© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten / 03.03.2006

Friesensport: Ehrenamt ist Kernstück des Verbandes
FKV-Chef Jan-Dirk Vogts setzt auf Teamarbeit

wrs Hollwege. Premiere feiert heute Abend auf der Jahreshauptversammlung des Friesischen Klootschießerverbandes in Bentstreek der 1. Vorsitzende Jan-Dirk Vogts. Nach seinem ersten Amtsjahr als Nachfolger von Jardo Tapper stellt er den Delegierten erstmalig seinen Jahresbericht vor. Im Pressegespräch mit den ON setzt sich der FKV-Chef für eine gezielte Förderung der Klootschießer ein und hebt ehrenamtliche Arbeit als Kernstück des Verbandes hervor.

ON: Wie fällt Ihre Bilanz nach dem ersten Jahr als Vorsitzender des FKV aus?
Vogts: „Wir haben praktische Dinge vorangebracht. Dazu zählt die Internetpräsenz oder Info-Briefe an die Vereine. Das Grundgerüst für eine Passstelle steht und wir arbeiten daran, dass wir für unsere Aktiven zusätzliche Veranstaltungen entwickeln, damit sich unsere Sportler einer breiten Öffentlichkeit vorstellen können.“

ON: Woran denken Sie bei diesen Wettbewerben in erster Linie?
Vogts: „Im Boßeln läuft alles prächtig. Unser Stiefkind ist das Klootschießen. Es reicht nicht aus, einmal im Jahr den Vergleich 100 gegen 100 zwischen Oldenburg und Ostfriesland zu veranstalten. Wir benötigen zusätzliche interessante Wettbewerbe für unsere jungen Talente, damit diese ihre Fähigkeiten nach außen darstellen können. Denkbar sind Kämpfe gegen die Schleswig-Holsteiner.“

ON: Welche Erfahrungen haben Sie bei Ihrer Vorstandsarbeit im vergangenen Jahr gemacht?
Vogts: „Wir haben als Team gearbeitet und sind auch als ein Team aufgetreten. Ich war angenehm überrascht, dass uns immer mehr Leute bei unserer Arbeit unterstützen und mitmachen wollen. Wichtig ist, dass wir den Verantwortlichen Fehler zugestehen. Wir müssen einiges ausprobieren. Da bleiben Fehler nicht aus. Als zuvor die Wettkampfbedingungen der Boßler geändert wurden, ist mir im Nachhinein klar geworden, dass wir zukünftig bei solchen Fragen behutsamer mit der Basis umgehen müssen. Nach wie vor war der Schritt zu einheitlichen Regeln richtig, aber wir benötigen ausreichend Zeit und Verständnis und dürfen nicht mit Druck Änderungen durchbringen.“

ON: Im Vorstand sind die Position der Frauenwartin und des Jugendwartes vakant. Wird sich daran etwas ändern?
Vogts: „Für die Position des Jugendwartes haben wir einen Kandidaten gefunden. Konrad Janssen aus Aurich wird sich zur Wahl stellen. Leider ist es uns nicht gelungen, eine Kandidatin für das Amt der Frauenwartin zu finden. Wir haben einige geeignete Frauen angesprochen. Aber alle haben aus verschiedenen Gründen abgesagt. Schade, denn mehr als 30 Prozent unserer Mitglieder (Der FKV hat knapp 42000 Mitglieder. Anmerkung der Redaktion) sind Frauen und die sollten ihre Interessen im Vorstand vertreten. Es ist traurig, dass das noch nicht der Fall ist. “

ON: Welches Motto haben Sie sich für die Zukunft auf die Fahne geschrieben?
Vogts: „Der Verband über die Landesverbände bis in die Kreise und Vereine basiert auf ehrenamtliche Arbeit. Sie ist das Kernstück unseres Verbandes. Das soll auch in Zukunft so bleiben. Ohne ehrenamtliche Helfer geht nichts. Immer wieder haben wir bewiesen, dass wir in der Lage sind, ausschließlich mit Ehrenamtlichen große Veranstaltungen zu organisieren. Ich erinnere daran, dass wir kürzlich innerhalb von drei Tagen den Feldkampf in Ardorf auf die Beine gestellt haben.“