Bei Rückfragen: Ute Draschba

Pressesprecherin/KLV Oldenburg

 

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draschba@klv-oldenburg.de


Die IBA bat zur Pressekonferenz im Hotel Voss, Westerstede

Irische Delegation BC Brand Hayes (l.) und Susan Green (r.)

Als erste Station begutachteten die Ver-bandsvertreter die Straßenkampfstrecke in Halsbek.

 
Ernst-Hinrich Reimers (VSHB) fordert den Grundsatz der Chancengleichheit ein.

Insa Bohlken erläuterte das Wirken der geplanten Delegationsbetreuer.

Gab keinen Anlass zur Kritik: "Hössen-Sportanlage" in Westerstede (Standkampf)

Anlass zur Kritik: Geländezustand des Feldkampfgeländes in Apen/Espern.

 

Gerhard Huitten (NKB) vertrat eindringlich die Niederland-Position zum Feldgelände gegenüber den IBA-Vorsitzenden Hans Jacobs (VSHB) und Herbert Braams (FKV).

Insa Bohlken erläuterte das Wirken der geplanten Delegationsbetreuer.

Gab keinen Anlass zur Kritik: "Hössen-Sportanlage" in Westerstede (Standkampf)

Anlass zur Kritik: Geländezustand des Feldkampfgeländes in Apen/Espern.

 

Gerhard Huitten (NKB) vertrat eindringlich die Niederland-Position zum Feldgelände gegenüber den IBA-Vorsitzenden Hans Jacobs (VSHB) und Herbert Braams (FKV).

© / Quelle: Anzeiger Harlingerland Online vom 14.02.2004

Der Countdown für Boßel-EM läuft

Internationale Verbände inspizieren Westersteder Wettkampfstätten

Westerstede - Am Wochenende trafen sich in Westerstede Delegierte der vier Gründungsverbände der International Bowlplaying Association (IBA), um die Wettkampfgelände für das internationale Treffen der Boßeler und Klootschießer im Mai in Augenschein zu nehmen. Seit 1969 finden diese Europameisterschaften zum zwölften Mal statt. Neben Susan Green und Brand Hayes vom irischen Verband Bol Chumann (BC) waren aus den Niederlanden Wilfried Zeverink und Gerhard Huitten vom Nederlandse Klootschieters Bond (NKB) sowie Ernst-Hinrich Reimers, Hinrich Brandt und Udo Schülke vom Verband Schleswig-Holsteinischer Boßeler (VSHB) zu der Sitzung angereist. IBA-Präsident Hans Jacobs war mit dem Verlauf mehr als zufrieden. "Durch das Diskussionsklima ohne Abstimmungsdruck haben wir insbesondere zukunftsweisende Vorschläge gut beraten können", so Hans Jacobs in einem Pressegespräch. Keine Zustimmung erhält die IBA-Aufnahme eines zweiten niederländischen Verbandes sowie die Verkleinerung der Mannschaftsstärken. Hans Jacobs befürwortet dagegen die Aufnahme des spanischen Verbandes nach den diesjährigen Europameisterschaften. Erstmals gehen in der weiblichen Jugend in Westerstede drei statt wie bisher zwei Werferinnen an den Start und neben der Einzelwertung gibt es auch wie bei den Männern, der männlichen Jugend sowie der Frauen in dieser Altersklasse erstmals eine Mannschaftswertung. Anerkennende Stimmen erntete der Westersteder Jan-Dirk Vogts, als Vertreter des Boßel-Euro-Teams sowie des Friesischen Klootschießerverbandes anschließend bei der Besichtigung der Wettkampfstätten. Die Hössensportanlage ist für den Standkampf bestens geeignet, so die Verbandsfunktionäre. "Westerstede engagiert sich enorm für das Gelingen der Boßel-Euro", lobt Hans Jacobs die Arbeit der Organisatoren. Vollauf zufrieden waren die irischen Vertreter auch mit der Straße in Halsbek für den Wettkampf mit der irischen Eisenkugel, wogegen die Holsteiner sich gerade dort mehr Chancengleichheit wünschen. Jan-Dirk Vogts sagte zu, durch entsprechende Bahnbegrenzungen das Nutzen des Fahrradweges zu verhindern. Nicht ganz sorgenfrei sieht Hans Jacobs dem Feldkampf in Espern bei Apen entgegen und wünscht sich dort möglichst noch ein Ausweichgelände. "In dem jetzigen Zustand des Geländes kann hier nicht mit der Hollandkugel geworfen werden. Das können wir unseren Sportlern nicht zumuten", so der Niederländer Gerhard Huitten energisch. Für die vier Verbände ist eine Teilung des Feldkampfgeländes in zwei Bahnen durchaus noch akzeptabel, wenn auch regelwidrig. Sollte der Boden des Wettkampfgeländes allerdings auch im April durch das Wasser noch so aufgeweicht sein, werden sich die Organisatoren kurzfristig mit den teilnehmenden Verbänden beraten müssen. Erstmals nach der Winterpause testen die FKV-Aktiven am 13. März das Gelände beim Qualifikationswerfen mit der Hollandkugel. Mehr Informationen im Internet unter www.friesensport.de und unter www.iba-2004.de.

