© / Quelle:   Gemeinnützige (NWZ) vom 26.03.2002

Überraschungen am letzten Wettkampftag
Für die „Besten der Besten“ geht es im April und Mai weiter

Landesverbände ermitteln die FKV-Meister
In der Tabelle hat sich noch einiges getan.

Die Werfer für die Finalrunde stehen fest.

Von Gerold Meischen und Ute Draschba

 

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Für Landesligist Spohle (das Bild zeigt Wilfried Müller beim Anwurf) lief der letzte Punktspieltag der Boßelsaison nicht ganz nach Plan. Die Mannschaft rutschte auf Platz zwei ab.    

Bild: Kirsten Bäckermann

 

Friesland. „Doppelt hält besser“, meinten die Halsbeker und machten am vergangenen Wochenende die Landesmeisterschaft sowohl mit dem Frauenteam als auch mit der Männermannschaft perfekt. Am Sonntag wurde die Punktspielsaison der Boßler abgeschlossen. In der Landesliga der Männer überstand neben Sandelermöns Grabstede das „Kellerduell“ nicht und steigt ebenfalls ab. Bei beiden Mannschaften handelt es sich um Nord-West-Vereine. Somit steigen in den Nord-West-Ligen jeweils zwei Mannschaften ab. Die drei Erstplatzierten aus Halsbek, Spohle und Schweinebrück treffen in der Finalrunde auf die Ostfriesen aus Pfalzdorf, Westeraccum und Ardorf. Am 14. April in Pfalzdorf, am 21. April in Halsbek und am 5. Mai im Kreisverband Norden starten die „Besten der Besten“ im Straßenboßeln. Am drittletzten Wettkampftag übernahmen die Clevernser die Führung in der Verbandsliga Nord-West und verwiesen Zetel-Osterende auf Platz zwei. Moorwarfen konnte sich nicht mehr vor dem Abstieg retten, ebenso wechselt Bockhorn in die Bezirksliga. Aufsteiger Förrien-Minsen schaffte den Klassenerhalt. In der Verbandsliga Süd-Ost konnte sich Torsholt (18:10) mit drei Punkten Vorsprung die Meisterschaft und den Aufstieg in die Landesliga sichern. Dahinter rangieren Leuchtenburg, Langendamm/Dangastermoor als Aufsteiger aus der Bezirksliga, Reitland, Haarenstroth und Altjührden (alle 15:13). Altjührden führte lange Zeit die Tabelle an, findet sich am Ende aber nur auf Platz sechs wieder. Schweewarden gelang das Kunststück, beim Ex-Landesligisten Haarenstroth am letzten Spieltag mit 12:1 zu punkten und sicherte sich damit den Klassenerhalt vor Waddens. Mit Jever und Hohenkirchen steigen in der Bezirksliga Nord-West gleich zwei Jeverlandteams ab. Wiefels landet „nur“ im sicheren Mittelfeld. Bohlenbergerfeld steigt in die Verbandsliga auf. In der Bezirksliga Süd-Ost dominierte Stapel nach Belieben. Halsbek konnte bis auf zwei Punkte aufschließen und steigt ebenfalls in die Verbandsliga auf. Streek-Hohenberge konnte auch in der Bezirksliga nicht mithalten und geht nun in die Bezirksklasse Süd-Ost. Für die Vereine im Tabellenmittelfeld (Obenstrohe, Langebrügge, Hollwege und Mentzhausen) war es ein geruhsames Jahr, denn zu früh stand Streek-Hohenberge als Absteiger fest. Mit Tarbarg und Dänikhorst aus der Bezirksklasse sowie Waddens aus der Verbandsliga sollte für die neue Saison mehr Leben in die Liga kommen. Richtig glänzen konnte der Liganeuling der Bezirksklasse West aus Oldorf. Am Ende heißt es zwar nur Platz vier, aber zur Nummer eins aus Osterforde fehlen lediglich zwei Punkte. Waddewarden und Friederikensiel steigen ab. Tarbarg (Bezirksklasse Süd-Ost) sicherte sich mit einem Punkt Vorsprung gegenüber Dänikhorst den Aufstieg in die Bezirksliga Süd-Ost. Um den überraschend freigewordenen zweiten Aufstiegsplatz rangen bis zum letzten Spieltag die Mannschaften aus Dänikhorst (18:10), Roggenmoor/Klauhörn (16:12) und Portsloge (16:12). Moorriem zeigte ungeahnte Auswärtsstärke beim Absteiger Moorburg/Hollriede (7:21), holte den sechsten Gesamtplatz und ermöglichte Sandhatten noch den Klassenerhalt.

