© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 10.04.2005

FKV-Finalrunde: 1. Durchgang

Gastgeber nutzen Heimvorteil

Männer:  Kräfteverhältnis unverändert

Frauen: Schweinebrück überrascht

von Ute Draschba (Frauen) und Gerold Meischen (Männer)

Ergebnis Frauen        Ergebnis Männer

Neuzugang Helke Altona entpuppte sich für Schweinebrück als die erhoffte Verstärkung für das erfolgreiche Abschneiden in Reeps-holt.

Reepsholt / Pfalzdorf. Die großen Veränderungen blieben im ersten Durchgang der auf zwei Spieltage limitierten FKV-Finalrunde nach der Regeländerung mit Werferreduzierung von 20 auf 16 aus. Wie im vergangenen Jahr sorgten auch diesmal die Ostfriesen auf ihrem Terrain für klare Verhältnisse. Im Aufeinandertreffen der drei Erstplatzierten aus den Landesligen Ostfriesland und Oldenburg hatten die Oldenburg-Teams wenig zu bieten und ließen den Ostfriesen durchweg den Vortritt. Einzig die trainingsfleißigen Schweinebrückerinnen (99 Wurf) als Oldenburg Meister schafften es, sich gleich hinter dem Lokalmatador und Ostfriesland Meister Reepsholt (97 Wurf) sowie Ihlow/Ihlowerfehn (98 Wurf) noch vor Pfalzdorf (103 Wurf), Reitland (107 Wurf) und Kreuzmoor (118 Wurf) , unter die ersten Drei zu werfen. "Eine hervorragende Ausgangsposition für die Rückrunde und die Entscheidung am 24. April in Schweinebrück", strahlt die Vorsitzende Anke Thaden, die voll und ganz auf den Riesenheimvorteil in Schweinebrück setzt. Die erste Runde bei den Männern ging souverän in ostfriesische Hand. Ostfriesland Meister Pfalzdorf (192 Wurf) sowie Reepsholt (197) und Westeraccum (198) deklassierten Westerscheps (201), Spohle (204) und Schweinebrück (210). Damit haben die Pfalzdorfer um Frido Walter einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der Königsklasse bewiesen und streben am 24. April in Westerscheps den achten FKV Titel in Folge an.

Pfalzdorf/Männer: Einmal mehr demonstrierte Titelverteidiger und Ostfriesland-Meister Pfalzdorf gediegene Heimstärke und sicherte sich mit Gummi-I nicht nur das beste Tagesgruppenergebnis, sondern mit dem Tagessieg auch die erwarteten zwölf Zähler als ersten Etappensieg auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung. Mit einem glatten 12er-Schnitt untermauerte Pfalzdorf erneut eindeutige Titelansprüche. Auftaktgegner Spohle versuchte im Fahrwasser des Favoriten und Gastgeber Land zu gewinnen, musste sich aber der Überlegenheit der Gastgeber deutlich beugen und belegte in der Endabrechnung den fünften Tagesrang. Die große Unbekannte im Spiel der sechs Teams war der neuen Oldenburg-Meister Westerscheps. In der Prognose wurde für einen erfolgreichen Angriff auf die ungekrönten Könige aus Pfalzdorf mindestens der zweite Tagesrang für erforderlich angesehen, um in 14 Tagen im finalen Durchgang auf eigener Strecke den Pfalzdorfern den Titel entreißen zu können. Als Gegner des Oldenburg-Meister Westerscheps stellte sich im ersten Durchgang Ostfriesland-Dritter Reepsholt. Reepsholts Gummi-II agierte auf Pfalzdorf-Nieveau und musste sich nur nach Metern als Zweiter in die Tagesgruppenwertung einreihen, legte aber damit den Grundstein für den zweiten Gesamtrang in der Tageswertung für Reepsholt. Westerscheps konnte in Gummi bestens mit den ostfriesischen Vorgaben mithalten, in Holz jedoch sollte es zum Tagesschnitt nicht reichen. Als gar Westeraccum im Duell der Vize-Meister gegen Schweinebrück klar den Ton angab und mit Holz-I das beste Holzergebnis aller Teilnehmer über die Bahn jagte, kam nochmals Spannung auf. Als Westeraccum Gummi-I und Holz-II nicht über Tagesschnitt hinauskamen, musste sich der Vizemeister hinter Reepsholt im Gesamtklassement einreihen. Westeraccum-Gegner Schweinebrück fand zwar zu einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit einem 13er-Schnitt, aber eben nicht genug, um die fünf anderen Teams ernsthaft in Gefahr zu bringen. Magere zwei Tagespunkte für den letzten Tagesplatz sind Beleg für die Unterlegenheit des Oldenburg-Zweiten. Insbesondere der letzte Tagesgruppenplatz mit 13,1 Durchgängen für die Schweinebrück-Paradetruppe Holz-I überraschte die Fachleute - hier ist Wiedergutmachung im zweiten Durchgang angesagt.

