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Rahe klettert nach Heimsieg auf
Rang zwei – „Norder Klassiker“ endet ohne Sieger
In Ostfrieslands
Oberhaus teilen sich Südarle und „Noord“ Norden die
Punkte.
Durch das Remis klettert
Rahe im Titelkampf nach oben.
Für Dietrichsfeld und
Westeraccum dagegen spitzt sich die Lage zu.
Von Henning
Schiffer / Foto Jens Doden
Ostfriesland -
Der 15. Spieltag der Frauen I Landesliga bot reichlich
Spannung. Das Norder Topduell zwischen den
Spitzenmannschaften aus Südarle und vom KBV „Noord“
endete nach einer abwechslungsreichen Begegnung Remis.
Somit rücken die Rahester Boßlerinnen als ärgstes
Verfolgerteam auf Tabellenplatz zwei vor. Am
Tabellenende mussten die beiden abstiegsbedrohten Teams
aus Dietrichsfeld und Westeraccum schmerzhafte
Niederlagen hinnehmen. Während „Good wat mit“ auf dem
Esenser Postweg gegen Blomberg mit 3:4 verlor, behielten
die Narper Frauen ihre Nerven beisammen und feierten mit
einem 1-Schoet-Sieg über Westeraccum einen kleinen
tabellarischen Befreiungsschlag.
Rahe – Theener 5:0
(3,079/1,085). Am Kukelorum ließen die Gastgeberinnen
nichts anbrennen. Dabei stellte die Holzgruppe von
„Ostfrisia“ bereits die Weichen auf den Heimsieg. Mit
einem Kampf weniger auf dem Konto nehmen die
Auricherinnen nun die Verfolgung von Spitzenreiter
„Noord“ auf und haben zudem im Kampf um die drei
FKV-Tickets sehr gute Chancen. Dietrichsfeld –
Blomberg 3:4 (3,027/-4,051). Nach einer extrem
spannenden Begegnung freuten sich die Blomberger Gäste
über den nun quasi perfekten Klassenerhalt: „Ich bin
sehr happy, alles lief rund und insgesamt haben beide
Gruppen tolle Leistungen gezeigt“, fasste „Frei weg“
Teamführerin Hannah Janssen den Derbysieg zusammen. Die
Gastgeberinnen fanden vor allem mit der Holzkugel oft
die Ideallinie, doch die starke Performance der
Blomberger Gummiwerferinnen machte einen Strich durch
den so dringend benötigten Heimsieg. Bei noch sechs zu
vergebenen Punkten beträgt Dietrichsfelds Rückstand nun
fünf Punkte. Südarle – „Noord“ Norden 3:3
(-3,016/3,023). Der „Norder Klassiker“ endete zum
dritten Mal in Folge mit einem Remis. Mit Blick auf die
Tabelle können die amtierenden FKV-Meisterinnen des KBV
„Noord“ besser mit der Punkteteilung leben, auch wenn
man sich aufseiten der Gäste mehr im Kampf der beiden
stark besetzten Gummigruppen erhofft hatte. „Mit der
Gummikugel war es ein spitzenmäßiger Wettkampf, wir
waren beim Vereinsheim zwei Schoet vor. Ein Rillenwurf
von Hauke Erdwiens holte uns den dritten Schoet“ freute
sich Südarle-Kapitänin Anke Klöpper. Der Wettkampf der
Holzgruppen lief komplett gegenteilig, hier nutzte
„Noord“ seine Chancen. Schirumer-Leegmoor
– Stedesdorf 5:0 (3,037/1,070). Ein Start-Ziel-Sieg
der Leegmoorer Holzgruppe ebnete den Weg zum wichtigen
Heimsieg im Kampf um die FKV-Finalqualifikation. Zwar
hielten die Gäste von „Fix wat mit“ mit der Gummikugel
stark dagegen und erarbeiteten sich im ersten
Streckenabschnitt eine Führung, doch die Heimstärke der
Mülder-Frauen war am Ende ausschlaggebend.
Utarp-Schweindorf – Westeraccum 1:0
(0,011/1,055). Die Boßlerinnen von „Freesenholt“ konnten
das Derby für sich entscheiden und haben nun deutliche
Vorteile im Rennen um den Klassenerhalt. Dabei starteten
die Gäste von „Hier up an“ mit der Holzkugel stark und
führten schnell mit einem Wurf, doch eine Schwächephase
im Roggensteder Streckenabschnitt sowie der souveräne
Heimauftritt der Narper Gummigruppe machten einen
Auswärtserfolg für Westeraccum zunichte. Trotz aller
tabellarischer Brisanz setzten beide Mannschaften einmal
mehr auf starke Nachwuchswerferinnen. Aufseiten der
Gastgeberinnen machte Wencke Abken auf sich aufmerksam.
