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Ergebnisse

© / Quelle: Frido Walter / 09.05.2004

Nachwuchs liefert offenen Schlagabtausch 

 FKV – Mannschaftsmeisterschaften, Jugend:

Grandiose Siege für Neu – Ekels und Dietrichsfeld

KLV Oldenburg dreimal erfolgreich

Enttäuschte Jugend C von Willen fehlt bei der Siegerehrung

von Frido Walter

Groß die Freude beim neuen FKV-Meister Wiesede in der weiblichen Jugend D.             Foto: Ute Draschba

fwa   Blomberg. Der erste Tag der Mannschaftsmeisterschaften des Friesischen Klootschießer Verbandes (FKV) stand ganz im Zeichen der Jugend. Im Vorfeld der anstehenden Meica Boßel Euro zeigten die Nachwuchstalente, die vielleicht später einmal den FKV international vertreten,  teilweise tollen Friesensport. Dabei lieferten sich die gastgebenden Ostfriesen einen offenen Schlagabtausch mit den Gästen aus Oldenburg.

Die Mitglieder vom FKV-Arbeitsausschuss verbrachten auf fünf Strecken einen ruhigen Nachmittag. Aufgrund der Vorgaben des Landes-, beziehungsweise Kreisverbandes verliefen die Wettbewerbe rund um Blomberg reibungslos. Der erste Vorsitzende des FKV, Jardo Tapper fand auf der anschließenden Siegerehrung ausschließlich lobende Worte sowohl für Aktive als auch deren Betreuer. Einziger Wehrmutstropfen war das Fehlen der männliche  C-Jugend von Willen bei der Siegerehrung. Man muss auch verlieren können. Dieses Verhalten löste nicht nur bei Boßelobmann Frido Walter reichlich Unverständnis aus, sondern wurde vom gesamten Publikum im Blomberger Schützenhaus missbilligt.   

Zwei für sehr gute Nachwuchsarbeit bekannte Vereine lieferten sich in der weiblichen Jugend E ein spannendes Match. Schirumer-Leegmoor verzeichnete auf der Wende einen Vorsprung von 46 Meter. Im Ziel jedoch hatten die Auricher mit 58 Wurf genau neun Wurf mehr benötigt als auf Landesebene. Spohle "roch" förmlich den Braten und sicherte sich mit 56 Wurf die erste FKV-Krone des Tages. In der männlichen Jugend E war Titelverteidiger Moorburg/Hollriede diesmal ohne jede Chance. Dietrichsfeld verbrauchte mit 50 Wurf zwar auch deutlich mehr Würfe als zuletzt, gewann aber mit 8 Wurf und 26 Meter souverän den FKV-Titel.

Wiesede steigerte sich in der weiblichen Jugend D gegenüber den Landestitelkämpfen um zwei Wurf. Zuviel auch für Waddens, die sich glatt mit fünf Wurf geschlagen geben mussten. Der zweite Titelverteidiger von 2003 sah auf der männlichen Seite zur Wende mit drei Wurf-Rückstand schon wie der sichere Verlierer aus. Doch Grabstede wusste sich zu steigern und forderte Ostermoordorf bis zum letzten Wurf. Die Norder benötigten mit 50 Wurf einen ganzen Durchgang mehr und gewannen dennoch knapp mit einem Wurf Vorsprung die FKV-Krone.

Die Jugend C-Klassen sorgten für die deutlichste und die spannendste Entscheidung. Im weiblichen Bereich knüpfte Neu-Ekels in etwa an die sehr starken Leistungen der Landesmeisterschaften an. Damit war Roggenmoor/Klauhörn hoffnungslos überfordert. Mit totale 13 Wurf und 41 Meter feierte Neu-Ekels zum Saisonabschluss einen grandiosen Sieg. Die männlichen Kollegen sorgten für weitaus mehr Spannung. Willen erarbeitete sich bis zur Wende einen knappen Vorteil von 113 Meter. Kreuzmoor blieb auch auf der Rücktour jederzeit dran. Willen versiebte hier laut Aussage des Kontrahenten beste Möglichkeiten. Schon deshalb war der Titelgewinn für Kreuzmoor mit 56 Wurf und 183 Meter (117 Meter-Vorsprung) nicht unverdient und begründet keineswegs das Fernbleiben der Wittmunder bei der Siegerehrung.

