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/ Quelle: friesensport.de-Redaktion
/ 23.03.2004
Boßeln / Saison 2003-2004
Saisonrückblick
Boßel-Punktspielbetrieb
Landesliga Männer:
Spohle triumphiert - Westerscheps verpasst
Titel nur knapp
Landesliga Frauen:
Gründungsmitglied Bredehorn steigt ab
Verbandsliga Nord/West Männer:
Zetel-Osterende widerspricht allen
Skeptikern
Verbandsliga Süd/Ost Männer:
Altjührden verspielt Landesligaaufstieg
Verbandsliga Frauen:
Wiefels feiert Titel und Landesligaaufstieg
von Gerold Meischen
Oldenburg.
Im September 2003 fassten die Kreisdelegierten des
Klootschießerlandesverband Oldenburg e.V. (KLV) den Beschluss, ab der
Saison 2004/2005 (Start im September 2004) die Ligenanzahl zu reduzieren
und Seniorenligen für Frauen-II, Männer-II und Männer-III einzuführen.
Zusätzlich sind zur Saison 2004/2005 wesentliche Veränderungen im
Boßel-Mannschaftssport aus der Delegiertenversammlung im Friesischen
Klootschießerverband e.V. (FKV) umzusetzen. Insbesondere die Reduzierung
der Gruppenstärke von fünf auf vier Werfer/-innen hat wesentlichen
Einfluss auf die Planungen zur neuen Saison. Unter diesen Vorzeichen
starteten die Aktiven am 05.10.2003 die letztmalig eine Saison unter den
seit Gründung im Jahre 1974 (Männer) bzw. 1983 (Frauen) nahezu
unveränderten Bedingungen. Die Saison sollte nicht nur die Meisterschafts-
und Abstiegsfragen klären, sondern auch über den Verbleib in den
überregionalen Ligen im KLV für die teilnehmenden Vereine klären. Neben
den erwarteten Spielausgängen und Tabellenpositionen sorgten etliche
Spielausgänge für überraschende Wendungen in den einzelnen Ligen, sowohl
in positiver als auch negativer Hinsicht.
In der Landesliga/Männer setzte sich
nach knapper Entscheidung Titelverteidiger Spohle erneut an die Spitze.
Die Landesliga/Frauen erlebte die Renaissance des Serienmeisters der
90er-Jahre, Reitland. Cleverns dominierte die Verbandsliga
Nord-West/Männer überlegen, während in der Verbandsliga Süd-Ost/Männer
über die gesamte Saison kein Team eine eindeutige Vormachtstellung
einnehmen konnte und mit Haarenstroth den Meister ermittelte. Liganeuling
Moorriem sorgte in der Verbandsliga/Frauen lange Zeit für Furore und
peilte den direkten Durchmarsch in die Landesliga an, bevor am Ende die
Luft ausging und Wiefels Titel und Aufstieg einfuhr.
Männer
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Spohle verteidigte nach hartem Kampf den
Titel. |
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Reitlands Moral wurde zu Saisonbeginn
durch knappste Niederlagen gebeutelt und besiegelte den Abstieg. |
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Westerscheps unterlag erst um
Schlussspurt Titelver-teidiger Spohle. |
Landesliga
Die Saisonvorschau war insbesondere
geprägt von den Überlegungen über mögliche Kräfteverschiebungen in der
Liga durch den Aderlass von Serienmeister Halsbek. Zur Saison kehrten acht
Aktive der ersten Mannschaft den Rücken - sieben Aktive blieben der
Landesliga erhalten und steuerten die Ligakonkurrenten Schweinebrück (5)
und Westerscheps (2) an. Die Saison startete mit einem Paukenschlag:
Titelverteidiger Spohle musste am gleich am ersten Spieltag eine herbe
4:16-Niederlage in Westerscheps eingestehen und fand sich am Ende der
Eröffnungstabelle wieder. Die beiden Aufsteiger Grabstede und Reitland
mussten knappe Heimniederlagen im Meterbereich hinnehmen, die einen
starken Saisonauftritt vermuten ließen. Grabstede gelang am nächsten
Spieltag gar ein überraschender Auswärtssieg in Kreuzmoor, während
Reitland deutlich bei Meister Spohle die Segel streichen musste.
