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© / Quelle: NWZ-Online / 08.03.2026

14. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Warum Absteiger Schweewarden trotzdem noch große Pläne hat

Am letzten Spieltag der Boßel-Landesliga der Männer sammelten die Spitzenteams Selbstvertrauen für die FKV-Finalrunde.

In der Verbandsliga gab es zum Abschluss ausschließlich Auswärtssiege.

von Wolfgang Böning

Ammerland/Friesland/Wesermarsch - Die Boßel-Saison endete in der Landes- und der Verbandsliga der Männer mit wenigen Überraschungen. Die meisten Entscheidungen waren schon vor dem letzten Spieltag gefallen.

Landesliga  -  Schweewarden - Neustadtgödens 15:1 (6,055, 1,052, -1,147, 7,046). Das Duell der Absteiger endete mit einem klaren Heimsieg. Schweewardens Patrick Bruns richtet den Blick kurz zurück, aber auch direkt wieder nach vorne: „Wenn wir die Durchgangszahlen zuhause immer so geworfen hätten, wären wir jetzt noch in der Liga. Den Rückenwind aus dem Heimsieg nehmen wir für die Mission Wiederaufstieg mit. Jetzt wollen wir am Sonntag aber erst einmal in das Finale des Landespokals einziehen.“ Als Vorsitzender von Neustadtgödens erkannte Ron Arians die Stärke der Gastgeber an. „Schweewarden hat Bestleistungen geworfen, da war nichts zu holen. Trotzdem sind wir super glücklich über den Klassenerhalt im Jubiläumsjahr“, sagte er.   Spohle - Grabstede 10:4 (3,052, 3,117, 3,094, -4,004). Für den Meister gab es den zwölften Sieg im 14. Wettkampf. Zur Wende führte Spohle bereits 6:2. „In drei Gruppen haben wir eine Topleistung abgerufen und verdient gewonnen“, sagte Spohles Keven Hoots. Grabstedes Plan ging hingegen nicht auf. „Am Ende war Spohle einfach zu gut. Wir wollten eigentlich noch die Top Drei angreifen“, sagte Grabstedes Mannschaftsführer Christian Alberts.  Halsbek - Reitland 16:0 (4,087, 6,013, 5,097, -0,075). Mit einer guten Leistung sicherte sich Halsbek den dritten Platz. „Zum Abschluss haben wir nochmals eine super Leistung gezeigt. Dementsprechend deutlich fiel auch das Ergebnis aus“, sagte Halsbeks Arne Hiljegerdes.  Bredehorn - Torsholt 6:0 (1,011, -0,093, 0,147, 4,046). Für die Entscheidung sorgte die zweite Gummigruppe der Bredehorner. „Torsholt hat uns gut gefordert und nichts geschenkt. Wir freuen uns über die Vizemeisterschaft und die Teilnahme an der FKV-Finalrunde“, sagte Bredehorns Rene Thye. Aufsteiger Torsholt schließt die Saison auf Rang fünf ab.

Verbandsliga  -  Wiefels - Stapel 2:4 (2,065, -0,142, -3,017, 0,002). Wiefels fehlten 93 Meter zum Remis. Dadurch verloren die Gastgeber Platz zwei noch an Ruttel. „Es war ein hochklassiger Wettkampf mit guten Rundenergebnissen auf beiden Seiten. Trotz der Niederlage war es eine sehr gute Saison für uns“, sagte Gerold Möllmann aus dem Team der Gastgeber. Für Stapel tat sich besonders die erste Gummigruppe hervor, die mit 41 Würfen einen herausragenden Tag.  Moorriem - Mentzhausen 0:11 (-3,058, -3,144, -1,024, -3,047). Der Tabellenvierte gab beim Absteiger den Ton an. „Wir wollten mit einem Sieg im kreisinternen Duell die Saison erfolgreich ausklingen lassen“, sagte Mentzhausens Niklas Wulff. Bis zur Wende war der Wettkampf ausgeglichen, dann drehten die Gäste auf.  Westerscheps - Ruttel 0:11 (-5,089, -5,088, 0,116, -0,103). Ruttel sicherte sich den Vizemeistertitel. Mit nur 17 Werfern hatten die Gummigruppen der Gäste so ihre Schwierigkeiten. „Die Holzgruppen in Stammbesetzung kamen gut zurecht. So konnten wir uns noch Platz zwei zurückerobern“, sagte Ruttels Markus Heyne.  Cleverns - Kreuzmoor/Bekhausen 2:4 (-4,103, 1,113, 1,026, -0,023). Der Meister feierte zum Abschluss einen knappen Sieg. Nur 138 Meter fehlten den Gastgebern zum Remis. Thomas Weihrauch, der Vorsitzende von Cleverns, sprach von einem spannenden Wettkampf auf gutem Niveau. „Vor allem unsere zweite Holzgruppe war gut aufgestellt und war bei der Wende schon zwei Schoet vorne“, sagte er. Auch Kreuzmoors Matthias Gerken sah einen engen Wettkampf: „Auf der Rücktour konnte vor allem unsere zweite Holzgruppe den Rückstand noch verkürzen.“

 

© / Quelle: NWZ-Online / 08.03.2026

14. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Fehler in offizieller Tabelle sorgt für Frust in Torsholt und einen Einspruch

Erst stand Spohle als Absteiger aus der Boßel-Landesliga fest, zwei Stunden später Torsholt.

