reglement das Spielsystem umstellen und statt bisher mit einer Gruppe je Team dann mit zwei Gruppen antreten. Dies fordert die einzelnen Vereine heraus, wieder siegreiche Teams auf die Beine zu stellen. Für die Altersklasse Männer IV hat der Arbeitsausschuss Klootschießen und Boßeln im Klootschießerlandesverband Oldenburg e.V. (KLV) die Einführung einer Landesliga beschlossen. Diese Entscheidung wird die Entwicklung der Teams in Männer III zusätzlich beeinflussen, sollte einen ordnungsgemäßen Spielbetrieb aber grundsätzlich nicht in Frage stellen.

Cleverns sorgte zu Beginn der Saison für Furore und lief schlussendlich auf dem vierten Platz ein.

Kreuzmoor kassierte in der Rückrunde nur Niederlagen und stieg aus der Landesliga ab.

Männer - Landesliga: Saisonprognose: "Alle Anzeichen deuten auf einen erneuten Titelkampf zwischen Westerscheps und Spohle mit dem erneut besseren Ende für Westerscheps hin. Um den dritten Finalrundenplatz rangeln Halsbek, Kreuzmoor und Schweinebrück. Die Aufsteiger Reitland und Stapel stehen von Beginn an im Abstiegskampf und müssen sich an Bredehorn und Cleverns orientieren um die Klasse halten zu können." - Meister: Westerscheps - FKV-Finalrunde: Westerscheps, Spohle und Halsbek, Absteiger: Kreuzmoor und Stapel - Titelverteidiger Westerscheps krönte die Saison mit dem erneuten Titelgewinn und zieht mit Vizemeister Spohle und Halsbek in die FKV-Finalrunde am 15. und 22.04.2007 gegen Pfalzdorf, Reepsholt und Westeraccum ein. Mit einem soliden Vorsprung von sechs Punkten vor den beiden Verfolgern demonstrierte Westerscheps im Gegensatz zum Vorjahr, als man nur mit viel Glück durch die Heimschlappe von Spohle gegen Schweinebrück doch noch den Titel einfahren konnte, klare Überlegenheit in der Landesliga. Einzig die Auswärtsbegegnung in Halsbek ging verloren - alle anderen Begegnungen konnte Westerscheps für sich entscheiden. Halsbek deutete in dieser Saison mehrfach, insbesondere mit dem Heimsieg gegen Westerscheps, an, welches Potential in der jungen Truppe steckt. Kann die Leistung stabilisiert werden, wächst mit Halsbek in den kommenden Jahren ein ernsthafter Titelkonkurrent heran. Vizemeister Spohle konnte in dieser Saison Meister Westerscheps nicht entscheidend im Titelkampf unter Druck setzen und reihte sich erneut als Vizemeister ein. Zu Beginn der Hinrunde sorgte Cleverns für ansprechende Furore und deutete ernsthafte Absichten für ein Sprengen der Top3 mit Westerscheps, Spohle und Halsbek an. Dieses Ansinnen wurde im weiteren Saisonverlauf dann aber kurzerhand durch unerwartete Niederlagen, unter anderem mit der Heimniederlage gegen Kreuzmoor, eingekürzt und Cleverns sortierte sich wieder im breiten Tabellenmittelfeld ein. In der Endabrechnung belegte Cleverns den vierten Tabellenrang - die höchste Platzierung, die der Verein je erreichte. Elf Punkte Rückstand auf den Dritten sowie 17 auf den Meister sind am Ende dennoch überdeutlich. Einen Punkt/Platz dahinter ordnete sich Grabstede in der Tabelle ein. Mehr war diesmal für die Grabstede nicht drin, das mit ordentlichen Heimergebnisse eine bessere Platzierung durch etliche Auswärtsniederlagen verpasste. Entgegen der Saisonprognose kämpften Schweinebrück und Kreuzmoor nicht um den Einzug in die FKV-Finalrunde, sondern gegen den Abstieg.  Stapel stand schon frühzeitig als erster Absteiger fest, sorgte aber noch mit überraschenden Heimerfolgen für zusätzlichen Zündstoff im Abstiegskampf. Serienmeister Schweinebrück startete mit vier Niederlagen in die Saison, bevor dann erstmals daheim gegen Cleverns und in Reitland gewonnen werden konnte. Schweinebrück rappelte sich in der Rückrunde auf und fuhr wichtige Punkte für den Klassenerhalt ein. Scheinbar schon in Sicherheit wähnend spürte Schweinebrück dann aber zum Saisonende den Abstiegsstrudel doch noch wieder bedrohlich nahe rauschend. Bredehorn dümpelte lange Zeit in der bedrohten Region und legte dann mit überraschenden Erfolgen zum Saisonende, so daheim gegen Spohle und Halsbek sowie in Cleverns und Kreuzmoor, eine Erfolgsspur hin, die schnurstracks ins gesicherte Mittelfeld vorbei an Schweinebrück und Kreuzmoor führte. Kreuzmoor blickte zum Ende der Hinrunde auf ein positives Punktekonto, sah sich zwar schon aller Chancen um die FKV-Finalrunde beraubt und ging dennoch relativ gelassen in die Rückrunde, waren doch schon mit den beiden Aufsteigern Reitland und Stapel die höchstwahrscheinlichen Absteiger ausgemacht. In der Rückrunde gerieten dann die Kreuzmoorer aber zunehmend aus der Bahn und hechelten der Erfolgsspur hinterher. Im Gegenzug besann sich Abstiegskandidat Reitland besserer Qualitäten, verstärkte sein Team mit Männer-II-Aktiven mangels dortiger Titelchancen und blies zum Angriff auf das rettende Ufer. Heimsiege gegen Cleverns und Kreuzmoor wiesen die Richtung - mit einem Sieg am vorletzten Spieltag daheim gegen Grabstede war der Anschluss ans rettende Ufer hergestellt und der Klassenerhalt in greifbarer Nähe. In dieser Konstellation begann in Schweinebrück und Kreuzmoor ernsthaftes Fracksausen. Kreuzmoor kam in der Rückrunde gar nicht mehr in Tritt, verlor alle Partien und wurde bis zum vorletzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz durchgereicht. Nur ein deutlicher Heimerfolg gegen Cleverns konnte das Team noch vor dem Abstieg retten. Schweinebrück langte nun auch in die Vollen, verstärkte sein Team mit bereits als Meister feststehende Männer-II-Werfer, um daheim gegen die voranstrebenden Gäste aus Bredehorn den rettenden Punkt für den Klassenerhalt zu ergattern. Kreuzmoor konnte in dieser Konstellation nicht mehr zulegen und verlor das entscheidende Heimspiel gegen den Abstieg daheim gegen Cleverns. Schweinebrück zitterte sich zum Heimerfolg gegen ein stark auftrumpfendes Bredehorn und sicherte sich den Klassenerhalt aus eigener Kraft. Reitland meisterte die Heimaufgabe gegen Tabellenschlusslicht Stapel zwar mit Mühe - aber erfolgreich und stieß Kreuzmoor endgültig in die Bezirksliga.  Fazit: Allen Teams voran steht Meister Westerscheps klar an der Tabellenspitze. In Halsbek wächst ein ernstzunehmender Titelaspirant für die kommenden Jahre heran. Spohle hat den Leistungszenit überschritten und wird in den kommenden Jahren zunehmend Mühe haben, noch auf Augenhöhe mit Westerscheps und Halsbek stehen zu können. Der Abstand zwischen den drei Spitzenteams und den Verfolgern ist groß und zeugt für eine Landesliga von fehlender Leistungsdichte. Bredehorn scheint mit seinem jungen Team prädestiniert, als erster Verfolger den Anschluss an die Spitze herstellen zu können. Grabstede tritt seit Jahren auf der Stelle und dümpelt, gelegentlich vielleicht einmal durch Ab-/Aufstieg unterbrochen im Tabellenmittelfeld. Auch hier geben nachrückende Jugendwerfer Anlass zur Hoffnung - wenn denn nicht wieder der Handball gerade diese Hoffnungsträger aus den Kader reißt. Cleverns deutete gelegentlich Anspruch auf vordere Platzierungen an, scheitert aber ebenso regelmäßig an fehlender Siegkonsequenz und läuft mit deutlichem Abstand der Spitze hinterher. Schweinebrück erinnert sich gern vergangener erfolgreicher Tage - und hat Mühe, sich zumindest im Tabellenmittelfeld zu etablieren. Im Vergleich zur Entwicklung im Frauenbereich hinkt der Männerbereich in Schweinebrück deutlich hinterher und ruft nach ebenso deutlicher Kurskorrektur, um in der Liga wieder ernst genommen zu werden. Reitland lehnt sich nach erfolgreich überstandener Abstiegsschlacht grinsend zurück und beliebäugelt den Abstieg des ewigen Konkurrenten Kreuzmoor. Selbstzufriedenheit darf aber dennoch nicht in Reitland einkehren, denn zur kommenden Saison mit den Zugängen von Zetel/Osterende und Schweewarden hängen die Trauben für den Klassenerhalt für Reitland erneut hoch. Kreuzmoor muss sehen, dass der unerwartete Abstieg in der kommenden Saison mit einem glatten Durchmarsch zurück in die Landesliga als "Betriebsunfall" abgetan werden kann. Stapel hat den Abstieg längst abgehakt und läuft in der kommenden Saison mit seiner jungen Truppe zum erneuten Einzug auf die Landesliga an.

