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© / Quelle: NWZ-Online / 10.02.2026

9. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Wie Reitland den Landesmeister Grabstede tiefer in die Krise stürzte

In der Landesliga verlieren die Boßler aus Grabstede gegen Reitland mit 1:2.

Torsholt feiert einen klaren Sieg gegen Neustadtgödens.

Halsbek besiegt Schweewarden.

von Wolfgang Böning

Friesland/Ammerland/Wesermarsch - Die Negativserie des Landesmeisters geht weiter: Die Boßler aus Grabstede haben am Sonntag in der Landesliga eine 1:2-Auswärtsniederlage gegen Reitland kassiert. Tabellenführer Spohle gab einen Punkt in Bredehorn ab. Dagegen verbuchte Torsholt einen 19:0-Kantersieg gegen Neustadtgödens.

Landesliga  -  Torsholt - Neustadtgödens 19:0 (3,118, 3,053, 4,114, 7,147). Der Torsholter Kapitän Kevin Barkemeyer staunte. „Der Wettkampf verlief unerwartet schnell in die richtige Richtung.“ Die Gruppen der Gastgeber hätte zur Wende deutlich geführt und ihren Vorsprung anschließend ausgebaut. Er lobte die 1. Holz und die 2. Gummi. Die 2. Holz und die 1. Gummi hätten solide abgeliefert. Neustadtgödens’ Clubboss Ron Arians räumte ein: „Mit so einer Klatsche haben wir nicht gerechnet.“ Die Torsholter hätten einen bombastischen Wettkampf geworfen. Ein Punktgewinn sei nie in Reichweite gewesen. „Wir müssen uns viel besser verkaufen. Unsere Leistungen sind auswärts viel zu schwach. Wir müssen in den kommenden zwei Heimwettkämpfen punkten, damit der Klasse realistisch bleibt.“  Reitland - Grabstede 2:1 (0,092, 1,062, 0,063,-1,056). Den Gästen fehlten nur zwölf Meter zum Remis. Reitlands Kapitän Hauke Freese: „In der Holz wurden die Würfe erst langsam besser. Bei der Wende lagen alle Gruppen leicht vorne. Erst der letzte Wurf brachte die Entscheidung. Anfang des Jahres lagen wir nur knapp vor dem Abstiegsplatz, nun haben wir uns einen kleinen Puffer verschafft.“ Der Grabsteder Christian Alberts blickte auf einen seiner Meinung nach spannenden Wettkampf zurück – „auch wenn die Leistung wieder mal nicht gut war“.  Halsbek - Schweewarden 13:2 (8,040, 0,114, 4,013, -2,091). Das war eindeutig. Der Halsbeker Sprecher Arne Hiljegerdes räumte ein: „Wir sind nicht optimal in den Wettkampf gekommen und mussten uns besonders in den Zweitgruppen ordentlich strecken.“ Die Erstgruppen hätten jedoch keine Mühe gehabt. Der Schweewarder Sprecher Patrick Bruns sagte, dass die 1. Gummi lange mitgehalten und die 2. Gummi einen klasse Tag erwischt habe. „Für die 1. Holz war es ein gebrauchter Tag. Bei der 2. Holz lief es spannend.“  Bredehorn - Spohle 1:2 Remis (1,085, -1,031, 0,001, -1,001). Die Gäste verzeichneten ein Plus von 96 Metern. Bredehorns Sprecher Rene Thye sprach von einem durchschnittlichen Wettkampf. Er bilanzierte: „An der Wende lagen wir vorne. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Sehr ärgerlich ist, dass wir die Führung nicht ins Ziel gebracht haben. Mit Blick auf die Durchgänge war es eher ein durchschnittlicher Wettkampf, das geht besser.“ Spohles Sprecher Keven Hoots: „Zur Wende sah es nicht gut aus für uns. Im Ziel wurde es nochmals richtig spannend. Die Gummigruppen erkämpften mit den letzten Würfen noch das Unentschieden. Wir hätten fast noch gewonnen.“

Verbandsliga  -  Wiefels - Westerscheps 12:6 (5,055, -2,111, -3,058, 7,090). Wiefels’ Sprecher Gerold Möllmann lobte die erste Holz und die beiden Gummigruppen nach der geglückten Revanche. „Nur bei der 2. Holz lief es diesmal nicht.“ Dennoch war er zufrieden. „Wir konnten uns oben festsetzen.“ Der Schepser Vorsitzender Axel Kasper lobte die 1. Gummi und die 2. Holz: „Mit nur 16 Aktiven war es ein schwerer Gang. Wir müssen die nächsten zwei Heimkämpfe gewinnen, um den Klassenerhalt zu sichern.“ Wiefels (13:5) rückt auf Rang zwei vor. Westerscheps (5:15) bleibt Vorletzter.  Kreuzmoor/Bekhausen – Ruttel 3:0 (0,045, 1,076, 0,021,1,062). Die Kreuzmoorer marschieren unaufhaltsam in Richtung Landesliga. Kapitän Matthias Gerken freute sich über den Sieg in einem Wettkampf auf Augenhöhe. „Das war schon ein großer Schritt in Richtung Landesliga, aber es kommen noch schwierige Wettkämpfe auf uns zu.“ Der Rutteler Markus Heyne beklagte den Ausfall von drei Werfern. „Wir wollten Kreuzmoor die ersten Punkte abluchsen. Leider ist es uns nicht ganz gelungen, es war jedoch ein zu jeder Zeit spannender und enger Wettkampf mit guten Leistungen in den Holzgruppen. In der Gummigruppen gab es noch etwas Luft nach oben.“  Stapel - Mentzhausen 1:2 (-0,055, 1,091, -1,072, -1,015). Den Hausherren fehlten 52 Meter zum Remis. Mentzhausen gelang die Revanche für die Hinspielniederlage. Der Mentzhauser Niklas Wulff: „Der Wettkampf war in allen Gruppen ausgeglichen. Schnell war klar, dass die Entscheidung erst auf den letzten Metern fallen würde. Am Ende hatten wir das Glück auf unserer Seite.“  Cleverns - Moorriem 10:0 (5,117, 1,066, -0,017, 3,050). Cleverns’ Mannschaftsführer Heiko Janssen sprach nach dem Wettkampf von einer wichtigen Partie im Abstiegskampf. Dies merkte man uns am Start an, kein Anwurf passte. Wir taten uns schwer. An der Wende war noch alles offen. Die Leistung wurde besser. So konnten wir uns entscheidend absetzen. Wir haben einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.“