© / Quelle: Jeversches Wochenblatt / 04.03.2004

Countdown für EM läuft

Internationale Verbände nehmen Westersteder Wettkampfgelände unter die Lupe

Westerstede - Kürzlich trafen sich in Westerstede Delegierte der vier Gründungsverbände der International Bowlplaying Association (IBA), um die Wettkampfgelände für das internationale Treffen der Boßeler und Klootschießer im Mai in Augenschein zu nehmen. Seit 1969 finden diese Europameisterschaften zum zwölften Mal statt. Neben Susan Green und Brand Hayes vom irischen Verband Bol Chumann (BC) waren aus den Niederlanden Wilfried Zeverink und Gerhard Huitten vom Nederlandse Klootschieters Bond (NKB) sowie Ernst-Hinrich Reimers, Hinrich Brandt und Udo Schülke vom Verband Schleswig-Holsteinischer Boßeler (VSHB) zu der Sitzung angereist. IBA-Präsident Hans Jacobs war mit dem Verlauf mehr als zufrieden. "Durch das Diskussionsklima ohne Abstimmungsdruck haben wir insbesondere zukunftsweisende Vorschläge gut beraten können", so Hans Jacobs in einem Pressegespräch. Keine Zustimmung erhält die IBA-Aufnahme eines zweiten niederländischen Verbandes sowie die Verkleinerung der Mannschaftsstärken. Hans Jacobs befürwortet dagegen die Aufnahme des spanischen Verbandes nach den diesjährigen Europameisterschaften. Erstmals gehen in der weiblichen Jugend in Westerstede drei statt wie bisher zwei Werferinnen an den Start und neben der Einzelwertung gibt es auch wie bei den Männern, der männlichen Jugend sowie der Frauen in dieser Altersklasse erstmals eine Mannschaftswertung. Anerkennende Stimmen erntete der Westersteder Jan-Dirk Vogts, als Vertreter des Boßel-Euro-Teams sowie des Friesischen Klootschießerverbandes anschließend bei der Besichtigung der Wettkampfstätten. Die Hössensportanlage ist für den Standkampf bestens geeignet, so die Verbandsfunktionäre. "Westerstede engagiert sich enorm für das Gelingen der Boßel-Euro", lobt Hans Jacobs die Arbeit der Organisatoren. Vollauf zufrieden waren die irischen Vertreter auch mit der Straße in Halsbek für den Wettkampf mit der irischen Eisenkugel, wogegen die Holsteiner sich gerade dort mehr Chancengleichheit wünschen. Jan-Dirk Vogts sagte zu, durch entsprechende Bahnbegrenzungen das Nutzen des Fahrradweges zu verhindern. Nicht ganz sorgenfrei sieht Hans Jacobs dem Feldkampf in Espern bei Apen entgegen und wünscht sich dort möglichst noch ein Ausweichgelände. "In dem jetzigen Zustand des Geländes kann hier nicht mit der Hollandkugel geworfen werden. Das können wir unseren Sportlern nicht zumuten", so der Niederländer Gerhard Huitten energisch. Für die vier Verbände ist eine Teilung des Feldkampfgeländes in zwei Bahnen durchaus noch akzeptabel, wenn auch regelwidrig. Sollte der Boden des Wettkampfgeländes allerdings auch im April durch das Wasser noch so aufgeweicht sein, werden sich die Organisatoren kurzfristig mit den teilnehmenden Verbänden beraten müssen. Erstmals nach der Winterpause testen die FKV-Aktiven am 13. März das Gelände beim Qualifikationswerfen mit der Hollandkugel.