Neben Wiesede schaffte auch Fahne in der weiblichen Jugend B eine erhebliche Steigerung zu den Landesmeisterschaften. Bereits mit der Gummikugel setzten die Auricher die Akzente, während genau hier die Betreuer Crew von den Spohler Mädchen die Konstanz vermisste. Auf der Rücktour schien Spohle noch einmal heran zu kommen. Doch im Ziel war Fahne clever genug, mit vier Wurf Vorsprung verdient FKV-Meister zu werden. Die männliche Jugend B von Osterforde setzte von Beginn an das Nachwuchsteam von Hage unter Druck. Zwei Wurf für die Gäste auf der Wende waren die logische Konsequenz. Die Norder kamen zwar anschließend noch etwas heran, mussten jedoch dem Oldenburger Meister den Vortritt lassen. Osterforde gewann bis auf vier Meter mit einem Wurf die FKV-Meisterschaft 2004. 

 

© / Quelle: friesensport.de - Redaktion / 08.05.2004

Straßenboßeln FKV-Mannschaftsmeisterschaften:
Ostfriesland führt mit 5:3 im Ländervergleich gegen Oldenburg
Erster Wettkampftag geht knapp an Ostfriesland

Spohle, Kreuzmoor und Osterforde holen Gold für Oldenburg
von Ute Draschba

Dietrichsfelds männliche Jugend E zeigte wenig Respekt vor Titelverteidiger Moor-burg-Hollriede und holte sich den FKV-Titel.

Foto: Gerold Meischen

Blomberg/Ostfriesland. Bestens zufrieden war Johann Hasselhorst, Vorsitzender des Klootschießerlandesverbandes Oldenburg e.V mit dem Abschneiden der oldenburgischen Jugendteams am Samstag (8. Mai) im ostfriesischen Blomberg bei den Mannschaftsmeisterschaften des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV). Mit Spohle (weibliche Jugend E), Kreuzmoor (männliche Jugend C) und Osterforde (männliche Jugend B) entschieden gleich drei oldenburgische Mannschaften den Vergleich Ostfriesland gegen Oldenburg für sich. "Gerade die ungewohnten typisch ostfriesischen Boßelstrecken haben es für unsere Landesmeister in sich", so Hasselhorst.  Auf ostfriesischer Seite behaupteten sich mit Dietrichsfeld (männliche Jugend E), Wiesede (weibliche Jugend D), Ostermoordorf (männliche Jugend D), Neu-Ekels (weibliche Jugend C) und Fahne (weibliche Jugend B) sogar fünf Jugendmannschaften. Damit ging Ostfriesland nach dem ersten Wettkampftag  im Ländervergleich denkbar knapp mit 5:3 Titeln in Führung. Der ostfriesische Boßelobmann Rainer Behrens war begeistert vom Abschneiden der E-Jugend aus Dietrichsfeld, die sich selbstbewusst mit 8 Schoet über den Vorjahresmeister Moorburg-Hollriede durchsetzten. Mit dem besten Tagesergebnis lief die C-Jugend aus Neu-Ekels ins Ziel. Sensationelle 13 Schoet nahmen die ostfriesischen Nachwuchstalente den Werferinnen aus Roggenmoor-Klauhörn ab und wurden zum dritten Mal in dieser Besetzung FKV-Meister. Im Ländervergleich der Jugendklassen hoffen die Oldenburger nach der noch ausstehenden A-Jugend-Wertung jetzt sogar auf ein Unentschieden. Gerade die Grabsteder A-Jugend mit  Kevin Dupiczak, Daniel Popken, Sascha Hemme, Thorsten Eilers sowie den Holzspezialisten Stefan Lehmann und Sascha Weiß sind neben den Schweinebrücker A-Jugend-Werferinnen die Oldenburger Hoffnungsträger für den zweiten Wettkampftag am Sonntag (9. Mai).