Am 24. April ist Oldenburg-Meister Westerscheps Gastgeber für den FKV-Finalrundentross. Dann trifft Westerscheps (6 Punkte) auf Titelfavorit Pfalzdorf (12 Punkte). Im zweiten Tagesmatch trifft Oldenburg-Vize Schweinebrück (2 Punkte) auf den Ostfriesland-Dritten Reepsholt (10 Punkte). Den Abschluss macht Oldenburg-Dritter Spohle (4 Punkte) gegen Ostfriesland-Vize Westeraccum (6 Punkte). Bereits jetzt deuten alle Vorzeichen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung des Ausnahmeteams "Gute Hoffnung" Pfalzdorf hin.

Reepsholt/Frauen: Das Leistungsvermögen der Schweinebrückerinnen konnten die Käkler und Mäkler gar nicht richtig einschätzen. Bekannt war, dass sich mit Helke Altona, Petra Schonvogel, Monika Stulke, Anke und Gisela Schütte (Holz) sowie Ute Draschba, Astrid und Kerstin Hinrichs, Nicole Kruse, Heike Eggers eine meisterschaftserfahrene Truppe auf den großen Wettkampf in Reepsholt intensiv vorbereitete. "Wir haben die Technik voll und ganz umgestellt und uns auf die Kurvenwürfe konzentriert", so die Betreuer Michael Behrens und Diedrich Schütte. Die Rechnung ging auf. Vor allem in der Holzgruppe schockten die Schweinebrückerinnen die ostfriesische Konkurrenz. Nach der Halbzeit brachen gerade die Oldenburger Mannschaft auf der ungewohnt langen und Kräfte zerrenden Strecke in Reepsholt ein. Nicht so die Schweinebrücker Holz (50 Wurf), die konditionsstark aufdrehte und die beste Rücktour hinlegte. Wurf für Wurf nahmen sie Ihlow/Ihlowerfehn (54 Wurf) die Meter ab und brachten diese voll und ganz aus dem Konzept. Hinter ihnen kämpfte die Schweinebrücker Gummigruppe (49 Wurf) mit dem Gummidreamteam um Johanne Heiken und Sabine Bley aus Ihlow/Ihlowerfehn, die wie in den Jahren zuvor im Ziel mit dem besten Gruppenergebnis (44 Wurf) überhaupt aufwarteten. In der Endabrechnung profitierte Reepsholt mit Elitewerferinnen wie unter anderem Monika Heiken, Antje und Margret Schöttler, Claudia Heyen, Michaela Müller und Imke Bohlken von einer gekonnt ausgeglichenen Mannschaftsleistung (Gummi 48 Wurf/Holz 49 Wurf). "Wir haben unser Soll erfüllt", freut sich die Schweinebrückerin Petra Schonvogel. Am 24. April malt sich der Oldenburg Meister den ganz großen Wurf auf der Heimstrecke aus und hofft auf Schützenhilfe der oldenburgischen Teams aus Reiltand und Kreuzmoor. Gerade durch das Punktesystem ist der Traum von einer Medaille und im günstigsten Fall sogar von der FKV Meisterschaft noch lange nicht ausgeträumt. "In Schweinebrück läuft ohne präzise Würfe nichts", weiß Wilma Wilksen, die Betreuerin aus Reitland, zu berichten. In der zurückliegenden Saison schafften es einzig die Werferinnen aus Reitland mit einem Unentschieden den Schweinebrückerinnen doch noch einen Punkt abzujagen. "Uns liegt das Schweinebrücker Pflaster besser noch als unsere Heimstrecke", freut sich Wilma Wilksen schon heute auf den Wettkampf.

 

