Bei Rückfragen:

Gerold Meischen

 

Mobil 0172-6310925
meischen@friesensport.de


© / Quelle: NWZ-Online / 01.03.2026

9. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg - Nachholung vom 25.01.2026

© / Quelle: NWZ-Online / 01.03.2026

Wie sich Spohles Männer trotz Niederlage den Landesmeister-Titel holten

Der Nachholspieltag der Boßel-Männer hatte es am Sonntag in sich.

So sind wichtige Entscheidungen im Titel- und Abstiegskampf gefallen.

Von Wolfgang Böning

Friesland/Ammerland/Wesermarsch - Am Nachholspieltag im Straßenboßeln sind in den beiden höchsten Ligen der Männer die nächsten Entscheidungen im Titel- und Abstiegskampf gefallen. Während in der Landesliga Spohle die vorzeitige Meisterschaft feiern konnte, ist der Abstieg von Schweewarden besiegelt. Parallel ist Verbandsligist Kreuzmoor/Bekhausen der sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga geglückt.

Landesliga  -  Schweewarden - Reitland 4:3 Remis (4,080, -0,006, -2,023, -1,089). Nur im Falle eines Derbysieges hätte Schweewarden die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch am Leben halten können. Dazu fehlten ihnen letztlich gerade einmal 38 Meter. „Das Unentschieden war leistungsgerecht. Dass wir jetzt den Gang in die Verbandsliga antreten müssen, ist aus unserer Sicht ärgerlich, aber gerechtfertigt. Wir waren in dieser Saison nicht konstant genug und haben nicht aus dem Vollen schöpfen können“, bilanzierte Sprecher Patrick Bruns. Reitlands Kapitän Hauke Freese erklärte: „Die Ausgangslage war klar: Schweewarden brauchte ein Wunder, wir nur ein Remis für den sicheren Klassenerhalt. Erst der letzte Wurf brachte das Unentschieden – für uns reichte es. Dass unser Nachbar nun als Absteiger feststeht, ließ uns auch mit einem weinenden Auge zurück.“  Spohle - Torsholt 1:2 (1,047, -0,007, -2,108, 0,016). „Durch das Remis aus der Hinrunde waren wir gewarnt. Zur Wende führte Torsholt mit 2:1 und hier zeichnete sich der erwartet enge Wettkampf ab. Am Ende hat sich Torsholt mit einer guten Leistung die Punkte verdient“, sagte Spohles Sprecher Keven Hoots. Doch der Frust bei den Gastgebern hielt sich in Grenzen, weil Verfolger Halsbek ebenfalls verlor und Spohle dadurch rechnerisch nicht mehr einzuholen ist. Der Torsholter Kapitän Kevin Barkemeyer bilanzierte: „Die Strecke liegt uns und bis zum letzten Wurf herrschte absolute Spannung. Laut Spohle waren wir bisher dort die beste Auswärtsmannschaft der Saison.“ Somit habe man sich auch die Bezeichnung „Angstgegner Torsholt“ redlich verdient.  Grabstede - Halsbek 9:2 (-0,072, 3,094, -1,104, 5,147). Im Prestigeduell fand der Titelverteidiger nach langer Niederlagenserie weiter in die Spur zurück. „Es war keine überragende Leistung, aber der Einsatz hat gestimmt“, erklärte Grabstedes Mannschaftsführer Christian Alberts. Der Halsbeker Sprecher Arne Hiljegerdes bedauerte: „Der Nachholtermin kam für uns zur absoluten Unzeit. Ohne sechs Stammwerfer war es für uns klar, dass es eng werden könnte. Und auf der Rücktour ging uns dann leider die Puste aus.“