Zetel/Osterende stieg nach einem Jahr in der Bezirksliga wieder in die Landesliga auf.

Vizemeister Schweewarden wirft in der kommenden Saison wieder in der Landes-liga.

Bezirksliga: Saisonprognose:  "Um Titel und die beiden Aufstiegsplätze streiten die beiden Landesligaabsteiger Zetel-Osterende und Schweewarden gegen den ex-Landesligisten Torsholt. Die beiden Aufsteiger Bockhorn und Hollwege müssen in der Bezirksliga Lehrgeld zahlen und stehen von Beginn an mitten im Abstiegskampf gegen Rüstringen und Haarenstroth." - Meister: Zetel/Osterende - Aufsteiger: Zetel/Osterende und Schweewarden, Absteiger: Hollwege und Bockhorn - Die beiden Landesligaabsteiger Zetel/Osterende und Schweewarden taten sich zu Beginn der Saison schwer, der Bezirksliga als klare Favoriten auf Titel und Aufstieg den Stempel aufzudrücken. Dafür erwischten Rosenberg und Haarenstroth einen Start nach Maß und schienen die Führung übernahmen zu wollen, zumal beide Teams zu Beginn jeweils einen der Landesligaabsteiger in die Schranken verweisen konnten. Der weitere Verlauf der Hinrunde korrigierte aber schnell diese Entwicklung und führte beide Teams nicht nur in die untere Tabellenregion, sondern Haarenstroth gleich auf einem Abstiegsplatz. Aufsteiger Hollwege legte furios los und schien mit dem Abstieg gar nichts zu tun haben zu wollen. Im Gegenzug richtete sich Bockhorn, vermeintlich auch durch den Spielplan bedingt mit vier Auswärtsspielen bei einem Heimspiel in der ersten vier Runden, im Tabellenkeller ein. Torsholt brachte sich nach zwei Auftaktniederlagen nur langsam in die erwartete Verfolgerposition hinter den beiden Landesligaabsteigern. Dafür meldete Ruttel Titelambitionen nach einer Siegesserie an und etablierte sich als ernsthafter Kandidat für einen Aufstiegsplatz. Gar nicht in vorderen Regionen zu erwarten waren Rüstringen und Förrien-Minsen, die sich aber bestens in Szene setzten und Druck auf die Spitze ausüben konnten. Im weiteren Saisonverlauf etablierten sich Zetel/Osterende und Schweewarden in der oberen Tabellenhälfte mit deutlichem Führungsanspruch. Auch gelegentliche Ausrutscher konnten beide Teams nicht aufhalten. Torsholt und Förrien-Minsen blieben aber stets in Reichweite. Ruttel konnte das Niveau der Hinrunde nicht halten und richtete sich im Tabellenmittelfeld ein. Aufsteiger Hollwege verlor zunehmend an Fahrt und ließ sich in Richtung Tabellenkeller treiben. Im entscheidenden Spiel der Rückrunde sicherte sich Zetel/Osterende einen Auswärtserfolg in Schweewarden und zementierte damit den sofortigen Wiederaufstieg. Schweewarden zog am Ende nach und reihte sich hinter dem neuen Meister Zetel/Osterende als zweiter Aufsteiger in der Tabelle ein. Torsholt fehlte zum Sprung in die Landesliga nur ein Punkt, Förrien-Minsen und Rüstringen deren drei Punkte. Hollwege konnte in den Schlussrunden nicht mehr zulegen und ermöglichte so Haarenstroth zwei Runden vor Schluss den Klassenerhalt. Bockhorn war nie in der Lage, sich aus dem Abstiegsstrudel zu befreien. Der zu Saisonbeginn vermutete Nachteil durch den Spielplan mit den vielen Auswärtsspielen konnte in der Rückrunde trotz der vielen Heimspiele nicht ausgeglichen werden. Mit nur drei Pluspunkten und einem Minus von 248 Wurf war Bockhorn klar auf der Verliererstraße, begleitet vom zweiten Aufsteiger Hollwege, das aus der anfänglichen Euphorie zu wenig in die Rückrunde retten konnte und auf einen Abstiegsplatz durchgereicht wurde. Fazit:  Die beiden Landesligaabsteiger Zetel/Osterende und Schweewarden wurden ihrer Favoritenrolle nach anfänglichen Startschwierigkeiten gerecht und ziehen wieder in die Landesliga ein. Torsholt präsentierte sich als erwartet starker Gegner der beiden Landesligaabsteiger und verpasste nur knapp den Aufstieg. Förrien-Minsen und Rüstringen dürfen sich als positive Saisonüberraschung betrachten - Haarenstroth auf der anderen Seite als Negativüberraschung. Ruttel und Rosenberg sorgten in dieser Saison für Randnotizen - zu mehr wollte es nicht reichen. Die beiden Aufsteiger finden sich am Saisonende auf dem prognostizierten Abstiegsplatz wieder. Aus der Bezirksklasse ziehen Bohlenbergerfeld (Nord/West) und Mentzhausen (Süd/Ost) in die Bezirksliga ein. Aus der Landesliga kommen Kreuzmoor und Stapel hinzu. Schon gespannt sein darf man auf die reizvollen Nachbarschaftsduelle von Aufsteiger Mentzhausen und Landesligaabsteiger Kreuzmoor.

