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/ Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

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18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland
- Landesliga Männer I |
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Pfalzdorf krönt sich mit Titel
Nummer 26 – Leerhafe steigt ab in die Bezirksliga
In Ostfriesland feiert
Pfalzdorf souverän den nächsten Titel, Theener
überrascht mit Platz zwei.
Während Leerhafe
absteigt, rettet sich Burhafe mit dem Top-Quartett der
Liga – ein Finale voller Dramatik.
Von Holger
Wilken / Foto Jens Doden

Ostfriesland - Der
letzte Spieltag der Boßel-Landesliga Männer I brachte
noch einmal Emotionen pur: Während Pfalzdorf seine
Ausnahmestellung eindrucksvoll bestätigte und souverän
den 26. Meistertitel einfuhr, jubelte Aufsteiger Theener
über die Vizemeisterschaft. Auch Schirumer-Leegmoor darf
als Dritter weiter von großen Erfolgen träumen – während
im Tabellenkeller Burhafe im letzten Moment den
Klassenerhalt sicherte.
Pfalzdorf – Reepsholt
7:4 (1,110/0,120/6,001/-4,119). Der Meister setzte
zum Saisonabschluss noch einmal ein klares Zeichen.
Gegen den Vorjahresmeister aus Reepsholt ließ Pfalzdorf
am Ende nichts anbrennen und fuhr einen knappen
7:4-Erfolg ein. Besonders in der ersten Gummigruppe
zeigte der Titelträger seine Klasse, während Reepsholt
mit der zweiten Gummiformation überzeugen konnte. Mit
nun 27:9 Punkten und einem überragenden Schoetverhältnis
krönt sich Pfalzdorf hochverdient zum Champion – Titel
Nummer 26 in der Vereinsgeschichte ist Ausdruck einer
außergewöhnlichen Konstanz. Stedesdorf –
Leerhafe 9:4 (-4,056/2,034/5,078/2,042). Für
Leerhafe platzte der Traum vom Klassenerhalt auf bittere
Weise. In Stedesdorf setzte es nach einer 4:0-Führung
noch eine 4:9-Niederlage, womit die Friedeburger ihre
letzte Chance aus der Hand gaben. Die Gastgeber zeigten
vor allem im zweiten Wettkampfabschnitt ihre Stärke und
nutzten die Unsicherheiten der Gäste konsequent aus.
Leerhafe muss damit den Gang in die Bezirksliga
antreten. Dietrichsfeld – Theener 0:4
(-3,091/0,038/-0,093/-0,148). Was für eine Saison für
Theener! Auch am letzten Spieltag ließ der Aufsteiger
nichts anbrennen und sicherte sich mit einem souveränen
4:0-Auswärtssieg die Vizemeisterschaft. Damit krönt das
Team seine beeindruckende Aufstiegssaison mit Rang zwei
und der Teilnahme an den FKV-Meisterschaften – ein
Erfolg, der vor der Saison kaum jemand für möglich
gehalten hätte. Schirumer-Leegmoor – Südarle
16:0 (3,031/5,018/2,082/5,052). Leegmoor setzte zum
Abschluss noch einmal ein echtes Ausrufezeichen. Mit
einem deutlichen 16:0-Kantersieg ließ man Südarle nicht
den Hauch einer Chance. Am Ende steht Rang drei – und
damit die klare Ansage: Die Auricher wollen nun bei den
FKV-Meisterschaften den Titel aus dem Vorjahr
verteidigen. In dieser Form ist ihnen dabei alles
zuzutrauen. Burhafe – Willmsfeld 6:6
(3,001/1,120/1,147/-6,084). In Burhafe zählte am Ende
nur eines: der Klassenerhalt. Das 6:6-Unentschieden
gegen Schlusslicht Willmsfeld geriet schnell zur
Nebensache, denn durch die Niederlage von Leerhafe war
der Ligaverbleib gesichert. Entsprechend groß war die
Erleichterung bei den Gastgebern. Nach einer
nervenaufreibenden Saison darf „Flott weg“ Burhafe mit
dem besten Einzelteam der Liga, der 1. Holz, durchatmen
– und das Remis gegen Willmsfeld interessierte nach Ende
der Partie niemanden mehr. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

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18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland
- Landesliga Männer II |
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Westeraccum holt den Titel in
einem der spannendsten Finals der Geschichte – Bitterer
Südarler Abstieg
Hochspannung in
Ostfriesland: Westeraccum gewinnt das Titelduell gegen
Rahe knapp und feiert die Meisterschaft.
Während oben Jubel
herrscht, trifft es Südarle hart – die Mannschaft steigt
nach einem Remis ab.
von Holger
Wilken / Foto privat

