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Ergebnisse

© / Quelle: friesensport.de - Redaktion / 08.05.2004

Straßenboßeln FKV-Mannschaftsmeisterschaften:
Riesenjubel bei den Oldenburgern
Jugendwertung mit 5:5 unentschieden
Jugend: Schweinebrück und Grabstede sichern ausgeglichene Länderwertung
Senioren: Halsbek einziges siegreiches Oldenburger Team

von Ute Draschba

Die letztjährigen FKV-Meister der weiblichen Jugend B, Schweinebrück, holten sich auch in der weiblichen Jugend A den Titel.

Foto: Ute Draschba

Blomberg/Ostfriesland, Hoch zufrieden waren die Oldenburger nach dem zweiten Wettkampftag bei den Mannschaftsmeisterschaften im Straßenboßeln am vergangenen Sonntag (09.05.) im ostfriesischen Blomberg. Am Samstag führten die Ostfriesen die Jugendländerwertung noch mit 5:3 an. Doch die Oldenburger wussten um ihre starke A-Jugend aus Schweinebrück und Grabstede, die sich dann auch prompt gegen die ostfriesischen Landesmeister aus Ardorf und Schierumer-Leegmoor durchsetzten. Somit lautete die Jugendbilanz nach dem zweiten Wettkampftag 5:5 unentschieden.
Im Seniorenbereich konnte sich auf Oldenburger Seite am Sonntag nur das Männer IV-Team (über 65 Jahre) aus Halsbek erfolgreich behaupten. Mit Ihlowerfehn (Frauen über 45), Pfalzdorf (Männer über 45), Westerende Kirchoog (Frauen über 55 Jahre) und Blomberg (Männer über 65 Jahre)  gingen gleich  vier Seniorentitel an die Ostfrieslandvertreter. "Seit langer Zeit ging mit Neustadtgödens wieder ein Verein aus dem Kreisverband Wilhelmshaven an den Start", freute sich der FKV-Boßelobmann Frido Walter bei der Siegerehrung.
Hier die Ergebnisse und die Einzelheiten zum Wettkampf in den verschiedenen Altersklassen:
weibliche Jugend A:
Die Schweinebrückerinnen (45 Wurf 39 Meter) legten eine brillante Tour mit der Gummikugel hin. An der Wende führten die Werferinnen aus der Friesischen Wehde dann sogar mit 2 Schoet. Zur Hälfte der Rücktour mit der Holzkugel warf sich Ardorf (47 Wurf 24 Meter) nochmals an die "Lat'n rull'n"  Werferinnen heran.  Riesengroß war im Ziel dann der Jubel um die Schweinebrücker Betreuer Anke Bödecker und Gerd Hinrichs. Erneut hatten diese "Meistermacher" ihr Team bestens eingeschworen und holten nach dem FKV-Titel im letzten Jahr (B-Jugend)nd in der gleichen Besetzung im ersten A-Jugendjahr Gold.
männliche Jugend A:
Schirumer-Leegmoor (54 Wurf 16 Meter) hat in Ostfriesland in Sachen Jugendarbeit einen Namen. So waren die Grabsteder (49 Wurf und 51 Meter) gespannt darauf, ob sie den Aurichern Paroli bieten konnten. Um auf Nummer sicher zu gehen, ließen die Grabsteder zwei Stammwerfer, die sich zum Seminar auf der  Insel Juist befanden, sogar einfliegen. Bis zur Halbzeit legten die Grabsteder nur einen Wurf vor. Denkbar knapp, weiß man doch um die ostfriesische Stärke mit der Holzkugel. Doch mit Stefan Lehmann und Sascha Weiß boten die Grabsteder neben Kevin Dupiczak, Daniel Popken, Sascha Hemme und Thorsten Eilers zwei exzellente Holzspezialisten auf, so dass die Grabsteder den Vorsprung bis ins Ziel sogar auf 5 Wurf ausbauen konnten.
Frauen II

