© / Quelle: Ute Draschba und Gerold Meischen / 10.11.2003

 

Boßeln in der Wedemark
Boßelpräsentation: Projektmanager versuchen sich im Straßenboßeln

Von Ute Draschba und Gerold Meischen

 

Wedemark-Wennebostel Am vergangenen Samstag trafen sich Verantwortliche der PMF-Excellence, einem Unternehmensverbund von qualifizierten Projektmanagement-Spezialisten, und Lehrgangsabsolventen zu einer Kennenlern-Tour "Boßeln" in der Wedemark (Großraum Hannover). Tjark Bartels, Geschäftsführer der Econet Projektmanagement GmbH im PMF-Exellence-Verbund und Initiator der Tour, begrüßte 21 Boßelinteressierte am Start. Aus der Hochburg des Boßelsports "Oldenburg/Ostfriesland" hatte er eigens für die Tour mit Ute Draschba und Gerold Meischen zwei Kenner des Boßelsports als Coaches gewinnen können. Bei nahezu ideal-repräsentativen äußeren Bedingungen (kalt-pfeifender Ost-Wind) machten sich die Teilnehmer in einer Kurzpräsentation mit der Geschichte des Boßelns und grundlegenden Regeln und Techniken vertraut, um dann auf der Straße gerade Erfahrenes selbst umzusetzen. In vier Gruppen traten die Kontrahenten mit Gummi- und Holzkugel in zwei Paarungen gegeneinander an. Die Tücken des Terrains stellten hohe Anforderungen an die Teilnehmer und ließen Platz für aufkommenden sportlichen Ehrgeiz. In relativ kurzer Zeit hatten die Teilnehmer eine eigene Harmonie aus Kraftaufwand und Fingerkniff für sich gefunden und trugen mit stetig steigenden Weiten zum Raum gewinnenden Wettkampfflair bei. Als Höhepunkt der ersten Teilstrecke quittierte eine wuchtig geschossene Holzkugel das Aufsetzen auf der Straße mit Kapitulation und zerbarst in zwei Teile - die Ersatzkugel bewies mehr Widerstandsfähigkeit und hielt bis zum Ende durch. Auf der ersten Teilstrecke machte sich der durch die Straßen- und Wegebeschaffenheit ausgemachte Vorteil der Gummikugel gegenüber der Holzkugel bemerkbar und den Gummigruppen gelang es schnell, einen stattlichen Vorsprung bis zur Wendemarke zu holen. An der Wendemarke wurde neben der obligatorischen Stärkung ein Kugeltausch vorgenommen, damit jeder Teilnehmer das Boßeln mit Gummi- und Holzkugel erfahren konnte. Wie erwartet gingen die mit der Gummikugel gewonnenen Vorsprünge auf dem zweiten Streckenabschnitt mit der Holzkugel genauso schnell wieder verloren und am Zielstrich waren fast ausgeglichene Ergebnisse zu vermerken.

Beim anschließenden gemütlichen Abschluss in Wennebostel bei Grünkohl und Pinkel übten die Teilnehmer eine durchweg positive Manöverkritik. Der Gedanke, im Großraum Hannover einen eigenen "Boßelverein" zu initiieren, gewann frühzeitig vielfältige Konturen.

 

 

Aufbruchstimmung: Aufmerksam lauschen die Teilnehmer den Einweisungen am Start.

 

Machte auf der Strecke "schlapp": Der hohen Wurfkraft war die Kugel nicht gewachsen,