Auch Jenna Heyen, B-Jugendliche von „Hier up an“, machte
ihre Teamchefin Kim Biermann durch einen beherzten
Auftritt mächtig Stolz. |
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Was ist mit den Pfalzdorfern los?
- Dritte Niederlage am Stück in der Königsklasse
In Ostfriesland ist das
Titelrennen der Landesliga Männer I wieder offen.
Pfalzdorf schwächelt in
Südarle, und Verfolger Theener nutzt die Chance.
Auch im Abstiegskampf
zählt nun jeder Wurf.
von Holger
Wilken / Foto Jens Doden
Ostfriesland -
Der 15. Spieltag der Landesliga Männer I hat das
Titelrennen neu entfacht. Tabellenführer Pfalzdorf
musste in Südarle die dritte Niederlage in Serie
hinnehmen und spürt nun den Atem von Verfolger Theener.
Auch im Tabellenkeller bleibt die Lage spannend – jeder
Punkt kann entscheidend sein. Tim Gerdes gibt mit 14
Jahren Debüt in der Königsklasse bei Reepsholter 10:2 in
starker Gummi II.
Südarle – Pfalzdorf 7:1
(-0,094/4,018/3,039/0,005). Was ist nur mit den
Pfalzdorfern los? Der Ligaprimus fand erneut nicht zu
seiner gewohnten Sicherheit. Südarle nutzte die
Heimstärke konsequent aus und setzte die Gäste früh
unter Druck. Zwar blieb man mit 207 Gesamtwürfen
deutlich unter dem, was am Komper möglich ist. Letztlich
war diese Leistung gerade in Holz II und Gummi I aber
auch den widrigen Witterungsverhältnissen geschuldet.
Mit der dritten Niederlage in Folge bleibt der
Spitzenplatz zwar bestehen, doch der Vorsprung ist auf
zwei Punkte zusammengeschmolzen. Theener –
Willmsfeld 13:5 (5,059/4,056/-5,112/4,022). Theener
erfüllte seine Pflichtaufgabe am Ende souverän, konnte
aber aufgrund des Dauerregens nicht an die guten
Heimleistungen der Vorwochen anknüpfen. Mit 226 Gesamt
lieferte der Pfalzdorf-Verfolger seine bisher schwächste
Heimleistung ab. Dennoch festigte man mit
mannschaftlicher Geschlossenheit die Spitzenposition.
Leerhafe – Burhafe 7:7
(-5,008/0,016/-2,092/7,054). Im Kellerduell entwickelte
sich eine umkämpfte Partie auf Augenhöhe. Beide Teams
agierten zwar engagiert, beklagten aber eine zu hohe
Fehlerquote, wie die 211 Gesamtwürfe belegen.
„Einigkeit“ konnte sich bei der zweiten Gummiformation
bedanken, die nach guten 12.0 Runden das Remis rettete.
30 Meter trennte beide Teams letztlich nur. Dieser Punkt
könnte im Abstiegskampf aber zu wenig sein für die
Friedeburger. Reepsholt – Schirumer-Leegmoor
10:2 (-1,120/-0,085/2,071/8,070). Das Spitzenspiel
wurde den Erwartungen nicht gerecht. Reepsholt fand
gegen die kompakt auftretenden Gäste vor allem in den
Holzgruppen, die beide mit 13er Runden über die Strecke
gingen, nicht die passenden Mittel. Ein Sonderlob
verdiente sich der 14-jährige Tim Gerdes, der in der
überragenden zweiten Gummigruppe von „Ostfreesland“ ein
gelungenes Liga-Debüt gab. Stedesdorf –
Dietrichsfeld 9:3 (9,066/0,095/-2,085/-1,001). Nun
hat es auch Dietrichsfeld erwischt. In Stedesdorf setzte
es die erste Niederlage im neuen Jahr. Auch hier ließ
der Regen kaum vernünftigen Boßelsport zu. Mit 195
Gesamtwürfen agierten die Gastgeber mit etwa 20 Wurf
über dem Saisonschnitt. |