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© / Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland - Landesliga Männer I

Pfalzdorf krönt sich mit Titel Nummer 26 – Leerhafe steigt ab in die Bezirksliga

In Ostfriesland feiert Pfalzdorf souverän den nächsten Titel, Theener überrascht mit Platz zwei.

Während Leerhafe absteigt, rettet sich Burhafe mit dem Top-Quartett der Liga – ein Finale voller Dramatik.

Von Holger Wilken / Foto Jens Doden

Ostfriesland - Der letzte Spieltag der Boßel-Landesliga Männer I brachte noch einmal Emotionen pur: Während Pfalzdorf seine Ausnahmestellung eindrucksvoll bestätigte und souverän den 26. Meistertitel einfuhr, jubelte Aufsteiger Theener über die Vizemeisterschaft. Auch Schirumer-Leegmoor darf als Dritter weiter von großen Erfolgen träumen – während im Tabellenkeller Burhafe im letzten Moment den Klassenerhalt sicherte.

Pfalzdorf – Reepsholt 7:4 (1,110/0,120/6,001/-4,119). Der Meister setzte zum Saisonabschluss noch einmal ein klares Zeichen. Gegen den Vorjahresmeister aus Reepsholt ließ Pfalzdorf am Ende nichts anbrennen und fuhr einen knappen 7:4-Erfolg ein. Besonders in der ersten Gummigruppe zeigte der Titelträger seine Klasse, während Reepsholt mit der zweiten Gummiformation überzeugen konnte. Mit nun 27:9 Punkten und einem überragenden Schoetverhältnis krönt sich Pfalzdorf hochverdient zum Champion – Titel Nummer 26 in der Vereinsgeschichte ist Ausdruck einer außergewöhnlichen Konstanz.  Stedesdorf – Leerhafe 9:4 (-4,056/2,034/5,078/2,042). Für Leerhafe platzte der Traum vom Klassenerhalt auf bittere Weise. In Stedesdorf setzte es nach einer 4:0-Führung noch eine 4:9-Niederlage, womit die Friedeburger ihre letzte Chance aus der Hand gaben. Die Gastgeber zeigten vor allem im zweiten Wettkampfabschnitt ihre Stärke und nutzten die Unsicherheiten der Gäste konsequent aus. Leerhafe muss damit den Gang in die Bezirksliga antreten.  Dietrichsfeld – Theener 0:4 (-3,091/0,038/-0,093/-0,148). Was für eine Saison für Theener! Auch am letzten Spieltag ließ der Aufsteiger nichts anbrennen und sicherte sich mit einem souveränen 4:0-Auswärtssieg die Vizemeisterschaft. Damit krönt das Team seine beeindruckende Aufstiegssaison mit Rang zwei und der Teilnahme an den FKV-Meisterschaften – ein Erfolg, der vor der Saison kaum jemand für möglich gehalten hätte.  Schirumer-Leegmoor – Südarle 16:0 (3,031/5,018/2,082/5,052). Leegmoor setzte zum Abschluss noch einmal ein echtes Ausrufezeichen. Mit einem deutlichen 16:0-Kantersieg ließ man Südarle nicht den Hauch einer Chance. Am Ende steht Rang drei – und damit die klare Ansage: Die Auricher wollen nun bei den FKV-Meisterschaften den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. In dieser Form ist ihnen dabei alles zuzutrauen.  Burhafe – Willmsfeld 6:6 (3,001/1,120/1,147/-6,084). In Burhafe zählte am Ende nur eines: der Klassenerhalt. Das 6:6-Unentschieden gegen Schlusslicht Willmsfeld geriet schnell zur Nebensache, denn durch die Niederlage von Leerhafe war der Ligaverbleib gesichert. Entsprechend groß war die Erleichterung bei den Gastgebern. Nach einer nervenaufreibenden Saison darf „Flott weg“ Burhafe mit dem besten Einzelteam der Liga, der 1. Holz, durchatmen – und das Remis gegen Willmsfeld interessierte nach Ende der Partie niemanden mehr.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland - Landesliga Männer II

Westeraccum holt den Titel in einem der spannendsten Finals der Geschichte – Bitterer Südarler Abstieg

Hochspannung in Ostfriesland: Westeraccum gewinnt das Titelduell gegen Rahe knapp und feiert die Meisterschaft.

