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© / Quelle: NWZ-Online / 24.02.2026

12. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Warum Reitland in Bredehorn doppelt nassgemacht wurde

Die Boßel-Saison biegt auf die Zielgerade: Während in Kreuzmoor/Bekhausen bald gejubelt werden darf,

schwinden die Chancen auf ein gutes Ende für Schweewarden und Moorriem.

von Wolfgang Böning

Ammerland/Friesland/Wesermarsch - In den Boßel-Ligen der Männer spitzt sich die Lage weiter zu. Während in der Landesliga Schweewarden dem Abstieg immer näher kommt, kann Kreuzmoor/Bekhausen schon bald fest mit der Verbandsliga-Meisterschaft planen.

Landesliga  -  Torsholt - Halsbek 1:8 (-0,042, -5,133, -1,141, 1,016). Die Gäste dominierten das Ammerland-Derby. „Das war heute für uns der erste Dämpfer im Kalenderjahr 2026. Es war die schwächste Saisonleistung, das war zu wenig“, sagte Torsholts Kevin Barkemeyer, der zuletzt mit seinem Team vier Wettkämpfe in Folge gewinnen konnte. Entsprechend zufrieden war auch Halsbeks Arne Hiljergerdes über den Sieg: „Wir mussten eine richtig gute Leistung auf die Bahn bringen. Besonders unsere zweite Holzgruppe kam mit der Strecke super zurecht.“  Schweewarden - Spohle 0:18 (-8,028, -2,048, -7,004, -0,149). Das erneut ersatzgeschwächte Schlusslicht blieb gegen den Tabellenführer chancenlos. Schweewardens Patrick Bruns blickt wenig hoffnungsvoll auf die nächsten Wettkämpfe. „Der Abstieg ist zwar noch nicht spruchreif. Aber wir müssen nun alles gewinnen“, sagt er. Topteam Spohle ließ in Schweewarden kaum Chancen aus. „Zur Wende sah es mit einer 9:0-Führung für uns schon gut aus. Wir hatten aber eine große Portion Respekt, weil wir in Schweewarden meist schlecht ausgesehen haben“, sagte Spohles Keven Hoots.  Neustadtgödens - Grabstede 3:10 (1,062, 2,063, -6,087, -4,057). Nach fünf Niederlagen in Folge konnte Meister Grabstede wieder siegen. „Nach einer längeren Durststrecke haben wir uns mit großem Einsatz und echtem Kampfgeist den Sieg geholt. Besonders stark war, dass viele Gesichter wieder dabei waren, die verletzungsbedingt lange gefehlt haben“, sagte Grabstedes Kapitän Christian Alberts. Die Gastgeber erwischten hingegen keinen guten Tag. „In drei Gruppen waren wir nicht wirklich landesliga-tauglich. Im Vergleich zur Vorwoche haben wir 35 Würfe mehr benötigt“, sagte der Gödenser Vorsitzende Ron Arians.  Bredehorn - Reitland 17:0 (6,104, 2,006, 5,010, 3,086). Die Hausherren gaben den Ton an beim Kantersieg. Der Bredehorner Rene Thye war zufrieden: „Ein toller Teamgeist, toller Sieg. So kann es weiter gehen.“ Die Gäste hingegen fanden nur schleppend in den Wettkampf. „Aufgrund von Missverständnissen gab es keine Gelegenheit, sich für den Wettkampf ausreichend warm zu machen. Somit sind wir vom Wetter und vom Gegner völlig nassgemacht worden und waren im Ziel völlig chancenlos“, sagte Reitlands Mannschaftsführer Hauke Freese.

