© / Quelle: Anzeiger Harlingerland Online vom 18.08.2003

 

Westeraccum besiegt Reepsholt im Finale

Klootschießen: Aufstieg in die Landesliga

Bereits der vierte Landesmeistertitel für Neuwesteel

 

Mamburg/Stedesdorf/dge – Die gesamte ostfriesische Klootschießerspitze traf sich am neuen Mamburger Vereinsheim, um die Landesmeister, Aufsteiger und Absteiger der Saison 2003 zu ermitteln und aus der Hand des Landesvorsitzenden Jochen Ahrends sowie der Wettkampfleitung Plaketten und Urkunden entgegenzunehmen. Ahrends dankte dem KBV Mamburg für die vorbildliche Ausrichtung dieser Wettkämpfe und ließ es sich nicht nehmen, zum neuen Vereinsheim zu gratulieren. In direktem Anschluss an die offiziellen Wettkämpfe lieferten sich Weltrekordler Stefan Albarus und der deutsche Meister Hans Georg Bohlken sowie Dirk Taddigs und Frank Goldenstein einen „Showkampf“ mit Schleuderball und Klootkugel. In diesem von Eilert Taddigs launig moderierten Wettkampf konnte sich schließlich Bohlken als Sieger durchsetzen.

Klootschießer-Landesliga Während in der höchsten Spielklasse der Klootschießer der alte und neue Landesmeister „Uitersthörn“ Neuwesteel schon seit dem letzten Spieltag feststand, kämpften Langefeld und Ardorf noch um den Abstieg. Langefeld konnte jedoch nicht in Bestbesetzung antreten und hatte somit schlechte Karten. Schon im Standkampf konnte Ardorf sich um 211 Meter absetzen. Im anschließenden Feldkampf erforderte der teilweise weiche Mullsand nicht nur kraftvolles, sondern vor allem präzises Werfen. Hiermit hatten so manche Cracks ihre Schwierigkeiten. Ardorf konnte Langefeld auch hier auf Distanz halten und sicherte sich den Verbleib in der höchsten Spielklasse. Zwischen Norden und Neuwesteel entwickelte sich hier ein spannendes Match, in dem „Noord" lange Zeit den Ton angab. Erst mit dem 19. Wurf übernahm Neuwesteel die Führung, um sie mit dem letzten Wurf um 3 Meter wieder abzugeben. Abschlusstabelle: 1. Neuwesteel 1.463:32 15:1 2. Norden 851:215 10:6 4. Ardorf 505:718 6:10 3. Langefeld 345:674 3:13

Aufstieg in die Landesliga Im Wettkampf um den Aufstieg in die Landesliga zwischen den Bezirksliga-Meistern Reepsholt und Westeraccum konnten sich die Accumer auf dem Sportplatz in Stedesdorf erwartungsgemäß deutlich mit 175 Meter in Führung setzen. Im anschließenden Feldkampf wuchs Reepsholt über sich hinaus und warf weiter als die Landesligamannschaften. Zwischenzeitlich lag man fast 2 Wurf in Front. Westeraccum konnte das Ergebnis mit Mühe auf 100 Meter drücken und somit den Aufstieg in die Landesliga retten. Ergebnis: Standkampf: 175 Meter für Westeraccum Feldkampf: 100 Meter für Reepsholt Endergebnis: 75 Meter für Westeraccum Aufsteiger: Westeraccum

Aufstieg in die Bezirksliga Die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga nahmen den erwarteten Verlauf. Bereits im Vorfeld wurden die Mannschaften von Horsten und Westeraccum II als Favoriten genannt, hatten sie doch die stärkeren Flüchter in ihren Reihen. Burhafe und Langefeld II mussten darauf setzen, die etwas stärkeren Flüchterteams auf der Hollandkugelbahn zu überraschen. Beim Standkampf zeigten die Favoriten dann auch ihr ganzes Können. Dabei verfehlte Horsten nur knapp einen 60 m-Schnitt. 1.183 m standen am Ende zu Buche. Es folgte die Mannschaft aus Westeraccum, die mit 1.116 m ganze 67 m hinter den Friedeburgern lag. Burhafe vermochte nicht ganz zu überzeugen, Langefeld II war nur mit einer Rumpfmannschaft angereist Auf der schwierigen Feldkampfbahn konnten sich Horsten und Westeracum immer weiter von den Konkurrenten absetzen und lieferten sich ein packendes Finish um den Tagessieg. Die Accumer hatten es in der Hand, Horsten noch von Platz eins zu verdrängen. Am Ende langte es nicht ganz. Zwar nahm man den „Altonas“ noch 59 m ab, es fehlten letztlich aber 8 m. Burhafe und Langefeld konnten von Beginn an nicht mit den beiden Topp-Teams mithalten. Der Aufstieg aber war den Mannschaften von Horsten und Westeraccum II vorbehalten. Dabei lösen die Accumer Moordorf in der Bezirksliga West ab; Horsten nimmt den Platz von Wiesederfehn in der Bezirksliga Ost ein. Die Ergebnisse: (Standkampf / Feldkampf / Gesamt) 1. Horsten 1.183 m: +265 m / +173 m / +438 m; 2. Westeraccum II 1.116 m: +198 m / +232 m / +430 m; 3. Burhafe 1.028 m: +110 m / + 25 m / +135 m; 4. Langefeld II 918 m: + 0 m / 0 m / 0 m