Westerscheps überzeugte erneut und siegte in Halsbek. Am vierten Spieltag
trafen die aus den drei Auftaktrunden einzig ungeschlagenen Teams
Schweinebrück und Westerscheps in Schweinebrück aufeinander. Schweinebrück
nutzte den Heimvorteil und schlug dank einer überzeugenden Holz-I den
Gegner deutlich und übernahm die alleinige Tabellenführung. Am vierten
Spieltag spaltete sich die Liga endgültig in zwei Lager. Oben mit
Schweinebrück, Spohle, Westerscheps und Halsbek vier Teams mit
Titelambitionen; in der unteren Hälfte Kreuzmoor, Grabstede, Reitland und
Ruttel im Wettstreit gegen den Abstieg. Schweinebrück konnte sich nicht
lange an der Spitze sonnen und verlor die letzten beiden
Hinrundenbegegnungen in Halsbek und daheim gegen Spohle, das zum Ende der
Hinrunde die Spitze punktgleich mit Westerscheps vor Schweinebrück und
Halsbek übernehmen konnte. Mit dem Hinrundenende deutete sich bereits
deutlich an, das Aufsteiger Reitland und überraschend Ruttel dem Anspruch
in der Liga nicht gewachsen waren. Insbesondere das Heimunentschieden von
Ruttel gegen Reitland im Kellerduell ließ die Alarmglocken in Ruttel
deutlich klingeln.
Wie zum Hinrundenauftakt sorgte
Westerscheps auch zum Rückrundenauftakt für den ersten Paukenschlag:
Erstmals verlor Titelverteidiger Spohle einen Heimwettkampf und überließ
Westerscheps erneut die Führung. Verfolger Schweinebrück nutzte die Gunst
der Stunde und fuhr wie zu Beginn der Saison Sieg um Sieg ein, diesmal
allerdings in der Höhe entscheidend deutlicher. Am zehnten Spieltag das
erneute Aufeinandertreffen der punktgleichen Tabellenführer Westerscheps
und Schweinebrück in Westerscheps. Erneut überzeugte Schweinebrück und
brachte Tabellenführer Westerscheps die zweite Saisonniederlage bei. Die
Spitze konnte Schweinebrück erneut nicht lange halten, denn erneute
Niederlagen daheim gegen Halsbek und in Spohle zum Saisonabschluss
bedeuteten in der Endabrechnung den dritten Platz vor Halsbek.
Westerscheps und Spohle gingen im Gleichschritt auf die Zielgerade. Einen
Zwischenspurt legte Spohle am vorletzten Spieltag mit einem Kanterheimsieg
gegen Kreuzmoor hin, den Westerscheps nur mit einem knappen Heimsieg gegen
Grabstede kontern konnte und über das Schoetverhältnis vor dem Schlusstag
die Führung an Spohle abgab. Im Saisonfinale konnten die Rollen nicht
besser verteilt sein: Spohle setzte sich knapp gegen Schweinebrück daheim
in Szene, während Westerscheps mit einem deutlichen Heimsieg gegen
Reitland zu Spohle auch im Schoetverhältnis wieder aufschloss. Am Ende
schlug das Pendel mit einem um sechs Schoet besseren Resultat zu Gunsten
Spohle aus und stellte Spohle als erfolgreichen Titelverteidiger fest. In
der unteren Tabellenhälfte mit Grabstede, Kreuzmoor, Reitland und Ruttel
fiel die Entscheidung auf den beiden Abstiegsplätzen früh in der Rückrunde
mehr. Reitland haderte wie so oft im Saisonverlauf mit denkbar knappen
Niederlagen und musste den Abstieg quittieren. Ruttel, zuvor fünf
Spielzeiten in der oberen Tabellenregion angesiedelt, gelang kein
Aufbäumen mehr und mit nur einem Punkt auf der Habenseite war der Abstieg
früh besiegelt.
In der kommenden Saison startet die
Landesliga mit 10 Mannschaften. Zu den sechs Landesligisten Spohle,
Westerscheps, Schweinebrück, Halsbek, Grabstede und Kreuzmoor gesellen
sich die Aufsteiger Cleverns, Zetel-Osterende (beide Nord-West),
Haarenstroth und Torsholt (beide Süd-Ost).
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Cleverns dominierte die Verbandsliga
nach Belie-ben und sicherte sich überlegen Titel und Aufstieg. |
Verbandsliga Nord-West
Landesligaabsteiger Cleverns wurden zu Saisonbeginn beste Chancen auf den
sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga zugesprochen (am Saisonende
steigt neben dem Meister auch der Vize-Meister in die Landesliga auf).
Dahinter ein Verfolgerfeld mit Zetel-Osterende, Sandelermöns und Garms.