Ostfriesland - Was
für ein Saisonfinale in der Boßel-Landesliga Männer II:
Im direkten Duell sicherte sich Westeraccum mit einem
knappen Erfolg gegen Rahe die Meisterschaft –
hochklassig, spannend und am Ende auch mit dem nötigen
Quäntchen Glück. Während an der Spitze gejubelt wurde,
spielte sich im Tabellenkeller ein Drama ab: Südarle
versagte auf eigener Bahn und muss den bitteren Gang in
die Bezirksliga antreten.
Westeraccum – Rahe 1:0
(-0,020/1,041). Mehr Spannung ging kaum. Im direkten
Duell um den Titel lieferten sich Westeraccum und Rahe
einen Wettkampf auf absolutem Topniveau. Beide
Mannschaften bestätigten eindrucksvoll, warum sie die
Liga über die gesamte Saison hinweg dominiert hatten.
Die 11.1 Holzrunden und 10.2 Gummi-Durchgänge bestätigen
das hohe Niveau der Partie eindrucksvoll. Am Ende war es
ein hauchdünner Vorteil für die Gastgeber, die sich mit
1:0 durchsetzten. Damit krönen sich die Gastgeber mit
32:4 Punkten verdient zum Meister – auch wenn das Glück
in diesem Finale ein wenig auf ihrer Seite war. Rahe
bleibt trotz einer überragenden Saison zwar nur der
zweite Platz – dennoch dürfen die Auricher Stolz sein
auf ihre starke Saison. Bei einem Sieg hätten sie
Meister werden können, bei einer deutlichen Niederlage
sogar noch hinter den punktgleichen Dietrichsfeldern mit
30:6 Zählern auf Rang drei rutschen können.
Südarle – Stedesdorf 1:1 (1,006/-0,091). Für Südarle
wurde der letzte Spieltag zum bitteren Albtraum. Gegen
den bereits abgestiegenen Tabellenletzten Stedesdorf kam
die Mannschaft auf eigener Strecke nicht über ein Remis
hinaus. Unter dem enormen Druck versagten den Gastgebern
die Nerven – ein Sieg wäre Pflicht gewesen, doch
stattdessen ließ man entscheidende Chancen liegen.
Dieses Remis sollte sich als folgenschwer erweisen.
Dietrichsfeld – SG Roggenstede/Willmsfeld 8:0
(3,113/4,044). Dietrichsfeld erfüllte seine Aufgabe
erwartet souverän. Mit einem klaren 8:0-Heimsieg ließ
man der SG Roggenstede/Willmsfeld keine Chance und
unterstrich einmal mehr die eigene Heimstärke. Bei einem
noch deutlicheren Erfolg mit vier Schoet mehr wäre „Good
wat mit“ sogar noch Vizemeister geworden. Doch der
deutliche Erfolg blieb ohne den erhofften Effekt: Die
von Südarle gewünschte Schützenhilfe blieb aus, da diese
parallel patzten. Damit rutschten die Norder noch auf
den Abstiegsrang ab. Entsprechend groß war die Freude
aufseiten der SG, die sich auf ein weiteres Jahr in der
Königsklasse freuen darf. Reepsholt – Utgast
7:0 (5,077/1,100). Reepsholt verabschiedete sich mit
einem souveränen Heimsieg in die Sommerpause. Gegen
Utgast dominierten die Gastgeber klar und ließen zu
keinem Zeitpunkt Zweifel am Ausgang der Partie
aufkommen. Ardorf – Utarp-Schweindorf 4:2
(-1,057/4,050). Ardorf sicherte sich im Mittelfeldduell
einen verdienten Heimsieg. Nach schwächerem Beginn
drehte die Mannschaft vor allem im zweiten Abschnitt mit
der Gummmikugel auf und setzte sich letztlich durch. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

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18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland
- Landesliga Männer III |
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Pfalzdorf wird
ungeschlagen Meister – Reepsholt raubt einziges
Pünktchen
In Reepsholt lieferten
sich die Boßel-Topteams ein Finale auf höchstem Niveau.
Pfalzdorf setzte sich
durch und beendete die Saison ohne Niederlage.
Burhafe holt in
Dietrichsfeld einen Punkt.
Holger Wilken
/ Foto Jens Doden