Sandelermöns konnte sich überraschend nicht in der Bezirksliga durchsetzen.

Bezirksklasse Nord-West: Saisonprognose:   "Um Titel auf Aufstieg muss sich Sandelermöns den Angriffen von Grabstede II und Bentstreek erwehren. Aufsteiger Steinhausen richtet sich frühzeitig im Mittelfeld ein, während Hohenkirchen Mühe hat, gegen Osterforde und Wiefels im Abstiegskampf zu bestehen." - Meister/Aufsteiger: Bohlenbergerfeld - Absteiger: Hohenkirchen und Wiefels - Die Bezirksklasse Nord-West präsentierte sich über die gesamte Saison sehr ausgeglichen. Keinem Team gelang es, sich entscheidend von der Konkurrenz abzusetzen und so herrschte über die gesamte Spielzeit enges Gedränge mit häufigen Führungswechseln. Kaum ein Team, das nicht zu irgendeiner Zeit die Tabelle angeführt hat. Die Tabellenführung selbst zeigte sich stets als böses Omen, führte der Sprung an die Spitze im Regelfall gleich am folgenden Spieltag wieder ins Tabellenmittelfeld. Nicht so richtig zum Zuge kam der Titelfavorit aus Sandelermöns, der entgegen der Prognose im gesamten Saisonverlauf seine Führungsansprüche nicht unterlegen konnte und zum Saisonende sogar sorgenvoll ans Tabellenende schauen musste. Aufsteiger Steinhausen richtete sich nicht im Mittelfeld ein, sondern klopfte im Gegenteil selbst heftig an die Tür zur Bezirksliga. Drei Spieltag vor Schluss gelang Steinhausen ein Absetzen von den Verfolgern um zwei Punkte, die dann aber in den Schlussbegegnungen noch verspielt wurden. So geriet mit Bohlenbergerfeld ein Team auf den Titel- und Aufstiegsplatz, das zuvor kaum jemand auf dem Zettel hatte: Elf Minuspunkte zeugen für einen Meister und Aufsteiger nicht von deutlicher Dominanz - Sandelermöns weist nur drei Pluspunkte weniger aus und rangiert damit gerade einmal auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Osterforde hatte mit dem Abstieg gänzlich wenig zu tun und griff im Gegenteil häufiger nach dem Meistertitel und Aufstiegsplatz. Bentstreek hielt auch schon mal die Leuchte des Führenden hoch, ohne aber die Spitze nachhaltig verteidigen zu können. Da waren die Führungsversuche von Grabstede II schon zaghafter und endeten im breiten Tabellenmittelfeld. Sorgte Aufsteiger Steinhausen mächtig für Furore an der Spitze, verhielt sich Aufsteiger Wiefels eher passiv im Tabellenkeller. Erst zum Ende der Saison, bereits deutlich auf Abstiegskurs, fand Wiefels Gefallen am Siegen und fegte als Tabellenschlusslicht nacheinander die Tabellenführer Steinhausen und Bohlenbergerfeld von der Platte. Lohn der Mühen: Die rote Laterne wanderte letztendlich nach Hohenkirchen, obwohl sich Hohenkirchen mit Heimsiegen gegen Osterforde und Sandelermöns heftig gegen den Empfang wehrte - den sofortigen Wiederabstieg konnte Wiefels damit aber nicht mehr vermeiden. Fazit:  Nicht Bezirksligaabsteiger Sandelermöns sorgte für Furore, sondern Aufsteiger Steinhausen, das fast den Durchmarsch von der Kreisliga Friesische Wehde in die Bezirksliga hätte als Novum feiern können. Nur über das bessere Schoetverhältnis zog letztendlich Bohlenbergerfeld Titel und Aufstieg. Hohenkirchen und Wiefels fanden sich wie prognostiziert im Abstiegskampf wieder - Osterforde hingegen nicht, vielmehr klopfte Osterforde selbst kräftig an die Bezirksligatür. Ob die Spielstärke für einen Verbleib in der Bezirksliga im kommenden Jahr für Bohlenbergerfeld ausreicht, muss abgewartet werden. Die fehlende Dominanz deutet eher auf ein Schicksal ála Bockhorn in dieser Saison hin. Vielleicht haben deshalb die Führenden am jeweils folgenden Tag auch nicht mit Niederlagen gegeizt, im Gegenteil, in den Schlussrunden gar mit Niederlagen überschlagen - als wenn kein Team ernsthaft Titel und Aufstieg in Erwägung gezogen hätte. Für Meister Bohlenbergerfeld zieht Bockhorn aus der Bezirksliga wieder in die Bezirksklasse ein. Als Aufsteiger gesellen sich Hooksiel und Astede dazu.