Cleverns wurde den Prognosen gerecht und reihte über den gesamten
Saisonverlauf Sieg an Sieg. Doch nicht Zetel-Osterende, Sandelermöns oder
Garms spielten sich als ärgste Widersacher in den Vordergrund. Bredehorn,
in der Vorsaison mit eher unauffälligen Ergebnissen gesegnet, legte einen
furiosen Saisonstart hin und fegte Titelaspirant Sandelermöns in Möns mit
29:0 von der Bahn. Weitere Siege in Folge festigten die punktgleiche
Tabellenführung mit Cleverns. Am fünften Spieltag die erste Wende:
Cleverns entführt mit einem 4:3-Sieg in Bredehorn die Tabellenführung und
gibt sie bis zum Ende nicht mehr her. Bredehorner Souveränität erlebt am
nächsten Spieltag einen weiteren Dämpfer mit der Auswärtsniederlage beim
direkten Aufstiegskonkurrenten Zetel-Osterende. Zetel-Osterende ist nur
schleppend aus den Startlöchern gekommen. Statt klarer Sieger trüben am
Hinrundenende bereits zwei Niederlagen die Bilanz. Garms kommt an die
guten Vorstellungen der Vorsaison nicht mehr heran und verabschiedet sich
früh aus dem Rennen um Titel und Aufstieg. Noch ärger die Situation beim
ex-Landesligisten Sandelermöns. Sandelermöns entwickelt sich zum
gerngesehenen Gegner, hagelt es doch regelmäßig deutliche Niederlagen für
den einstigen Aufstiegsaspiranten. Bereits zur Halbzeit ist die rote
Laterne in Sandelermöns sicher verwahrt. Die Rückrunde sieht einen
weiterhin überlegenen Tabellenführer Cleverns, der von Sieg zu Sieg eilt
und jedem Gegner eine Dominanz nach Belieben präsentiert. Der Aufstiegszug
nimmt in Zetel-Osterende sichere Fahrt auf und sieht nur noch Bredehorn
als ernsthaften Konkurrenten. Die Vorentscheidung scheint mit der
Bredehorn-Niederlage in Förrien-Minsen gefallen, auch wenn Zetel-Osterende
in Garms nur ein Unentschieden erreichen kann. Spannung kommt nochmals auf
durch den Bredehorn-Sieg am vorletzten Spieltag daheim gegen
Zetel-Osterende, das am letzten Spieltag den ungeschlagenen Tabellenführer
Cleverns zu Gast hat und mit einer weiteren Niederlage den Aufstieg doch
noch Bredehorn überlassen muss. Doch das Unmögliche gelingt:
Zetel-Osterende bringt daheim am letzten Spieltag Cleverns überraschend
eine Niederlage bei und behält den Aufstiegsplatz. Bredehorn bleibt nur
der gemeinsame Gang mit Garms und Förrien-Minsen in die neue eingleisige
Bezirksliga. Bohlenbergerfeld, Bockhorn und Tabellenschlusslicht
Sandelermöns starten in der kommenden Saison in der neuen Bezirksklasse
Nord-West.
Verbandsliga Süd-Ost In der Saisonprognose spielte Landesligaabsteiger
Torsholt die Hauptrolle für Titel und sofortigen Wideraufstieg. Dahinter
wurde Vize-Meister Stapel eine entscheidende Mitsprache um den zweiten
Aufstiegsplatz zugetraut. Der Saisonauftakt verlief wie erwartet und sah
Torsholt auf Anhieb an der Spitze, gefolgt von Stapel, Haarenstroth und
dem überraschend starken Aufsteiger Rosenberg. Doch der Auftakt trog.