Ostfriesland - Der
letzte Spieltag der Boßel-Landesliga Männer III stand
ganz im Zeichen eines großen Duells – und eines großen
Meisters. Pfalzdorf setzte sich im prestigeträchtigen
Vergleich beim Vizemeister Reepsholt durch und krönte
damit eine nahezu perfekte Saison. Mit einer
beeindruckenden Bilanz blieb der Titelträger auch im
letzten Wettkampf ungeschlagen und unterstrich
eindrucksvoll seine Ausnahmestellung in der Liga.
Reepsholt – Pfalzdorf
0:2 (-0,110/-2,036). Es war alles angerichtet für
ein hochklassiges Finale – und die beiden Topteams
lieferten. In einem Duell auf absolutem Spitzenniveau
entwickelte sich ein intensiver Wettkampf, in dem jeder
Wurf entscheidend war. 11.1 Holzrunden und 10.2
Durchgänge mit der Gummikugel dokumentieren die starke
Leistung beider Teams. Doch wie so oft in dieser Saison
behielt Pfalzdorf, auf deren Seite Dieter Henkel
überragte, die Oberhand. Damit bleibt Pfalzdorf die
gesamte Saison über ungeschlagen – eine Bilanz, die die
Dominanz der Mannschaft eindrucksvoll widerspiegelt.
Reepsholt verpasste es zwar, dem Serienmeister die erste
Niederlage beizubringen, kann aber dennoch auf eine
starke Saison zurückblicken. „Ostfreesland“ war es
immerhin, das „Gute Hoffnung“ auf dessen Heimstrecke
beim 1:1 im Hinkampf den einzigen Minuspunkt beibringen
durfte. Upschört – Utarp-Schweindorf 9:0
(7,112 / 1,053). Abseits des Topspiels ging es sportlich
deutlich ruhiger zu. Upschört nutzte die Gelegenheit zu
einem deutlichen 9:0-Heimsieg und verabschiedete sich
mit einem klaren Erfolg aus der Saison. Der Wettkampf
hatte über weite Strecken freundschaftlichen Charakter,
wobei die Gastgeber ihre Überlegenheit früh deutlich
machten. Dietrichsfeld – Burhafe 1:1
(-1,019/1,046). Ein leistungsgerechtes Remis gab es in
Dietrichsfeld. Beide Teams lieferten sich ein
ausgeglichenes Duell, bei dem am Ende ein
1:1-Unentschieden stand. Für Schlusslicht Dietrichsfeld
war es ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen
Saison. Westersander-Hüllenerfehn – Norden 3:0
(2,138 /0,050). Westersander-Hüllenerfehn sicherte sich
mit einem am Ende ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den
bereits feststehenden Absteiger Norden einen gelungenen
Saisonabschluss. Auch hier stand weniger der sportliche
Druck als vielmehr ein fairer Abschluss im Vordergrund.
Ardorf – Ludwigsdorf 1:1 (-1,013/1,005). Zum
Abschluss trennten sich Ardorf und Ludwigsdorf in einem
ausgeglichenen Wettkampf mit 1:1. Beide Mannschaften
lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, ohne dabei an
die Intensität des Spitzenspiels heranzureichen. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

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18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland
- Landesliga
Frauen I |
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Utarp-Schweindorf steigt ab –
Norden feiert erneute Meisterschaft
Spannung bis zum letzten
Wurf: In Norden geht die Landesmeisterschaft erneut an
den KBV „Noord“.
Utarp-Schweindorf und
Dietrichsfeld steigen ab – Südarle zieht ins FKV-Finale
ein.
von Henning
Schiffer