Hollwege konnte nach ordentlichem Start die Bezirksliga doch nicht halten und startet in der kommenden Saison wieder in der Bezirksklasse.

Bezirksklasse Süd-Ost: Saisonprognose:  "Die vergangene Spielzeit war geprägt von einer zweigeteilten Liga mit vier Titelanwärtern und vier Abstiegskandidaten. Zur neuen Saison entwickelt sich augenscheinlich ein ähnliches Bild. Bezirksligaabsteiger Waddens wird kaum vom sofortigen Wiederaufstieg abzubringen sein. Als ärgste Widersacher sind Leuchtenburg und Aufsteiger Spohle II ausgemacht. Aufsteiger Moorriem muss hingegen zulegen um die Klasse zu halten. Ärgste Widersacher im Abstiegskampf sind Roggenmoor-Klauhörn und Altjührden." - Meister/Aufsteiger: Mentzhausen - Absteiger: Roggenmoor/Klauhörn und Spohle II - Entgegen der Prognose konnte Waddens doch vom sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga abgebracht werden. Zu Beginn der Saison bestimmten Mentzhausen und Altjührden, im Vorjahr noch Wackelkandidat, das Geschehen und liefen im Gleichschritt in Richtung Halbzeitmeisterschaft. Erst zum Ende der Hinrunde ging Altjührden die Luft aus und Mentzhausen konnte sich leichte Vorteile verschaffen. Im gleichen Maße, wie Altjührden an Kontakt zur Spitze verlor, hangelte sich Bezirksligaabsteiger Waddens wieder an die Spitze heran, ohne allerdings den direkten Anschluss je wieder herstellen zu können. So setzte sich Mentzhausen am Ende doch klar durch und feierte Titel und Aufstieg in die Bezirksliga. So wie Waddens nicht die Führung übernehmen konnte, blieben auch Leuchtenburg und Aufsteiger Spohle II hinten den Erwartungen zurück. Leuchtenburg verlor beide Auftaktspiele und musste sich mühsam wieder in der Tabelle empor arbeiten. Aufsteiger Spohle II schlug zum Auftakt den späteren Meister Mentzhausen, fertigte in der dritten Runde daheim Bezirksligaabsteiger Waddens deutlich ab und ward von da an nicht mehr in der oberen Tabellenhälfte gesehen. Der Rest der Saison führte Spohle II bis ans Tabellenende der Liga zurück in die Kreisliga. Dank der in der Hinrunde eingefahrenen Punkte konnte sich Altjührden aus dem prognostizierten Abstiegskampf heraushalten und sich schlussendlich mit zwei Pluspunkten mehr gegenüber Roggenmoor/Klauhörn in Sicherheit bringen. Roggenmoor/Klauhörn kassierte gegenüber Altjührden im Saisonverlauf eine Niederlage zu viel und steigt neben Spohle II in die Kreisliga Ammerland ab. Aufsteiger Moorriem musste wie prognostiziert gar nicht so sehr zulegen um die Klasse halten zu können, sondern meisterte ganz souverän das Saisonziel mit positivem Punktekonto als Dritter der Endabrechnung. Langendamm-Dangastermoor kraxelte mühsam durch die Saison und konnte auf Altjührden-Niveau die Klasse halten. Fazit:  Überraschend konnte Waddens nicht Titel und Aufstieg einfahren, sondern Mentzhausen, erst in der vorangegangenen Saison in die Bezirksklasse aufgestiegen, machte das Rennen. Von den beiden Aufsteigern Spohle II und Moorriem wurden Spohle II die besseren Chancen für eine erfolgreiche Saison zugesprochen. Zum Saisonende hat aber Moorriem mit dem dritten Tabellenplatz das deutlich bessere Ergebnis der beiden Aufsteiger abgeliefert - Spohle II steigt mit der roten Laterne ab. Roggenmoor/Klauhörn wankte schon in der vorangegangenen Saison - viel aber nicht in den Keller. Diesmal erwischte es die Ammerländer mit dem Abstieg neben Spohle. Leuchtenburg konnte den Titelkampf nicht mit bestimmen und hatte Mühe, sich nach anfänglichen Hängern wieder in die oberen Tabellenhälfte vorzuarbeiten. Für Meister Mentzhausen und Absteiger Roggenmoor/Klauhörn und Spohle II kommen Bezirksligaabsteiger Hollwege und Kreisligaaufsteiger Salzendeich und Portsloge in die Bezirksklasse.

Reitland musste früh in der Meisterrunde akzeptieren, dass die Trauben in dieser Saison noch zu hoch hängen und unterstützt dafür lieber die Erste im Abstiegskampf.