 

© / Quelle:   Wesermarsch-Zeitung (NWZ) vom 26.03.2002

Kreuzmoor zerstört den Spohler Titeltraum

Letzter Spieltag in den Boßel-Ligen: Halsbek hat es wieder geschafft

Die Waddenser Boßlerinnen steigen auf

ng Drei Absteiger kommen aus der Wesermarsch. Die Männer aus Waddens, sowie die Frauen aus Mentzhausen und Augusthausen spielen in der kommenden Saison eine Etage tiefer.
ng Wesermarsch. Männer, Landesliga: Kreuzmoor – Spohle 12:0. Der Aufsteiger Spohle stand vor dem Durchmarsch zur Meisterschaft. Doch der Zwang, gewinnen zu müssen, lähmte die Nerven. Die Gastgeber konnten dagegen unbekümmert auftrumpfen. Alle vier Gruppen zeigten gute Wurfleistungen, wobei die 2. Gummigruppe mit 12,1 Durchgängen einen neuen Bahnrekord aufstellten. Die Gruppenergebnisse: 1. Holz 6 Schoet und 59 Meter für Kreuzmoor, 2. Holz 2 Schoet und 132 Meter für Kreuzmoor, 1. Gummi 14 Meter für Spohle, 2. Gummi: 3 Schoet und 69 Meter für Kreuzmoor. Damit machte Kreuzmoor, das Fünfter wurde, den Titelverteidiger Halsbek, der in Schweinebrück 9:1 gewann, zum Meister. Grabstede und Sandelermöns steigen ab.  Verbandsliga Süd/Ost: Hier muss der Tabellenletzte Waddens (0:12-Niederlage in Langendamm/Dangstermoor) den Weg in die Bezirksliga Süd/Ost antreten. Auch ein Sieg hätte für Waddens nicht mehr gereicht, denn der Mitkonkurrent Schweewarden gewann seine letzte Begegnung gegen Haarenstroth mit 12:1. Reitland musste sich mit 0:4 in Leuchtenburg geschlagen geben. Aufgestiegen ist Torsholt, wobei in dieser ausgeglichenen Liga 18:10-Punkte zum Titelgewinn reichten.  Bezirksliga Süd/Ost: Die hohe 0:28-Niederlage beim Meister und Aufsteiger Stapel tat Mentzhausen nicht mehr weh. Hier gab es mit Halsbek II einen zweiten Aufsteiger. Als Absteiger stand schon länger Streek-Hohenberge fest.  Bezirksklasse Süd/Ost: Der Drittletzte Moorriem konnte in einer schoetreichen Begegnung die 8:11-Niederlage beim Absteiger Moorburg-Hollriede nicht verhindern. Aufgestiegen sind hier Tarbarg und Dänikhorst.  Frauen, Landesliga: Reitland – Sandelermöns 9:0. Vorjahresmeister Reitland beendete die Saison mit einem sicheren 9:0-Erfolg gegen Absteiger Sandelermöns. Die Holzgruppe startete gut und führte bei der Wende schon mit vier Wurf und baute diesen Vorsprung ins Ziel mit fünf Wurf und 24 Meter aus. Die Gummigruppe lag bei der Wende mit einem Wurf zurück, steigerte sich auf der Rücktour und gewann dann noch mit drei Wurf und 78 Meter. Reitland wurde mit 17:11-Punkten Vierter, verpasste Platz drei, der zur Finalrunde gereicht hätte, gegenüber dem punktgleichen Team von Westerscheps nur über das Schoetverhältnis (48:31 gegenüber 47:36) nur knapp. Da der Zweite Schweinebrück aber wegen Personalmangels nicht an der FKV-Meisterschaft teilnehmen wird, rückt Reitland in die Finalrunde auf. Neuer Landesliga-Meister wurde Halsbek.  Kreuzmoor – Bredehorn 3:5. Der Tabellenfünfte Kreuzmoor (15:13-Punkte) konnte sich nicht gegen den Sechsten behaupten. Die Holzguppe warf schlecht und verlor mit fünf Schoet und 95 Meter. Dies konnte die Gummigruppe mit dem Sieg von drei Schoet und 15 Meter nicht ganz wett machen.  Verbandsliga: Das Remis von Augusthausen in Ruttel (2:3) reichte nicht mehr. Als Tabellenletzter muss Aufsteiger Augusthausen zusammen mit Grabstede die Klasse verlassen. Stollhamm schloss die Saison trotz der 0:7-Niederlage in Grabstede mit einem guten vierten Platz ab. Knapp verlief hier die Meisterschaftsentscheidung. Bei drei punktgleichen Teams setzte sich Haarenstroth aufgrund des wesentlich besseren Schoetverhältnisses durch.  Bezirksliga Süd/Ost: Durch das 0:0 bei Reitland II sicherte sich Waddens (19:9) die Meisterschaft knapp vor Esenshamm (18:10) und steigt in die Verbandsliga auf. Der Tabellenzweite Esenshamm siegte in Rosenberg mit 3:0. Dritter wurde Delfshausen (17:11) nach der 0:1-Heimniederlage gegen Moorriem. Im „Kellerduell“ setzte sich Torsholt mit 10:0 gegen Aufsteiger Mentzhausen durch, und besiegelten den Abstieg der Mentzhauser die die entscheidenden Heimwettkämpfe nicht gewinnen konnten.

