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Wie sich Spohles Männer trotz
Niederlage den Landesmeister-Titel holten
Der Nachholspieltag der
Boßel-Männer hatte es am Sonntag in sich.
So sind wichtige
Entscheidungen im Titel- und Abstiegskampf gefallen.
Von Wolfgang
Böning

Friesland/Ammerland/Wesermarsch -
Am Nachholspieltag im Straßenboßeln sind in den beiden
höchsten Ligen der Männer die nächsten Entscheidungen im
Titel- und Abstiegskampf gefallen. Während in der
Landesliga Spohle die vorzeitige Meisterschaft feiern
konnte, ist der Abstieg von Schweewarden besiegelt.
Parallel ist Verbandsligist Kreuzmoor/Bekhausen der
sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga geglückt.
Landesliga -
Schweewarden - Reitland 4:3 Remis (4,080, -0,006,
-2,023, -1,089). Nur im Falle eines Derbysieges hätte
Schweewarden die Hoffnung auf den Klassenerhalt noch am
Leben halten können. Dazu fehlten ihnen letztlich gerade
einmal 38 Meter. „Das Unentschieden war
leistungsgerecht. Dass wir jetzt den Gang in die
Verbandsliga antreten müssen, ist aus unserer Sicht
ärgerlich, aber gerechtfertigt. Wir waren in dieser
Saison nicht konstant genug und haben nicht aus dem
Vollen schöpfen können“, bilanzierte Sprecher Patrick
Bruns. Reitlands Kapitän Hauke Freese erklärte: „Die
Ausgangslage war klar: Schweewarden brauchte ein Wunder,
wir nur ein Remis für den sicheren Klassenerhalt. Erst
der letzte Wurf brachte das Unentschieden – für uns
reichte es. Dass unser Nachbar nun als Absteiger
feststeht, ließ uns auch mit einem weinenden Auge
zurück.“ Spohle - Torsholt 1:2 (1,047,
-0,007, -2,108, 0,016). „Durch das Remis aus der
Hinrunde waren wir gewarnt. Zur Wende führte Torsholt
mit 2:1 und hier zeichnete sich der erwartet enge
Wettkampf ab. Am Ende hat sich Torsholt mit einer guten
Leistung die Punkte verdient“, sagte Spohles Sprecher
Keven Hoots. Doch der Frust bei den Gastgebern hielt
sich in Grenzen, weil Verfolger Halsbek ebenfalls verlor
und Spohle dadurch rechnerisch nicht mehr einzuholen
ist. Der Torsholter Kapitän Kevin Barkemeyer
bilanzierte: „Die Strecke liegt uns und bis zum letzten
Wurf herrschte absolute Spannung. Laut Spohle waren wir
bisher dort die beste Auswärtsmannschaft der Saison.“
Somit habe man sich auch die Bezeichnung „Angstgegner
Torsholt“ redlich verdient. Grabstede - Halsbek
9:2 (-0,072, 3,094, -1,104, 5,147). Im Prestigeduell
fand der Titelverteidiger nach langer Niederlagenserie
weiter in die Spur zurück. „Es war keine überragende
Leistung, aber der Einsatz hat gestimmt“, erklärte
Grabstedes Mannschaftsführer Christian Alberts. Der
Halsbeker Sprecher Arne Hiljegerdes bedauerte: „Der
Nachholtermin kam für uns zur absoluten Unzeit. Ohne
sechs Stammwerfer war es für uns klar, dass es eng
werden könnte. Und auf der Rücktour ging uns dann leider
die Puste aus.“
Verbandsliga
- Ruttel - Cleverns 15:0 (5,058, 2,033,
4,087, 3,073). Obwohl die Mannschaft um den Rutteler
Kapitän Markus Heyne stark ersatzgeschwächt war, feierte
sie einen Start-Ziel-Sieg: „Mit 212 Wurf stimmte die
Leistung wieder in allen Gruppen.“ Zudem ergänzte er zu
aktuellen Gerüchten: „Ruttel wird in diesem Sommer keine
Fusion oder Spielgemeinschaft eingehen. Eine
entsprechende Anfrage wurde abgelehnt.“ Der Clevernser