Zwischen Ihlowerfehn (42 Wurf 5 Meter) und Delfshausen (49 Wurf 82 Meter) waren die gewaltigen Powerwürfe der Werferinnen um Antje Ulferts aus Ihlowerfehn entscheidend. Delfshausen tat sich mit der einseitig überhöhten Boßelstrecke schwer. Mit 7 Wurf Vorsprung ging der Wettkampf nach Ostfriesland.
Männer II
Übermächtig war die Dominanz der Pfalzdorfer (117 Wurf 138 Meter)  Männer II. Die Mannen um Harm Henkel und Hans Walter glänzten mit ausgeglichenen Gruppenergebnissen und nahmen Langendamm (132 Wurf 175 Meter) in der Holzgruppe 8 Wurf und in der Gummigruppe 7 Wurf ab.
Frauen III
Gute Stimmung herrschte zwischen Westerende-Kirchloog (48 Wurf 98 Meter) und Neustadtgödens (55 Wurf 60 Meter) trotz des schlechten Wetters. Die Gödenserinnen mit Meta Dierks, Irmtraut Meyer, Inge Kästner, Edeltraut Sperwien und Annegret Otten konnten mit der Holzkugel noch ganz gut mithalten, hatten allerdings mit der Gummikugel bereits zur Halbzeit einen Rückstand von 5 Wurf. Die Werferinnen aus Westerende-Kirchloog fuhren ein ziemliches Kaliber auf und gingen sogar mit einem Wurf vor Delfshausen (Frauen II) über die Ziellinie.
Männer III
Völlig von der Rolle waren die Spohler im Vergleich gegen den Ostfrieslandmeister aus Blomberg. Gerade bei den zuverlässigen Routiniers Heinrich Siemen und Günther Heinen lagen die Nerven blank. Kaum ein Wurf passte, so dass schon in der Spohler Paradedisziplin (Gummi) ein Rückstand von 3 Wurf an der Wende die Meisterschaftsträume zunichte machte. Insgesamt siegten die Blomberger mit 7 Wurf.
Männer IV
Nur die Männer über 65 Jahre aus Halsbek (47 Wurf 49 Meter) ließen sich auf Oldenburger Seite in den Seniorenklassen nicht beirren und warfen in gewohnter Manier gegen Ostfrieslands Nummer eins aus Burhafe (50 Wurf 70 Meter) auf. Überraschend stark setzten sich Wilhelm Fierdag, Johann van Düllen und Gerd Grünjes sogar mit der Holzkugel in Szene und entschieden den Wettkampf mit 3 Wurf Vorsprung für sich.

 

© / Quelle: Frido Walter / 10.05.2004

Pfalzdorf landet 15 Wurf Kantersieg

FKV – Mannschaftsmeisterschaften:

Gold für Halsbeker Altcracks

Starker Auftritt der A–Jugend Teams des KLV Oldenburg

Ihlowerfehn und Westerende/Kirchloog bestimmen das Geschehen in den Altersklassen

von Frido Walter

Pfalzdorfs Männer-II holten sich überlegen den FKV-Meistertitel gegen Oldenburg-Meister Langendamm-Dangastermoor.

Foto: Gerold Meischen

fwa    Blomberg. Als der Halsbeker Gerd Grünjes zum Abschluss der Siegerehrung im vollbesetzten "Dörpkroog" von Blomberg die traditionell gesungenen Nationalhymnen beider Landesverbände musikalisch mit seinem Akkordeon begleitete, durften alle Akteure mehr oder weniger zufrieden mit einer Gold- oder Silbermedaille den Heimweg antreten. Die insgesamt sieben Alterklassen des Sonntags ließen sich durch einsetzenden Regen während der Wettkämpfe kaum irritieren.   