Landesliga Männer II - Saisonprognose:  "Die Vertretung von Schweinebrück zieht als erneuter Favorit ins Rennen. Aus ihre Vorrundengruppe erreichen neben Schweinebrück Reitland und Leuchtenburg die Meisterrunde. Aus der Parallelgruppe ziehen Garms, Halsbek und Ruttel in die Meisterrunde ein." - Meister: Schweinebrück - Titelverteidiger Schweinebrück blieb in der Vorrunde mit zwei Unentschieden gegen Mitfavorit Reitland hängen und ließ einen Führungswechsel ahnen. In der Meisterrunde gewann dann der Meister aber alle Partien und setzte sich unangefochten als Titelverteidiger vor Garms und Reitland durch. Entgegen der Prognose spielte Liganeuling Leuchtenburg im Vorrundenverlauf kein Rolle, rangierte nie auf einem Meisterrundenplatz und zog vielmehr vor den letzten Begegnungen seine Mannschaft aus der Landesliga-Männer-II zurück. So zogen aus dieser Vorrunde Reitland als Tabellenführer, Schweinebrück und Portsloge in die Meisterrunde ein, während Torsholt und Grabstede in die Abstiegsrunde mussten. In der Parallelvorrunde beharken sich Garms und Halsbek um die Führung, was schlussendlich Halsbek zu seinen Gunsten für die Führung nutzen konnte. Ruttel setzte sich als Dritter im Bunde knapp gegen Westerscheps durch und verwies diese gemeinsam mit Moorriem und Wiarden in die Absteigerrunde. In der Meisterrunde stand bereits am ersten Spieltag ein vorentscheidenes Duell zwischen den Titelfavoriten Schweinebrück und Halsbek in Halsbek an. In diesem Vergleich demonstrierte Meister Schweinebrück in beiden Gruppendetails deutliche Überlegenheit und setzte sich beherzt in Front. Parallel büsste Reitland die Gesamtführung mit einer Heimniederlage gegen Garms ein. In dieser Konstellation standen nun Schweinebrück und Garms in der Favoritenrolle auf den Titel, den wiederum Schweinebrück mit zwei Siegen gegen Garms für sich entscheiden konnte. Portsloge und Ruttel spielten in der Frage um den Titel keine Rolle. Sowohl Portsloge als auch Halsbek traten jeweils zweimal nicht zu Punktspielen in der Meisterrunde an. Die Abstiegsrunde dominierte Westerscheps nach Belieben und setzte sich frühzeitig in der Führungsrolle fest. Auf der anderen Seite der Tabelle wurde Wiarden, wie schon in der Vorrunde, von den Kontrahenten deutlich verwurstet. Wiarden blieb das einzige Team, das in den höherklassigen Ligen ohne jeden Punktegewinn blieb. Fazit:  Schweinebrück setzte sich erneut deutlich durch und stellt sich nun am 29.04. in Seefeld dem ostfriesischen Klassenmeister Pfalzdorf zum Wettstreit um die FKV-Krone der Altersklasse II. Reitland deutete in der Vorrunde an, den Meister gefährden zu können. Blieb diesem Ansinnen dann aber in der Meisterrunde schuldig. Beeinflusst wurde diese Entwicklung auch durch die Abstellung von Aktiven für die erste Mannschaft zur Unterstützung im Landesliga-Männer-I-Abstiegskampf. Da auch Halsbek in der Meisterrunde einiges schuldig blieb, war der Weg frei für Garms als neuer Vizemeister. Nach drei Spielzeiten kann zweifelsfrei festgehalten werden, dass die Aufteilung des Spielbetriebes auf Vor- und Meister-/Abstiegsrunde nicht sinnvoll ist. Insbesondere die durch die Tabellensituation bedeutungslosen Spiele reduzieren den sportlichen Wert des Vergleichs. Insoweit ist die Reduzierung auf eine Liga mit zehn Startern notwendig.

Nach souveränem Start rettete sich Altjührden punktgleich mit Vizemeister Spohle in den erneuten Titelgewinn.

Landesliga Männer IIISaisonprognose:  "Altjührden ist erneut das Maß aller Dinge und Top-Favorit auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Den Waterkantern kommt mit Spohle die ärgste Konkurrenz aus dem eigenen Kreis. Dahinter folgen Schweinebrück und Halsbek. Die beiden Aufsteiger aus Reitland und Haarenstroth müssen sich im Abstiegskampf gegen Bohlenbergerfeld beweisen." - Meister: Altjührden - Absteiger: Haarenstroth und Bohlenbergerfeld - Meister Altjührden legte wie erwartet souverän los und eilte von Sieg zu Sieg. Erst am vorletzten Spieltag im Auswärtsspiel in Halsbek ereilte den Meister die erste Saisonniederlage. Da Verfolger Spohle mehr Punkte auf dem Weg zur Halbzeit liegen ließ, konnte Altjührden mit deutlichem Vorsprung die Rückrunde angehen. Mitte der Rückrunde strauchelte Altjührden mit drei Unentschieden in Folge und ließ durch die anschließende Heimniederlage gegen Halsbek Verfolger Spohle nach Punkten wieder gleichziehen. Am Zielstrich entschied dann nur noch das bessere Schoetverhältnis zu Gunsten des glücklichen Meisters Altjührden. Verfolger Spohle musste sich knapp geschlagen mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Die beiden Aufsteiger Reitland und Haarenstroth liefen recht parallel durch die Hinrunde. In der Rückrunde konnte Reitland das Level halten und mit Abstand den Klassenerhalt feiern. Haarenstroth musste in der Rückrunde Federn lassen und die Saison gemeinsam mit Bohlenbergerfeld mit dem Abstieg quittieren. Torsholt rettete sich im Schlussspurt auf einen Nichtabstiegsplatz mit zwei Pluspunkten mehr auf dem Konto als die beiden Absteiger. Schweinebrück konnte die Form der Vorsaison nicht wieder unter Beweis stellen. Der Vizemeister musste sich diesmal mit dem vierten Gesamtrang hinter Reitland begnügen.  Fazit:  Im Laufe der Saison verlor FKV-Meister Altjührden deutlich an Dominanz und konnte den Titel nur über das Schoetverhältnis ins Ziel vor Spohle retten. Aufsteiger Reitland schaffte den Klassenerhalt, während Aufsteiger Haarenstroth gemeinsam mit Bohlenbergerfeld die Landesliga verlassen muss. In dieser Saison startete die Landesliga Männer III letztmalig mit einer Gruppe mit Kugelwechsel Gummi/Holz an der Wende. Ab der kommenden Saison muss die Landesliga mit zwei Gruppen (Gummi- und Holzgruppe)

Bohlenbergerfeld quittierte die Landesliga mit dem Abstieg und startet in der kommenden Saison wieder in der Bezirksliga.