Verbandsliga  -  Ruttel - Mentzhausen 21:0 (4,140, 5,043, 4,067, 6,097). Die Gastgeber siegten klar. Bereits bei der Wende lag Ruttel mit 8:0 in Führung. „Mit 216 Würfen passte die Leistung auch wieder“, sagte Ruttels Markus Heyne. Mentzhausens Mannschaftsführer Niklas Wulff war bedient: „Wir waren insgesamt nur knapp besetzt und haben daher mit einer Niederlage gerechnet. Dass die so deutlich ausfällt, ist natürlich schade.“   Kreuzmoor/Bekhausen - Wiefels 11:0 (3,026, 6,056, 2,007, -0,067). Der Tabellenführer zeigte dem Verfolger klar die Grenzen auf. „In den Holzgruppen zeigte der Tabellenführer seine ganze Klasse. Kreuzmoor/Bekhausen hat klar gezeigt, warum sie auf Platz eins stehen“, gab Wiefels Sprecher Gerold Möllmann zu. Der Kreuzmoorer Matthias Gerken sprach von einem wichtigen Sieg gegen einen direkten Konkurrenten.  Westerscheps - Moorriem 7:1 (3,101, -1,047, -0,065, 4,023). Die Ammerländer machten im Kellerduell einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt. „Damit sollte der Abstieg verhindert sein“, sagte der Schepser Vorsitzende Axel Kasper, der mit seinem Team nun bei 9:15 Punkten steht. Schlusslicht Moorriem liegt hingegen bei 4:18. „Für uns war gewinnen eigentlich Pflicht. Wir geben weiter Gas, aber der Weg wird sehr schwer“, weiß auch Moorriems Eike Janßen.  Cleverns - Stapel 3:2 (-1,004, 3,122, -0,089, -0,061). Im zweiten Kellerduell des Spieltags sammelte Cleverns (9:13) gegen Stapel (8:16) wichtige Punkte. „Damit ist der Klassenerhalt so gut wie sicher“, sagte Cleverns Heiko Janssen. Zum Sieg führte die Gastgeber vor allem die erste Gummigruppe, die zwischenzeitlich sogar mit fünf Schoet führte.

 

© / Quelle: NWZ-Online / 24.02.2026

12. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Wie sich Schweinebrück vorzeitig den nächsten Meistertitel gesichert hat

Schweinebrücks Frauen stehen bereits als Landesliga-Meister fest.

Das lag auch daran, dass Verfolger Reitland in Schweewarden nicht über ein 4:4 hinaus kam.

von Wolfgang Böning

Friesland/Ammerland/Wesermarsch - In der Boßel-Landesliga der Frauen hat sich Schweinebrück vorzeitig den nächsten Titel gesichert. Grund: Verfolger Reitland stolperte bei den Schweewarderinnen und diese haben die Nachholpartie am nächsten Sonntag in Schweinebrück abgesagt, so dass die Friesländerinnen rechnerisch nicht mehr einzuholen sind.

Schweewarden - Reitland 4:4 (4,038, -4,038). Ein „richtiges“ Remis, ohne Metervorsprung für ein Team, ist im Boßeln selten. „Gerne hätten wir beide Punkte mitgenommen, aber im Rückblick mussten wir zufrieden sein. In Schweewarden ist es immer eng“, sagte Reitlands Brigitte Sanders.  Westerscheps - Spohle 5:0 (3,087, 1,019). „Bis 1500 Meter vor Schluss hatten wir alle Hände voll zu tun, die Führung mit der Holzkugel zu halten. Jeder Fehler wurde sofort bestraft“, erklärte die Schepserin Sandra Schedemann: „In der Gummigruppe sah es ein bisschen anders aus. Am Anfang hatten beide Teams große Probleme, in den Wettkampf zu kommen.“ Am Ende durfte sich Westerscheps über den vorzeitigen Klassenerhalt freuen. Die Spohlerin Kira Müller meinte: „Mit der Gummikugel sind wir leider gar nicht in den Wettkampf gekommen und haben lange gebraucht, um unsere Leistung zu bringen. In der Holzgruppe waren wir besser unterwegs.“  Schweinebrück - Torsholt 6:0 (-0,027, 6,011). Erwartungsgemäß gewann der Favorit. „Gegen hochmotivierte Torsholterinnen, die gegen den Abstieg kämpfen, ist es aber immer schwer“, betonte Schweinebrücks Kapitänin Astrid Müller: „Mit der Gummikugel haben wir die Führung kontinuierlich ausgebaut. Mit der Holz haben wir unsere Führung noch verspielt.“ Torsholts Jule Bödecker sagte: „Wir sind top aufgestellt angereist. Ziel war es, Schweinebrück etwas zu ärgern und gegebenenfalls ein kleines Zeichen im Abstiegskampf zu setzen.“ Doch daraus wurde nichts.  Kreuzmoor/Bekhausen - Halsbek 3:0 (3,019, -0,076). „In der Holz konnte Halsbek die Führung bis Mitte der Rücktour halten. Der letzte Durchgang war ausschlaggebend für unseren Sieg. Das Ergebnis spiegelt den Wettkampf aber nicht wider“, so die Kreuzmoorerin Nane Kabernagel. Halsbeks Imke Hiljegerdes sagte: „Sowohl in der Holz als auch in der Gummi waren die Leistungen auf Augenhöhe.“