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Warum Absteiger Schweewarden
trotzdem noch große Pläne hat
Am letzten Spieltag der
Boßel-Landesliga der Männer sammelten die Spitzenteams
Selbstvertrauen für die FKV-Finalrunde.
In der Verbandsliga gab
es zum Abschluss ausschließlich Auswärtssiege.
von Wolfgang
Böning
Ammerland/Friesland/Wesermarsch -
Die Boßel-Saison endete in der Landes- und der
Verbandsliga der Männer mit wenigen Überraschungen. Die
meisten Entscheidungen waren schon vor dem letzten
Spieltag gefallen.
Landesliga -
Schweewarden - Neustadtgödens 15:1 (6,055, 1,052,
-1,147, 7,046). Das Duell der Absteiger endete mit einem
klaren Heimsieg. Schweewardens Patrick Bruns richtet den
Blick kurz zurück, aber auch direkt wieder nach vorne:
„Wenn wir die Durchgangszahlen zuhause immer so geworfen
hätten, wären wir jetzt noch in der Liga. Den Rückenwind
aus dem Heimsieg nehmen wir für die Mission
Wiederaufstieg mit. Jetzt wollen wir am Sonntag aber
erst einmal in das Finale des Landespokals einziehen.“
Als Vorsitzender von Neustadtgödens erkannte Ron Arians
die Stärke der Gastgeber an. „Schweewarden hat
Bestleistungen geworfen, da war nichts zu holen.
Trotzdem sind wir super glücklich über den Klassenerhalt
im Jubiläumsjahr“, sagte er. Spohle -
Grabstede 10:4 (3,052, 3,117, 3,094, -4,004). Für
den Meister gab es den zwölften Sieg im 14. Wettkampf.
Zur Wende führte Spohle bereits 6:2. „In drei Gruppen
haben wir eine Topleistung abgerufen und verdient
gewonnen“, sagte Spohles Keven Hoots. Grabstedes Plan
ging hingegen nicht auf. „Am Ende war Spohle einfach zu
gut. Wir wollten eigentlich noch die Top Drei
angreifen“, sagte Grabstedes Mannschaftsführer Christian
Alberts. Halsbek - Reitland 16:0 (4,087,
6,013, 5,097, -0,075). Mit einer guten Leistung sicherte
sich Halsbek den dritten Platz. „Zum Abschluss haben wir
nochmals eine super Leistung gezeigt. Dementsprechend
deutlich fiel auch das Ergebnis aus“, sagte Halsbeks
Arne Hiljegerdes. Bredehorn - Torsholt 6:0
(1,011, -0,093, 0,147, 4,046). Für die Entscheidung
sorgte die zweite Gummigruppe der Bredehorner. „Torsholt
hat uns gut gefordert und nichts geschenkt. Wir freuen
uns über die Vizemeisterschaft und die Teilnahme an der
FKV-Finalrunde“, sagte Bredehorns Rene Thye. Aufsteiger
Torsholt schließt die Saison auf Rang fünf ab.
Verbandsliga -
Wiefels - Stapel 2:4 (2,065, -0,142, -3,017,
0,002). Wiefels fehlten 93 Meter zum Remis. Dadurch
verloren die Gastgeber Platz zwei noch an Ruttel. „Es
war ein hochklassiger Wettkampf mit guten
Rundenergebnissen auf beiden Seiten. Trotz der
Niederlage war es eine sehr gute Saison für uns“, sagte
Gerold Möllmann aus dem Team der Gastgeber. Für Stapel
tat sich besonders die erste Gummigruppe hervor, die mit
41 Würfen einen herausragenden Tag. Moorriem -
Mentzhausen 0:11 (-3,058, -3,144, -1,024,
-3,047). Der Tabellenvierte gab beim Absteiger den Ton
an. „Wir wollten mit einem Sieg im kreisinternen Duell
die Saison erfolgreich ausklingen lassen“, sagte
Mentzhausens Niklas Wulff. Bis zur Wende war der
Wettkampf ausgeglichen, dann drehten die Gäste auf.
Westerscheps - Ruttel 0:11 (-5,089, -5,088,
0,116, -0,103). Ruttel sicherte sich den
Vizemeistertitel. Mit nur 17 Werfern hatten die
Gummigruppen der Gäste so ihre Schwierigkeiten. „Die
Holzgruppen in Stammbesetzung kamen gut zurecht. So
konnten wir uns noch Platz zwei zurückerobern“, sagte
Ruttels Markus Heyne. Cleverns -
Kreuzmoor/Bekhausen 2:4 (-4,103, 1,113, 1,026,
-0,023). Der Meister feierte zum Abschluss einen knappen
Sieg. Nur 138 Meter fehlten den Gastgebern zum Remis.
Thomas Weihrauch, der Vorsitzende von Cleverns, sprach
von einem spannenden Wettkampf auf gutem Niveau. „Vor
allem unsere zweite Holzgruppe war gut aufgestellt und
war bei der Wende schon zwei Schoet vorne“, sagte er.