Ostfriesland - Die
Landesliga der Frauen I verlief so spannend wie schon
lange nicht mehr, wobei Freud und Leid am 18. und
letzten Spieltag – wie bereits berichtet – eng
beieinander lagen. Die Boßlerinnen des KBV „Noord“
Norden feierten am vergangenen Samstag (21. März) den
dritten Landesmeistertitel in Serie. Im Tabellenkeller
machte sich die Leistungsdichte im Oberhaus bemerkbar:
In einem Herzschlagfinale traf es die junge Mannschaft
aus Utarp-Schweindorf: Gemeinsam mit den ebenfalls jung
ambitionierten Werferinnen aus Dietrichsfeld geht es für
die Narperinnen für mindestens ein Jahr in die
Bezirksliga.
Theener –
Schirumer-Leegmoor 7:0 (4,092/2,011). „Waterkant“
beendete mit einem Paukenschlag die Saison und
vermasselte den Gästen die Qualifikation für die
Verbandsmeisterschaften. Wie bereits in der Vorsaison
verpasste das Mülder-Team das FKV-Finale um
Haaresbreite. Utarp-Schweindorf – Südarle 2:6
(-6,097/2,023). Für Utarp-Schweindorf besiegelte die
Niederlage gegen Südarle den Abstieg aus der Landesliga.
13/2 Runden mit der Holzkugel waren für die
Gastgeberinnen nicht konstant genug, um den
Spitzenwerferinnen von „He löpt noch“ ein Bein zu
stellen. An der Niederlage konnte dann das solide
Ergebnis der Gummigruppe nichts mehr ändern. Nach zwei
Spielzeiten in der Königsklasse geht es für
„Freesenholt“ zurück in die Bezirksliga, doch das
Holtriemer Team hat einen guten Mix an Talenten und
erfahrenen Friesensportlerinnen, sodass die Bezirksliga
für die Entwicklung der nächsten Werfer-Generation Gold
wert sein kann. Die Südarlerinnen freuten sich nach dem
Wettkampf über die geglückte FKV-Finalqualifikation und
beendeten eine Saison nach einigen Umbrüchen im Team auf
einem starken dritten Tabellenrang. Westeraccum –
Dietrichsfeld 0:0 (-0,051/0,039). Das Remis sorgte
bei den Gastgeberinnen zwischenzeitlich für angespannte
Nerven, schließlich vergab das Team von „Hier up an“ die
Chance auf die Rettung aus eigener Kraft und war nach
der Punkteteilung auf Schützenhilfe aus Südarle
angewiesen. Der Wettkampf zwischen den beiden
Mannschaften verlief auf Augenhöhe. Rundenweiten von
10/3 und 11/2 unterstrichen ein beidseitig hohes Niveau,
sodass sich auch die Gäste von „Good wat mit“ würdevoll
aus der Landesliga verabschiedeten. Stedesdorf –
Rahe 0:4 (-4,061/-0,017). Das „Boßelwunder“ blieb
aus, dennoch zeigten die Gäste aus Rahe einmal mehr ihr
Können und feierten den 13. Saisonsieg. Zumindest in den
Statistiken über die meisten doppelten Punktgewinne
sowie die stärkste Einzelgruppe der Liga gingen an
Vizemeister „Ostfrisia“. Doch auch die Stedesdorferinnen
können zufrieden sein. Mit 18:18 Punkten hat „Fix wat
mit“ eine sehr souveräne Bilanz und war zu keinem
Zeitpunkt in Abstiegssorgen. „Noord“ Norden –
Blomberg 0:0 (-0,027/0,086). Mit einem verdienten
Remis beendeten die Blombergerinnen die Saison und
freuten sich über den souveränen Klassenerhalt im Jahr
eins nach dem Wiederaufstieg. Dabei stellten die Gäste
das Meisterteam aus Norden vor allem auf der Hintour vor
größere Probleme und erkämpften sich bis zur Wende einen
klaren Vorsprung. Erst die qualitativ hochwertigen
Wechsel der Norderinnen brachten die Wende. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

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18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland
- Landesliga
Frauen I |
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Hattrick perfekt
Boßlerinnen des KBV „Noord“
feiern dritte Meisterschaft in Folge
Utarp steigt ab
Jubel in Norden: Die
Boßlerinnen vom KBV „Noord“ holen zum dritten Mal in
Folge den Meistertitel.
Beim entscheidenden Wurf
gegen Blomberg wird es dramatisch.
In Utarp herrscht
dagegen Frust.
von Henning
Schiffer / Foto Ingo Janssen