Während oben Jubel herrscht, trifft es Südarle hart – die Mannschaft steigt nach einem Remis ab.

von Holger Wilken / Foto privat

Ostfriesland - Was für ein Saisonfinale in der Boßel-Landesliga Männer II: Im direkten Duell sicherte sich Westeraccum mit einem knappen Erfolg gegen Rahe die Meisterschaft – hochklassig, spannend und am Ende auch mit dem nötigen Quäntchen Glück. Während an der Spitze gejubelt wurde, spielte sich im Tabellenkeller ein Drama ab: Südarle versagte auf eigener Bahn und muss den bitteren Gang in die Bezirksliga antreten.

Westeraccum – Rahe 1:0 (-0,020/1,041). Mehr Spannung ging kaum. Im direkten Duell um den Titel lieferten sich Westeraccum und Rahe einen Wettkampf auf absolutem Topniveau. Beide Mannschaften bestätigten eindrucksvoll, warum sie die Liga über die gesamte Saison hinweg dominiert hatten. Die 11.1 Holzrunden und 10.2 Gummi-Durchgänge bestätigen das hohe Niveau der Partie eindrucksvoll. Am Ende war es ein hauchdünner Vorteil für die Gastgeber, die sich mit 1:0 durchsetzten. Damit krönen sich die Gastgeber mit 32:4 Punkten verdient zum Meister – auch wenn das Glück in diesem Finale ein wenig auf ihrer Seite war. Rahe bleibt trotz einer überragenden Saison zwar nur der zweite Platz – dennoch dürfen die Auricher Stolz sein auf ihre starke Saison. Bei einem Sieg hätten sie Meister werden können, bei einer deutlichen Niederlage sogar noch hinter den punktgleichen Dietrichsfeldern mit 30:6 Zählern auf Rang drei rutschen können.  Südarle – Stedesdorf 1:1 (1,006/-0,091). Für Südarle wurde der letzte Spieltag zum bitteren Albtraum. Gegen den bereits abgestiegenen Tabellenletzten Stedesdorf kam die Mannschaft auf eigener Strecke nicht über ein Remis hinaus. Unter dem enormen Druck versagten den Gastgebern die Nerven – ein Sieg wäre Pflicht gewesen, doch stattdessen ließ man entscheidende Chancen liegen. Dieses Remis sollte sich als folgenschwer erweisen. Dietrichsfeld – SG Roggenstede/Willmsfeld 8:0 (3,113/4,044). Dietrichsfeld erfüllte seine Aufgabe erwartet souverän. Mit einem klaren 8:0-Heimsieg ließ man der SG Roggenstede/Willmsfeld keine Chance und unterstrich einmal mehr die eigene Heimstärke. Bei einem noch deutlicheren Erfolg mit vier Schoet mehr wäre „Good wat mit“ sogar noch Vizemeister geworden.  Doch der deutliche Erfolg blieb ohne den erhofften Effekt: Die von Südarle gewünschte Schützenhilfe blieb aus, da diese parallel patzten. Damit rutschten die Norder noch auf den Abstiegsrang ab. Entsprechend groß war die Freude aufseiten der SG, die sich auf ein weiteres Jahr in der Königsklasse freuen darf.  Reepsholt – Utgast 7:0 (5,077/1,100). Reepsholt verabschiedete sich mit einem souveränen Heimsieg in die Sommerpause. Gegen Utgast dominierten die Gastgeber klar und ließen zu keinem Zeitpunkt Zweifel am Ausgang der Partie aufkommen.  Ardorf – Utarp-Schweindorf 4:2 (-1,057/4,050). Ardorf sicherte sich im Mittelfeldduell einen verdienten Heimsieg. Nach schwächerem Beginn drehte die Mannschaft vor allem im zweiten Abschnitt mit der Gummmikugel auf und setzte sich letztlich durch.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland - Landesliga Männer III

Pfalzdorf wird ungeschlagen Meister – Reepsholt raubt einziges Pünktchen

In Reepsholt lieferten sich die Boßel-Topteams ein Finale auf höchstem Niveau.

Pfalzdorf setzte sich durch und beendete die Saison ohne Niederlage.

Burhafe holt in Dietrichsfeld einen Punkt.