Auch Kreuzmoors Matthias Gerken sah einen engen
Wettkampf: „Auf der Rücktour konnte vor allem unsere
zweite Holzgruppe den Rückstand noch verkürzen.“ |
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Fehler in offizieller Tabelle
sorgt für Frust in Torsholt und einen Einspruch
Erst stand Spohle als
Absteiger aus der Boßel-Landesliga fest, zwei Stunden
später Torsholt.
Ein Fehler in der
offiziellen Tabelle des Landesverbandes sorgt nun dafür,
dass das Schiedsgericht die Abstiegsfrage klären muss.
von Wolfgang
Böning
Ammerland/Friesland/Wesermarsch -
Drama pur am letzten Spieltag der Boßel-Landesliga der
Frauen: Weil Halsbek mit einem Remis gegen Vizemeister
Reitland den Klassenerhalt aus eigener Kraft geschafft
hatte, richteten sich alle Blicke auf das Duell Spohle
gegen Torsholt. Zunächst feierte Torsholt, zwei Stunden
später sorgte ein ausgemerzter Fehler in der
ursprünglichen Tabelle dafür, dass doch noch Spohle der
Klassenerhalt gelang und Torsholt zurück in die
Bezirksliga musste. Am Dienstag dann die Rolle
rückwärts: Torsholt legte gegen die Wertung Protest ein.
Nun muss das Schiedsgericht die Abstiegsfrage klären.
Spohle - Torsholt 1:1
(-0,068, 1,046). Das Abstiegsduell wurde quasi mit dem
letzten Wurf entschieden. Die Gastgeberinnen waren 78
Meter im Plus, das reichte aber nicht zum Sieg. Dass das
Remis am Ende zum Klassenerhalt reichen sollte,
realisierten die Spohlerinnen erst später. Grund war ein
Fehler in der offiziellen Tabelle des Landesverbandes
Oldenburg. Bei Punktgleichheit wird das Schoetverhältnis
herangezogen. Dort gab es jedoch zunächst einen falschen
Wert – zugunsten der Torsholterinnen. „Am Ende fehlten
uns 23 Meter zum Sieg und das hieß für uns beim
Wettkampfende zunächst Abstieg. Wir waren natürlich
geknickt“, sagte Spohles Kira Müller. Erst als sich eine
ganze Weile später Spielleiter Erich Kuhlmann meldete
und den Fehler in der Tabelle auflöste, kippte die
Stimmung. „Diese Nachricht haben wir tatsächlich mit
sehr gemischten Gefühlen entgegengenommen. Natürlich
herrschte absolute Freude über den Klassenerhalt, aber
auch Mitgefühl für die Torsholterinnen, die schon dabei
waren, den Klassenerhalt zu feiern. Da gibt es schon ein
wenig Unverständnis, dass wir uns nicht auf die
offizielle Tabelle verlassen können.“ Torsholts
Mannschaftsführerin Jule Bödecker hielt sich zunächst
bedeckt: „Es war natürlich sehr enttäuschend, als der
Anruf zwei Stunden nach Wettkampfende kam.“ Am Dienstag
reichten die Torsholterinnen dann Einspruch ein. „Dieser
Fehler in der Tabelle ärgert mich am meisten. Torsholt
hat deshalb Protest eingereicht, jetzt muss das
Schiedsgericht die Angelegenheit klären“, sagte
Spielleiter Kuhlmann, der darauf hofft, dass die
Abstiegsfrage innerhalb der nächsten drei Wochen geklärt
wird. Halsbek - Reitland 3:2 Remis (3,012,
-2,074). Die Ammerländerinnen machten den Klassenerhalt
mit der Holzgruppe perfekt. Auf der Rücktour warf
Halsbek schnell eine Führung von drei Schoet heraus. Die
Gäste kämpften vor allem mit Personalsorgen. „Nur zu
viert ließ am Ende die Kraft und die Qualität der Würfe
nach“, gab Reitlands Brigitte Sanders zu.
Schweewarden - Kreuzmoor/Bekhausen 0:9 (-1,092,
-7,036). Für beide Teams ging es um nichts mehr. Am Ende
setzten sich die favorisierten Gäste klar durch. „In der
Gummigruppe lief es von Anfang an sehr gut, auf dem
Deichstück passte fast jeder Wurf“, sagte Kreuzmoors
Nane Kabernagel, die sich mit ihrem Team nun auf die
KFV-Finalrunde freut. Schweewardens Lena Simon nahm die
Niederlage gelassen: „Wir sind ganz ohne Druck
angetreten, weil wir nichts mehr zu verlieren oder
gewinnen hatten. Unser Holz- konnte besser dagegenhalten
als unsere Gummigruppe.“ Westerscheps -
Schweinebrück 0:9 (-5,010, -4,080). Der Aufsteiger
störte die Schweinebrücker Meisterfeier nicht. „Wir
hatten einen tollen und fairen Wettkampf. Bis zur Wende
war die Führung noch knapp, im Ziel dann doch deutlich
für uns“, sagte Schweinebrücks Astrid Müller, die mit
ihrem Team bereits vor dem Wettkampf als Meister
feststand. Im Vereinsheim wurde im Anschluss noch
kräftig gefeiert. |