 

© / Quelle: OZ-Online vom10.02.2004

Spanier stoßen zu den Friesensportlern
Boßel-EM Aufnahme in internationalen Verband vermutlich nach den Wettkämpfen im Mai

Vertreter aus Irland, den Niederlanden und Schleswig-Holstein besichtigten am Wochenende die Wettkampfbahnen.

Sorgen bereitet das durchnässte Gelände für den Feldkampf.

Westerstede - Die Spanier werden voraussichtlich nach der Europameisterschaft offiziell in die internationale Gemeinschaft der Boßler und Klootschießer aufgenommen. Der Präsident der International Bowlplaying Association (IBA), Hans Jacobs, befürwortet jedenfalls ihre Aufnahme. Dagegen fand ein zweiter niederländischer Verband keine Zustimmung beim Präsidium, das sich am Wochenende zu einer außerordentlichen Sitzung in Westerstede traf. Anlass war die Besichtigung des Wettkampfgeländes für die Europameisterschaft im Mai. Neben Susan Green und Brand Hayes vom irischen Verband Bol Chumann (BC) waren aus den Niederlanden Wilfried Zeverink und Gerhard Huitten vom Nederlandse Klootschieters Bond (NKB) sowie Ernst-Hinrich Reimers, Hinrich Brandt und Udo Schülke vom Verband Schleswig-Holsteinischer Boßeler (VSHB) angereist. Dann ging es nach draußen: Anerkennende Stimmen erntete der Westersteder Jan-Dirk Vogts als Vertreter des Boßel-Euro-Teams sowie des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV). "Die Hössensportanlage ist für den Standkampf bestens geeignet", so die Verbandsfunktionäre. Zufrieden waren die Iren mit der Straße in Halsbek für den Wettkampf mit der irischen Eisenkugel. Vogts sagte zu, durch Bahnbegrenzungen zu verhindern, dass der Fahrradweg mitbenutzt wird. Sorgen macht das Gelände für den Feldkampf in Espern bei Apen. "„Im jetzigen Zustand kann hier nicht mit der Hollandkugel geworfen werden", so der Niederländer Gerhard Huitten. Für die vier Verbände ist eine Teilung des Feldkampfgeländes in zwei Bahnen durchaus akzeptabel, wenn auch regelwidrig. Sollte der Boden jedoch im April noch so vom Regen aufgeweicht sein, werden die Organisatoren kurzfristig mit den Verbänden beraten.

© / Quelle: Ostfriesischer Kurier vom 09.02.2004

  Internationale Gäste loben EM-Ausrichter
Wettkampfstätten in Westerstede geprüft

von Bernhard Uphoff

Westerstede/bup - Wenn Klootschießer und Boßler aus vier Nationen vom 20. bis zum 23. Mai in Westerstede die 12. Europameisterschaften austragen, werden Aktive und Zuschauer insgesamt gute Veranstaltungsorte vorfinden. Zu diesem Ergebnis ist das Präsidium der International Bowl-Playing Association (IBA) am vergangenen Wochenende beim Besuch im Ammerland gekommen: "Hier werden alle Anstrengungen unternommen, eine erfolgreiche EM zu veranstalten", freute sich der IBA-Präsident Hans Jacobs über das große Engagement vor Ort. 16 Jahre nach der EM 1988 in Norden ist der Friesische Klootschießerverband (FKV) wieder Ausrichter einer EM. Die Vergabe erfolgte an Westerstede, wo die Friesensportler durch Landkreis und Stadt enorme Rückendeckung erfahren. Die IBA ist Veranstalter der EM. Seit 1969 werden die internationalen Wettkämpfe ausgetragen. Das Niveau ist hoch. Entsprechend groß sind die Ansprüche an den Ausrichtungsort. Insgesamt fällten das IBA-Präsidium und Vertreter aus Irland, Schleswig-Holstein und den Niederlanden ein positives Urteil. Die ehrgeizigen Ammerländer packen mit Elan an. Wunder Punkt ist das Feldkampfgelände in Espern bei Apen, das bei einem nassen Frühjahr zum Sorgenkind werden könnte.

