© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten / 11.03.2006

Boßeln: Erste Dienstreise führt nach Hage
Elfriede Berends will sich als neue FKV-Frauenwartin Vertrauen bei den Werferinnen erarbeiten

Von Wolf-Rüdiger Saathoff

Freut sich auf Herausforderungen: Elfriede Berends, neue Frauenwar-tin des FKV.                 Foto: Banik

Akelsbarg. Zunächst beginnt alles wie immer. Elfriede Berends fährt mit ihrem Ehemann Reiner ohne Hintergedanken zur Vertreterversammlung des Friesischen Klootschießer Verbandes (FKV) am Freitagabend nach Bentstreek. Sie reist als einfache Abgesandte des Kreisverbandes Aurich an. Kurz vor Mitternacht tritt sie die Rückreise als frisch gekürte Frauenwartin die Nachfolge von Johanne Claashen an, die nach 27 Jahren das Amt in andere Hände legt. „Der Entschluss zu kandidieren ist erst auf der Versammlung gefallen“, bekennt Berends. Sie hat sich diesen Schritt gut überlegt und zuvor mit ihrem Mann darüber gesprochen, der sie in ihrem Tun bestärkte. Ihre Vorgängerin Johanne Claashen habe schon einmal vor einigen Jahren angefragt, ob sie nicht in ihre Fußstapfen treten wolle, berichtet Berends. „Damals passte es nicht. Die Kinder waren noch nicht groß genug. Jetzt habe ich die nötige Zeit für diese Aufgabe, weil die Kinder auf den eigenen Beinen stehen.“ Die 42-Jährige wird nach eigener Aussage „auf viel Neuland treffen“. Aber sie freut sich auf die neue Herausforderung. Ihre erste Dienstreise führt nach Hage in den Fasanenweg. Dort wohnt ihre Vorgängerin Claashen. „Sie hat großes Wissen und viele Erfahrungen gemacht. In der ersten Zeit benötige ich ihre Hilfe“, sagt Berends. Gleichwohl sucht sie nach ihrer eigenen Linie. „Ich muss meinen eigenen Weg gehen. Zuerst will ich mir das Vertrauen der Werferinnen erarbeiten.“ Dazu will sie den Kontakt mit den Frauenwartinnen der Landesverbände suchen und sich in den Kreisen vor Ort präsentieren.
Im Führungsgremium des FKV vertritt sie die Interessen von knapp 10000 weiblichen Mitgliedern. Sie weiß um die große Verantwortung ihrer Aufgabe. In erster Linie gehe es ihr darum, den Anliegen der Frauen und insbesondere der aktiven Werferinnen in der Männerdomäne Gehör zu verschaffen und ernst genommen zu werden. Dabei kann sie auf die Hilfe ihrer Vorstandskollegin und Lehrwartin Petra Ende zählen. Ebenso wird sie in der praktischen Arbeit von Elke Gerdes aus Wiesens, die kommissarisch als ihre Stellvertreterin fungiert, unterstützt. Ihre Arbeit für den Kreisverband Aurich wird sie nicht mehr fortführen. Sie leitet gegenwärtig die Staffeln Frauen I, 3. Kreisliga und Frauen II, 2. Kreisliga. Sie geht optimistisch an die neue Aufgabe heran. Auch deshalb, weil sie großen Rückhalt von ihrer Familie bekommt. Und wenn sie einmal nicht mehr weiter weiß, sind ihr Mann und die beiden Kinder ihre besten Ratgeber. Kein Wunder, gilt doch bei den Berends, die in Akelsbarg an der Boßelstraße wohnen, der Leitsatz: „Wir leben für den Boßelsport.“ Trotz der neuen Aufgabe als neue Frauenwartin will Elfriede Berends nicht auf den aktiven Boßelsport verzichten. Sonnabends stehen die Punktspiele ihrer Frauen I-Mannschaft aus Tannenhausen in der 1. Kreisliga auf dem Programm.

Die friesensport.de-Redaktion wünscht der neuen FKV-Frauenwartin Elfriede Berends ein stets glückliches Händchen in den Entscheidungen und den notwendigen Rückhalt von den Aktiven. Wir freuen uns auf eine ebenso gute Zusammenarbeit wie mit dem LKV-Boßelobmann und Ehemann Reiner Berends. Unseren Dank sprechen wir der scheidenden Frauenwartin Johanne Claashen für die Zusammenarbeit aus.

friesensport.de-Redaktion

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