Einzig Haarenstroth, in der Vorsaison dem Abstieg knapp entronnen,
überzeugte mit Siegen in Serie. Torsholt überraschte mit auffälliger
Auswärtsschwäche und verlor wichtige Punkte. Stapel blieb nach dem
Auftaktsieg in den Startlöchern hängen und hangelte sich in den
Tabellenkeller. Halsbek-II, geschwächt durch Abgabe von Hauptkräften an
die erste Mannschaft, stand von Anfang an in der Liga auf verlorenem
Posten und verließ das Tabellenende nicht mehr. Zur Halbzeit setzte sich
Haarenstroth mit deutlichen Vorsprung vor überraschend Altjührden an die
Spitze. Begünstigt wurde dieser Vorsprung durch einen 20:0-Sieg am grünen
Tisch gegen Langendamm-Dangastermoor, das den ursprünglichen 4:3-Heimsieg
gegen Haarenstroth vom FKV-Sportgericht in zweiter Instanz in eine
Niederlage gewandelt bekam. Haarenstroth gab die Spitze bis zum Ende nicht
mehr her, auch wenn von einer Dominanz wie von Cleverns in Nord-West bei
neun Minuszählern am Saisonende nicht gesprochen werden kann. Altjührden
entwickelte sich im ersten Teil der Rückrunde zum sicheren Anwärter auf
den zweiten Aufstiegsplatz, während Favorit Torsholt nur schwerlich
Anschluss halten konnte. Zum Saisonende ging Altjührden die Puste aus und
am letzten Spieltag musste Altjührden den zweiten Aufsteiger Torsholt, das
wieder erstarkte Stapel und den überzeugenden Liganeuling Rosenberg noch
in der Tabelle passieren lassen. In der kommenden Saison starten
Haarenstroth und Torsholt in der Landesliga. Stapel, Rosenberg und
Altjührden ziehen in die neue eingleisige Bezirksliga ein. Leuchtenburg,
Langendamm-Dangastermoor und Halsbek-II laufen in der neuen Bezirksklasse
Süd-Ost auf.
Bezirksliga
Nord-West Titel und
Aufstieg waren zur neuen Saison für Schweinebrück-II vorprogrammiert, das
als Verbandsligaabsteiger auf Verstärkung aus der ersten Mannschaft durch
den dortigen Zugang von fünf Werfern setzen konnte. In der Verfolgerrolle
waren Grabstede-II und Rüstringen zu setzen. Einen spektakulären Zugang
zur neuen Saison vermeldete Steinhausen mit Karl-Georg Bohlken aus der
ersten Formation von Schweinebrück. Zum Saisonauftakt der erste
Paukenschlag von Grabstede-II: Titelfavorit Schweinebrück-II wurde auf
eigener Bahn bezwungen, die Tabellenführung einkassiert und bis zum
Saisonende ohne Punktverlust verteidigt. Keines der anderen sieben Teams
war auch nur annähernd in der Lage, dem späteren Meister Paroli zu bieten.
Zur Halbzeit kristallisierte sich ein Dreikampf hinter dem überlegenen
Tabellenführer Grabstede-II um die beiden wichtigen
Direktqualifizierungsplätze für die neue Bezirksklasse Nord-West heraus.
Rüstringen, Schweinebrück-II und überraschend Steinhausen hielten
permanent Tuchfühlung zueinander und lieferten sich spannende Fernduelle.
Zu Beginn der Rückrunde geriet Schweinebrück-II, bislang solide auf dem
zweiten Tabellenplatz verweilend, ins Straucheln und gönnte sich
überraschende Niederlagen in Osterforde und daheim gegen Wiefels. Eine
Vorentscheidung dennoch keinesfalls, gelang Osterforde auch noch ein
deutlicher Heimsieg gegen Steinhausen, der die Rangordnung mit Rüstringen,
Schweinebrück und Steinhausen wieder herstellte. Steinhausen korrigierte
die Niederlage umgehend mit einem Heimsieg gegen eben Schweinebrück-II und
baute erneute Saisonfinalspannung auf. Am letzten Spieltag dann die
Entscheidung: Rüstringen nutzte den Heimvorteil zu einem deutlichen Sieg
gegen Schweinebrück-II, das den zweiten Direktplatz für die neue
Bezirksklasse Nord-West mit der Niederlage noch an Steinhausen abgeben,
das daheim klar gegen Tabellenschlusslicht Moorwarfen gewann. Meister
Grabstede-II startet in der kommenden Saison in der neuen eingleisigen
Bezirksliga. Rüstringen und Steinhausen ziehen direkt in die neue
Bezirksklasse Nord-West ein. Schweinebrück, Wiefels, Osterforde, Jever und
Moorwarfen müssen über ein Ausscheidungswerfen am 25.04. gegen neun
weitere Gegner aus der Nord-West-Region aus Bezirksklasse und Kreisliga um
drei freie Plätze in der neuen Bezirksklasse Nord-West streiten.
