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© / Quelle: NWZ-Online / 01.03.2026

16. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland

Verfolger-Trio schwächelt in Esens

Titelverteidiger Norden ist fast am Ziel

In Ostfriesland kippt die Landesliga Frauen I zum Saisonende:

Die Topteams patzen, Norden marschiert Richtung Titel.

Theener feiert den fast sicheren Klassenerhalt – und Westeraccum lebt wieder.

von Henning Schiffer  /  Foto Jens Doden

Ostfriesland - Am 16. Spieltag haben die Topmannschaften der Landesliga Frauen I überraschend einige Punkte bei Wettkämpfen im Kreisverband Esens liegengelassen. Die Verfolgerteams aus Rahe, Südarle und Schirumer Leegmoor liefern sich zum einen ein direktes Duell um die FKV-Finalrunde. Das Trio tat sich bei ihren Gastauftritten in Esens schwer und kassierte teils schmerzhafte Niederlagen. Titelverteidiger „Noord“ Norden nutzte die Gunst der Stunde und kann nach dem 2:0-Heimsieg über Dietrichsfeld den Sekt kalt stellen. Die Aufsteigerinnen aus Theener haben den Klassenerhalt so gut wie in der Tasche. Westeraccum schöpft noch einmal Hoffnung.

Theener – Utarp-Schweindorf 5:1 (-1,005/5,007). Bei „Waterkant“ dürfte bei vier Punkten Vorsprung und dem besseren Wurfverhältnis in Sachen Abstiegsangst nichts mehr anbrennen. Schlüssel zum Erfolg über Utarp-Schweindorf war die Gummigruppe. Mit fünf Schoet erarbeiteten sich die Gastgeberinnen mit der roten Kugel den entscheidenden Vorsprung, sodass auch der Detailerfolg der Narper Holzgruppe das Ergebnis nicht mehr signifikant ändern konnte.  Westeraccum – Schirumer-Leegmoor 0:0 (-0,010/0,067). Ein exzellenter Anwurf von Tomke Barfknecht mit der Holzkugel brachte direkt eine zwei Schoet Führung für die abstiegsbedrohten Accumerinnen. Mit einer Rundenweite von 11/1 in beiden Gruppen konnten die Gastgeberinnen schlussendlich einen Zähler erkämpfen und bleiben in der Tabelle zumindest auf Schlagdistanz. Frau des Tages war Westeraccums Eske Schuirmann, die sich mit der Gummikugel keine Fehler erlaubte.  Stedesdorf – Südarle 6:4 (-4,084/6,072). „Es war ein Top-Wettkampf. Wir haben endlich wieder gezeigt, dass wir richtig gut boßeln können“ freute sich Daniela Köhler vom KBV „Fix wat mit“. Angeführt von Anke Klöpper zeigten die Südarlerinnen mit der Holzkugel einen starken Auftritt und erarbeiteten sich einen deutlichen Vorsprung, doch die Gummigruppe der Heimmannschaft wurde zum Matchwinner und verbuchte nach überragenden 10/3 Runden einen Sieg von sechs Schoet und 72 Metern, die zum Heimsieg reichten.  „Noord“ Norden – Dietrichsfeld 2:0 (2,018/0,041). Beide Teams fanden mit der Holzkugel nicht in die Partie. Erst im letzten Streckenabschnitt löste sich bei den Gastgeberinnen der Knoten und „Noord“ erarbeitete sich über die Holzformation die nötigen Meter zum Heimsieg. Während die Titelverteidigerinnen nur noch theoretisch vom Thron verdrängt werden können, bleibt für „Good wat mit“ nur noch eine kleine Restchance auf den Ligaverbleib.  Blomberg – Rahe 9:0 (5,002/4,084). Mit einem deutlichen Sieg über beide Gruppen feierten die Blombergerinnen den Klassenerhalt. Während Rahe im Rennen um die FKV-Plätze einen Auswärtssieg benötigt hätte, bleibt so vor dem direkten Duell mit „Noord“ nur noch eine mathematische Chance auf den Titelgewinn. Das Rennen um Rang zwei und drei bleibt wohl spannend bis zum letzten Wurf.