Der Landesverband Ostfriesland konnte zwar seinen Heimvorteil mit insgesamt elf Siegen umsetzten, musste jedoch die sehr gute Nachwuchsarbeit des Landesverbandes Oldenburg neidlos anerkennen. Die Gäste gewannen in den von Fairness geprägten Wettkämpfen fünf Titel im Jugendbereich und ein FKV-Gold durch die Halsbeker Männer IV -Mannschaft.

In seiner Ansprache als erster Vorsitzende des Friesischen Klootschießer Verbandes (FKV) lobte Jardo Tapper, der zusammen mit seiner Männer III-Mannschaft die Fahne des Kreisverbandes Esens hochhielt, nicht nur das Engagement aller Friesensportler, sondern warb zugleich für die unmittelbar bevorstehende Meica-Boßel-Euro in Westerstede.

Relativ deutliche Ergebnisse bestimmten den zweiten Wettkampftag. Für die knappste Entscheidung zeigte sich die weibliche Jugend A zuständig. Ardorf konnte schon auf der Hintour nicht ganz die Leistung der Landesmeisterschaften abrufen. Und traf zudem auf einen Gegner, der sich auch von den Blomberger Kurven nicht aus der Bahn werfen ließ. Schweinebrück gewann am Ende verdient mit 2,015 Wurf den FKV-Titel.

In der männlichen Kategorie trennten Sch.-Leegmoor und Grabstede zur Halbzeit nur ein Wurf.  Mit der Holzkugel verloren die Auricher zusehens ihren Rhythmus. Zugleich sahen sie jedoch auch ein entfesselt aufwerfendes Team um die EM-Starter Kevin Dupiczak und Daniel Popken, die mit 5,035 Wurf diese Hürde bravourös meisterten.

In Männer II konnte Pfalzdorf die empfindliche Vorjahresniederlage deutlich korrigieren. Langendamm/Dangastermoor war dem ostfriesischen Meister in allen Belangen unterlegen. Nach verhaltenem Start genügte den Aurichern eine insgesamt durchschnittliche Leistung, um mit 15 Wurf den Kantersieg des Tages zu landen. 

In selbiger Deutlichkeit spazierten Ihlowerfehn und Westerende/Kirchloog in Frauen II und III zum FKV-Titel. Delfshausen stand von Anfang an unter Druck und geriet bereits auf der Hintour mit sechs Wurf kräftig in Rückstand. Ihlowerfehn ließ auf der Rücktour nichts mehr anbrennen und bestätigte mit sieben Wurf eindrucksvoll den Landestitel des Ligenspielbetriebs.

Ebenso glänzend aufgelegt zeigte sich Westerende/Kirchloog. Neustadtgödens sah bei fünf Wurf Rückstand auf der Wende zeitig die Felle davonschwimmen. Das Team von Marianne Harms kam bis auf drei Meter an das Resultat auf Landesebene heran und schaffte praktisch eine Punktlandung. Letztlich waren auch die Wilhelmshavenerinnen trotz der 7,038 Wurf nicht unzufrieden, standen sie doch erstmals im FKV - Finale der Frauen III.

Blomberg hielt in Männer III den Erwartungen des gastgebenden Kreisverbandes stand. Spohle traf auf einen insgesamt konzentriert agierenden Kontrahenten, der auf der langen Geraden sein gesamtes Potenzial ausspielte. H. Siemen und Co. hatten nach drei Wurf Rückstand zur Wende im Ziel deutliche sieben Wurf zu quittieren.

Für die Entscheidung bei den "Altcracks" tippten viele Experten im Vorfeld auf Halsbek als neuen FKV-Meister, obwohl Burhafe dem großen Favoriten Berumbur auf Landesebene ein Bein gestellt hatte. "Muisker" Gerd Grünjes und sein Team erwischten einen sehr guten Tag. Burhafe konnte insbesondere auf der Hintour sein Landesergebnis nicht bestätigen. Im Ziel hatte sich Halsbek, der unter anderem auch mit FKV- Sponsor Johann van Düllen antrat, mit drei Wurf die FKV-Meisterschaft wahrlich verdient.