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Schweewarden sicherte sich früh den
Titel und zieht in die neue Bezirksliga ein. |
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Waddens verpasste im Endspurt den
direkten Einzug in die neue Bezirksklasse Süd-Ost. |
Bezirksliga
Süd-Ost Vor der Saison war ein Zweikampf zwischen den beiden
Butjenter-Teams Verbandsligaabsteiger Schweewarden und Vize-Meister
Waddens ausgemacht. Schweewarden hatte nur knapp den Abstieg gegenüber
Konkurrent Haarenstroth durch eine Entscheidung gegen Stapel zu Gunsten
von Haarenstroth erlitten. Waddens war in der Vorsaison denkbar knapp im
Aufstiegsduell an Rosenberg gescheitert. Schweewarden legte einen
Katapultstart hin, holte ohne Punktverlust die Herbstmeisterschaft, kam in
der Rückrunde durch Niederlage in Hollwege und beim starken Aufsteiger
Roggenmoor-Klauhörn leicht ins Trudeln und ging schlussendlich als
überlegener Meister über den Zielstrich. Lohn der Dominanz der Einzug in
die neue eingleisige Bezirksliga. Waddens schoss ebenso scharf aus den
Startlöchern, blieb dann aber als Rohrkrepierer mit drei Niederlagen in
Folge (3.-5. Spieltag) vollends in den Seilen hängen. Nutznießer der
starke Aufsteiger Roggenmoor-Klauhörn, der mit drei Siegen zum Auftakt
startete und erst am vierten Spieltag in Schweewarden die Segel streichen
musste. Mit soliden Ergebnissen überzeugte der Aufsteiger und hielt stets
eine Position auf einen der beiden wichtigen Qualifizierungsplätze für die
neue Bezirksklasse Süd-Ost. Ebenso umsichtig agierte Hollwege, das trotz
einiger unnötiger Punktverluste stets Kontakt zur Spitze und Option auf
den Direkteinzug in die neue Bezirksklasse Süd-Ost hielt. Im Wissen um die
eigene Heimstärke sah Hollwege das Saisonfinale gelassen auf sich
zukommen. Als Vierte vor den letzten beiden Spieltagen kassierte Hollwege
daheim nacheinander Waddens und Roggenmoor-Klauhörn und sicherte sich den
zweiten Tabellenplatz und die Direktqualifikation für die neue
Bezirksklasse Süd-Ost. Die Niederlage im Saisonfinale in Hollwege hätte
Aufsteiger Roggenmorr-Klauhörn fast noch die Suppe versalzen, doch
Konkurrent Waddens ließ die sich bietende Chance auf den dritten
Tabellenplatz mit einem überraschenden Unentschieden in Langebrügge aus.
Etablierte Namen mit Mentzhausen, Tarbarg, Langebrügge und Dänikhorst
konnten zu keiner Zeit in den Dreikampf hinter Schweewarden eingreifen und
sahen früh die Felle davonschwimmen. In der kommenden Saison startet
Schweewarden in der neuen eingleisigen Bezirksliga. Hollwege und
Roggenmoor-Klauhörn ziehen direkt in die neue Bezirksklasse Süd-Ost ein.
Waddens, Langebrügge, Dänikhorst, Mentzhausen und Tarbarg müssen am 25.04.
in einem Ausscheidungswerfen gegen neun weitere Gegner aus der
Süd-Ost-Region aus Bezirksklasse und Kreisliga um drei freie Plätze in der
neuen Bezirksklasse Süd-Ost rangeln.
Bezirksklasse Nord-West
Durch die Neuordnung der Ligen wurde im Vorfeld festgelegt, das die ersten
Sieben der Bezirksklassen in einem Ausscheidungswerfen am 25.04. gegen
fünf Bezirksligisten und zwei Kreisligameistern um drei freie Plätze in
der neuen Bezirksklasse Nord-West werfen müssen. Lediglich der
Tabellenletzte steigt direkt in die Kreisliga ab. Im Vorfeld der Saison
wurden Bezirksligaabsteiger Himmelreich und Vorjahres-Vizemeister
Hohenkirchen die besten Chancen auf den Titel eingeräumt. Hohenkirchen
wurde der Favoritenrolle gerecht und eilte von Sieg zu Sieg. Lediglich
zwei Unentschieden (in Heidmühle und daheim gegen Oldorf) sollten die
makellose Bilanz trüben. Das Unentschieden daheim gegen Oldorf sollte aber
noch das Zünglein an der Waage spielen. Himmelreich kam ebenso gut aus den
Startlöchern, um dann aber relativ schnell ans Tabellenende durchgereicht
zu werden. Die Meisterschaftsfrage war frühzeitig keine Frage mehr. Umso
bedrohlicher der erneute Abstieg. Gegen Oldorf und Sanderahm hielt sich
Himmelreich wacker und schien das rettende Ufer bereits am zehnten
Spieltag mit dem Heimsieg gegen Sanderahm erreicht zu haben. Oldorf
dümpelte zu dieser Zeit am Tabellenende vor sich hin mit wenig Aussicht
auf Positionsverbesserung. Mit dem sensationellen Unentschieden in
Hohenkirchen übertölpelte das angeschlagene Oldorf alle Konkurrenten und
setzte nun Himmelreich und gar noch Sanderahm unter Druck. Die Mission
gelang: Am letzten Spieltag fegte Oldorf daheim Himmelreich mit 22:0 von
der Bahn und der sichere Absteiger Oldorf konnte Sanderahm und Himmelreich
auf die hinteren Plätze bannen. Für Himmelreich nach dem
Bezirksligaabstieg der nächste Abstieg, diesmal in die Kreisliga. Alle
anderen Teams mit Meister Himmelreich, Vize-Meister Heidmühle, Astede, dem
heimstarken Klassenneuling Waddewarden, Bentstreek, Oldorf und Sanderahm
steht am 25.04. ein schweres Match im Ausscheidungswerfen gegen Bezirks-
und Kreisligisten bevor.
