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Wie Reitland den Landesmeister
Grabstede tiefer in die Krise stürzte
In der Landesliga
verlieren die Boßler aus Grabstede gegen Reitland mit
1:2.
Torsholt feiert einen
klaren Sieg gegen Neustadtgödens.
Halsbek besiegt
Schweewarden.
von Wolfgang
Böning
Friesland/Ammerland/Wesermarsch -
Die Negativserie des Landesmeisters geht weiter: Die
Boßler aus Grabstede haben am Sonntag in der Landesliga
eine 1:2-Auswärtsniederlage gegen Reitland kassiert.
Tabellenführer Spohle gab einen Punkt in Bredehorn ab.
Dagegen verbuchte Torsholt einen 19:0-Kantersieg gegen
Neustadtgödens.
Landesliga
- Torsholt - Neustadtgödens 19:0 (3,118,
3,053, 4,114, 7,147). Der Torsholter Kapitän Kevin
Barkemeyer staunte. „Der Wettkampf verlief unerwartet
schnell in die richtige Richtung.“ Die Gruppen der
Gastgeber hätte zur Wende deutlich geführt und ihren
Vorsprung anschließend ausgebaut. Er lobte die 1. Holz
und die 2. Gummi. Die 2. Holz und die 1. Gummi hätten
solide abgeliefert. Neustadtgödens’ Clubboss Ron Arians
räumte ein: „Mit so einer Klatsche haben wir nicht
gerechnet.“ Die Torsholter hätten einen bombastischen
Wettkampf geworfen. Ein Punktgewinn sei nie in
Reichweite gewesen. „Wir müssen uns viel besser
verkaufen. Unsere Leistungen sind auswärts viel zu
schwach. Wir müssen in den kommenden zwei
Heimwettkämpfen punkten, damit der Klasse realistisch
bleibt.“ Reitland - Grabstede 2:1 (0,092,
1,062, 0,063,-1,056). Den Gästen fehlten nur zwölf Meter
zum Remis. Reitlands Kapitän Hauke Freese: „In der Holz
wurden die Würfe erst langsam besser. Bei der Wende
lagen alle Gruppen leicht vorne. Erst der letzte Wurf
brachte die Entscheidung. Anfang des Jahres lagen wir
nur knapp vor dem Abstiegsplatz, nun haben wir uns einen
kleinen Puffer verschafft.“ Der Grabsteder Christian
Alberts blickte auf einen seiner Meinung nach spannenden
Wettkampf zurück – „auch wenn die Leistung wieder mal
nicht gut war“. Halsbek - Schweewarden 13:2
(8,040, 0,114, 4,013, -2,091). Das war eindeutig. Der
Halsbeker Sprecher Arne Hiljegerdes räumte ein: „Wir
sind nicht optimal in den Wettkampf gekommen und mussten
uns besonders in den Zweitgruppen ordentlich strecken.“
Die Erstgruppen hätten jedoch keine Mühe gehabt. Der
Schweewarder Sprecher Patrick Bruns sagte, dass die 1.
Gummi lange mitgehalten und die 2. Gummi einen klasse
Tag erwischt habe. „Für die 1. Holz war es ein
gebrauchter Tag. Bei der 2. Holz lief es spannend.“
Bredehorn - Spohle 1:2 Remis (1,085, -1,031,
0,001, -1,001). Die Gäste verzeichneten ein Plus von 96
Metern. Bredehorns Sprecher Rene Thye sprach von einem
durchschnittlichen Wettkampf. Er bilanzierte: „An der
Wende lagen wir vorne. Beide Mannschaften schenkten sich
nichts. Sehr ärgerlich ist, dass wir die Führung nicht
ins Ziel gebracht haben. Mit Blick auf die Durchgänge
war es eher ein durchschnittlicher Wettkampf, das geht
besser.“ Spohles Sprecher Keven Hoots: „Zur Wende sah es
nicht gut aus für uns. Im Ziel wurde es nochmals richtig
spannend. Die Gummigruppen erkämpften mit den letzten
Würfen noch das Unentschieden. Wir hätten fast noch
gewonnen.“
 Verbandsliga
- Wiefels - Westerscheps 12:6 (5,055,
-2,111, -3,058, 7,090). Wiefels’ Sprecher Gerold
Möllmann lobte die erste Holz und die beiden
Gummigruppen nach der geglückten Revanche. „Nur bei der
2. Holz lief es diesmal nicht.“ Dennoch war er
zufrieden. „Wir konnten uns oben festsetzen.“ Der
Schepser Vorsitzender Axel Kasper lobte die 1. Gummi und
die 2. Holz: „Mit nur 16 Aktiven war es ein schwerer
Gang. Wir müssen die nächsten zwei Heimkämpfe gewinnen,
um den Klassenerhalt zu sichern.“ Wiefels (13:5) rückt
auf Rang zwei vor. Westerscheps (5:15) bleibt
Vorletzter. Kreuzmoor/Bekhausen – Ruttel 3:0
(0,045, 1,076, 0,021,1,062). Die Kreuzmoorer marschieren
unaufhaltsam in Richtung Landesliga. Kapitän Matthias
Gerken freute sich über den Sieg in einem Wettkampf auf
Augenhöhe. „Das war schon ein großer Schritt in Richtung
Landesliga, aber es kommen noch schwierige Wettkämpfe
auf uns zu.“ Der Rutteler Markus Heyne beklagte den
Ausfall von drei Werfern. „Wir wollten Kreuzmoor die
ersten Punkte abluchsen. Leider ist es uns nicht ganz
gelungen, es war jedoch ein zu jeder Zeit spannender und
enger Wettkampf mit guten Leistungen in den Holzgruppen.