 

© / Quelle: Ostfriesischer Kurier vom 09.02.2004

Europa blickt gespannt nach Westerstede
EM der Klootschießer und Boßler:

Internationale Friesensport-Funktionäre besuchen Austragungsorte
Das Einstimmen auf das große Treffen im Mai verlief harmonisch.

Nur das Feldkampf-Gelände steht in der Kritik.
von Bernhard Uphoff

Westerstede - Optimistisch blickt Hans Jacobs, der Vorsitzende der International Bowl-Playing Association (IBA), auf die vom 20. bis zum 23. Mai anstehenden 12. Europameisterschaften der Klootschießer und Boßler in Westerstede im Kreisverband Ammerland. "Wir freuen uns auf einen Besuch in Westerstede. Hier wird alles getan, um während der Meica-Boßel-Euro für faire und gut vorbereitete Wettkämpfe zu sorgen", lobte der 69-jährige Schleswig-Holsteiner während der IBA-Tagung am vergangenen Wochenende das große Engagement des fleißigen Ausrichterteams um den ammerschen Kreisvorsitzenden Jan-Dirk Vogts. Gemeinsam mit Vertretern aus Irland, den Niederlanden, Schleswig-Holstein und des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) führte Jacobs Informationsgespräche und besuchte die drei EM-Wettkampfstätten.
Bei der Hössen-Sportanlage in Westerstede und der Boßelstrecke in Halsbek erhielten die EM-Organisatoren prompt positive Rückmeldungen. Sorgenfalten bereitet allein das Feldkampfgelände in Espern bei Apen, das nach starken Regen- und Schneefällen gestern teilweise unter Wasser stand. "So können wir hier nicht werfen. Die Kloote müssen rollen können. Sonst ist das kein Feldkampf", ärgerte sich die holländische Delegation mit Gerald Huitten und Wilfried Ziverink, der 2. Vorsitzende und der 2. Sekretär des "Nederlandse Klootschietersbond" (NKB). Der Wettkampf mit dem Hollandkloot gehört zu den Hauptdomänen der Niederländer, die 1996 ihre "Haarleheidebahn" extra für die EM für 28000 Gulden ausbauten. IBA-Präsident Jacobs versuchte die Wogen zu glätten: "Die FKV-Ausscheidungswettkämpfe haben gezeigt, dass hier gute Durchschnittsweiten von 100 Metern pro Wurf möglich sind. Jetzt müssen wir die Witterung abwarten."

Abwarten hieß auch die Devise bei der jüngsten IBA-Tagung. Die turnusgemäße Sitzung vor zwei Jahren konnte wegen des FKV-Jubiläumswerfens in Burhave und Negenmeerten nur bedingt in Westerstede vonstatten gehen. "Jetzt haben wir uns kurzfristig getroffen, um letzte Informationen vor Ort zu sammeln und Vorschläge für die Zukunft zusammenzutragen", erklärte Jacobs. Locker, harmonisch und ohne Protokoll tagte das IBA-Präsidium, zu dem Herbert Braams (Zetel) als Vize-Präsident und Reinhold Krey (Blomberg) als Sekretär gehören. Vertreter aus Italien waren nicht anwesend. Jacobs präsentierte die wichtigsten Ergebnisse: Eine Öffnung der IBA für den zweiten holländischen Verband wird es nicht geben. Den Antrag des "Nederlandse Kogelwerp-Bond" lehnte das Präsidium einstimmig ab. Auch beim Vorschlag, die Mannschaften der teilnehmenden Verbände zu verkleinern, winkten die IBA-Vorstandsmitglieder ab. Als wichtiges Motto für Westerstede 2004 gilt aber: "Es soll straffer zugehen", betonte Jacobs. Im holsteinischen Meldorf wickelten die Organisatoren die EM-Wettkämpfe von 9 bis etwa 16 Uhr vorbildlich ab. Die Vorbereitungen in Westerstede laufen seit Monaten auf Hochtouren. Ein Team mit insgesamt 50 Mitgliedern ist allein für die Betreuung der vier Gast-Delegationen zuständig. Der Großteil der erwarteten etwa 500 Sportler und Funktionäre ist in Westerstede untergebracht. 84 ausgebildete Kampfrichter sorgen für geordnete Wettkämpfe. Zahlreiche Vereine engagieren sich bei Ordnerdiensten oder der Verköstigung. Die Eintrittspreise liegen bei vier Euro für den Feld- beziehungsweise Straßenwettkampf. Das Zuschauen beim Standkampf kostet fünf Euro. Interessierte können auch eine Sammelkarte im Wert von zehn Euro für alle drei Veranstaltungstage kaufen. Die verschiedenen Abendveranstaltungen, die teilweise zum Stadtfest in Westerstede  gehören, sind frei. Zwei Championspartys stehen auf dem Programm. Die Sieger und Platzierten werden eigens für die EM in Westerstede kreierte Medaillen erhalten: "Diese Trophäen dürfen aber keine Werbung enthalten, wie es 1992 in Irland der Fall war", betonte Jacobs. Das umstrittene EM-Logo mit der Aufschrift "Meica-Boßel-Euro" sieht der routinierte Funktionär gelassen: "Der Schriftzug eines Sponsors im EM-Logo ist kein Problem für die IBA."