Bezirksliga Männer III: - Meister: Leuchtenburg - Aufsteiger: Leuchtenburg und Grabstede - Die beiden Landesligaabsteiger Leuchtenburg und Kreuzmoor zogen als Favoriten für den sofortigen Wiederaufstieg in die Bezirksliga ein. Leuchtenburg wurde der Prognose gerecht, sicherte sich den Titel und zieht wieder in die Landesliga ein. Kreuzmoor verspielte hingegen am letzten Spieltag mit einer Auswärtsniederlage in Astede den zweiten Aufstiegsplatz und musste stattdessen Grabstede überraschend den Vortritt in die Landesliga lassen. In der Hinrunde hatte Kreuzmoor das Geschehen deutlich dominiert. Lediglich ein Unentschieden, allerdings ausgerechnet gegen Tabelleschlusslicht Zetel/Osterende, trübte die ansonsten makellose Bilanz. Leuchtenburg konnte mit Kreuzmoor nur schwerlich Schritt halten und musste sich der Angriffe von Grabstede und Steinhausen erwehren. In der Rückrunde konnte Leuchtenburg dann aber deutlich zulegen, während Kreuzmoor mehr und mehr die Luft ausging. Vor dem letzten Spieltag hatten mit Leuchtenburg, Kreuzmoor, Grabstede und Steinhausen noch vier Teams Chancen, einen der beiden Aufstiegsplätze zu ergattern. Einzig Grabstede war spielfrei und musste tatenlos zuschauen, wie die Konkurrenz an Grabstede vorbeihuschte. Die tat sich allerdings überraschend schwer und verlor. Leuchtenburg holte sich mit einem deutlichen Heimerfolg gegen Steinhausen Titel und Aufstieg und schob Steinhausen hinter Grabstede. Nun war der Weg frei für Kreuzmoor, das aber in Astede patzte und ebenfalls verlor. Lachender Dritter im Bunde nun Grabstede, das von den beiden Niederlagen der Konkurrent selbst spielfrei profitierte und in die Landesliga einzieht.

Schweinebrück war erneut nicht zu schlagen und verteidigte den Titel.

Ruttel sorgte für die positive Saisonüber-raschung mit dem Gewinn der Vizemeister-schaft.