Nachholwettkampf  -  Rahe – Schirumer Leegmoor 5:0 (-0,024/5,003). Einen Tag nach dem 0:9-Debakel in Blomberg zeigten sich die Gastgeberinnen deutlich verbessert und gewannen die wichtige Partie durch eine starke Leistung der Gummiwerferinnen. Dennoch bleibt für Rahe der Rückstand auf Platz eins mit vier Punkten und mehr als 25 Schoet wohl zu groß.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 01.03.2026

16. Spieltag in den Boßelligen in Ostfriesland

Pfalzdorf feiert 26. Titel – Leerhafe steht vor dem Abstieg

In Ostfriesland sichert sich Pfalzdorf die Landesmeisterschaft im Boßeln.

Theener schreibt mit der ersten FKV-Teilnahme Vereinsgeschichte.

Für Leerhafe und Willmsfeld endet die Saison bitter.

von Holger Wilken  /  Foto Jens Doden

Ostfriesland - Zwei Spieltage vor Saisonende sind in der Landesliga Männer I der Boßler die Weichen gestellt. Während sich Tabellenführer Pfalzdorf den 26. Titel der Vereinsgeschichte nicht mehr nehmen lassen wird und die Plätze zu Teilnahme an den FKV-Meisterschaften vergeben sind, ist der Abstieg für Leerhafe kaum noch abwendbar. Für Schlusslicht Willmsfeld steht der Gang in die Bezirksliga schon fest.

Pfalzdorf – Stedesdorf 7:1 (-1,020/2,028/3,077/1,077). Der Ligaprimus hat auf die zuletzt drei Niederlagen in Serie reagiert. Gegen Stedesdorf präsentierte sich Pfalzdorf deutlich stabiler und sicherte sich vorentscheidend wichtige Punkte im Titelrennen. Die 26. Landesmeisterschaft ist den Aurichern praktisch nicht mehr zu nehmen. Auch Stedesdorf durfte feiern, mit vier Punkten Vorsprung auf die Abstiegsplätze kann für eine neue Saison in der Königsklasse geplant werden.  Dietrichsfeld – Reepsholt 3:2 (-2,121/0,097/2,057/1,033). Am Esenser Postweg entwickelte sich eine enge Begegnung auf sehr hohem Niveau. Dietrichsfeld zeigte Moral und drehte die Partie mit dem Schlusswurf noch zu seinen Gunsten. Vor allem die Gummigruppen zelebrierten Boßelsport vom Allerfeinsten, wie 11.0 beziehungsweise 11.1 Runden belegen. Mit vier Punkten Rückstand auf Platz drei kommt „Ostfreesland“ nun auch nicht mehr als Teilnehmer der FKV-Meisterschaften infrage.  Schirumer-Leegmoor – Leerhafe 23:0 (4,021/6,021/6,102/6,049). Der Gastgeber fertigte Abstiegskandidat Leerhafe mit 23:0 ab. Für die Friedeburger ist diese Niederlage gleichbedeutend mit der bitteren Realität, die Liga vermutlich wieder verlassen zu müssen. Mit 11:21 Punkten ist der Abstand auf das rettende Ufer bei zwei verbleibenden Spielen kaum noch aufzuholen – der Abstieg dürfte besiegelt sein.  Burhafe – Theener 4:4 (2,105/1,013/-1,009/-3,054). Nach 202 Gesamtwürfen stand am Kirschbaumweg ein gerechtes Remis fest. Für Theener ist dieser Punktgewinn historisch, bedeutet er doch die erstmalige Teilnahme der Norder an den FKV-Meisterschaften. „Flott weg” dürfte mit dem Punkt auch gut leben können, mit drei Punkten Vorsprung auf Leerhafe, ist der Klassenerhalt so gut wie sicher.  Willmsfeld – Südarle 5:1 (0,084/5,147/-0,004/-1,096). Ein Achtungszeichen der Gastgeber – doch es kommt zu spät. Trotz des Heimerfolgs bleibt Willmsfeld am Tabellenende und kann den Abstand auf das rettende Ufer nicht mehr aufholen. Teamchef Hauke Gerdes ist aber optimistisch, dass seine Truppe schnell in die Königsklasse zurückkehrt: „Wir stecken den Kopf nicht in den Sand und greifen wieder an“, lautete sein Fazit nach dem guten Wettkampf.