© / Quelle: NWZ-Online / 25.11.2005

Auszeichnung für Heyen

Der 91-jährige Theo Heyen aus Tettens (links) erhielt vom FKV-Vorsitzenden Jan-Dirk Vogts (rechts) in Waddens die Auszeichnung.               Foto: Ute Draschba

WADDENS/MH - „Die gesamte Geschichte unseres Verbandes ist in Theo Heyen verkörpert.“ Mit diesen Worten würdigte Jan-Dirk Vogts, der erste Vorsitzende des Friesischen Klootschießerverbands (FKV) die 91-jährige Klootschießer-Legende Theo Heyen aus Tettens. Er erhielt eine überaus seltene Ehrung mit dem „Goldenen Eichenblatt zum Verbandsabzeichen“. Die Ehrung fand in Waddens statt. Heyen trat 1948 beim legendären Feldkampf in Hohenberge noch für Ostfriesland an und wechselte später in den Landesverband Oldenburg.

© / Quelle: NWZ-Online / 24.11.2005

Erst Ostfriese, dann Oldenburger

EHRUNG Die 91-jährige Klootschießer-Legende Theo Heyen wird ausgezeichnet

Heyen stammt aus Ostfriesland. Seit 1953 ist er Tettenser und damit Oldenburger.
von jochen eilers und ute draschba

Der FKV-Vorsitzende Jan-Dirk Vogts (rechts) überreichte Theo Heyen das Goldene Eichenblatt zum Verbandsabzeichen.  Foto: Jochen Eilers

TETTENS - „Die gesamte Geschichte unseres Verbandes ist in Theo Heyen verkörpert." Mit diesen Worten würdigte Jan-Dirk Vogts, der Vorsitzende des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV), jetzt den 91-jährigen Klootschießer aus Tettens. Das Wirken Heyens wurde bei der Abschlussfeier zur Klootpunktrunde des Kreisverbandes Butjadingen in Waddens, an der Heyen noch heute aktiv teilnimmt, mit einer äußerst seltenen Auszeichnung gewürdigt: dem Goldenen Eichenblatt zum Verbandsabzeichen. Theo Heyen trat 1948 nach dem Zweiten Weltkrieg bei dem legendären Feldkampf in Hohenberge noch für Ostfriesland an und gewann mit genau einem Schoet das große Kräftemessen mit den Oldenburgern. 1953 wechselte der Maurer und Zimmermann beruflich bedingt das Lager. Damit machte sich Theo Heyen zum Politikum im Friesischen Klootschießerverband. Theo Heyen sieht das ganze mittlerweile gelassen: „Ob Ostfriese oder Oldenburger, mein Herz gehört dem Heimatsport."
Der gebürtige Ostfriese katapultierte in seinen besten Jahren den 475 Gramm schweren Kloot sogar auf über 90 Meter. Und das sieht man ihm auch an: breite Schulter und bärige Hände sind beste Voraussetzungen für solche Rekordweiten. Mit Wehmut denkt der 91-Jährige an seine einstigen Kontrahenten: „Die meisten sind nicht mehr da." Theo Heyen kennt sie aber alle noch, die Großen des Klootschießens, die für den Friesensport unsterblich sind. Selbst den ersten Wurf über die 100-Meter-Marke mit 101,50 Metern 1935 von Gerd Gerdes beim Kreisverbandsfest auf dem Schützenplatz in Esens hat der Tettenser mit bejubelt. 50 Jahre später war Theo Heyen dann erneut Zeuge geschichtsträchtiger Würfe, als in Burhave zunächst Harm Henkel (102 Meter) und gerade mal zwei Stunden später Hans-Georg Bohlken (105,20 Meter) den Weltrekord nach oben schraubten.
„Euer Herz muss tüchtig für das Klootschießen schlagen", rief Heyen den Jugendlichen im „Butjenter“ zu. In der Hand hielt er die gerade überreichte Ehrenurkunde, ihm zur Seite der Kreisvorsitzende Karl-Heinz Husmann und der Vorsitzende des Klootschießer-Landesverbandes, Johann Hasselhorst.

© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 23.11.2005

Höchste Auszeichnung für Theo Heyen aus Tettens

91jährige Flüchter-Legende in Waddens geehrt

von Ute Draschba

Hohe Auszeichnung für Theo Heyen, Tettens, aus den Händen von FKV-Baas Jan-Dirk Vogts.

Waddens/Tettens. "Die gesamt Geschichte unseres Verbandes ist in Theo Heyen verkörpert", mit diesen Worten würdigte Jan-Dirk Vogts, der Vorsitzende des Friesischen Klootschießerverbandes, am vergangenen Sonntag (20.11.) den 91jährigen Klootschießer aus Tettens. Das Wirken der Flüchter-Legende wurde im Rahmen der Abschlussfeier zur Klootpunktrunde des Kreisverbandes Butjadingen in Waddens, an der Theo Heyen noch heute aktiv teilnimmt, mit einer überaus seltenen Auszeichnung geehrt: dem Goldenen Eichenblatt zum Verbandsabzeichen.

Theo Heyen trat 1948 nach dem zweiten Weltkrieg bei dem legendären Feldkampf in Hohenberge noch für Ostfriesland an und gewann mit genau einem Schoet das große Kräftemessen zwischen Oldenburg und Ostfriesland. 1953 wechselte der Maurer und Zimmermann beruflich bedingt das Lager. Damit machte sich Theo Heyen zum Politikum im Friesischen Klootschießerverband. Theo Heyen sieht das ganze mittlerweile gelassen: "Ob Ostfriese oder Oldenburger, mein Herz gehört dem Heimatsport". Der gebürtige Ostfriese katapultierte in seinen besten Jahren den 475g schweren Kloot sogar auf über 90 Meter. Und das sieht man dem Wahl-Butjenter auch an: breite Schulter und bärige Hände sind beste Voraussetzungen für solche Rekordweiten.

Mit Wehmut denkt der 91jährige an seine einstigen Kontrahenten: "Die meisten sind nicht mehr da". Theo Heyen kennt sie aber alle noch, die Großen des Klootschießens, die für den Friesensport unsterblich sind. Selbst den ersten Wurf über die 100-Meter-Marke mit 101,50 Metern 1935 von Gerd Gerdes beim Kreisverbandsfest auf dem Schützenplatz in Esens hat der Tettenser mitbejubelt. 50 Jahre später war Theo Heyen dann erneut Zeuge geschichtsträchtiger Würfe, als in Burhave zunächst Harm Henkel (102 Meter) und gerade mal zwei Stunden später Hans-Georg Bohlken (105,20 Meter) den Weltrekord nach oben schrauben.

"Euer Herz muss tüchtig für das Klootschießen schlagen", ruft Theo Heyen den Jugendlichen in Waddens zu. In der Hand hält er die gerade von Jan-Dirk Vogts überreichte Ehrenurkunde, ihm zur Seite der Kreisvorsitzende Kalli Husmann und der Vorsitzende des Klootschießerlandesverbandes Johann Hasselhorst. Nach dem tosenden Beifall lauschen die Jüngsten des Friesensports ehrfurchtsvoll dieser Flüchter-Legende. Theo Heyen selbst ist sichtlich gerührt, blickt immer wieder auf die riesige Urkunde, die jetzt einen Ehrenplatz erhält.