Frauen - Landesliga: Saisonprognose:    "Schweinebrück bestimmt von Beginn an den Takt in der Liga und ist haushoher Favorit auf den Titel. In die Verfolgerspur setzen sich Kreuzmoor und Bredehorn, während sich Westerscheps, Ruttel und Halsbek die gesamte Spielzeit über Sorgen um den Klassenerhalt machen müssen." - Meister: Schweinebrück - FKV-Finalrunde:  Schweinebrück, Ruttel und Kreuzmoor - Absteiger: Haarenstroth und Halsbek - In überlegener Manier eilte Titelverteidiger Schweinebrück von Sieg zu Sieg, führte zur Halbzeit ohne Punktverlust das Geschehen an und lag vollständig im selbst gesteckten Soll. Für die Überraschungen der Saison sorgten diesmal Westerscheps, Ruttel und Haarenstroth. Westerscheps und Ruttel wurden in der unteren Tabellenregion erwartet - Haarenstroth als Vorjahresdritter in der oberen Region. Wie viel diese Prognose wert war, demonstrierten diese Teams eindrucksvoll. Haarenstroth konnte zu keiner Zeit an das Vorjahresniveau anschließen und richtete sich zunehmend in der unteren Tabellenregion ein. Westerscheps präsentierte ungeahnte Qualitäten und saß Schweinebrück bis zum direkten Aufeinandertreffen am letzten Spieltag dichtauf im Nacken. Ruttel startete mit zwei klaren Auftaktniederlagen und schien sich wieder auf Abstiegskampf einrichten zu wollen, bevor dann der Knoten platzte und Ruttel mehr und mehr dem Führungsduo mit Westerscheps und Schweinebrück nachsetzte. In der Rückrunde konnte Westerscheps im Titelkampf nicht mehr nachlegen und sah sich mehr von Kreuzmoor und insbesondere Ruttel unter Druck gesetzt um einen Platz in der FKV-Finalrunde. Kreuzmoor kam nur langsam ins Rollen und hatte Mühe, sich wieder auf Vorjahresniveau mit dem Einzug in die FKV-Finalrunde zu spielen. Am zweiten Rückrundenspieltag sorgte dann Ruttel für die Sensation. Im Auswärtsspiel beim Reviernachbarn in Schweinebrück zog sich Außenseiter Ruttel siegreich aus der Affäre und brachte den Titelverteidigern die erste Heimniederlage seit dem 18.01.2004 bei. Ruttel blieb in der Rückrunde gänzlich ungeschlagen und zog als Vizemeister in die FKV-Finalrunde ein. Für ein Verdrängen von Meister Schweinebrück von der Tabellenspitze reichte es noch nicht. Das dritte FKV-Finalrundenticket sicherte sich Kreuzmoor mit deutlichem Abstand hinter Schweinebrück und Ruttel knapp vor Westerscheps, das in der Rückrunde nur noch zwei Begegnungen für sich entscheiden konnte und auf den vierten Rang abrutschte. Ein Blick auf die untere Tabellenregion identifizierte schnell Bredehorn und Halsbek als erste Abstiegskandidaten. Serienmeister Reitland konnte in den Kampf an der Spitze nicht eingreifen - selbst ein FKV-Finalrundenticket war schnell in weite Ferne gerückt. Dafür blitzte einmal das Abstiegsgespenst in Reitland auf. Haarenstroth verabschiedete sich auch frühzeitig von allen Gedanken an einen erneuten Einzug in die FKV-Finalrunde, wähnte sich aber jederzeit im gesicherten Tabellenmittelfeld. Zwei Runden vor Schluss schien auch bereits die Abstiegsentscheidung zu Ungunsten von Bredehorn und Halsbek entschieden, bis sich Bredehorn mit einem unerwarteten Heimerfolg gegen Westerscheps wieder zurück meldete und Haarenstroth das ansonsten noch rettende gute Schoetverhältnis mit einer deklassierenden Heimniederlage gegen Meister Schweinebrück zerbröselte. Dennoch kein Grund zur Sorge, sollte Haarenstroth daheim Verfolger Bredehorn im direkten Duell am letzten Spieltag doch locker auf Abstand halten können. Mitnichten. Bredehorn zelebrierte aus sicherer Position mit viel Erfahrung aus dem Abstiegskampf gespickt einen gekonnten Wettkampf und schlug Gastgeber Haarenstroth deutlich, gleichbedeutend mit dem entscheidenden Positionswechsel auf den Abstiegsplätzen und Haarenstroth war als zweiter Absteiger neben Halsbek zementiert. Punktgleich mit Bredehorn reichte es nun über das schlechtere Schoetverhältnis nicht mehr für die Landesliga und Haarenstroth startet in der kommenden Saison in der Bezirksliga Süd/Ost. Da mit Haarenstroth und Halsbek beider Absteiger aus der Süd/Ost-Region absteigen, blieb in der Bezirksliga Nord/West ein etatmäßiger Absteiger (Bockhorn) vom Abstieg verschont, während in Süd/Ost ein etatmäßiger Nichtabsteiger (Rosenberg) zusätzlich in die Kreisliga doch noch absteigt.  Fazit:  Zumindest in der Hinrunde wurde Titelverteidiger Schweinebrück der alleinigen Führungsrolle gerecht. In der Rückrunde musste Schweinebrück ein Aufrücken von Reviernachbar Ruttel als zweite Kraft in der Liga akzeptieren. Westerscheps konnte in der Hinrunde lange Zeit den Druck auf Meister Schweinebrück aufbauen und hatte, ebenso wie Ruttel, mit dem prognostizierten Abstiegskampf gar nichts zu tun. In der Rückrunde musste Westerscheps dann Federn lassen und sackte auf den vierten Platz durch. Kreuzmoor wurschtelte sich durch die Saison und ergatterte im Schlussspurt zumindest noch die dritte FKV-Finalrundenkarte. Reitland präsentierte sich weit entfernt vergangener glanzvoller Tage und konnte zu keiner Zeit in das Titelrennen eingreifen. Haarenstroth quittierte eine verkorkste Saison mit dem unerwarteten Abstieg, während Bredehorn mit Glück und Können auf der Zielgeraden den Abstieg vermied. Halsbek war der Liga nicht gewachsen und steigt nach einem Jahr sofort wieder für einen erneuten Anlauf auf den Aufstieg ab. In Ruttel erwächst Meister Schweinebrück neue Konkurrenz. Halsbek muss zwar die Liga verlassen - die Ergebnisse aus den Jugendmeisterschaften im Ammerland lassen aber den Blick mit Perspektive zu, dass Halsbek in wenigen Jahren schon wieder ein gewichtiges Wort in der obersten Spielklasse mitreden können wird. Meister Schweinebrück, Vizemeister Ruttel und Kreuzmoor treffen zum Saisonabschluss am 15. und 22.04. auf die Ostfrieslandvertreter Reepsholt, Ihlowerfehn und Collrunge im Wettstreit um die FKV-Krone.

Zetel/Osterende zieht mit Titelgewinn wieder in die Landesliga ein,

Bockhorn profitierte vom Abstieg Halsbek/ Haarenstroth aus der Landesliga und bleibt ein weiteres Jahr in der Bezirksliga.

Bezirksliga Nord-West: Saisonprognose:   "Im Titelrennen liegen Sandelermöns, Zetel-Osterende und Steinhausen dicht auf. Liganeuling Neustadtgödens und Reviernachbar Wiefels müssen sich im Abstiegskampf gegen Bockhorn beweisen." - Meister: Zetel/Osterende -  Absteiger: Neustadtgödens - Wie erwartet entbrannte ein enge Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Zetel/Osterende und Landesligaabsteiger Sandelermöns um Titel und Aufstieg in die Landesliga. Steinhausen konnte nicht wie gewohnt im Titelrennen seine Visitenkarte abgeben und hielt sich früh im Tabellenmittelfeld. Dafür sprang überraschend Wiefels in die Bresche und setzte den Führenden ordentlich zu. Aufsteiger Schweinebrück II ließ nur gelegentlich Klasse aufblitzen, hielt sich aber jederzeit aus dem Abstiegstrubel heraus. Grabstede blicke stets argwöhnisch auf die untere Tabellenregion mit den Abstiegskandidaten Aufsteiger Neustadtgödens und Bockhorn. Auf der Schlussgeraden der Saison legte Zetel/Osterende dann nochmals zu und verschaffte sich einen sicheren Vorsprung für den Gewinn des Titels und den Aufstieg in die Landesliga. Landesligaabsteiger Sandelermöns musste sich letztendlich mit der Vizemeisterschaft abfinden und muss in der kommenden Saison einen erneuten Anlauf auf die Landesliga wagen. Bereits vor dem letzten Spieltag standen Neustadtgödens und Bockhorn als sichere Absteiger fest. Da spielte es auch keine Rolle mehr, das beide Teams am letzten Spieltag nochmals die Abstiegsplätze tauschten. Sollte man meinen. Durch die Heimniederlage von Haarenstroth gegen Bredehorn in der Landesliga eröffnete sich plötzlich das Tor für den Vorletzten der Bezirksliga Nord/West für ein erneutes Jahr in der Bezirksliga wieder, da nun die Bezirksliga Nord/West von einem Absteiger aus der Landesliga verschont blieb und Bockhorn als etatmäßiger Absteiger nun doch in der Bezirksliga bleiben durfte.