Bezirksliga  -  Büppel - Rosenberg 0:5 (-3,110, 0,081, -0,015, -1,128). Das Nachbarduell war umkämpft, Büppel ersatzgeschwächt. „Man merkte allen Beteiligten die Nervosität an“, sagte Büppels Sprecher Jürgen Frers. Alle Gruppen starteten schwach. Leider fanden unsere 1. Holz und die 2. Gummi nie richtig in den Wettkampf.“  Waddens - Hollwege 1:0 (1,080, -0,023, 0,060, -0,074). Nur 44 Meter fehlten den Gästen zum Remis. Der Waddenser Boßelwart Holger Bruns: „Der Wettkampf verlief sehr ausgeglichen. Nur die erste Holz konnte einen Vorsprung herauswerfen. Bei den drei anderen Gruppen wechselte die Führung ständig.“  Osterforde - Waddewarden 23:0 (12,087, 1,024, 3,056, 6,087). Osterfordes 2. Vorsitzende Christian Dierkes sprach von einem Duell mit einem mutigen Aufsteiger, der bis zur Wende gut mitgehalten habe. „Im weiteren Verlauf konnten wir uns steigern und klarere Verhältnisse schaffen.“

 

© / Quelle: NWZ-Online / 10.02.2026

9. Spieltag in den Boßelligen in Oldenburg

Wie Schweinebrück den Krimi in Kreuzmoor überstand

Die Topteams in der Boßel-Landesliga der Frauen gaben sich keine Blöße.

Warum Schweewarden von einem „Resterampe-Wettkampf“ sprach, wie Schweinebrück überzeugte

und was Torsholt noch Mut im Kampf um den Klassenerhalt macht.

von Wolfgang Böning

Ammerland/Friesland/Wesermarsch - Nach den witterungsbedingten Ausfällen in den Vorwochen stand in der Boßel-Landesliga der Frauen wieder ein kompletter Spieltag auf dem Programm. Während Schweewarden und Reitland auf eigener Strecke keine Probleme offenbarten, wartet Schlusslicht Torsholt weiter auf den ersten Sieg.

Schweewarden - Spohle 8:1 (8,079, -1,089). Obwohl das Heimteam nur mit der Mindeststärke von acht Werferinnen antreten konnte, war das Duell eine klare Angelegenheit. „Das war heute der Wettkampf mit der Resterampe“, sagte Schweewardens Lena Simon mit Galgenhumor. Die Gastgeberinnen überzeugten vor allem mit der Holzkugel. „In der Holzgruppe konnten wir nur mit Unterstützung unserer zweiten Mannschaft antreten, aber nicht mithalten“, sagte Spohles Kira Müller.  Halsbek - Westerscheps 7:0 (1,021, 6,019). Im Ammerland-Duell machten die Gastgeberinnen Boden im Abstiegskampf gut, trotzdem bleibt Halsbek unten drin. Für Sandra Schedemann aus dem Gästeteam war die Leistung in der Gummigruppe entscheidend: „Unsere Gummi hat einen sehr schlechten Tag erwischt und lag zur Wende schon mit acht Schoet zurück.“ Auch in der Holzgruppe wurde jeder Fehler der Westerschepserinnen bestraft.  Reitland - Torsholt 11:2 (-2,039, 11,005). „Wir geben nicht auf und kämpfen weiter“, sagte Torsholts Jule Bödecker nach der achten Pleite im neunten Wettkampf. Kampfgeist zeigte vor allem die Torsholter Holzgruppe, die an der Wende mit sechs Schoet führte, die hohe Schlagzahl aber nicht bis zum Schluss halten konnten. Einseitig wurde es in der Gummigruppe. „Wir haben früh geführt und den Vorsprung kontinuierlich ausgebaut“, sagte Reitlands Brigitte Sanders.  Kreuzmoor-Bekhausen - Schweinebrück 1:3 (1,099, -3,005). Den Gastgeberinnen fehlten nur sieben Meter, um dem Topteam ein Remis abzuringen. In der Holzgruppe legte das Heimteam vor, Schweinebrück drehte den Wettkampf mit der Gummikugel. „Die Führung wechselte ständig. Nach der Wende war Schweinebrück dann aber stärker“, sagte Kreuzmoors Nane Kabernagel. Schweinebrücks Astrid Müller sah den erwarteten Spitzenwettkampf: „Wir kannten das Ergebnis aus der Holzgruppe und wussten so, dass wir unseren Vorsprung von drei Schoet ins Ziel bringen mussten. Es war ein Krimi, ein sehr knapper und glücklicher Sieg.“