© / Quelle: Anzeiger Harlingerland Online / 12.04.2005

Reepsholt muss sich auf heimischer Straße strecken

Boßeln, FKV-Finalrunde der Frauen: Nur einen Wurf vor Ihlowerfehn

Reepsholt/fwa – Welches Gewicht der Heimvorteil im Straßenboßeln immer noch hat, zeigte bei den Männern nicht nur Pfalzdorf, sondern im Frauenwettbewerb auch Reepsholt. Allerdings musste sich der Titelverteidiger mächtig strecken, um Ihlowerfehn und Schweinebrück letztlich knapp in Schach zu halten. Wie erwartet, war die Auftaktrunde auf der Powerstrecke in Richtung Schoost reichlich geprägt von Wurfkraft und Konzentration bis zum letzten Wurf. Bei wechselhaften Aprilwetter, aber optimalen Streckenbedingungen hatten Inka Schreiber-Buss und Edeltraud Wiets-Frerichs vom FKV-Arbeitsausschuss organisatorisch leichtes Spiel mit den sechs Mannschaften. Die ganz großen Überraschungen blieben zwar aus, doch sorgten Ihlowerfehn und Schweinebrück für ein spannendes Finale um die Medaillenvergabe am 24. April in Schweinebrück. Reepsholt legte auch ohne Margret Schöttler mit einer geschlossenen Teamleistung ein ordentliches Resultat auf die Piste. Mit 49 und 48 Wurf legten beide Gruppen reichlich Konstanz an den Tag. Zumal der Gegner nach und nach einbrach. Kreuzmoor war mit der Distanz völlig überfordert und musste mit 21 Wurf Rückstand die Heimreise antreten. In der zweiten Partie kamen weder Pfalzdorf noch Reitland auch nur annähernd in Schlagdistanz der Top drei dieser Runde. Der OL-Vizemeister benötigte in beiden Gruppen mehr als 13 Durchgänge. Insgesamt 107 Wurf bedeuteten vier Punkte gleichbedeutend mit dem fünften Tagesplatz. Pfalzdorf warf 103 Wurf in die Waagschale und wurde nur Vierter, weil die Holzgruppe wie schon im Ligamatch erneut wenig überzeugte. Mit Ihlowerfehn und Schweinebrück trafen zwei Teams aufeinander, die sich an den Vorgaben von Reepsholt regelrecht festbissen. Der OL-Meister (99 Wurf) zeigte sich dabei in beiden Gruppen relativ ausgeglichen und blieb in der Endabrechnung nur zwei Wurf hinter dem Tabellenführer. Der dritte Platz und der Heimvorteil beim nächsten Werfen lassen für das Finale noch einiges erhoffen. Dazwischen schob sich noch Ihlowerfehn. Der zweite Gesamtplatz mit einem Wurf Rückstand auf Reepsholt war hauptsächlich ein Verdienst der Gummigruppe. Sie sorgte mit sensationellen 44 Wurf für das mit Abstand beste Gruppenergebnis des Tages. Die Holzabteilung, die satte zehn Wurf mehr verbrauchte, ließ Betreuer Harm Heiken schon wieder die Schweissperlen auf die Stirn treiben. Doch es reichte insgesamt, um sich vor Schweinebrück zu platzieren. Ergebnisse: 1. Reepsholt, 12 Punkte ; 97 Wurf + 64 Meter; 2. Ihlowerfehn, 10 Punkte ; 98 Wurf + 195 Meter; 3. Schweinebrück, 8 Punkte ; 99 Wurf + 74 Meter; 4. Pfalzdorf, 6 Punkte ; 103 Wurf + 185 Meter; 5. Reitland, 4 Punkte ; 107 Wurf + 25 Meter; 6. Kreuzmoor, 2 Punkte ; 118 Wurf + 68 Meter.

© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten / 12.04.2005

Boßeln: Pfalzdorfer nutzen Heimvorteil FKV-Finalrunde

Männer, Hinspiele: Zweiter Reepsholt setzt sich einen Wurf vor Westeraccum

fwa Pfalzdorf. Die mit Spannung erwartete erste Finalrunde der Mannschaftsmeisterschaften des Friesischen Klootschießer Ver- bandes (FKV) im Straßenboßeln erfüllte vom Niveau her nicht völlig die Erwartungen. Vielleicht lag es am kühlen, mit Regenschauern durchsetzten Wetter. Dafür rückten die Teams noch einmal enger zusammen, denn den Tagessieger und den Sechsten trennten „nur“ noch 18 Wurf. Das hatte in den Vorjahren insbesondere in Pfalzdorf schon ganz anders ausgesehen. Sportlich setzte einmal mehr die Mannschaft aus Pfalzdorf ein Zeichen. Im Eröffnungsmatch gegen Spohle hatte der Titelverteidiger zunächst mit einigen Startschwierigkeiten zu kämpfen, kam aber danach immer besser ins Spiel. Die Spohler hielten vor allem im Holzboßeln lange Zeit dagegen. Gummi I von Pfalzdorf zauberte mit 46 Wurf und 92 Metern das beste Gruppendetail knapp vor Gummi II von Reepsholt mit 46 Wurf und 33 Metern auf die Strecke. Mit der Konstanz aller vier Gruppen nutzte das Team von Alwin Jurisch seinen Heimvorteil mit totalen 192 Wurf erneut zum Tagessieg. Für Spohle wurde es am Ende per Gummikugel doch noch zweistellig. Zwölf Wurf Rückstand waren gleichbedeutend mit dem fünften Platz in der Tageswertung.