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Spohle feierte nach dem Aufstieg gleich
den Meistertitel der Bezirksklasse. |
Bezirksklasse Süd-Ost Bezirksligaabsteiger Obenstrohe und
Vorjahres-Vizemeister Specken bildeten in der Spitze die Prognose. Wie in
Nord-West gehen auch in Süd-Ost die sieben Erstplatzierten in das
Ausscheidungswerfen am 25.04., während das Tabellenschlusslicht direkt in
die Kreisliga absteigt. Der prognostizierte Titelzweikampf zwischen
Obenstrohe und Specken fand zu keiner Zeit stand. Specken verabschiedete
sich früh ins Tabellenmittelfeld ohne Ambitionen zur Spitze oder Gefahren
in Richtung Abstieg. Obenstrohe sah sich früh in einen Zweikampf mit
Grünenkamp gegen den Abstieg gedrängt. Beide Teams reihten Niederlage an
Niederlage in Richtung Kreisliga. Mit Aufsteiger Spohle-II und Portsloge
lieferten sich zwei gleichwertige Teams einen über die gesamte Saison
währenden Zweikampf, den Spohle-II mit dem Heimsieg gegen den direkten
Konkurrenten erst am letzten Spieltag endgültig für sich entscheiden
konnte. Im Abstiegskampf liefen scheinbar Obenstrohe und Grünenkamp auf
die direkte Entscheidung am vorletzten Spieltag zu mit den dann geltenden
Heimvorteilen für Grünenkamp. Obenstrohe machte Grünenkamp dann aber
vorzeitig einen Strich durch die Rechnung mit dem überraschenden Heimsieg
gegen Ohrwege/Ohrwegerfeld. Da tat dann die Niederlage in Grünenkamp nicht
mehr weh. Grünenkamp steigt direkt in die Kreisliga ab. Meister Spohle-II,
Vize-Meister Portsloge, Ohrwege/Ohrwegerfeld, Moorriem, Specken,
Reitland-II und Obenstrohe stehen am 25.04. im Ausscheidungswerfen um drei
frei Plätze in der neuen Bezirksklasse Süd-Ost gegen neun weitere Gegner
aus der Süd-Ost-Region aus Bezirksliga und Kreisliga.
Frauen
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Reitland sicherte sich erstmals nach
drei Jahren wieder den Landestitel. |
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Kreuzmoor holte Vizetitel uns sicherte
sich erstmals den Einzug in die FKV-Finalrunde |
Landesliga Titelverteidiger
Schweinebrück, Vize-Meister Westerscheps und Halsbek wurden erneut die
besten Chancen im Titelkampf zugetraut. Im Saisonverlauf spielten jedoch
das wieder erstarkte Reitland und Kreuzmoor die Siegkarten aus und ließen
sich von den Favoriten im Vorwärtsdrang nicht stoppen. Schweinebrück
gelang es erneut nicht, aus dem ausgezeichneten Werferinnenpotential mit
Landes- und Verbandsligamannschaft eine schlagkräftige
Landesligamannschaft zu formen und verlor bereits in der Hinrunde,
insbesondere durch die Heimniederlage gegen Kreuzmoor und dem
Heimunentschieden gegen Bredehorn, den Kontakt zur Spitze. Westerscheps
kam im Saisonverlauf gar nicht in gewohnte Rollen und sah sich
zwischenzeitlich gar in Abstiegsnöten. Halsbek holte notwendige Siege und
erlaubte sich unvermeidbare Niederlagen, um dennoch den Platz in der
Spitzengruppe zu halten. Reitlands Auftaktsieg daheim gegen Kreuzmoor
deutete noch nicht die nachfolgende Überlegenheit an. Fünf Auftaktsiege in
Folge verhießen dann aber für die Konkurrenz wenig Gutes und erst
Liganeuling Ruttel vermochte am sechsten Spieltag daheim den
Reitländerinnen die erste Niederlage beizubringen. Kreuzmoor verdauerte
den Auftaktpunktverlust gegen Reitland gut und heftete sich mit vier