Holger Wilken / Foto Jens Doden

Ostfriesland - Der letzte Spieltag der Boßel-Landesliga Männer III stand ganz im Zeichen eines großen Duells – und eines großen Meisters. Pfalzdorf setzte sich im prestigeträchtigen Vergleich beim Vizemeister Reepsholt durch und krönte damit eine nahezu perfekte Saison. Mit einer beeindruckenden Bilanz blieb der Titelträger auch im letzten Wettkampf ungeschlagen und unterstrich eindrucksvoll seine Ausnahmestellung in der Liga.

Reepsholt – Pfalzdorf 0:2 (-0,110/-2,036). Es war alles angerichtet für ein hochklassiges Finale – und die beiden Topteams lieferten. In einem Duell auf absolutem Spitzenniveau entwickelte sich ein intensiver Wettkampf, in dem jeder Wurf entscheidend war. 11.1 Holzrunden und 10.2 Durchgänge mit der Gummikugel dokumentieren die starke Leistung beider Teams. Doch wie so oft in dieser Saison behielt Pfalzdorf, auf deren Seite Dieter Henkel überragte, die Oberhand. Damit bleibt Pfalzdorf die gesamte Saison über ungeschlagen – eine Bilanz, die die Dominanz der Mannschaft eindrucksvoll widerspiegelt. Reepsholt verpasste es zwar, dem Serienmeister die erste Niederlage beizubringen, kann aber dennoch auf eine starke Saison zurückblicken. „Ostfreesland“ war es immerhin, das „Gute Hoffnung“ auf dessen Heimstrecke beim 1:1 im Hinkampf den einzigen Minuspunkt beibringen durfte.  Upschört – Utarp-Schweindorf 9:0 (7,112 / 1,053). Abseits des Topspiels ging es sportlich deutlich ruhiger zu. Upschört nutzte die Gelegenheit zu einem deutlichen 9:0-Heimsieg und verabschiedete sich mit einem klaren Erfolg aus der Saison. Der Wettkampf hatte über weite Strecken freundschaftlichen Charakter, wobei die Gastgeber ihre Überlegenheit früh deutlich machten.  Dietrichsfeld – Burhafe 1:1 (-1,019/1,046). Ein leistungsgerechtes Remis gab es in Dietrichsfeld. Beide Teams lieferten sich ein ausgeglichenes Duell, bei dem am Ende ein 1:1-Unentschieden stand. Für Schlusslicht Dietrichsfeld war es ein versöhnlicher Abschluss einer schwierigen Saison.  Westersander-Hüllenerfehn – Norden 3:0 (2,138 /0,050). Westersander-Hüllenerfehn sicherte sich mit einem am Ende ungefährdeten 3:0-Erfolg gegen den bereits feststehenden Absteiger Norden einen gelungenen Saisonabschluss. Auch hier stand weniger der sportliche Druck als vielmehr ein fairer Abschluss im Vordergrund.  Ardorf – Ludwigsdorf 1:1 (-1,013/1,005). Zum Abschluss trennten sich Ardorf und Ludwigsdorf in einem ausgeglichenen Wettkampf mit 1:1. Beide Mannschaften lieferten sich ein Duell auf Augenhöhe, ohne dabei an die Intensität des Spitzenspiels heranzureichen.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland - Landesliga Frauen I

Utarp-Schweindorf steigt ab – Norden feiert erneute Meisterschaft

Spannung bis zum letzten Wurf: In Norden geht die Landesmeisterschaft erneut an den KBV „Noord“.

Utarp-Schweindorf und Dietrichsfeld steigen ab – Südarle zieht ins FKV-Finale ein.

von Henning Schiffer

Ostfriesland - Die Landesliga der Frauen I verlief so spannend wie schon lange nicht mehr, wobei Freud und Leid am 18. und letzten Spieltag – wie bereits berichtet – eng beieinander lagen. Die Boßlerinnen des KBV „Noord“ Norden feierten am vergangenen Samstag (21. März) den dritten Landesmeistertitel in Serie. Im Tabellenkeller machte sich die Leistungsdichte im Oberhaus bemerkbar: In einem Herzschlagfinale traf es die junge Mannschaft aus Utarp-Schweindorf: Gemeinsam mit den ebenfalls jung ambitionierten Werferinnen aus Dietrichsfeld geht es für die Narperinnen für mindestens ein Jahr in die Bezirksliga.