EM-Wettkampforte

von Bernhard Uphoff

Nach der Eröffnungsfeier am 20. Mai (ab 14 Uhr) werden die ersten Medaillen in Espern bei Apen (21. Mai, ab 9 Uhr) vergeben. Allein das dortige Feldkampfgelände, unmittelbar an einem Wasserzug gelegen, hinterließ gestern Sorgenfalten im IBA-Präsidium als Veranstalter der EM. Erstens könnte ein nasses Frühjahr den nur alle vier Jahre stattfindenden internationalen Vergleich mit der Hollandkugel stark beeinträchtigen. Zweitens wird der Wettkampf unterbrochen und es wird auf einer Parallelbahn zurückgeworfen - das hat es in der EM-Geschichte noch nicht gegeben. "Es war schwierig, wegen zahlreicher Naturschutzgebiete ein Gelände zu finden", warb Kreisverbandsvorsitzender Vogts für Verständnis. Die Zuschauer werden die Wettkämpfe links und rechts der beiden Bahnen verfolgen können. Da Start und Ziel  dicht zusammenliegen, sind hier spannende Einblicke möglich. Das Witterungsrisiko sieht Vogts gelassen: "Das Gelände ist mit einer ausgezeichneten Drainage und einer Pumpstation versehen." Ein Vorteil für die Lokalmatadoren: Die EM-Bahn ist gepachtet, wird gemäht und kann vom gastgebenden FKV für Ausscheidungswettkämpfe und zum Training genutzt werden.

Mehrere tausend Zuschauer werden am zweiten Wettkampftag (22. Mai, ab 9 Uhr) auf der Straße in Halsbek erwartet. Große Weiten sind auf der breiten, von beiden Seiten zu bewerfenden EM-Strecke möglich - obwohl die Fahrbahndecke rau und nur stellenweise ausgebessert worden ist. Jörg Gronewold mit 1980 Metern und Marion Rocker mit 1627 Metern aus dem FKV-Aufgebot halten den Streckenrekord. Aber auch die irischen Spezialisten mit der Eisenkugel dürften sich in Halsbek einiges ausrechnen: "Die Straße ist aus unserer Sicht gut und erinnert mich an die Wurfstrecken in unserer Heimat", blickt die irische Präsidentin Susan Greene optimisch nach vorne. Athletisches Werfen ist für Vogts gefragt: "Kraft ist angesagt. Wir haben gleich mehrere ausgezeichnete Werfer, die gute Aussichten besitzen."

Das Finale der  EM steigt mit dem Klootschießer-Standkampf (23. Mai, ab 9 Uhr) im Hössen-Sportzentrum in Westerstede. "Die Aktiven haben das Versprechen bekommen, dass wir die Bahn nach dem Wind ausrichten können", erklärt FKV-Verbandsfeldobmann Herbert Braams. Die großzügige Anlage in Westerstede bietet optimale Bedingungen. Für die Zuschauer wird eine Tribüne errichtet. Die Aktiven können sich auf einem nahen, aber ruhig gelegenen Sportplatz einwerfen. In der Sporthalle neben dem Hauptplatz wird eine Abendveranstaltung angeboten.