Siegen in Folge an die Reitlandverfolgung bis dann ebenfalls am sechsten
Spieltag eine unnötige Heimniederlage gegen Bredehorn den Vormarsch
stoppte. Zum Rückrundenstart gelang Reitland ein Sieg in Kreuzmoor und
untermauerte eine Vorentscheidung in der Meisterschaftsfrage. Die
Reitland-Niederlage in Schweinebrück hätte Kreuzmoor wieder an Reitland
heranbringen können, wäre da nicht die gleichzeiitge Heimniederlage gegen
Westerscheps. Reitland und Kreuzmoor spulten das Restprogramm dann aber
gekonnt ab und Reitland sicherte sich erstmals wieder den Titel mit einem
Punkt vor Kreuzmoor. Abstiegskampf pur erlebten Aufsteiger Ruttel,
Bredehorn, Haarenstroth und Westerscheps am Tabellenende. Westerscheps
verschaffte sich in der Rückrunde mit dem Auswärtssieg in Kreuzmoor
erstmals Luft und holte gar am letzten Spieltag gegen den neuen Meister
Reitland daheim noch einen weiteren Zähler. Ruttel zog lange Kapital aus
dem sensationellen Heimsieg gegen Reitland in der Hinrunde und verteidigte
den Vorsprung vor dem letzten Tabellenplatz bis zum Saisonfinale.
Haarenstroth verwies immer wieder auf die eigene Heimstärke und holte
wichtige Heimpunkte gegen Reitland und Halsbek. Bredehorn, ein
Liga-Urgestein, konnte zwar ebenso überraschende Sieg wie in Kreuzmoor
oder Punktgewinn in und Heimsieg gegen Schweinebrück in die Waagschale
werden - am Ende sollte aber ein Punkt zu wenig auf dem Zettel stehen und
der Abstieg war besiegelt.
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Aufsteiger Moorriem führte lange Zeit
die Verbands-liga an und belegte in der Endabrechnung den dritten
Platz. |
Verbandsliga In der
Saisonprognose wurde den ex-Landesligisten Zetel-Osterende und
Sandelermöns die Führungsrolle in der Verbandsliga zugesprochen, die
letztmalig an den Start ging und mit dem Saisonende aufgelöst wurde.
Zetel-Osterende und Sandelermöns spielten entgegen der Prognose im
gesamten Saisonverlauf nur eine Nebenrolle und finden sich im
Tabellenmittelfeld wieder. Von Beginn an lieferten sich das etablierte
Wiefels und die beiden Liganeulinge Schweinebrück-II und Moorriem ein
enges Duell um Titel und Aufstieg. Moorriem sicherte sich zur Halbzeit die
Führungsposition u.a. mit Heimsiegen gegen die Konkurrenten Wiefels und
Schweinebrück-II. In der Rückrunde spielte Wiefels die langjährige
Ligaerfahrung aus und ließ keine Niederlage mehr zu, gleichbedeutend mit
Titelgewinn und Landesligaaufstieg. Moorriem erholte sich von den
Niederlagen gegen Wiefels und Schweinebrück-II in der Rückrunde nicht
mehr. Der dritte Tabellenplatz in der Endabrechnung ist dennoch ein
toller Erfolg für den Aufsteiger. Schweinebrück-II übte in der Rückrunde
mächtig Druck auf Tabellenführer Wiefels aus, um den Titel selbst
einzustreichen. Die Vorentscheidung dann am zehnten Spieltag, als im
direkten Vergleich mit Wiefels nicht mehr als eine Punkteteilung auf
eigener Bahn heraussprang und am Zielstrich der Vize-Titel feststand.
Wiefels startet in der kommenden Saison in der Landesliga.
Schweinebrück-II, Zetel-Osterende, Sandelermöns und Bohlenberge ziehen in
die neue Bezirksklasse Nord-West ein. Moorriem, Spohle und Waddens starten
in der kommenden Saison in der neuen Bezirksklasse Süd-Ost.
Bezirksligen Die beiden
Bezirksligen Nord-West und Süd-Ost standen am Saisonende zur Auflösung an.