Mannschaftsführer Heiko Janssen analysierte: „Es war ein
schwerer Auswärtswettkampf bei einer starken und jungen
Truppe, deren souveräner Leistung wir nichts
entgegensetzen konnten.“ Moorriem -
Kreuzmoor/Bekhausen 6:7 Remis (-2,136, -3,106,
-0,069, 6,034). Im Duell Letzter gegen Erster war kein
Leistungsunterschied auszumachen. Den Gästen fehlten 23
Meter zum Sieg. Der Kreuzmoorer Matthias Gerken sagte:
„Leider mussten wir auf fünf Werfer verzichten. Der
Punkt reicht aber, um wieder in die Landesliga
aufzusteigen.“ Auch Schlusslicht Moorriem war stark
ersatzgeschwächt. „Ein Dank geht an die zweite
Mannschaft, die ausgeholfen hat“, betonte Eike Janßen:
„Unsere erste Holzgruppe hat trotz Niederlage eine super
Leistung gegen die stärkste Gruppe der Liga vollbracht
und unsere zweite Gummi erwischte einen Sahne-Tag.“
Mentzhausen - Wiefels 1:0 Remis (0,077, 0,101,
0,053, -0,096). Den Hausherren fehlten nur 15 Meter zum
Sieg. „Der Wettkampf entwickelte sich hochspannend“,
sagte der Mentzhauser Mannschaftsführer Niklas Wulff:
„An der Wende lag unsere erste Gummi schon mit drei
Schoet in Rückstand, sodass wir bereits mit einer
Niederlage gerechnet haben.“ Da die Gummigruppe den
Rückstand aber noch wieder gutmachen konnte, fühle sich
der Punktgewinn „also eher wie ein Sieg an“. Auch der
Wiefelser Sprecher Gerold Möllmann konnte mit der
Punkteteilung leben: „Letztlich sind wir glücklich, dass
ein Unentschieden herauskam. Wir waren nahe dran, aber
am Ende zeigte Mentzhausen seine Routine.“ |
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Warum nun drei Ammerland-Teams im
Abstiegskampf feststecken
Ein klarer Derbysieg und
ein doppelter Heimwettkampf haben die Teams im
Abstiegskampf der Boßel-Landesliga der Frauen
zusammenrücken lassen.
Kreuzmoor/Bekhausen hat
derweil sein erstes Saisonziel erreicht.
Von Wolfgang
Böning
Ammerland/Friesland/Wesermarsch -
In der Boßel-Landesliga der Frauen geht der Kampf um den
Klassenerhalt in die heiße Phase. Im Mittelpunkt stehen
zwei Spieltage vor Saisonende gleich drei Ammerländer
Teams.
Torsholt - Halsbek 10:0
(5,035, 5,046). Das Kellerduell verlief überraschend
einseitig. Schlusslicht Torsholt schloss dank des Sieges
nach Punkten zu den Halsbekerinnen auf. „Wir waren gut
aufgestellt und hochmotiviert, die wichtigen zwei Punkte
einzusammeln“, stellte Torsholts Jule Bödecker klar: „Es
hat sich schnell abgezeichnet, dass wir in beiden
Gruppen einen super Tag erwischt haben.“ Somit stehen
nun beide Mannschaften bei fünf Punkten, Halsbek hat am
15. März aber noch die Nachholpartie gegen die ebenfalls
gefährdeten Spohlerinnen (7 Punkte) in der Hinterhand.
Spohle - Kreuzmoor/Bekhausen 0:4 (-4,005,
-0,091). Beide Teams hatten ein Heimspiel, weil sie auf
der identischen Strecke werfen. Kreuzmoor wurde seine
Favoritenrolle gerecht und schnappte sich Platz drei,
der zur Teilnahme an der FKV-Finalrunde berechtigt.
Spohle steckt weiter im Abstiegskampf. „Mit der Gummi
gab es auf beiden Seiten sehr gute Würfe“, sagte Spohles
Kira Müller. Entscheidend war am Ende der Vorteil der
Holzgruppe der Gäste. „Kurz vor der Wende gab es einen
Führungswechsel, auf der Rücktour ging es dann immer
weiter bergauf für uns“, sagte Kreuzmoors Nane
Kabernagel. |