|
Warum Reitland in Bredehorn
doppelt nassgemacht wurde
Die Boßel-Saison biegt
auf die Zielgerade: Während in Kreuzmoor/Bekhausen bald
gejubelt werden darf,
schwinden die Chancen
auf ein gutes Ende für Schweewarden und Moorriem.
von Wolfgang
Böning
Ammerland/Friesland/Wesermarsch -
In den Boßel-Ligen der Männer spitzt sich die Lage
weiter zu. Während in der Landesliga Schweewarden dem
Abstieg immer näher kommt, kann Kreuzmoor/Bekhausen
schon bald fest mit der Verbandsliga-Meisterschaft
planen.
Landesliga -
Torsholt - Halsbek 1:8 (-0,042, -5,133, -1,141,
1,016). Die Gäste dominierten das Ammerland-Derby. „Das
war heute für uns der erste Dämpfer im Kalenderjahr
2026. Es war die schwächste Saisonleistung, das war zu
wenig“, sagte Torsholts Kevin Barkemeyer, der zuletzt
mit seinem Team vier Wettkämpfe in Folge gewinnen
konnte. Entsprechend zufrieden war auch Halsbeks Arne
Hiljergerdes über den Sieg: „Wir mussten eine richtig
gute Leistung auf die Bahn bringen. Besonders unsere
zweite Holzgruppe kam mit der Strecke super zurecht.“
Schweewarden - Spohle 0:18 (-8,028, -2,048,
-7,004, -0,149). Das erneut ersatzgeschwächte
Schlusslicht blieb gegen den Tabellenführer chancenlos.
Schweewardens Patrick Bruns blickt wenig hoffnungsvoll
auf die nächsten Wettkämpfe. „Der Abstieg ist zwar noch
nicht spruchreif. Aber wir müssen nun alles gewinnen“,
sagt er. Topteam Spohle ließ in Schweewarden kaum
Chancen aus. „Zur Wende sah es mit einer 9:0-Führung für
uns schon gut aus. Wir hatten aber eine große Portion
Respekt, weil wir in Schweewarden meist schlecht
ausgesehen haben“, sagte Spohles Keven Hoots.
Neustadtgödens - Grabstede 3:10 (1,062, 2,063,
-6,087, -4,057). Nach fünf Niederlagen in Folge konnte
Meister Grabstede wieder siegen. „Nach einer längeren
Durststrecke haben wir uns mit großem Einsatz und echtem
Kampfgeist den Sieg geholt. Besonders stark war, dass
viele Gesichter wieder dabei waren, die
verletzungsbedingt lange gefehlt haben“, sagte
Grabstedes Kapitän Christian Alberts. Die Gastgeber
erwischten hingegen keinen guten Tag. „In drei Gruppen
waren wir nicht wirklich landesliga-tauglich. Im
Vergleich zur Vorwoche haben wir 35 Würfe mehr
benötigt“, sagte der Gödenser Vorsitzende Ron Arians.
Bredehorn - Reitland 17:0 (6,104, 2,006, 5,010,
3,086). Die Hausherren gaben den Ton an beim Kantersieg.
Der Bredehorner Rene Thye war zufrieden: „Ein toller
Teamgeist, toller Sieg. So kann es weiter gehen.“ Die
Gäste hingegen fanden nur schleppend in den Wettkampf.
„Aufgrund von Missverständnissen gab es keine
Gelegenheit, sich für den Wettkampf ausreichend warm zu
machen. Somit sind wir vom Wetter und vom Gegner völlig
nassgemacht worden und waren im Ziel völlig chancenlos“,
sagte Reitlands Mannschaftsführer Hauke Freese.
Verbandsliga -
Ruttel - Mentzhausen 21:0 (4,140, 5,043, 4,067,
6,097). Die Gastgeber siegten klar. Bereits bei der
Wende lag Ruttel mit 8:0 in Führung. „Mit 216 Würfen
passte die Leistung auch wieder“, sagte Ruttels Markus
Heyne. Mentzhausens Mannschaftsführer Niklas Wulff war
bedient: „Wir waren insgesamt nur knapp besetzt und
haben daher mit einer Niederlage gerechnet. Dass die so
deutlich ausfällt, ist natürlich schade.“
Kreuzmoor/Bekhausen - Wiefels 11:0 (3,026, 6,056,
2,007, -0,067). Der Tabellenführer zeigte dem Verfolger
klar die Grenzen auf. „In den Holzgruppen zeigte der
Tabellenführer seine ganze Klasse. Kreuzmoor/Bekhausen
hat klar gezeigt, warum sie auf Platz eins stehen“, gab
Wiefels Sprecher Gerold Möllmann zu. Der Kreuzmoorer
Matthias Gerken sprach von einem wichtigen Sieg gegen
einen direkten Konkurrenten. Westerscheps -
Moorriem 7:1 (3,101, -1,047, -0,065, 4,023). Die
Ammerländer machten im Kellerduell einen wichtigen
Schritt in Richtung Klassenerhalt. „Damit sollte der
Abstieg verhindert sein“, sagte der Schepser Vorsitzende
Axel Kasper, der mit seinem Team nun bei 9:15 Punkten
steht. Schlusslicht Moorriem liegt hingegen bei 4:18.