Theener – Schirumer-Leegmoor 7:0 (4,092/2,011). „Waterkant“ beendete mit einem Paukenschlag die Saison und vermasselte den Gästen die Qualifikation für die Verbandsmeisterschaften. Wie bereits in der Vorsaison verpasste das Mülder-Team das FKV-Finale um Haaresbreite.  Utarp-Schweindorf – Südarle 2:6 (-6,097/2,023). Für Utarp-Schweindorf besiegelte die Niederlage gegen Südarle den Abstieg aus der Landesliga. 13/2 Runden mit der Holzkugel waren für die Gastgeberinnen nicht konstant genug, um den Spitzenwerferinnen von „He löpt noch“ ein Bein zu stellen. An der Niederlage konnte dann das solide Ergebnis der Gummigruppe nichts mehr ändern. Nach zwei Spielzeiten in der Königsklasse geht es für „Freesenholt“ zurück in die Bezirksliga, doch das Holtriemer Team hat einen guten Mix an Talenten und erfahrenen Friesensportlerinnen, sodass die Bezirksliga für die Entwicklung der nächsten Werfer-Generation Gold wert sein kann. Die Südarlerinnen freuten sich nach dem Wettkampf über die geglückte FKV-Finalqualifikation und beendeten eine Saison nach einigen Umbrüchen im Team auf einem starken dritten Tabellenrang.  Westeraccum – Dietrichsfeld 0:0 (-0,051/0,039). Das Remis sorgte bei den Gastgeberinnen zwischenzeitlich für angespannte Nerven, schließlich vergab das Team von „Hier up an“ die Chance auf die Rettung aus eigener Kraft und war nach der Punkteteilung auf Schützenhilfe aus Südarle angewiesen. Der Wettkampf zwischen den beiden Mannschaften verlief auf Augenhöhe. Rundenweiten von 10/3 und 11/2 unterstrichen ein beidseitig hohes Niveau, sodass sich auch die Gäste von „Good wat mit“ würdevoll aus der Landesliga verabschiedeten.  Stedesdorf – Rahe 0:4 (-4,061/-0,017). Das „Boßelwunder“ blieb aus, dennoch zeigten die Gäste aus Rahe einmal mehr ihr Können und feierten den 13. Saisonsieg. Zumindest in den Statistiken über die meisten doppelten Punktgewinne sowie die stärkste Einzelgruppe der Liga gingen an Vizemeister „Ostfrisia“. Doch auch die Stedesdorferinnen können zufrieden sein. Mit 18:18 Punkten hat „Fix wat mit“ eine sehr souveräne Bilanz und war zu keinem Zeitpunkt in Abstiegssorgen.  „Noord“ Norden – Blomberg 0:0 (-0,027/0,086). Mit einem verdienten Remis beendeten die Blombergerinnen die Saison und freuten sich über den souveränen Klassenerhalt im Jahr eins nach dem Wiederaufstieg. Dabei stellten die Gäste das Meisterteam aus Norden vor allem auf der Hintour vor größere Probleme und erkämpften sich bis zur Wende einen klaren Vorsprung. Erst die qualitativ hochwertigen Wechsel der Norderinnen brachten die Wende.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland - Landesliga Frauen I

Hattrick perfekt

Boßlerinnen des KBV „Noord“ feiern dritte Meisterschaft in Folge

Utarp steigt ab

Jubel in Norden: Die Boßlerinnen vom KBV „Noord“ holen zum dritten Mal in Folge den Meistertitel.

Beim entscheidenden Wurf gegen Blomberg wird es dramatisch.

In Utarp herrscht dagegen Frust.

von Henning Schiffer / Foto Ingo Janssen

Norden - Der Empfang war wahrlich meisterlich: Als die Boßlerinnen des KBV „Noord“ Norden am Samstag (21. März) das Ziel erreichten, wartete dort bereits die Frauen-II-Vertretung und hatte ein großes Plakat mit dem Spruch „Mission erfüllt, Titel geholt“ quer über die Straße gespannt. Wenig später waberte kurzzeitig Qualm von der abgefackelten Pyrotechnik über die Alleestraße, wo sich die Norder Werferinnen mit den Blombergerinnen in den Armen lagen. Denn mit einem gerechten Remis hatten die Norderinnen nach zähem Ringen den dritten Titel in Folge eingefahren und verabschiedeten anschließend zur großen Feier ins ehemalige Möbelhaus Pflüger, zu der selbstverständlich auch die Gäste eingeladen waren. Ganz anders war dagegen die Stimmung in Utarp-Schweindorf: Nach der Heimpleite gegen Südarle muss „Freesenholt“ den Gang in die Bezirksliga antreten, während Westeraccum auch nächste Saison im Oberhaus wirft.