Norden - Der Empfang
war wahrlich meisterlich: Als die Boßlerinnen des KBV
„Noord“ Norden am Samstag (21. März) das Ziel
erreichten, wartete dort bereits die
Frauen-II-Vertretung und hatte ein großes Plakat mit dem
Spruch „Mission erfüllt, Titel geholt“ quer über die
Straße gespannt. Wenig später waberte kurzzeitig Qualm
von der abgefackelten Pyrotechnik über die Alleestraße,
wo sich die Norder Werferinnen mit den Blombergerinnen
in den Armen lagen. Denn mit einem gerechten Remis
hatten die Norderinnen nach zähem Ringen den dritten
Titel in Folge eingefahren und verabschiedeten
anschließend zur großen Feier ins ehemalige Möbelhaus
Pflüger, zu der selbstverständlich auch die Gäste
eingeladen waren. Ganz anders war dagegen die Stimmung
in Utarp-Schweindorf: Nach der Heimpleite gegen Südarle
muss „Freesenholt“ den Gang in die Bezirksliga antreten,
während Westeraccum auch nächste Saison im Oberhaus
wirft.
„Wir haben superfein
ausgesehen, was in den vergangenen Jahren längst nicht
immer der Fall war“, zeigte sich Blombergs Kapitänin
Hannah Janssen mit dem Auftritt ihrer Mannschaft sehr
zufrieden. Lange Zeit lag sogar ein Auswärtssieg im
Bereich des Möglichen. Denn zur Wende führte Blomberg
mit mehr als zwei Wurf. „Das muss ein Loch in der Straße
sein“, unkte Nordens erfahrener Bahnweiser Jörg Saathoff
auf der Rücktour.
Wilberts-Schwestern
bringen neuen Schwung
Die Einwechslung der
Wilberts-Schwestern zeigte dann aber Wirkung. Femke und
Weeke Wilberts, die bei der Wahl zu Nordens Sportlerin
des Jahres die Plätze zwei und drei belegt hatten,
sorgten nicht nur für frischen Schwung, sondern auch
dafür, dass der Rückstand immer mehr schmolz. Auch
Spielführerin Maike de Vries steigerte sich zusehends,
nachdem sie unterwegs einige Frotzeleien einstecken
mussten, weil nicht alles nach Wunsch gelang. „Nachher
zwirbel ich euch noch einen rein“, kündigte sie lachend
an – und hielt ihr Versprechen. „Das war ein solider
Wettkampf von uns, mehr aber auch nicht. Blomberg hat
sich den Punkt redlich verdient“, sagte sie, ehe die
Mannschaft die Feierlichkeiten zum Titel-Hattrick mit
einer Treckerfahrt durch die Stadt einläutete.
Accumerinnen schaffen
Klassenerhalt
Das Fernduell zwischen den
beiden Esenser Vereinen aus Utarp-Schweindorf und
Westeraccum spitzte sich zu. Die von Platz acht aus ins
Finale gegangene Mannschaft von „Hier up an“ hatte es
mit den bereits als Absteiger feststehenden
Dietrichsfelderinnen zu tun. Mit der Gummikugel lag die
Rundenweite der Gastgeberinnen bei guten 10/3, mit 0.039
Metern konnten die Accumerinnen diese Gruppe sehr knapp
gewinnen, doch ein umgedrehtes Remis gab es im Wettkampf
der Holzkugeln, hier war „Good wat mit“ etwas besser und
gewann nach 11/2 Runden 0.051 Meter, sodass folgerichtig
die Punkte geteilt wurden und das Biermann-Team gebannt
auf den Ausgang der Partie zwischen Utarp-Schweindorf
und Südarle blickte.Für Südarle ging es in Utarp noch um
die Qualifikation für die FKV-Endrunde, entsprechend
motiviert trat die Norder Mannschaft auf. Der Kampf
sollte hier über die Holzgruppen entschieden werden. „He
löpt noch“ konnte sich hier absetzen und auf der
Rücktour einen starken Vorsprung erkämpfen, der
Detailerfolg der Gummiwerferinnen konnte für
„Freesenholt“ das Blatt jedoch nicht mehr wenden. Die
Südarlerinnen lösten dank der zeitgleichen Niederlage
von Schirumer Leegmoor in Theener als Dritter das Ticket
zum FKV-Finale. Das durchsickernde Ergebnis aus Utarp
sorgte in Westeraccum für große Erleichterung und den
Jubel über den Klassenerhalt: „Wir sind froh, dass unser
Remis zum Klassenerhalt gereicht hat. Zum Schluss war es
eine Nervenschlacht“, vermeldete Kim Biermann aus dem
Vereinsheim. |
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/ Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

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18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland
- Landesliga
Frauen I |
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Das Ende der Getränke beschließt
eine Westeraccumer Saison der Superlative
Triumph in Westeraccum:
Die Boßler des KBV „Hier up an“ holen ohne Punktverlust
den Bezirksliga-Titel.
Der Durchmarsch zurück
in die Landesliga ist perfekt.
Die 2. Holzgruppe
dominiert alles.
von Henning
Wieting / Foto privat