Verbandsliga  -  Ruttel - Cleverns 15:0 (5,058, 2,033, 4,087, 3,073). Obwohl die Mannschaft um den Rutteler Kapitän Markus Heyne stark ersatzgeschwächt war, feierte sie einen Start-Ziel-Sieg: „Mit 212 Wurf stimmte die Leistung wieder in allen Gruppen.“ Zudem ergänzte er zu aktuellen Gerüchten: „Ruttel wird in diesem Sommer keine Fusion oder Spielgemeinschaft eingehen. Eine entsprechende Anfrage wurde abgelehnt.“ Der Clevernser Mannschaftsführer Heiko Janssen analysierte: „Es war ein schwerer Auswärtswettkampf bei einer starken und jungen Truppe, deren souveräner Leistung wir nichts entgegensetzen konnten.“  Moorriem - Kreuzmoor/Bekhausen 6:7 Remis (-2,136, -3,106, -0,069, 6,034). Im Duell Letzter gegen Erster war kein Leistungsunterschied auszumachen. Den Gästen fehlten 23 Meter zum Sieg. Der Kreuzmoorer Matthias Gerken sagte: „Leider mussten wir auf fünf Werfer verzichten. Der Punkt reicht aber, um wieder in die Landesliga aufzusteigen.“ Auch Schlusslicht Moorriem war stark ersatzgeschwächt. „Ein Dank geht an die zweite Mannschaft, die ausgeholfen hat“, betonte Eike Janßen: „Unsere erste Holzgruppe hat trotz Niederlage eine super Leistung gegen die stärkste Gruppe der Liga vollbracht und unsere zweite Gummi erwischte einen Sahne-Tag.“  Mentzhausen - Wiefels 1:0 Remis (0,077, 0,101, 0,053, -0,096). Den Hausherren fehlten nur 15 Meter zum Sieg. „Der Wettkampf entwickelte sich hochspannend“, sagte der Mentzhauser Mannschaftsführer Niklas Wulff: „An der Wende lag unsere erste Gummi schon mit drei Schoet in Rückstand, sodass wir bereits mit einer Niederlage gerechnet haben.“ Da die Gummigruppe den Rückstand aber noch wieder gutmachen konnte, fühle sich der Punktgewinn „also eher wie ein Sieg an“. Auch der Wiefelser Sprecher Gerold Möllmann konnte mit der Punkteteilung leben: „Letztlich sind wir glücklich, dass ein Unentschieden herauskam. Wir waren nahe dran, aber am Ende zeigte Mentzhausen seine Routine.“

 

9. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg - Nachholung vom 25.01.2026

Warum nun drei Ammerland-Teams im Abstiegskampf feststecken

Ein klarer Derbysieg und ein doppelter Heimwettkampf haben die Teams im Abstiegskampf der Boßel-Landesliga der Frauen zusammenrücken lassen.

Kreuzmoor/Bekhausen hat derweil sein erstes Saisonziel erreicht.

Von Wolfgang Böning

Ammerland/Friesland/Wesermarsch - In der Boßel-Landesliga der Frauen geht der Kampf um den Klassenerhalt in die heiße Phase. Im Mittelpunkt stehen zwei Spieltage vor Saisonende gleich drei Ammerländer Teams.

Torsholt - Halsbek 10:0 (5,035, 5,046). Das Kellerduell verlief überraschend einseitig. Schlusslicht Torsholt schloss dank des Sieges nach Punkten zu den Halsbekerinnen auf. „Wir waren gut aufgestellt und hochmotiviert, die wichtigen zwei Punkte einzusammeln“, stellte Torsholts Jule Bödecker klar: „Es hat sich schnell abgezeichnet, dass wir in beiden Gruppen einen super Tag erwischt haben.“ Somit stehen nun beide Mannschaften bei fünf Punkten, Halsbek hat am 15. März aber noch die Nachholpartie gegen die ebenfalls gefährdeten Spohlerinnen (7 Punkte) in der Hinterhand.  Spohle - Kreuzmoor/Bekhausen 0:4 (-4,005, -0,091). Beide Teams hatten ein Heimspiel, weil sie auf der identischen Strecke werfen. Kreuzmoor wurde seine Favoritenrolle gerecht und schnappte sich Platz drei, der zur Teilnahme an der FKV-Finalrunde berechtigt. Spohle steckt weiter im Abstiegskampf. „Mit der Gummi gab es auf beiden Seiten sehr gute Würfe“, sagte Spohles Kira Müller. Entscheidend war am Ende der Vorteil der Holzgruppe der Gäste. „Kurz vor der Wende gab es einen Führungswechsel, auf der Rücktour ging es dann immer weiter bergauf für uns“, sagte Kreuzmoors Nane Kabernagel.