Frauenliga Im letzten Wettkampf der Frauenliga sind alle vier Vereine in Stedesdorf aufeinander getroffen. Obwohl der Landesmeister bereits feststand, wollte jeder die begehrten vier Punkte auf einen Schlag holen. Im Standkampf standen sich die Vereine Ostermarsch und Ardorf sowie Westeraccum und Hage gegenüber. Am Ende des Standkampfes führte Ostermarsch mit 726 m, vor Westeraccum mit 700 m, Ardorf mit 664 m und Hage mit 645 m. Aber es kam ganz anders. Denn die Feldkampfbahn ähnelte der des Wittmunder Waldes, wo die Ardorferinnen zu Hause sind. Die Ardorfer nutzten die Gunst der Stunde und gewannen gegen Ostermarsch mit 57 m. In der zweiten Paarung gewann Westeraccum gegen Hage mit 75 m. Im Ergebnis hatte Westeraccum einen Vorsprung von 75 m, Ostermarsch von 179 m und Ardorf von 236 m. Im Endergebnis konnte Ostermarsch mit knappen 5 m Vorsprung vor Ardorf das Finalwerfen gewinnen. Ergebnis (Standkampf /Differenz Feldkampf / Gesamt / Punkte 1. Ostermarsch 726 m/81 m/179 m/260 m/4 : 0; 2. Ardorf 664 m/19 m/236 m/255 m/3:1; 3. Westeraccum 700 m/55 m/75 m/130 m/2:2; 4. Hage 645 m/0 m/0 m/ 0 m/1:3. Abschlusstabelle 1. Ostermarsch 7 1565:109 14:2 2. Ardorf 7 1334:218 9:7 3. Westeraccum 7 1112:298 8:9 4. Hage 7 695:856 3:13

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Schaukampf der Champions
   

Schleuderball

  Punkte   Klootschießen   Punkte   Gesamt   Platz
Frank Goldenstein   70,50   63,10   66,00   266,13   68,70   71,40   70,50   210,60   476,73  

4.

Dirk Taddigs   54,20   68,40   69,50   256,13   83,00   79,10   77,90   238,00   494,13   3.
Stefan Albarus   69,30   69,60   71,40   280,40   86,00   78,80   84,00   248,80   529,20   2.
Hans-Georg Bohlken   69,00   68,70   68,60   275,07   89,50   87,10   85,00   261,60   537,67   1.

 

Finale Landesliga
    Stand   Diff.  

Feld

Diff.

 

Gesamt

Diff.

  Platz   Abschlusstabelle
Langefeld   1.001   0   0   0   4   345 m : 674 m   3 : 13   4.
Ardorf   1.212   211   175   386   3   505 m : 718 m   6 : 10   3.
Norden   1.304   303   224   527   2   851 m : 215 m   10 : 7   2.
Neuwesteel   1.392   391   221   612   1   1.463 m : 32 m   15 : 1   1.
 
 
Aufstieg Landesliga    Westeraccum - Reepsholt
Standkampf   175 Meter für Westeraccum  
Feldkampf   100 Meter für Reepsholt  
Endergebnis   75 Meter für Westeraccum reichen zum Aufstieg in die Landesliga  

 

Aufstiegsspiele Kreisligen  (Bericht von Jens Kleen)