In der Gummigruppen gab es noch etwas Luft nach oben.“
Stapel - Mentzhausen 1:2 (-0,055, 1,091, -1,072,
-1,015). Den Hausherren fehlten 52 Meter zum Remis.
Mentzhausen gelang die Revanche für die
Hinspielniederlage. Der Mentzhauser Niklas Wulff: „Der
Wettkampf war in allen Gruppen ausgeglichen. Schnell war
klar, dass die Entscheidung erst auf den letzten Metern
fallen würde. Am Ende hatten wir das Glück auf unserer
Seite.“ Cleverns - Moorriem 10:0 (5,117,
1,066, -0,017, 3,050). Cleverns’ Mannschaftsführer Heiko
Janssen sprach nach dem Wettkampf von einer wichtigen
Partie im Abstiegskampf. Dies merkte man uns am Start
an, kein Anwurf passte. Wir taten uns schwer. An der
Wende war noch alles offen. Die Leistung wurde besser.
So konnten wir uns entscheidend absetzen. Wir haben
einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht.“
Bezirksliga -
Büppel - Rosenberg 0:5 (-3,110, 0,081, -0,015,
-1,128). Das Nachbarduell war umkämpft, Büppel
ersatzgeschwächt. „Man merkte allen Beteiligten die
Nervosität an“, sagte Büppels Sprecher Jürgen Frers.
Alle Gruppen starteten schwach. Leider fanden unsere 1.
Holz und die 2. Gummi nie richtig in den Wettkampf.“
Waddens - Hollwege 1:0 (1,080, -0,023, 0,060,
-0,074). Nur 44 Meter fehlten den Gästen zum Remis. Der
Waddenser Boßelwart Holger Bruns: „Der Wettkampf verlief
sehr ausgeglichen. Nur die erste Holz konnte einen
Vorsprung herauswerfen. Bei den drei anderen Gruppen
wechselte die Führung ständig.“ Osterforde -
Waddewarden 23:0 (12,087, 1,024, 3,056, 6,087). Osterfordes
2. Vorsitzende Christian Dierkes sprach von einem Duell
mit einem mutigen Aufsteiger, der bis zur Wende gut
mitgehalten habe. „Im weiteren Verlauf konnten wir uns
steigern und klarere Verhältnisse schaffen.“ |
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Wie Schweinebrück den Krimi in
Kreuzmoor überstand
Die Topteams in der
Boßel-Landesliga der Frauen gaben sich keine Blöße.
Warum Schweewarden von
einem „Resterampe-Wettkampf“ sprach, wie Schweinebrück
überzeugte
und was Torsholt noch
Mut im Kampf um den Klassenerhalt macht.
von Wolfgang
Böning
Ammerland/Friesland/Wesermarsch -
Nach den witterungsbedingten Ausfällen in den Vorwochen
stand in der Boßel-Landesliga der Frauen wieder ein
kompletter Spieltag auf dem Programm. Während
Schweewarden und Reitland auf eigener Strecke keine
Probleme offenbarten, wartet Schlusslicht Torsholt
weiter auf den ersten Sieg.
 Schweewarden
- Spohle 8:1 (8,079, -1,089). Obwohl das Heimteam
nur mit der Mindeststärke von acht Werferinnen antreten
konnte, war das Duell eine klare Angelegenheit. „Das war
heute der Wettkampf mit der Resterampe“, sagte
Schweewardens Lena Simon mit Galgenhumor. Die
Gastgeberinnen überzeugten vor allem mit der Holzkugel.
„In der Holzgruppe konnten wir nur mit Unterstützung
unserer zweiten Mannschaft antreten, aber nicht
mithalten“, sagte Spohles Kira Müller. Halsbek
- Westerscheps 7:0 (1,021, 6,019). Im
Ammerland-Duell machten die Gastgeberinnen Boden im
Abstiegskampf gut, trotzdem bleibt Halsbek unten drin.
Für Sandra Schedemann aus dem Gästeteam war die Leistung
in der Gummigruppe entscheidend: „Unsere Gummi hat einen
sehr schlechten Tag erwischt und lag zur Wende schon mit
acht Schoet zurück.“ Auch in der Holzgruppe wurde jeder
Fehler der Westerschepserinnen bestraft.
Reitland - Torsholt 11:2 (-2,039, 11,005). „Wir
geben nicht auf und kämpfen weiter“, sagte Torsholts
Jule Bödecker nach der achten Pleite im neunten
Wettkampf. Kampfgeist zeigte vor allem die Torsholter
Holzgruppe, die an der Wende mit sechs Schoet führte,
die hohe Schlagzahl aber nicht bis zum Schluss halten
konnten. Einseitig wurde es in der Gummigruppe. „Wir
haben früh geführt und den Vorsprung kontinuierlich
ausgebaut“, sagte Reitlands Brigitte Sanders.
Kreuzmoor-Bekhausen - Schweinebrück 1:3 (1,099,
-3,005). Den Gastgeberinnen fehlten nur sieben Meter, um
dem Topteam ein Remis abzuringen. In der Holzgruppe
legte das Heimteam vor, Schweinebrück drehte den
Wettkampf mit der Gummikugel. „Die Führung wechselte
ständig. Nach der Wende war Schweinebrück dann aber
stärker“, sagte Kreuzmoors Nane Kabernagel.
Schweinebrücks Astrid Müller sah den erwarteten
Spitzenwettkampf: „Wir kannten das Ergebnis aus der
Holzgruppe und wussten so, dass wir unseren Vorsprung
von drei Schoet ins Ziel bringen mussten. Es war ein
Krimi, ein sehr knapper und glücklicher Sieg.“ |