Abhängig vom Ausgang der Abstiegsfrage in der Landesliga und der
Aufstiegsfrage aus der Verbandsliga richtete sich die Anzahl der freien
Plätze für die Bezirksligateams in der neuen Bezirksklasse Nord-West bzw.
Süd-Ost, da die Besetzung nach der regionalen Zugehörigkeit Nord-West bzw.
Süd-Ost vorgenommen wird. Am Saisonende blieben für drei Vertreter aus der
Bezirksliga Nord-West und fünf aus Süd-Ost Plätze in den neuen
Bezirksklassen reserviert. Über den gesamten Saisonverlauf galt Hoffen und
Bangen, pendelten die Zahlen durch die Führungswechsel in der Verbandsliga
zwischen Wiefels (Nord-West) und Moorriem (Süd-Ost) permanent zwischen 2/6
und 3/5 hin und her.
Bezirksliga Nord-West Vor der
Saison wurden Grabstede und Neustadtgödens neben Verbandsligaabsteiger
Bockhorn die größten Chancen auf eine vordere Platzierung eingeräumt.
Diese drei Teams bestimmten über den Saisonverlauf das Geschehen in der
Liga und klärten die Titelfrage unter sich. Nach den ersten sechs
Spieltagen der Hinrunde setzte Grabstede deutliche Signale auf
Titelgewinn, um dann im direkten Duell mit Neustadtgödens zu unterliegen
und Bockhorn die Herbstmeisterschaft zu überlassen. In der Rückrunde legte
das Dreiergespann weiter vor und ließ die Verfolger nicht mehr
aufschließen. Neustadtgödens übernahm das Zepter mit Siegen gegen die
direkten Konkurrenten und gab die Spitze bis zum Ende nicht mehr her. Am
letzten Spieltag verlor Grabstede erneut gegen Neustadtgödens und musste
den Vizetitel noch an Bockhorn hergeben. Meister Neustadtgödens,
Vizemeister Bockhorn und Grabstede starten in der kommenden Saison neben
den fünf Verbandsligavertretern in der neuen Bezirksklasse Nord-West.
Steinhausen, Schortens, Moorwarfen, Hooksiel und Bockhornerfeld treten den
Gang in die Kreisligen an.
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Delfshausen sicherte sich überlegen die
Meister-schaft und zieht in die neue Bezirksklasse ein. |
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Augusthausen qualifizierte sich für die
neue Bezirks-klasse Süd-Ost mit dem dritten Platz. |
Bezirksliga Süd-Ost Weniger
bedrohlich als in Nord-West gestaltete sich vor Saisonbeginn die Lage in
Süd-Ost, sollten doch mindestens vier der acht Teams in die neue
Bezirksklasse Süd-Ost einziehen können. Als Titelfavorit wurde vor der
Saison Verbandsligaabsteiger Stollhamm gehandelt. Doch nicht Stollhamm
spielte die erste Geige, sondern Butjadingen-Konkurrent Esenshamm. Nicht
schien die Esenshammerinnen im Ansturm auf den Titel stoppen zu können.
Einzig Verfolger Delfshausen konnte einigermaßen Schritt halten. Sieben
Esenshamm-Siege zur Halbzeit bedeuteten die unangefochtene Führung mit
blütenweißer Weste. Das anstehende 100-jährige Vereinsjubiläum konnte in
hellem Glanze des Tabellenführers gefeiert werden - die Nachwirkungen der
rauschenden Jubiläumsfeier wurde aber schon am nächsten Wettkampftag mit
der sensationellen Heimniederlage gegen Rosenberg sichtbar. Kein Beinbruch
sollte man denken, doch Verfolger Delfshausen witterte Morgenluft. Als
dann die nächste Begegnung für Esenshamm in Torsholt auch noch verloren
ging, holte Delfshausen zum großen Schlag aus, holte Sieg auf Sieg (u.a.
12:0 daheim gegen Esenshamm) und fuhr überlegen den Titel ein. Aufsteiger
Mentzhausen drückte der Klasse einen Stempel auf und mischte munter im
Mittelfeld mit. Erst am letzten Spieltag verlor Mentzhausen durch die
Heimniederlage gegen die neuen Meister aus Delfshausen die Tuchfühlung zum
Mittelfeld und den Einzug in die neue Bezirksklasse Süd-Ost. Meister
Delfshausen, Vizemeister Esenshamm, Augusthausen, Stollhamm und Rosenberg
ziehen in die neue Bezirksklasse Süd-Ost zur neuen Saison ein.
Mentzhausen, Reitland-II und Torsholt werfen in der kommenden Saison in
den Kreisligen auf. |