FKV-Meisterschaft Hollandkugel

Auswahlwerfen Klootschießen vom 13.04.2002

Hollandkugelwerfen:

Hans-Jürgen Fleßner und Marina Kloster holten Gold bei den FKV-Meisterschaften

Unstimmigkeiten bei der Wertung

Nominierung von Simone Davids oder Michaela Raddatz steht noch aus

 Von Ute Draschba

 

Dornumersiel. Das schwierige Hollandkugelgelände wurde am Samstag, 13. April 2002 nicht nur vielen Aktiven  zum Verhängnis. Vielmehr erwies es sich als Stolperstein für die FKV-Funktionäre. Denn die Wettkampfbedingungen über die Bahnbegrenzung konnten nicht eindeutig ausgelegt werden. Einige Würfe profitierten vom Trüll auf der befestigten Deichkrone, anderen Würfen wurde dieser Trüll aberkannt. Somit ist das Ergebnis, dass der zweite Vorsitzende des Friesischen Klootschießerverbandes, Gerold Christoffers bei der Siegerehrung veröffentlichte noch unter Vorbehalt, zumindest hinsichtlich der Nominierung für das internationale Treffen zum 100jährigen Jubiläum des FKV.

 

Hollandkugel Männer I  Durch perfekte Technik glänzte wieder einmal Hans-Jürgen Fleßner mit der Hollandkugel. Der Nordener trat im direkten Vergleich gegen Hans-Georg Bohlken an. Beide lieferten sich bis zum letzten Wurf einen spannenden Wettkampf. Nach den sechs zu absolvierenden Würfen behielt Hans-Jürgen Fleßner mit 534,80 Meter zu 505 Meter von Hans-Georg Bohlken die Nase vorn.  Lediglich die beiden Esenser Robert Djuren (532 Metern) und Helmut Freudenberg (511,90 Meter) toppten dann zumindest Bohlkens Ergebnis. Wobei Helmut Freudenberg seine Nominierung für das Internationale Treffen zurückzog und auf einen Start verzichtete. Neben Hans-Jürgen Fleßner, Robert Djuren, Hans-Georg Bohlken werden voraussichtlich Karsten Biermann (Esens) und Horst Dieling (Esens) die Farben des FKV vertreten.  Hollandkugel Frauen I  Die Norder Übermacht mit Marina Kloster (436,6 Meter), Anke Sjuts (430,5 Meter) und Simone Davids (421,4 Meter) kratzte lediglich Michaela Raddatz aus Friedeburg (421,3 Meter) an. Erst im Stechen gegen Simone Davids unterlag die Reepsholterin mit nur einem halben Meter. Allerdings ist die Wertung auch hier noch nicht ganz endgültig, denn auch Michaela Raddatz hatte einen Wurf dabei, dessen Trüll auf der Deichkrone nicht mitgewertet wurde. Bei den Frauen gehen drei Werferinnen beim internationalen Kräftemessen an den Start.  Standkampf mit der Klootkugel  Neben dem Feldkampf mit der Hollandkugel wurde auch die Qualifikation für den Standkampf mit dem Kloot in Dornumersiel ausgetragen. Bei den Männern siegte Hans-Georg Bohlken (264,5 Meter mit 4 Würfen/90,8 Meter Höchstwurf) vor Stefan Albarus (258,4/87), Henning Feyen (245/83,4), Detlef Müller (244/82,2), Dirk Taddigs (241,7/82) und Ersatzwerfer Dirk Schomaker (231,2/77,8). Für den Standkampf der Frauen qualifizierten sich Sandra Schimanski (162,9/55,8), Michaela Raddatz (160,2/55,1) und Marina Kloster (148,4/51,2). Ersatzwerferin ist die A-Jugendliche Antje Buss (131,5/46,1).

 

© / Quelle:   Ostfriesen-Zeitung vom 15.04.2002

Klootschießer: Siegerehrung auf der Bühne hinterm Deich
Friesischer Klootschießer Verband trug am Sonnabend seine Meisterschaften aus

Schiedsgericht entscheidet über „Abkürzungen“



ich Dornumersiel. Der Friesische Klootschießer Verband (FKV) trug am Sonnabend in Dornumersiel seine Verbandseinzel- und -mannschaftsmeisterschaften aus. Insgesamt nahmen sechs von 13 Kreisverbänden teil. 149 begeistertes Klootschießer kämpften um die Teilnahme beim Jubiläumswerfen (Ergebnisse folgen). „Wir hatten direkt hinter dem Deich ein sehr schönes Gelände für unseren Wettkampf“, lobt Johannes Claashen, Frauenwartin des FKV. „Auch wenn die Strecke nur sechs Wurf zuließ, sonst machen wir zehn.“  Besonders gefreut hat sie, dass viele Feriengäste stehenbleiben und zukuckten. „Wir erklären den Leuten gerne, was wir machen und wie unser Sport heißt.“ Trotz der Gespräche am Rande hab es „beachtliche Leistungen“ gegeben. Allerdings noch keine exakte Teilnehmerliste für den Feldkampf beim Jubliäumswerfen. Über den Ausgang dieses Wettstreits muss jetzt noch das Schiedsgericht entscheiden. Teilnehmer des Wettkampfes berichten von „Abkürzungen“, die einige Werfer entlang des Deiches genommen haben sollen. Die Entscheidung über die Teilnehmer soll in den nächsten Tagen fallen. Die Siegerehrung für die Meisterschaftskämpfe wurde direkt an Ort und Stelle vorgenommen. Direkt hinterm Deich war dafür eine Bühne aufgebaut worden.