Die Ergebnisse und Einzelheiten zum ersten Wettkampftag:
weibliche Jugend E
Ein dramatisches Match lieferten sich die Jüngsten aus Schirumer-Leegmoor (58 Wurf 27 Meter)  und Spohle (56 Wurf 5 Meter). Bis zu den letzten fünf Würfen trennten die beiden Mannschaften nur wenige Meter. Im Ziel wurde der Spohler Trainingsfleiß von Yasmin Arends, Wiebke Thormählen, Jana Mahn, Vanessa Pieper und Kira Müller dann mit der Goldmedaille belohnt.  Bestens wurden die Spohler Werferinnen von den Betreuerinnen auf das ostfriesische Terrain vorbereitet und kamen sehr gut mit dem "höher Laufen" zurecht.
männliche Jugend E
Dietrichsfeld (50 Wurf 42 Meter) ließ sich von dem großen Namen Moorburg-Hollriede (58 Wurf 16 Meter) nicht schocken. Selbstbewusst machte das ostfriesische Paradeteam schon bis zur Wende den Wettkampf klar. Im Ziel war der Jubel groß, denn immerhin nahmen die  Dietrichsfelder dem Vorjares-FKV-Meister 8 Wurf  ab.
weibliche Jugend D
In der D-Jugend dominierte Wiesede (42 Wurf 4 Meter) vom ersten bis zum letzten Wurf  gegen Waddens (47 Wurf) den Wettkampf. Die ehrgeizigen Werferinnen wurden vom Betreuerteam bestens eingeschworen, so dass sich die Waddenserinnen trotz tatkräftiger Unterstützung durch Käkler und Mäkler im Ziel mit 5 Wurf geschlagen geben mussten.
männliche Jugend D
Mit der Gummikugel waren die Ostermoordorfer nicht zu übertreffen und sicherten sich auf der Hintour zeitweise sogar 4 Schoet. Die Grabsteder (51 Wurf 91 Meter) hatten sich zurück mit Holz an das schwierige Streckenprofil gewöhnt und konnten sich durch kraftvolle Würfe noch bis auf einen Wurf an die Ostermoordorfer (50 Wurf 36 Meter) heranarbeiten.
weibliche Jugend C
Was die C-Jugend aus Neu-Ekels (42 Wurf und 125 Meter) gegen Roggenmoor-Klauhörn (55 Wurf und 84 Meter) aufbot war schon sensationell.  Zum dritten Mal wurden die erfolgsverwöhnten Werferinnen aus Neu-Ekels in dieser Besetzung FKV Meister. Eine Erfolgsstory die Zukunft hat. 
männliche Jugend C
Lange Zeit sah es nach einen Sieg für Willen (56 Wurf und 66 Meter) aus, die zeitweise bis zu drei Wurf Führung hatten. Doch die Kreuzmoorer Cedric Addicks, Finn Hanke, Stefan Runge, Tobias Müller und Manuel Runge überstanden wurfgewaltig die Rücktour mit der Holzkugel. Gerade mal mit 117 Meter drehten die Kreuzmoorer (56 Wurf und 183 Meter) den Wettkampf noch um und wurden FKV-Meister.
weibliche Jugend B
Die Werferinnen aus Fahne legten eine glänzende Hintour mit der Gummikugel hin. Die  Spohlerinnen drehten dann mit der Holzkugel auf der kurvenreichen Strecke gewaltig auf. Fahne präsentierte sich den gesamten Wettkampf in traumhafter Meisterschaftsform und absolvierte die Strecke mit fünf Wurf besser als bei den ostfriesischen Landesmeisterschaften. Am Ende siegte Fahne mit 43 Wurf und 17 Meter über Spohle mit 47 Wurf.
männliche Jugend B
Lange mussten die Osterforder auf einen so großen Erfolg in der Vereinsgeschichte warten. Mit Henning Janßen, Jens Schweers, Maik Hansing, Philipp Brunzel, Sebastian Dorn und Jonas Tetzlaff hat das B-Jugend-Team um die Betreuer Heino Wulff und Andreas Schweers auf ostfriesischem Boden  Vereinsgeschichte geschrieben. Von Anfang an dominierte das Wehde Team im Vergleich gegen Hage. Zeitweise betrug der Vorsprung zwei Schoet. Im Ziel trennten beide Mannschaften gerade mal 1 Wurf. Hage ging mit 50  Wurf und 25 Meter über die Ziellinie und Osterforde mit 49 Wurf und 21 Meter.