Westeraccum - Es ist
ein Triumphmarsch, der in der Bezirksliga Männer I der
ostfriesischen Boßler noch nie dagewesen ist, eine
Saison der Superlative für den KBV „Hier up an“
Westeraccum: Nach dem 25:0-Erfolg am Sonntag (22. März)
gegen die bemitleidenswerten Friesensportler aus
Upschört stand fest, dass die Blau-Weißen nach dem
frustrierenden Landesliga-Abstieg vor Jahresfrist mit
sagenhaften 267:0 Shoet bei 36:0 Punkten aus 18
Wettkämpfen in die Eliteklasse der Boßler zurückkehren
werden. Eine neue Bestmarke, die den bisherigen Rekord
des KBV Stedesdorf aus der Saison 2022/23 mit 35:1
Punkten und 198:33 Wurf noch einmal in den Schatten
stellt.
Entsprechend ausgelassen
war dann auch die Saisonabschlussparty in dem keine 400
Einwohner großen Ortsteil der Gemeinde Dornum. Zumal
auch die Landesliga-Männer II mit ihrem Titelgewinn am
letzten Spieltag mit Spielführer Karsten Biermann beim
1:0 gegen Vizemeister Rahe sich in die
Vereinsfeierlichkeiten einbrachten. „Das war schon
überragend, was da vorbereitet wurde: Unsere Frauen vom
Verein standen Spalier, es wurde eine Treckerfahrt für
uns organisiert“, zeigte sich André Backer angetan. Der
Mannschaftskapitän der beiden Holz- und Gummigruppen
gesteht rückblickend, dass ein solch fulminanter
Durchmarsch durch die Bezirksliga in dieser Deutlichkeit
nicht vorauszusehen war. „Erst nach vier Wettkämpfen,
die allesamt sehr deutlich waren, haben wir gemerkt,
dass es ganz gut läuft nach dem kleinen Umbruch in der
Mannschaft.“ Dann, zum Ende der Hinrunde hieß es: „Wir
wollen als Tabellenführer punktemäßig jetzt nichts mehr
anbrennen lassen.“ Der Heimkampf am achten Spieltag
gegen Rahe ist ihm in besonderer Erinnerung geblieben:
„Da lagen wir zur Wende acht Schuss hinten.“ Aber zum
Ende sprang auch hier in der Endabrechnung ein 5:0
heraus. Das Parade-Quartett der 2. Holzgruppe holte mit
einem 7:0 die Kohlen für „Hier up an“ aus dem Feuer. In
die Geschichtsbücher des Friesensports wird auch der
Zieleinlauf der einzelnen vier Wurfgruppen auf
Bezirksliga-Niveau eingehen: Die ersten vier Plätze
belegen sämtliche Teams aus Westeraccum! Allen voran die
2. Holz mit 32:4 Punkten bei 94:5 Shoet. Knapp dahinter
die 1. Gummi (31:5 Punkte/65:2 Shoet) vor der 2. Gummi
(30:6/55:4) und Holz 1 (27:9/71:8). 15:0 gewann die 2.
Holzgruppe beim deprimierenden 0:40 des Absteigers
Holtgast auf der Westeraccumer Heimstrecke.
Revanche
bedeutet zweite Niederlage
Das hat sich wiederum die
Holtgaster 2. Holz natürlich gemerkt und sich beim
Rückkampf am 8. Februar mit 4:0 revanchiert – die zweite
und letzte Saisonniederlage der Parade-Gruppe von „Hier
up an“. Randnotizen die dieser Heimatsport schreiben
kann. „Für uns zählt nun zunächst einmal der
Klassenerhalt in der Landesliga“, stapelt „Käpt’n“
Backer zunächst einmal tief für die kommende Spielzeit
der Männer I: „Auch wenn es mit Theener natürlich ein
leuchtendes Vorbild gibt, die als Landesliga-Aufsteiger
gleich zu einer überragenden Vize-Meisterschaft gestürmt
sind.“
Um 23.30 Uhr fällt der
Hammer
Auch die Feierlichkeiten im
Festzelt beim Vereinsheim am Sonntag stellten vieles in
den Schatten. Backer lachend: „Ich musste die Party
leider um 23.30 Uhr beenden, weil es keine Getränke mehr
gab.“ Und das, obwohl man sich am Konsum voriger
Meisterschaftsfeiern – auch anderer Vereine –
orientierte und das hochgerechnet hatte. Diese Saison
des Bezirksliga-Teams aus Westeraccum ist und war eben
eine der Superlative - in vielerlei Hinsicht. |
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