Die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga nahmen den erwarteten Verlauf. Bereits im Vorfeld wurden die Mannschaften von Horsten und Westeraccum II als Favoriten genannt, hatten sie doch die stärkeren Flüchter in ihren Reihen. Burhafe und Langefeld II mussten darauf setzen, die etwas stärkeren Flüchterteams auf der Hollandkugelbahn zu überraschen. Beim Standkampf zeigten die Favoriten dann auch ihr ganzes Können. Sowohl Horsten, als auch Westeraccum konnten an ihre TOP- Leistungen in der Saison anknüpfen. Dabei verfehlte Horsten nur knapp einen 60 m–Schnitt. 1.183 m standen am Ende zu Buche. Es folgte die Mannschaft aus Westeraccum, die mit 1.116 m ganze 67 m hinter den Friedeburgern lag. Burhafe vermochte nicht ganz zu überzeugen. Den Wittmundern war im Vorfeld mehr als die 1.028 m zuzutrauen. Langefeld II war nur mit einer Rumpfmannschaft angereist, ansonsten wäre auch dort sicherlich mehr drin gewesen, als die angebotenen 918 m. Auf der schwierigen Feldkampfbahn konnten sich Horsten und Westeracum immer weiter von den Konkurrenten absetzen und lieferten sich ein packendes Finish um den Tagessieg. Die Accumer hatten es in der Hand, Horsten noch von Platz eins zu verdrängen. Am Ende langte es nicht ganz. Zwar nahm man den „Altonas“ noch 59 m ab, es fehlten letztlich  aber 8 m. Burhafe und Langefeld konnten von Beginn an nicht mit den beiden TOP-Teams mithalten, lieferten sich aber ihrerseits einen packenden Wettkampf. Burhafe hatte hier das bessere Ende für sich und ließ Langefeld 25 m hinter sich. Der Aufstieg aber war den Mannschaften von Horsten und Westeraccum II vorbehalten. Dabei lösen die Accumer Moordorf in der Bezirksliga West ab; Horsten nimmt den Platz von Wiesederfehn in der Bezirksliga Ost ein.

 

Aufstiegsrunde Bezirksligen
    Stand   Diff.  

Feld

Diff.

 

Gesamt

Diff.

  Platz
Langefeld II   918   0   0   0   4
Burhafe   1.028   110   25   135   3
Westeraccum II   1.116   198   232   430   2
Horsten   1.183   265   173   438   1
                     

Finale Landesliga Frauen:  (Bericht von Thomas Erdmann)

Im letzten Wettkampf der Frauenliga sind alle vier Vereine in Stedesdorf aufeinander getroffen. Da der Landesmeister bereits feststand, wollte jedoch jeder die begehrten vier Punkte auf einen Schlag holen. Im Standkampf standen sich die Vereine Ostermarsch und Ardorf sowie Westeraccum und Hage gegenüber. Am Ende des Standkampfes führte Ostermarsch mit 726 m, vor Westeraccum mit 700 m, Ardorf mit 664 m und Hage mit 645 m. Somit sah es nach einem Kopf an Kopf-Rennen zwischen Ostermarsch und Westeraccum aus. Aber es kam ganz anders. Denn die Feldkampfbahn ähnelte der des Wittmunder Waldes, wo die Ardorfer zu Hause waren. Die Ardorfer nutzten die Gunst der Stunde und gewannen gegen Ostermarsch mit 57 m. In der zweiten Paarung gewann Westeraccum gegen Hage mit 75 m. Im Ergebnis hatte Westeraccum einen Vorsprung von 75 m, Ostermarsch von 179 m und Ardorf von 236 m. Im Endergebnis konnte Ostermarsch mit knappen 5 m Vorsprung vor Ardorf die begehrten vier Punkte verbuchen und ist somit verdienter Landesmeister 2003.

  

Finale Landesliga Frauen
    Stand  

Feld

 

Gesamt

  Platz   Abschlusstabelle
Hage   645   0   645   4   695 m : 856 m   3 : 10   4.
Westeraccum   700   75   775   3   1.112 m : 298 m   8 : 7   3.
Ardorf   664   236   900   2   1.334 m : 218 m   9 : 6   2.
Ostermarsch   726   179   905   1   1.565 m : 109 m   14 : 2   1.

 

Bestenlisten 2003:

       

Stefan

Albarus

(M I)

 

Siegfried

Wilberts

(M II-IV)

 

Thorsten

Gerdes

(m.Jug.)

 

Antke

Schmidt

(w.Jug.)

 

Anke

Sjuts

(Frauen)

 

TOP-10  Männer

1. Stefan Albarus Norden 93 m
2. Dirk Taddigs Neuwesteel 89 m
3. Robert Djuren Westeraccum 81 m
4. Friedrich Christians Münkeboe 79 m
5. Frank Goldenstein Blomberg  76 m
5. Jörg Gronewold Langefeld 76 m
5. Lothar Taddigs Berumbur  76 m
8. Karsten Biermann Westeraccum 74 m
9. Helmut Freudenberg Neuschoo 73 m
9. Volker Tebben Neuwesteel 73 m
 

TOP-10 Männer II/III/IV

1. Siegfried Wilberts Berumbur 81 m
2. Hans-Jürgen Holzenkämpfer Norden 77 m
3. Eilert Taddigs Neuwesteel  71 m
4. Peter Menken (III) Ardorf     70 m
4. Karl-Alfred Siebels Norden 70 m
6. Gerd Eilers (III) Willen 68 m
7. Hinrich Goldenstein Blomberg  67 m
7. Helmut Siefken (III) Willen 67 m
9. Ewald Gronewold Langefeld 65 m
10. Wilhelm Rahmann Reespholt     64 m
10. Fritz Christians Münkeboe 64 m
     