„Wir haben superfein ausgesehen, was in den vergangenen Jahren längst nicht immer der Fall war“, zeigte sich Blombergs Kapitänin Hannah Janssen mit dem Auftritt ihrer Mannschaft sehr zufrieden. Lange Zeit lag sogar ein Auswärtssieg im Bereich des Möglichen. Denn zur Wende führte Blomberg mit mehr als zwei Wurf. „Das muss ein Loch in der Straße sein“, unkte Nordens erfahrener Bahnweiser Jörg Saathoff auf der Rücktour.

Wilberts-Schwestern bringen neuen Schwung

Die Einwechslung der Wilberts-Schwestern zeigte dann aber Wirkung. Femke und Weeke Wilberts, die bei der Wahl zu Nordens Sportlerin des Jahres die Plätze zwei und drei belegt hatten, sorgten nicht nur für frischen Schwung, sondern auch dafür, dass der Rückstand immer mehr schmolz. Auch Spielführerin Maike de Vries steigerte sich zusehends, nachdem sie unterwegs einige Frotzeleien einstecken mussten, weil nicht alles nach Wunsch gelang. „Nachher zwirbel ich euch noch einen rein“, kündigte sie lachend an – und hielt ihr Versprechen. „Das war ein solider Wettkampf von uns, mehr aber auch nicht. Blomberg hat sich den Punkt redlich verdient“, sagte sie, ehe die Mannschaft die Feierlichkeiten zum Titel-Hattrick mit einer Treckerfahrt durch die Stadt einläutete.

Accumerinnen schaffen Klassenerhalt

Das Fernduell zwischen den beiden Esenser Vereinen aus Utarp-Schweindorf und Westeraccum spitzte sich zu. Die von Platz acht aus ins Finale gegangene Mannschaft von „Hier up an“ hatte es mit den bereits als Absteiger feststehenden Dietrichsfelderinnen zu tun. Mit der Gummikugel lag die Rundenweite der Gastgeberinnen bei guten 10/3, mit 0.039 Metern konnten die Accumerinnen diese Gruppe sehr knapp gewinnen, doch ein umgedrehtes Remis gab es im Wettkampf der Holzkugeln, hier war „Good wat mit“ etwas besser und gewann nach 11/2 Runden 0.051 Meter, sodass folgerichtig die Punkte geteilt wurden und das Biermann-Team gebannt auf den Ausgang der Partie zwischen Utarp-Schweindorf und Südarle blickte.Für Südarle ging es in Utarp noch um die Qualifikation für die FKV-Endrunde, entsprechend motiviert trat die Norder Mannschaft auf. Der Kampf sollte hier über die Holzgruppen entschieden werden. „He löpt noch“ konnte sich hier absetzen und auf der Rücktour einen starken Vorsprung erkämpfen, der Detailerfolg der Gummiwerferinnen konnte für „Freesenholt“ das Blatt jedoch nicht mehr wenden. Die Südarlerinnen lösten dank der zeitgleichen Niederlage von Schirumer Leegmoor in Theener als Dritter das Ticket zum FKV-Finale. Das durchsickernde Ergebnis aus Utarp sorgte in Westeraccum für große Erleichterung und den Jubel über den Klassenerhalt: „Wir sind froh, dass unser Remis zum Klassenerhalt gereicht hat. Zum Schluss war es eine Nervenschlacht“, vermeldete Kim Biermann aus dem Vereinsheim.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 24.03.2026

18. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland - Landesliga Frauen I

Das Ende der Getränke beschließt eine Westeraccumer Saison der Superlative

Triumph in Westeraccum: Die Boßler des KBV „Hier up an“ holen ohne Punktverlust den Bezirksliga-Titel.

Der Durchmarsch zurück in die Landesliga ist perfekt.