 

 Männer-Landesliga-Finale vom 24.03.2002

 

Straßenboßeln Landesliga Männer: Schweinebrück gutes Meisterpflaster

Halsbek überraschend zum 23. Landesmeistertitel

Cleverns steigt in die Landesliga auf

 Von Ute Draschba

 

Schweinebrück. Kaum waren die Holzgruppen des Halsbeker Männerteams am Sonntag, 24. März, mit der sensationelle Führung von 8 Schoet gegen Schweinebrück im Ziel, da machte es auch schon die Runde: Spohle, bis dahin die Nummer eins in der höchsten oldenburgischen Boßelliga, liegt in Kreuzmoor deutlich zurück. Doch so recht glauben wollten die Routiniers aus Halsbek ihr Glück erst nach dem offiziellen Anruf von Erich Kuhlmann, dem Spielleiter des Klootschießerlandesverbandes Oldenburg. Und was kaum jemand für möglich gehalten hat: Halsbek wird zum 23. Mal Landesmeister, denn der „Newcomer“ Spohle zeigte Nerven und patzte in den letzten beiden Wettkämpfen in Halsbek und Kreuzmoor.

Dabei sah es für die Halsbeker in Schweinebrück anfangs gar nicht gut aus. Noch auf der Wende lag Schweinebrück mit allen vier Gruppen 2 Schoet vorne. Einen wahren Einbruch erlebte die erste Holz von Schweinebrück, die verletzungsbedingt auf ihren Topwerfer Bert Stroje verzichten musste. 5 Schoet 27 Meter hieß es am Ende für die Truppe um Egon Eilers aus Halsbek, die damit erfolgreiche Revanche für die letztjährige 8-Shoet-Pleite auf gleicher Strecke nahm. Auch die zweite Holz der Halsbeker lief zur Bestform auf und machte den Sieg perfekt: 3 Schoet und 58 Meter für Halsbek. Die erste Gummi rettete immerhin 79 Meter für Halsbek über die Ziellinie. Wie schon in der Hinrunde schwächelte die zweite Gummi des ammerschen Aushängeschildes. Udo Kamps und Jan-Christian Bohlen glänzten einmal mehr mit ihren Teamkollegen und holten zumindest 1 Schoet und 49 Meter für Schweinebrück.

Für Halsbek, Spohle und Schweinebrück heißt es jetzt, in der Finalrunde den Ostfriesen aus Pfalzdorf, Westeraccum und Ardorf Paroli zu bieten. Am 14. April in Pfalzdorf, am 21. April in Halsbek und am 5. Mai im Kreisverband Norden gehen die Besten der Besten im Straßenboßeln an den Start.

Grabstede und Sandelermöns steigen beide in die Verbandsliga Nord-West ab. Cleverns (Verbandsliga Nord-West) und Torsholt (Verbandsliga Süd-Ost) ließen sich die Meisterschaft auch am letzten Wettkampftag nicht nehmen und werden in der nächsten Saison um Punkte und damit den Klassenerhalt in der Landesliga feiten.

 

Frauen-Landesliga-Finale vom 24.03.2002

 

Landesliga Frauen: Landesmeisterschaft für Halsbekerinnen perfekt

Letzter Wettkampf in Schweinebrück nur noch Formsach

Zetel-Osterende schafft überraschend Klassenerhalt

 Von Ute Draschba

 

Schweinebrück. Den letzten Wettkampftag in der oldenburgischen Landesliga am Sonntag, 24. März, konnte die Frauenmannschaft aus Halsbek gelassen angehen. Die Meisterschaft hatte das Dreamteam  schon zuvor perfekt gemacht. Die Holzgruppe um Inka Sänger wurde dann in Schweinebrück auch unter Wert geschlagen. Erst mit dem vorletzten Wurf legten die Schweinebrückerinnen einen Schoet vor. In den letzten zwei Durchgängen lief die  Gummigruppe der Wehde-Mannschaft ebenfalls zur Höchstform auf und brachte 3 Schoet ins Ziel. Am Ende hieß es 5:0 für Schweinebrück und Halsbek wurde mit einem zwei-Punkte-Vorsprung zum sechsten Mal Landesmeister. Die Finalrunde bestreiten Halsbek, Westerscheps und Reitland. Schweinebrück als Vizemeister musste überraschend die Teilnahme zurückziehen. Bei den Landesmeisterschaften starten die Schweinebrückerinnen auch in der weiblichen Jugend B und den Frauen II, so dass in der ersten Frauenmannschaft zu viele Werferinnen fehlen. Von ostfriesischer Seite gehen Reepsholt, Upgant-Schott und Pfalzdorf in der Finalrunde am 14. April in Reepsholt, am 21. April in Halsbek und am 5. Mai im Kreisverband Norden an den Start. Wieder mal in die Landesliga aufsteigen wird Haarenstroth aus dem Ammerland. Die tückische Strecke ist ein wahrer Heimvorteil und wird noch so mancher Mannschaft in der höchsten Bosselliga des Klootschießerlandesverbandes Oldenburg das Leben schwer machen. Völlig überraschend ist der Klassenerhalt von Zetel-Osterende, die in den letzten Wettkämpfen auf heimischer Strecke gegen Schweinebrück und Westerscheps wichtige Punkte holten. Das Nachsehen hat Liganeuling Sandelermöns, die in der nächsten Saison wieder in der Verbandsliga werfen.