© / Quelle: Wesermarsch-Zeitung vom 11.02.2004

© / Quelle: Ammerländer Nachrichten vom 09.02.2004

Wettkampffeld noch umstritten

BOßEL-EURO   Niederländer kritisieren Gelände – Iren und IBA jedoch zufrieden
Mit kritischen Augen betrachteten die Vertreter der Boßelverbände die Wettkampfstätten für die Europameisterschaft.

Größtenteils waren sie jedoch zufrieden.

von Jan Kuhlmann

Jan-Dirk Vogts, 2. Vorsitzender des Friesischen Klootschießer-Verbandes (Zwei-ter v. links), zeigt den Vertretern der internationalen Verbände das für den Feldwettkampf der Klootschießer ausge-wählte Gelände in Espern. Der italienische Verband war nicht vertreten.

Foto: Jan Kuhlmann

WESTERSTEDE - Das Rahmenprogramm ist ganz hervorragend, der Platz für den Standkampf im Hössenstadion sehr gut, die Strecke für das Straßenboßeln gut, nur das Gelände für den Feldwettkampf macht etwas Probleme: Dieses Urteil gab Hans Jacobs, Präsident der International Bowl-Playing Association (IBA) gestern in Westerstede ab, wo Vertreter der Verbände aus den Niederlanden, Irland und Schleswig-Holstein die Wettkampfstätten für die Boßel-Europameisterschaft in Augenschein nahmen.  "Sehr schlecht", murrte Gerald Hutten vom "Nederlands Klootschieters Bond" bei der Besichtigung des Feldkampf-areals der Klootschießer in Espern. Das Gelände sei nicht eben, und außerdem stehe viel zu viel Wasser auf dem Gras. "Wenn das Wetter so bleibt, wird die Bahn nicht gut zu bespielen sein", befürchtete er. Jan-Dirk Vogts vom ausrichtenden Ammerländer Kreisverband des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) versuchte ihn zu beruhigen: "Die Wiese ist drainiert, es gibt zwei Pumpstationen, und es wird noch gewalzt", sagte er. Im Mai werde das Gelände völlig anders aussehen. Der irische Verband "Bol Chumann Na h‘Eireann" hatte indes für die Kritik der Niederländer nur ein Achselzucken übrig: "Die Plätze, auf denen wir trainieren, sehen genau so aus", sagte Susan Green. Und die Schleswig-Holsteiner sind im Großen und Ganzen zufrieden, fordern aber eine Verbreiterung der Wurfbahn um fünf Meter. "30 Meter sind Minimum, das wir für unsere Technik brauchen", sagte Ernst Reimers. Auch IBA-Präsident Jacobs ist mit dem ausgewählten Feld zufrieden: "Der FKV hat bei seinem Jubiläumswettkampf 2002 mit seinen guten Wettkampfergebnissen gezeigt, dass das Gelände beboßelbar ist." Zwar seien in der IBA eigentlich Feldkampfstrecken von 1400 Metern üblich, doch sei es akzeptabel, wie in Espern vorgesehen, auf einer 780 Meter langen Stecke in zwei Bahnen zu werfen. Die Strecke für das Straßenboßeln in Halsbek und die Hössensportanlage wurden von allen Verbandsvertretern ohne Bedenken akzeptiert.

 

© / Quelle: friesensport.de-Redaktion vom 08.02.2004

Meica-Boßel-Euro 2004:
Internationale Verbände nehmen Wettkampfgeländer unter die Lupe

Westerstede engagiert sich enorm für das Gelingen der Boßel-Euro im Mai

Feldkampf:  IBA-Präsident Hans Jacobs nicht ganz sorgenfrei
Straßenkampf:   Holsteiner sehen Chancengleichheit nicht gegeben / Iren vollauf zufrieden

