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Ergebnisse:
Männer
Frauen
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Quelle:
Ostfriesische Nachrichten vom 16.04.2002
Boßeln: Teams des BV
Pfalzdorf und des BV Reepsholt setzen Maßstäbe
1. FKV-Finalrunde: Pfalzdorfer Frauen
überraschen die Konkurrenz
fwa
Pfalzdorf/Reepsholt. Reibungslos verlief die erste Finalrunde
der Mannschaftsmeisterschaften des Friesischen Klootschießer Verbandes
(FKV) im Straßenboßeln. Sportlich setzten die ostfriesischen Meister
Pfalzdorf und Reepsholt bereits am ersten Tag die Maßstäbe. Die
favorisierten Titelverteidiger nutzten ihren Heimvorteil und schoben
sich mit jeweils zwölf Punkten gleich an die Spitze.
Sowohl in Pfalzdorf als auch in Reepsholt hatten die Organisatoren
alles im Griff. Der gewohnt starke Autoverkehr in Richtung Schoost war
für die Frauen-Wettbewerbe das wohl einzige Hindernis.
Männer
Insbesondere die Pfalzdorfer Männer versetzten die Konkurrenz in
Erstaunen. Das Team von Frido Walter war auf den Punkt konzentriert
und bot auf teilweise sehr hohem Niveau eine geschlossene
Mannschaftsleistung. Ähnlich wie bereits vor zwei Jahren brauchte der
Rekordmeister an gleicher Stelle erneut insgesamt nur 197 Wurf mit
allen vier Gruppen. Als bestes Gruppendetail zeichnete sich mit 45
Wurf die zweite Gummigruppe aus. Mit diesem Resultat waren Eckhard
Kerl und Co. einsame Spitze.
Doch auch die beiden Holzgruppen lieferten den Zuschauern eine
prächtige Partie. Mit 18 Wurf Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus
Halsbek war der Leistungsunterschied zu den anderen fünf Mannschaften
am Sonntag überaus deutlich.
Dennoch kam auch beim Oldenburger Meister Freude auf. Denn aufgrund
des Punktesystems verschaffte sich das Team von Eduard Dieken mit zehn
Punkten eine gute Ausgangsposition für das Heimspiel nächste Woche.
Bereits auf der Wende rochen die erfahrenen Ammerländer den Braten.
Der Kontakt zu Pfalzdorf ging zwar verloren, doch lag mit Westeraccum
nur ein Team gleichauf im Kampf um den zweiten Platz. Im Ziel war
Halsbek clever genug, die Accumer mit drei Wurf auf Distanz zu halten.
Nicht nur der vor dem Match noch tiefstapelnde Halsbeker
Mannschaftsführer hatte von dem Ostfriesland-Vizemeister und
insbesondere auch von Ardorf mehr Gegenwehr erwartet. In der Tat
konnten die Neulinge, darunter auch Spohle, nicht ihr ganzes
Leistungsvermögen abrufen.
Westeraccum sicherte sich mit einem Wurf im direkten Vergleich gegen
den Oldenburger Vizemeister jedoch immerhin den dritten Platz und
damit sechs wichtige Punkte.
Die Ursache für den vierten Rang der Spohler lag in Gummi I begründet,
die allein schon 59 Wurf benötigten.
Ardorf konnte kurzfristige Ausfälle nicht kompensieren. Doch damit
allein war die insgesamt schwache Vorstellung der Wittmunder nicht zu
begründen. Auch hier lag Gummi I der Ardorfer mit 60 Wurf völlig
daneben. Der ostfriesische Aufsteiger musste Spohle um drei Wurf
vorbeiziehen lassen und behauptete am Ende mit Mühe den fünften Platz
vor Schweinebrück.
Das Team von Gisbert Stulke war vor allem in den Zweitgruppen
überfordert.
Frauen
Wie erwartet machte
auch der ostfriesische Meister der Frauen seine Hausaufgaben.
Reepsholt legte den Grundstein für den Tagessieg mit einer kompakten
Mannschaftsleistung.
Der Favorit, der bei Halbzeit unerwartet mit einem Wurf zurücklag, kam
mit 52 beziehungsweise 53 Wurf über die Ziellinie. Zwischenzeitlich
überraschte ein Neuling der Finalrunde die Konkurrenz. Reepsholt
stockte kurzzeitig der Atem, als die Frauen von Pfalzdorf auf der
Wende das beste Resultat markierten. Insbesondere die Gummigruppe um
Marion Reuter zeigte ein atemberaubendes Match. Was im Punktspiel vor
einigen Wochen noch nicht ganz klappte, lief diesmal wie am
Schnürchen. Der Aufsteiger sorgte mit insgesamt zwei Wurf Rückstand
auf Reepsholt und dem besten Gruppendetail (48 Wurf) für einen tollen
Einstieg in diese Endrunde.
Kaum verbessert gegenüber dem Punktspiel zeigte sich dagegen Upgant/Schott.
Erneut mußte der Ostfriesland-Vizemeister acht Wurf auf den
Tabellenführer hinnehmen. Die Schottjer Frauen kommen mit der Strecke
der Friedeburgerinnen einfach nicht zurecht.
Der dritte Platz geriet jedoch nicht in Gefahr. Halsbek, sichtlich
beeindruckt von der Galavorstellung des Gegners mit der Gummikugel,
behauptete mit sechs Wurf Rückstand auf Schott zumindest den vierten
Platz. Der Oldenburger Meister musste jedoch, wie auch Schweinebrück
und Westerscheps, vor allem gegen Ende der Partie dieser Kraftstrecke
seinen Tribut zollen.
Westerscheps schob sich um drei Wurf am Oldenburger Vizemeister vorbei
und kassierte dafür noch vier Punkte. Schweinebrück übernahm damit in
beiden Königsklassen vorerst die rote Laterne. |