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© / Quelle: Marktplatz Friesland Wesermarsch vom 17.02.2004
Das Friesensportler Portrait:
... überwarf ganze Klootschießergenerationen
Über Berend-Georg Tapkenhinrichs müssen keine großen Worte gemacht werden, seine Erfolge, sein Name spricht für sich. Über Jahrzehnte beherrscht Berend-Georg Tapkenhinrichs mittlerweile die Klootschießerszene und gehört zu den wenigen Elitewerfern, die die 90 Meter-Marke knackten. Er überwarf ganze Klootschießergenerationen; von Hans Rolfs-Placküther über Karl Kleemann bis hin zu Hans-Georg Bohlken. Seine sportliche "Schallmauer" durchbrach der gebürtige Driefeler mit 33 Jahren. "Das war 1970 in Diekmannshausen, als der Friesische Klootschießerverband gegen Schleswig-Holstein antrat", erinnert sich Tapkenhinrichs. Seitdem stellt Tapkenhinrichs Rekorde über Rekorde auf. Viermal holte Berend-Georg Tapkenhinrichs Gold mit dem FKV-Team bei Europameisterschaften, das letzte Mal 1984 in Garding sogar gemeinsam mit seinem Sohn Bernd Tapkenhinrichs. "Zu sehen, wie mein Sohn sich in der Einzelwertung dann auch noch die Bronzemedaille holt und von unserer Mannschaft und den vielen mitgereisten Zuschauern umjubelt wird, war bisher mein schönstes sportliches Erlebnis", so Berend-Georg Tapkenhinrichs. Selbst stand Berend-Georg Tapkenhinrichs 1969 in Losser als Vizeeuropameister in der Einzelwertung auf dem Siegertreppchen. Elf Mal, so oft wie kein anderer, vertrat Berend-Georg Tapkenhinrichs die oldenburgischen Farben im Feldkampf gegen die Ostfriesen. Klootschießerlegenden wie Hans Rohlfs-Placküter und Martin Siefken, waren seine Mitstreiter und seine Kontrahenten. Auch in der Ära von Karl Kleemann feierte Berend- Georg Tapkenhinrichs Siege und Bestweiten. Bei den FKV-Meisterschaften ist Tapkenhinrichs unangefochtener Rekordhalter in den Altersklassen Männer II (1985 mit 92,50 Meter) und Männer III (1992 mit 85,10 Meter). Es ist, als habe den 66jährigen nie etwas aus der Bahn geworfen. Selbst zwei Herinfarkte (1979 und 1985), Sehnenabriß im Wurfarm, unzählige Operationen steckt Berend-Georg Tapkenhinrichs weg, als sei nie etwas geschehen. Seine Leben hat er allerdings schon geändert: Seit 18 Jahren kein Alkohol und regelmäßig Sport. Einmal wöchentlich läuft der 66jährige 10 Kilometer. "Und im Frühjahr kommt dann noch zwei bis dreimal die Woche das Kloottraining zusammen mit meinem Sohn dazu", so Berend-Georg Tapkenhinrichs. "Das reicht bei mir völlig. Ich bin kein großer Techniker, bei mir ist es der kurze Schlag, mit dem ich die Weite mache", erklärt der erfahrene Sportler. Seine jüngsten Erfolge im Klootschießen: 2002 in Tannenhausen FKV-Meister mit 66,70 Meter und 2003 in Jever trotz Schulterverletzung mit 61,20 Meter Vize-FKV-Meister. Im Straßenboßeln versteht es Berend-Georg Tapkenhinrichs am besten mit der Holzkugel umzugehen. Als vierfacher Landesmeister (1983, 1993, 1995 und 2003) sorgte er mit Sensationsergebnissen für Furore. Gelernt hat Tapkenhinrichs wie so viele seiner Generation, das Boßeln in seiner Schulzeit in Driefel. Der berufliche Weg führte ihn dann zunächst nach Wittenheim, wo er einen Klootschießer- und Boßelverein gründete, und später (1964 bis 1977) nach Brake. Seit 1977 boßelt der Jaderberger in Kreuzmoor und fährt mit seiner Mannschaft, in der auch seine Söhne Bernd und Jochen boßeln, noch heute viele Erfolge in der Landesliga ein.
Bis vor 10 Jahren war Berend-Georg Tapkenhinrichs im Schleuderballspiel beim TV Schweiburg aktiv. Insgesamt wurde Tapkenhinrichs elf Mal seit 1966 in Folge Niedersachsen Meister mit der Mannschaft im Schleuderballspiel (3 x TV Schweiburg, 11 x Neustadt). Mit Begeisterung setzt sich Berend-Georg Tapkenhinrichs für die Jugend ein. Beim TUS Jaderberg trainiert er 50 Schüler in Sachen Leichtathletik Woche für Woche. Auch der oldenburgische Elitekader trägt mittlerweile die Handschrift von Berend-Georg Tapkenhinrichs. Oftmals mit harten Worten leitet er die Nachwuchtaltente im Klootschießen an."Die, aus denen mal etwas wird, verstehen meine Sprache", so der ehrgeizige Trainer.
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