© / Quelle: NWZ-Online / 12.04.2005

- Der Gemeinnützige -

„Lat‘n rulln‘ beeindruckt in Ostfriesland

FINALRUNDE Boßelerinnen setzen in Reepsholt Akzente

Vorsitzende Anke Thaden sehr zufrieden

Von Ute Draschba

Die Gastgeber nutzten ihren Heimvorteil ganz konsequent aus. Der Landesverband Ostfriesland dominierte.

FRIESLAND - Die Finalrunde im Straßenboßeln wurde auf ostfriesischem Boden sowohl bei den Männerteams als auch bei den Frauenmannschaften von den Gastgebern dominiert. Einzig die trainingsfleißigen Schweinebrückerinnen (99 Wurf) als Oldenburg Meister schafften es, sich gleich hinter dem Lokalmatador und Ostfriesland-Meister Reepsholt (97 Wurf) sowie Ihlow/Ihlowerfehn (98 Wurf) noch vor Pfalzdorf (103 Wurf), Reitland (107 Wurf) und Kreuzmoor (118 Wurf) unter die ersten drei Platzierten zu werfen. „Eine hervorragende Ausgangsposition für die Rückrunde und die Entscheidung am 24. April in Schweinebrück“, strahlte die Vorsitzende Anke Thaden, die voll und ganz auf den großen Heimvorteil setzt. Die erste Runde bei den Männern ging souverän an die Ostfriesen. Ostfriesland-Meister Pfalzdorf (192 Wurf) sowie Reepsholt (197) und Westeraccum (198) deklassierten Westerscheps (201), Spohle (204) und Schweinebrück (210). Damit haben die Pfalzdorfer um Frido Walter einmal mehr ihre Ausnahmestellung in der Königsklasse bewiesen und streben am 24. April in Westerscheps den achten FKV-Titel in Folge an. Das Leistungsvermögen der Schweinebrückerinnen konnten die Käkler und Mäkler gar nicht richtig einschätzen. Bekannt war, dass sich mit Helke Altona, Petra Schonvogel, Monika Stulke, Anke und Gisela Schütte (Holz) sowie Ute Draschba, Astrid und Kerstin Hinrichs, Nicole Kruse, Heike Eggers eine meisterschaftserfahrene Truppe auf den großen Wettkampf in Reepsholt intensiv vorbereitet hatte. „Wir haben die Technik voll und ganz umgestellt und uns auf die Kurvenwürfe konzentriert“, so die Betreuer Michael Behrens und Diedrich Schütte. Die Rechnung ging auf. Vor allem in der Holzgruppe schockten die Schweinebrückerinnen die ostfriesische Konkurrenz. Nach der Halbzeit brachen gerade die Oldenburger Mannschaft auf der ungewohnt langen und kräftezerrenden Strecke in Reepsholt ein. Nicht so die Schweinebrücker Holz (50 Wurf), die konditionsstark aufdrehte und die beste Rücktour hinlegte. Wurf für Wurf nahmen sie Ihlow/Ihlowerfehn (54 Wurf) die Meter ab und brachten diese voll und ganz aus dem Konzept. Hinter ihnen kämpfte die Schweinebrücker Gummigruppe (49 Wurf) mit dem Gummi-Dreamteam um Johanne Heiken und Sabine Bley aus Ihlow/Ihlowerfehn, die, wie in den Jahren zuvor, im Ziel mit dem besten Gruppenergebnis (44 Wurf) überhaupt aufwarteten. In der Endabrechnung profitierte Reepsholt mit Elitewerferinnen wie unter anderem Monika Heiken, Antje und Margret Schöttler, Claudia Heyen, Michaela Müller und Imke Bohlken von einer gekonnt ausgeglichenen Mannschaftsleistung (Gummi 48 Wurf/Holz 49 Wurf). „Wir haben unser Soll erfüllt", freute sich die Schweinebrückerin Petra Schonvogel. Am 24. April malt sich der Oldenburg Meister den ganz großen Wurf auf der Heimstrecke aus und hofft auf Schützenhilfe der oldenburgischen Teams aus Reiltand und Kreuzmoor. Gerade durch das Punktesystem ist der Traum von einer Medaille und im günstigsten Fall sogar von der FKV-Meisterschaft noch lange nicht ausgeträumt. „In Schweinebrück läuft ohne präzise Würfe nichts“, weiß Wilma Wilksen, die Betreuerin aus Reitland, zu berichten. In der zurückliegenden Saison schafften es einzig die Werferinnen aus Reitland mit einem Unentschieden den Schweinebrückerinnen doch noch einen Punkt abzujagen. „Uns liegt das Schweinebrücker Pflaster besser noch als unsere Heimstrecke“, freute sich Wilma Wilksen schon auf den Wettkampf.