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Kurier:
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Herr Walter,
sind die besten Boßler aus Ostfriesland und Oldenburg für die EM im
Mai in Westerstede gewappnet? |
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Walter:
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Das glaube ich schon. Bei den
sieben Frauen, die quasi schon für die EM feststehen, bieten wir als
Gastgeber die Creme des FKV auf. Dazu zählt auch die
Westermarscherin Simone Davids. Diese sieben Werferinnen gehören von
ihrer Wurfstärke und von ihrer Sicherheit zur EM. Das Team ist
eine der stärksten Truppen, die wir bei der EM an den Start bringen. |
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Kurier:
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Wie schätzen
Sie das Männer-Team des FKV ein? |
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Walter:
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Wenn ich auf die zwölf Werfer
schaue, die vor der letzten Ausscheidung die vorderen Plätze
einnehmen, haben wir auch dort eine schlagkräftige Truppe zusammen.
Viele erfahrene Werfer sind dabei. Für den Westeraccumer Robert
Djuren steht die Premiere im EM-Boßeln an. |
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Kurier:
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Der ehemalige
Jugend-Europameister Ralf Look aus Großheide ist ein Wackelkandidat. |
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Walter:
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Das wundert mich eigentlich. Er
hat sich intensiv vorbereitet. Das Zeug zum EM-Ticket hat er und die
Chance dazu als Neunter natürlich auch. |
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Kurier:
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Gibt es
Überraschungen? |
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Walter:
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Die Leistungen der
Jugendwerferin Maike Meyer aus Berumerfehn sind sehr beeindruckend.
Sie ist für mich eine Bank bei der EM. Das gilt auch für die
Grabsteder Talente Kevin Dupiczak und Daniel Popken. Problematisch
könnte bei ihnen die Mehrfachbelastung werden, da sie auch in den
anderen EM-Disziplinen starten. |
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Kurier:
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Wie ist das
Phänomen Harm Henkel als 49-jähriger EM-Starter zu erklären? |
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Walter:
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Dass er nach wie vor ein guter
Boßler ist, bleibt unbestritten. Die EM-Strecke in Halsbek als
Finger-Straße kommt ihm entgegen. Henkel und der 48-jährige Helmut
Janssen sind die beiden ältesten Werfer in unserem EM-Team. |
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Kurier:
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Welcher
EM-Kandidat fällt für Sie überraschend aus dem Mannschaftskreis? |
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Walter:
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Ich habe Umschläge angefertigt
und an meine Pinnwand geheftet mit meinen Kandidaten für die Frauen-
und Männerteams des FKV bei der EM. Einer davon ist Holger Wilken,
der Bronze-Medaillengewinner von Irland. Mich verwundert, dass er
als guter Boßler nicht mithalten und keinen einzigen Punkt landen
konnte. Allem Anschein nach liegt ihm die Straße in Halsbek nicht. |
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Kurier:
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Die
Punktgewinne im Ranglistenboßeln führen zur EM. Wie hart ist diese
Rangliste? |
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Walter:
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Wichtig ist, dass man während
der zehn Ausscheidungswerfen über Monate hinweg konstant seine
Leistungen bringt. Das macht einen Top- Boßler aus. Ende September
2003 haben die EM-Kandidaten mit der Eisenkugel ihre
Ausscheidungswerfen begonnen. Am 17. April steht das Finale an. |
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Kurier:
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Sind die
FKV-Männer aufgrund dieser langen Vorbereitung auf der EM-Strecke in
Halsbek automatisch die EM-Favoriten? |
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Walter:
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Nein. Ich glaube, wir werden in
Halsbek eine Europameisterschaft auf der Straße erleben, wie es sie
noch nie gegeben hat. Von den 50 startenden Männern aus den fünf
Verbänden konnte man bisher ein Dutzend Favoriten herauspicken. In
Halsbek wird mehr als die Hälfte der Starter Medaillenchancen haben.
Unser FKV-Team wird eine gute Rolle bei der Vergabe der Einzel- und
Mannschaftstitel spielen. Bei allen sieben Kaderwerfen der Männer
aber hatten wir sieben verschiedene Sieger. Die Streuung war und
bleibt groß. Auf der Halsbeker Straße mit ihren drei Kurven ist
vieles möglich. |
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Kurier:
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Wie fair ist
die EM-Strecke zu den Werfern? |
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Walter:
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Ich habe schon Strecken erlebt,
die fairer waren. Die Nachwehen der Straßenarbeiten sind immer noch
zu spüren. Die Straße ist aber auf alle Fälle würdig für eine EM.
Auch die mitfavorisierten Spezialisten aus Irland haben das bei der
offiziellen Streckenbegehung betont. |
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Kurier:
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Wie werden die
Rollen verteilt sein? |
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Walter:
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Für mich sind die Iren der
Favorit Nummer eins auf den Titel bei den Männern.Wir haben aber
eine gute Chance. Bei den Frauen sowie bei der weiblichen und
männlichen Jugend bin ich besonders optimistisch, dass der FKV dort
etwas reißt. Da sind unsere Teams sehr gut. |
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Kurier:
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Wie lauten die
Streckenrekorde in den Hauptklassen? |
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Walter:
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Die halten Jörg Gronewold mit
1985 Metern und Marion Rocker mit 1627 Metern. |
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Kurier:
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Wie weit muss
der neue Europameister werfen? |
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Walter:
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Es gibt die Meinung, dass vor
dem Ergebnis eine Zwei stehen muss. Dem ist nach meiner Einschätzung
nicht so. Wer, je nach Witterungsbedingungen, mehr als 1800, 1900
Meter wirft, ist im Medaillenbereich. |
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Kurier:
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Sie haben als
bisher einziger FKV-Werfer 1996 im niederländischen Gesteeren
EM-Gold auf der Straße gewonnen. Wie lautet Ihr Erfolgsgeheimnis? |
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Walter:
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Ich bin ein Wettkampftyp und
kann mich auf den großen Moment konzentrieren. Ob dann 1000 oder
8000 Besucher zuschauen, schalte ich aus. Mein erstes Ziel ist erst
einmal eine gute Leistung für die Mannschaft. |
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Kurier:
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Was ist das
für ein Gefühl, als Europas Nummer eins gefeiert zu werden? |
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Walter:
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Diesen Moment
habe ich immer noch im Hinterkopf. Das war wunderbar vor acht
Jahren. Aber trotzdem muss man auf dem Teppich bleiben und sich
immer wieder neu fordern. |
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