Die 2. Holzgruppe dominiert alles.

von Henning Wieting  /  Foto privat

Westeraccum - Es ist ein Triumphmarsch, der in der Bezirksliga Männer I der ostfriesischen Boßler noch nie dagewesen ist, eine Saison der Superlative für den KBV „Hier up an“ Westeraccum: Nach dem 25:0-Erfolg am Sonntag (22. März) gegen die bemitleidenswerten Friesensportler aus Upschört stand fest, dass die Blau-Weißen nach dem frustrierenden Landesliga-Abstieg vor Jahresfrist mit sagenhaften 267:0 Shoet bei 36:0 Punkten aus 18 Wettkämpfen in die Eliteklasse der Boßler zurückkehren werden. Eine neue Bestmarke, die den bisherigen Rekord des KBV Stedesdorf aus der Saison 2022/23 mit 35:1 Punkten und 198:33 Wurf noch einmal in den Schatten stellt.

Entsprechend ausgelassen war dann auch die Saisonabschlussparty in dem keine 400 Einwohner großen Ortsteil der Gemeinde Dornum. Zumal auch die Landesliga-Männer II mit ihrem Titelgewinn am letzten Spieltag mit Spielführer Karsten Biermann beim 1:0 gegen Vizemeister Rahe sich in die Vereinsfeierlichkeiten einbrachten. „Das war schon überragend, was da vorbereitet wurde: Unsere Frauen vom Verein standen Spalier, es wurde eine Treckerfahrt für uns organisiert“, zeigte sich André Backer angetan. Der Mannschaftskapitän der beiden Holz- und Gummigruppen gesteht rückblickend, dass ein solch fulminanter Durchmarsch durch die Bezirksliga in dieser Deutlichkeit nicht vorauszusehen war. „Erst nach vier Wettkämpfen, die allesamt sehr deutlich waren, haben wir gemerkt, dass es ganz gut läuft nach dem kleinen Umbruch in der Mannschaft.“ Dann, zum Ende der Hinrunde hieß es: „Wir wollen als Tabellenführer punktemäßig jetzt nichts mehr anbrennen lassen.“ Der Heimkampf am achten Spieltag gegen Rahe ist ihm in besonderer Erinnerung geblieben: „Da lagen wir zur Wende acht Schuss hinten.“ Aber zum Ende sprang auch hier in der Endabrechnung ein 5:0 heraus. Das Parade-Quartett der 2. Holzgruppe holte mit einem 7:0 die Kohlen für „Hier up an“ aus dem Feuer. In die Geschichtsbücher des Friesensports wird auch der Zieleinlauf der einzelnen vier Wurfgruppen auf Bezirksliga-Niveau eingehen: Die ersten vier Plätze belegen sämtliche Teams aus Westeraccum! Allen voran die 2. Holz mit 32:4 Punkten bei 94:5 Shoet. Knapp dahinter die 1. Gummi (31:5 Punkte/65:2 Shoet) vor der 2. Gummi (30:6/55:4) und Holz 1 (27:9/71:8). 15:0 gewann die 2. Holzgruppe beim deprimierenden 0:40 des Absteigers Holtgast auf der Westeraccumer Heimstrecke.

Revanche bedeutet zweite Niederlage

Das hat sich wiederum die Holtgaster 2. Holz natürlich gemerkt und sich beim Rückkampf am 8. Februar mit 4:0 revanchiert – die zweite und letzte Saisonniederlage der Parade-Gruppe von „Hier up an“. Randnotizen die dieser Heimatsport schreiben kann. „Für uns zählt nun zunächst einmal der Klassenerhalt in der Landesliga“, stapelt „Käpt’n“ Backer zunächst einmal tief für die kommende Spielzeit der Männer I: „Auch wenn es mit Theener natürlich ein leuchtendes Vorbild gibt, die als Landesliga-Aufsteiger gleich zu einer überragenden Vize-Meisterschaft gestürmt sind.“

Um 23.30 Uhr fällt der Hammer

Auch die Feierlichkeiten im Festzelt beim Vereinsheim am Sonntag stellten vieles in den Schatten. Backer lachend: „Ich musste die Party leider um 23.30 Uhr beenden, weil es keine Getränke mehr gab.“ Und das, obwohl man sich am Konsum voriger Meisterschaftsfeiern – auch anderer Vereine – orientierte und das hochgerechnet hatte. Diese Saison des Bezirksliga-Teams aus Westeraccum ist und war eben eine der Superlative - in vielerlei Hinsicht.