Standkampf:  Traumhaftes Gelände auf der Hössensportanlage

 von Gerold Meischen

Westerstede. Am heutigen Sonntag trafen sich in Westerstede Delegierte der vier Gründungsverbände der International Bowlplaying Association (IBA), um die Wettkampfgelände für das internationale Treffen der Boßeler und Klootschießer im Mai 2004 in Augenschein zu nehmen. Seit  1969 finden diese Europameisterschaften zum zwölften Mal statt. Neben Susan Green und Brand Hayes vom irischen Verband Bol Chumann (BC) waren aus den Niederlanden Wilfried Zeverink und Gerhard Huitten vom Nederlandse Klootschieters Bond (NKB) sowie Ernst-Hinrich Reimers, Hinrich Brandt und Udo Schülke vom Verband Schleswig-Holsteinischer Boßeler (VSHB) zu der Sitzung "außerhalb des Protokolls" angereist. Der IBA-Präsident Hans Jacobs war mit dem Verlauf der Sitzung am Samstagabend mehr als zufrieden. "Durch das Diskussionsklima ohne Abstimmungsdruck haben wir insbesondere zukunftsweisende Vorschläge gut beraten können", so Hans Jacobs am Sonntagvormittag in einem Pressegespräch. Keine Zustimmung erhält die IBA-Aufnahme eines zweiten niederländischen Verbandes sowie die Verkleinerung der Mannschaftsstärken. Hans Jacobs befürwortet dagegen die Aufnahme des spanischen Verbandes nach den diesjährigen Europameisterschaften sehr.

Erstmals gehen in der weiblichen Jugend in Westerstede drei statt wie bisher zwei Werferinnen an den Start und neben der Einzelwertung gibt es auch wie bei den Männern, der männlichen Jugend sowie den Frauen in dieser Altersklasse erstmals eine Mannschaftswertung.
Anerkennende Stimmen erntete der Westersteder Jan-Dirk Vogts, als Vertreter des Boßel-Euro-Teams sowie des Friesischen Klootschießerverbandes (FKV) anschließend bei der Besichtigung der Wettkampfstätten. "Die Hössensportanlage ist für den Standkampf bestens geeignet", so die Verbandsfunktionäre. "Westerstede engagiert sich enorm für das Gelingen der Boßel-Euro", so Jacobs. Voll auf zufrieden waren die irischen Vertreter auch mit der Straße in Halsbek für den Wettkampf mit der irischen Eisenkugel, wogegen die Holsteiner sich gerade dort mehr Chancengleichheit wünschen. Jan-Dirk Vogts sagte zu, durch entsprechende Bahnbegrenzungen das Nutzen des Fahrradweges zu verhindern. Nicht ganz sorgenfrei sieht Hans Jacobs allerdings dem Feldkampf in Espern bei Apen entgegen und wünscht sich dort möglichst noch ein Ausweichgelände. "In dem jetzigen Zustand des Geländes kann hier nicht mit der Hollandkugel geworfen werden", so der Niederländer Gerhard Huitten energisch. Insbesondere die verringerten Rolleigenschaften bei Nässe und damit eine Benachteiligung der Boßler gegenüber den Flüchtern ist dem Niederländer ein Dorn im Auge. Umso verständlicher wird die harsche Kritik am Gelände von Niederländischer Seite berücksichtigt man, dass die Niederländer zur EM 1996 von der IBA auf Bitten der teilnehmenden Verbände zu einer kostenintensiven Vorbereitung eines EM-tauglichen Geländes mit einer durchgehenden Bahnlänge gedrängt wurden und nun entgegen der geltenden Wettkampfregeln eine geteilte Wettkampfbahn zugelassen werden soll. Jan-Dirk Vogts hatte bereits in der Pressekonferenz zu diesem Punkt deutlich zu verstehen gegeben, dass trotz intensiver Suche kein geeigneteres Gelände verfügbar ist. Sollte der Boden des Wettkampfgeländes allerdings auch im April durch das Wasser noch so aufgeweicht sein, werden sich die Organisatoren kurzfristig mit den teilnehmenden Verbänden beraten müssen. Erstmals nach der Winterpause testen die FKV-Aktiven am 13. März das Gelände beim Qualifikationswerfen mit der Hollandkugel. IBA-Vorsitzender Hans Jacobs brachte die Diskussion mit den Worten "Wer heute hier mit beruhigtem Gefühl wegfährt, ist ein fahrlässiger Mensch" zum Abschluss.

Im Rahmen der Pressekonferenz teilte Orgateam-Leiter Jan-Dirk Vogts mit, dass Herbert Freese die Aufgaben des berufsbedingt verhinderten Jens Hullmeine (Pressekoordination) im Orgateam übernimmt.

 

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Foto:  Ute Draschba / Gerold Meischen