© / Quelle: NWZ-Online / 15.10.2005

Gerdes immer um Vermittlung bemüht

MENSCHEN Jahrzehnte für den Boßelsport in vielen Funktionen engagiert

Abschied aus Ämtern

Mehr als 30 Jahre gehörte er dem Vorstand des Landesverbandes Oldenburg an.

Daneben war der Obenstroher auch als aktiver Boßeler im Einsatz.

 VON AUGUST HOBBIE

Werner Gerdes prägte das Geschehen bei den Boßelern.

Foto: August Hobbie

VAREL - Immer dem Heimatsport treu geblieben ist Werner Gerdes – ob als aktiver Boßeler oder als ehrenamtlich Tätiger, der über Jahrzehnte auch außerordentlich erfolgreich hinter den Kulissen gewirkt hat und auch heute noch tätig ist. Aus gesundheitlichen Gründen musste sich der 67-Jährige allerdings aus dem „aktiven Geschäft“ zurückziehen. Als aktiver Boßeler musste der gebürtige Ammerländer im Jahr 2000 seine aktive Laufbahn beenden. Das Amt des ersten Vorsitzenden des Landesverbandes Oldenburg der Klootschießer und Boßeler legte der Obenstroher im Jahr 2003 nieder – ebenfalls rieten Ärzte zur Aufgabe der Funktionärstätigkeit. Doch wer Werner Gerdes kennt, weiß, dass sich er sich nicht völlig von der „Bühne“ des Friesenspiels verabschieden kann. So leitet er auch jetzt noch mit großem Engagement die Fachgruppe Boßeln und Klootschießen der Oldenburgischen Landschaft. In diesem Gremium lässt Werner Gerdes seinen großen Erfahrungsschatz einfließen, zum Wohle des Heimatports. Der Ammerländer trat zunächst beim KBV Westerstederfeld-Ihorst als Boßeler in Erscheinung. Schon als Schüler warf Werner Gerdes bei den Männern mit. Auf Grund beruflicher Veränderungen folgte dann Ende der 60er-Jahre zunächst der Umzug nach Varel, später dann Obenstrohe. In diesem Zusammenhang schloss sich der Friesenspieler dem KBV Streek-Hohenberge an. Für diesen Verein war der Familienvater von drei Kindern und einem Enkel bis zum Jahr 2000 auch aktiv. Werner Gerdes war jedoch nicht nur als aktiver Boßeler im Einsatz, sondern auch als Funktionär war er ein gefragter Mann. So leitete er als erster Vorsitzender den KVB Streek-Hohenberge und den Boßelkreis Waterkant. Mehr als 30 Jahre gehörte der Obenstroher dem Vorstand des Landesverbandes Oldenburg der Klootschießer und Boßeler an, darunter viele Jahre als erster Vorsitzender. „Es hat mir immer großen Spaß gemacht, mich für unseren Heimatsport zu engagieren“, so der 67-Jährige gegenüber der NWZ: „Meine ehrenamtlichen Funktionen sind mir nie zur Last geworden.“ Werner Gerdes war und ist immer um Vermittlung bemüht, bekannt ist er für seine guten Kontakte zu allen Vereinen und Verbänden. Gerdes: „Ich bemühe mich immer, Jung und Alt unter einen Hut zu bekommen.“ Der Stellenwert des Heimatsports hat sich nach Ansicht des 67-Jährigen im Laufe der Jahre immer weiter erhöht: „Darüber freue ich mich natürlich sehr.“ Diese positive Entwicklung sei nicht zuletzt auch auf Grund der großen Wettkämpfe der Friesensportler erfolgt: „Gerade die Europameisterschaften haben dazu beigetragen, dass unser Sport immer bekannter geworden ist.“ Erfreulich sei, dass die ehrenamtliche Arbeit jetzt von jüngeren Leuten fortgesetzt werde: „Es geht weiter, und das ist auch gut so.“