TOP-10  männl. Jugend

1. Thorsten Gerdes Blomberg 65 m
2. Timo Barkhoff Neuwesteel 62 m
3. Dennis Goldenstein Moordorf 60 m
4. Jochen Goldenstein Berumburg 58 m
4. Daniel Heiken Moordorf 54 m
6. Jürgen Sassen Westeraccum 52 m
7. Wilko Rahmann Reespholt 50 m
7. Wilko Brauer Uttel 50 m
9. Jens Wübbenhorst Willen 47 m
10. Helge Enkelmann Willen 46 m
   
     

TOP-10  weibl. Jugend

1. Antke Schmidt Westeraccum 45 m
2. Linda Fekken Hage 41 m
3. Pia Bramkamp Ardorf 39 m
3. Claudia Cornelius Ardorf 39 m
5. Carina Ihben (B) Hage 38 m
6. Tanja Otten Ardorf 36 m
7. Sandra Flick Hage 35 m
8. Meike Müller Ardorf   33 m
8. Inga Siebels Hage 33 m
10. Britta Janssen Hage 32 m
 

TOP-10  Frauen

1. Anke Sjuts Norden 62 m
2. Andrea Blonn Ostermarsch 51 m
3. Tanja Blonn Ostermarsch 49 m
4. Maike Buss Westeraccum 45 m
5. Heike Arends Ardorf 42 m
6. Saskia Kassjens Westeraccum 40 m
7. Tomke Barfknecht Westeraccum 38 m
7. Andrea Meyer Ostermarsch 37 m
9. Sonja Eilers Ostermarsch 36 m
9. Kerstin Noormann Ostermarsch 36 m

 

© / Quelle: Anzeiger Harlingerland Online vom 19.08.2003

 

Boßel und Kloot gleich wichtig

„Vörut“ Mamburg hat jetzt einen 115 Meter langen Klootschießerplatz

Mamburg/hin – „Johannes Dasenbroock“ ist ein lebendiger Name beim Klootschießer- und Boßelverein „Vörut“ Mamburg und jetzt auch noch verewigt: Der erste 1. Vorsitzende des Vereins, gegründet 1956, ist Namensgeber für den neuen Klootschießerplatz, der vorgestern während des Klootschießerwochenendes (Der „Harlinger“ berichtete), eingeweiht wurde. Norbert Oelrichs, der jetzige und inzwischen vierte 1. Vorsitzende betonte in seiner Einweihungsrede, dass die Mamburger mit ihrem neuen Platz zeigen wollen, dass zum Heimatsport mehr als „nur“ Boßeln gehört. Auch das „Klootscheeten, Schleuderball und Hollandkugelschmieten“ gehöre dazu. Deshalb habe man sich bei dem Bau des Vereinsheimes vor einem Jahr gesagt: „Wi boon wat richtiges mit een grooten Fläche vör all uns Sportarten“. Auch Herbert Freese, Kreisverbandsvorsitzender der Kreisverbandsacht erinnerte an die Zeit, in der die Heimatsportarten Boßeln und Klootschießen gegeneinander um die Gunst der Sportler kämpften. Gemeinsame Sache würde aber zum Erfolg führen. Freese brachte als Geschenk des Kreisverbandes neue Flüchterkugeln und Urkunden mit Werferbedingungen von 1912 mit nach Mamburg. Dass Boßeln und Klootschießen nicht immer ein so selbstverständlicher Sport ist, den die Mamburger heute beim Gästeboßeln auch wieder an Urlauber weitergeben, erzählte Oelrichs: Im 18. Jahrhundert sei der Heimatsport verboten worden, wohl auch wegen der Prozente, die beim Feiern über Siege floßen. „Aber wi hebbt uns nich ünnerkriggen latten“, freut sich Oelrichs. 115 Meter lang ist der Platz: genug Weite für noch bessere Schießer wie es die Mamburger zur Zeit sind. Stellvertretender Landrat Wilhelm Ebrecht lud daher ein, sich auch in Zukunft im Ostfriesensport zu steigern. Der Verein habe gute Voraussetzungen für eine erfolgreiche Jugendarbeit geschaffen. Das sei besonders wichtig für die heutige Arbeitslosigkeit der Jugendlichen, erklärt Bürgermeisterin Anne Meemken. Wenn schon nicht bei der Arbeit so denn wenigstens beim Sport Anerkennung zu ernten, sei für die Jugendlichen eine erfolgreiche Aussicht.