Ein Fehler in der offiziellen Tabelle des Landesverbandes sorgt nun dafür, dass das Schiedsgericht die Abstiegsfrage klären muss.

von Wolfgang Böning

Ammerland/Friesland/Wesermarsch - Drama pur am letzten Spieltag der Boßel-Landesliga der Frauen: Weil Halsbek mit einem Remis gegen Vizemeister Reitland den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft hatte, richteten sich alle Blicke auf das Duell Spohle gegen Torsholt. Zunächst feierte Torsholt, zwei Stunden später sorgte ein ausgemerzter Fehler in der ursprünglichen Tabelle dafür, dass doch noch Spohle der Klassenerhalt gelang und Torsholt zurück in die Bezirksliga musste. Am Dienstag dann die Rolle rückwärts: Torsholt legte gegen die Wertung Protest ein. Nun muss das Schiedsgericht die Abstiegsfrage klären.

Spohle - Torsholt 1:1 (-0,068, 1,046). Das Abstiegsduell wurde quasi mit dem letzten Wurf entschieden. Die Gastgeberinnen waren 78 Meter im Plus, das reichte aber nicht zum Sieg. Dass das Remis am Ende zum Klassenerhalt reichen sollte, realisierten die Spohlerinnen erst später. Grund war ein Fehler in der offiziellen Tabelle des Landesverbandes Oldenburg. Bei Punktgleichheit wird das Schoetverhältnis herangezogen. Dort gab es jedoch zunächst einen falschen Wert – zugunsten der Torsholterinnen. „Am Ende fehlten uns 23 Meter zum Sieg und das hieß für uns beim Wettkampfende zunächst Abstieg. Wir waren natürlich geknickt“, sagte Spohles Kira Müller. Erst als sich eine ganze Weile später Spielleiter Erich Kuhlmann meldete und den Fehler in der Tabelle auflöste, kippte die Stimmung. „Diese Nachricht haben wir tatsächlich mit sehr gemischten Gefühlen entgegengenommen. Natürlich herrschte absolute Freude über den Klassenerhalt, aber auch Mitgefühl für die Torsholterinnen, die schon dabei waren, den Klassenerhalt zu feiern. Da gibt es schon ein wenig Unverständnis, dass wir uns nicht auf die offizielle Tabelle verlassen können.“ Torsholts Mannschaftsführerin Jule Bödecker hielt sich zunächst bedeckt: „Es war natürlich sehr enttäuschend, als der Anruf zwei Stunden nach Wettkampfende kam.“ Am Dienstag reichten die Torsholterinnen dann Einspruch ein. „Dieser Fehler in der Tabelle ärgert mich am meisten. Torsholt hat deshalb Protest eingereicht, jetzt muss das Schiedsgericht die Angelegenheit klären“, sagte Spielleiter Kuhlmann, der darauf hofft, dass die Abstiegsfrage innerhalb der nächsten drei Wochen geklärt wird.  Halsbek - Reitland 3:2 Remis (3,012, -2,074). Die Ammerländerinnen machten den Klassenerhalt mit der Holzgruppe perfekt. Auf der Rücktour warf Halsbek schnell eine Führung von drei Schoet heraus. Die Gäste kämpften vor allem mit Personalsorgen. „Nur zu viert ließ am Ende die Kraft und die Qualität der Würfe nach“, gab Reitlands Brigitte Sanders zu.  Schweewarden - Kreuzmoor/Bekhausen 0:9 (-1,092, -7,036). Für beide Teams ging es um nichts mehr. Am Ende setzten sich die favorisierten Gäste klar durch. „In der Gummigruppe lief es von Anfang an sehr gut, auf dem Deichstück passte fast jeder Wurf“, sagte Kreuzmoors Nane Kabernagel, die sich mit ihrem Team nun auf die KFV-Finalrunde freut. Schweewardens Lena Simon nahm die Niederlage gelassen: „Wir sind ganz ohne Druck angetreten, weil wir nichts mehr zu verlieren oder gewinnen hatten. Unser Holz- konnte besser dagegenhalten als unsere Gummigruppe.“  Westerscheps - Schweinebrück 0:9 (-5,010, -4,080). Der Aufsteiger störte die Schweinebrücker Meisterfeier nicht. „Wir hatten einen tollen und fairen Wettkampf. Bis zur Wende war die Führung noch knapp, im Ziel dann doch deutlich für uns“, sagte Schweinebrücks Astrid Müller, die mit ihrem Team bereits vor dem Wettkampf als Meister feststand. Im Vereinsheim wurde im Anschluss noch kräftig gefeiert.