Moorriem ist am Ziel der Wünsche angekommen und feiert den Aufstieg in die Landesliga.

Stollhamm verpasste den sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga und wirft ein erneutes Jahr in der Bezirksliga.

Bezirksliga Süd-Ost: Saisonprognose:   "Stollhamm erholt sich überraschend schnell vom letztjährigen Landesligalehrjahr und steht im Zweikampf mit Moorriem um den Titel. Roggenmoor/Klauhörn steht von Beginn an im Abstiegsfeuer gegen die beiden Aufsteiger aus Seefeld und Rosenberg bzw. gegen Spohle." - Meister: Moorriem -  Absteiger: Rosenberg, Seefeld und Spohle - Moorriem und Stollhamm machten den Titel wie erwartet unter sich aus - diesmal mit dem besseren Ende für Moorriem. Mehrmals schon klopfte Moorriem aussichtsreich an der Landesliga an, um am Ende doch stets wieder den Kürzeren zu ziehen. In der Hinrunde sorgten aber nicht die Favoriten Moorriem und Landesligaabsteiger Stollhamm für Furore, sondern Schweewarden. Mit einem deklassierenden Heimerfolg gegen Favorit Moorriem stürmte Schweewarden in die Saison, fertigte im nächsten Spiel Roggenmoor/Klauhörn ebenso deklassierend ab, bevor dann Aufsteiger Rosenberg den Vorwärtsdrang von Schweewarden nur kurz mit der ersten Saisonniederlage unterbrach. Nach einem erneut deutlichen Heimsieg, diesmal gegen Spohle, geriet dann aber der Motor von Schweewarden ins Stottern und es reichte schlussendlich noch für den dritten Tabellenrang. Stollhamm fand nur mühsam in einen Siegesrhythmus und musste sich am Zielstrich Moorriem mit vier Punkten geschlagen geben. Delfshausen richtete sich frühzeitig im Tabellenmittelfeld ein, ohne wirkliche Akzente für ein Mehr setzen zu können. Die beiden Aufsteiger lieferten eine gänzlich unterschiedliche Saison ab. Aufsteiger Rosenberg fühlte sich sichtlich wohl und ärgerte manch Favoriten eindrucksvoll. Erst auf der Rückrunde erwischte es den Aufsteiger mehrfach unvorbereitet - das Erreichen des ersten Nichtabstiegsplatz dennoch ein toller Erfolg. Aufsteiger Seefeld blieb über dem gesamten Saisonverlauf Ligatauglichkeit schuldig, übernahm früh die rote Laterne und gab sie nie wieder her. Insider wähnten Spohle mitten im Abstiegskampf - und sollten Recht behalten. Das Team konnte dem Geschehen zu keiner Zeit seinen Stempel aufdrücken - auch hier stand früh der Abstieg fest. Fünf (Seefeld) und sechs Punkte (Spohle) sind für einen Klassenerhalt deutlich zu wenig gegenüber deren zwölf Punkte für Aufsteiger Rosenberg auf dem ersten Nichtabstiegsplatz. Roggenmoor/Klauhörn, vor der Saison im Abstiegskampf erwartet, konnte sich aus dem Abstiegstrubel geschickt heraushalten und belegte in der Schlussabrechnung einen ausgezeichneten vierten Platz. Nachdem Meister, Aufsteiger und Absteiger gefunden waren, erwischte es Aufsteiger Rosenberg ohne eigenes Zutun mit respektablen Punktekonto doch noch. Bedingt durch den Abstieg von Haarenstroth und Halsbek muss nun aus der Bezirksliga Süd/Ost ein weiterer Absteiger gefunden werden - diese Entscheidung traf die unglücklichen Rosenbergerinnen, die trotz erfolgreichem Saisonverlauf die Spielklasse verlassen müssen.
 

Delfshausen freute sich erneut über den Gewinn der Vizemeisterschaft hinter Schweinebrück.

Landesliga Frauen II: Saisonprognose:  "Schweinebrück gibt erneut den Ton in der Liga an, soweit die Stammformation an jedem Spieltag zur Verfügung steht. Als ärgster Verfolger sind die Liganeulinge aus Bredehorn mit ihren erfahrenen Landesliga-Frauen-I-Werferinnen ausgemacht. Ein Wechsel an der Spitze ist durchaus vorstellbar. In diesem Zweikampf möchte Delfshausen - Meister von 2004 - gerne lachender Dritte im Bunde sein." - Meister: Schweinebrück - Einmal mehr war Schweinebrück das Maß aller Dinge. Als FKV-Meister und Titelverteidiger gab Schweinebrück nur mit einem Heimunentschieden gegen Leuchtenburg einen Punkte her und sicherte sich souverän mit zehn Punkten Vorsprung erneut den Titel. Delfshausen sicherte sich mit deutlichem Abstand erneut die Vizemeisterschaft für Spohle und Leuchtenburg. Weit abgeschlagen bilden Neustadtgödens und Portsloge das Tabellenende hinter einem breiten Mittelfeld mit Delfshausen, Spohle, Leuchtenburg, Reitland, Bredehorn und Grünenkamp. Wenig Auffälliges in einer beschaulichen Saison, sollte man meinen. Bemerkenswert allein die Darbietung von Grünenkamp. Blieb das Team in der Hinrunde blass und am Tabellenende, so holte das Team in der Rückrunde ordentlich Punkte und arbeitete sich wieder an das Mittelfeld heran. Liganeuling Bredehorn trat mit viel Vorschusslorbeeren erstmals in der Landesliga an, blieb diesen allerdings auch viel schuldig.