„Für uns war gewinnen eigentlich Pflicht. Wir geben
weiter Gas, aber der Weg wird sehr schwer“, weiß auch
Moorriems Eike Janßen. Cleverns - Stapel 3:2
(-1,004, 3,122, -0,089, -0,061). Im zweiten Kellerduell
des Spieltags sammelte Cleverns (9:13) gegen Stapel
(8:16) wichtige Punkte. „Damit ist der Klassenerhalt so
gut wie sicher“, sagte Cleverns Heiko Janssen. Zum Sieg
führte die Gastgeber vor allem die erste Gummigruppe,
die zwischenzeitlich sogar mit fünf Schoet führte. |
|
Wie sich Schweinebrück vorzeitig
den nächsten Meistertitel gesichert hat
Schweinebrücks Frauen
stehen bereits als Landesliga-Meister fest.
Das lag auch daran, dass
Verfolger Reitland in Schweewarden nicht über ein 4:4
hinaus kam.
von Wolfgang
Böning
Friesland/Ammerland/Wesermarsch -
In der Boßel-Landesliga der Frauen hat sich
Schweinebrück vorzeitig den nächsten Titel gesichert.
Grund: Verfolger Reitland stolperte bei den
Schweewarderinnen und diese haben die Nachholpartie am
nächsten Sonntag in Schweinebrück abgesagt, so dass die
Friesländerinnen rechnerisch nicht mehr einzuholen sind.
 Schweewarden
- Reitland 4:4 (4,038, -4,038). Ein „richtiges“
Remis, ohne Metervorsprung für ein Team, ist im Boßeln
selten. „Gerne hätten wir beide Punkte mitgenommen, aber
im Rückblick mussten wir zufrieden sein. In Schweewarden
ist es immer eng“, sagte Reitlands Brigitte Sanders.
Westerscheps - Spohle 5:0 (3,087, 1,019). „Bis
1500 Meter vor Schluss hatten wir alle Hände voll zu
tun, die Führung mit der Holzkugel zu halten. Jeder
Fehler wurde sofort bestraft“, erklärte die Schepserin
Sandra Schedemann: „In der Gummigruppe sah es ein
bisschen anders aus. Am Anfang hatten beide Teams große
Probleme, in den Wettkampf zu kommen.“ Am Ende durfte
sich Westerscheps über den vorzeitigen Klassenerhalt
freuen. Die Spohlerin Kira Müller meinte: „Mit der
Gummikugel sind wir leider gar nicht in den Wettkampf
gekommen und haben lange gebraucht, um unsere Leistung
zu bringen. In der Holzgruppe waren wir besser
unterwegs.“ Schweinebrück - Torsholt 6:0 (-0,027,
6,011). Erwartungsgemäß gewann der Favorit. „Gegen
hochmotivierte Torsholterinnen, die gegen den Abstieg
kämpfen, ist es aber immer schwer“, betonte
Schweinebrücks Kapitänin Astrid Müller: „Mit der
Gummikugel haben wir die Führung kontinuierlich
ausgebaut. Mit der Holz haben wir unsere Führung noch
verspielt.“ Torsholts Jule Bödecker sagte: „Wir sind top
aufgestellt angereist. Ziel war es, Schweinebrück etwas
zu ärgern und gegebenenfalls ein kleines Zeichen im
Abstiegskampf zu setzen.“ Doch daraus wurde nichts.
Kreuzmoor/Bekhausen - Halsbek 3:0 (3,019,
-0,076). „In der Holz konnte Halsbek die Führung bis
Mitte der Rücktour halten. Der letzte Durchgang war
ausschlaggebend für unseren Sieg. Das Ergebnis spiegelt
den Wettkampf aber nicht wider“, so die Kreuzmoorerin
Nane Kabernagel. Halsbeks Imke Hiljegerdes sagte:
„Sowohl in der Holz als auch in der Gummi waren die
Leistungen auf Augenhöhe.“ |