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Bilder vom Hartwarden Schild

von Wolfgang Böning

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© / Quelle: Wolfgang Böning / 21.11.2010

Stadland gewinnt erneut das Hartwarden Schild

Traditionsveranstaltung der Klootschießer bröckelt weiter ab

Butjadingen holt die Schülerplakette und die Jugend führt die Friesische Wehde an

Das Werfen der Klootschießer um die Traditionsveranstaltung "Hartwarden Schild" hatte Symbolcharakter mit dem Wetter, diesem tristen grauen Nebeltag im November, einem Tag vor dem Totensonntag: Löst sich diese Veranstaltung im Finstern auf? Der Nebel zog sein Gewand derart über die Wiese, das die Bahnweiser Mühe hatten den Flug des Kloots zu folgen, und einige Kugel im Kleiboden, unter dem langen Gras festgesetzt, konnte erst nach intensiver Suche aufgespürt werden. Da hieß es für die Werfer sich wieder warm einpacken und Abwarten auf den nächsten Wurf. Durch das nasskalte Wetter und Wettkampfgelände konnte man keine sportliche Höchstleistungen erwarten. Jeder Werfer absolvierte vier Wurf, wobei die besten in die Wertung einflossen. Insgesamt 59 Werfer, Vorjahr 75 am Blexer Deichgelände, gingen in Schweinebrück, der Verein konnte in diesem Jahr sein 100 jähriges Vereinsjubiläum feiern, auf dem Weidegrasgelände in der Nähe vom Vereinsheim, in den drei Altersklassen Männer, Jugend und Schüler über die drei Wurfbahnen. Jedenfalls stimmen die Teilnehmerzahlen der sieben oldenburgischen Kreisverbände schon seit langem nicht mehr. In der Männer I Hauptklasse, sechs Werfer zählen für die Mannschaftswertung, waren gerade mal 16 Aktive am Start. Ein leistungsstarkes Team, sieben Werfer aus dem Juniorenbereich stellte hier Stadland. Der heimische Kreisverband Friesische Wehde, gespickt mit leistungsstarken Klootschießern schaffte es nicht eine schlagkräftige Männermannschaft aufzustellen. Die Friesische Wehde, sieben Aktive, schickte Männer der Altersklasse III mit ins Team, mit Wurfleistungen um die gut 30 Metern. So verspielte die Friesische Wehde den durchaus möglichen Sieg auf die Wanderplakette, und die ferngebliebenen Männer I stellten keine Vorbildfunktion für die Jugendlichen und Schüler für ihren Kreisverband dar. Überraschend „glänzte“ auch Butjadingen (ein Werfer) in der Hauptklasse, Vorjahr komplettes Team, durch Abwesenheit. Das Feld komplettierte ein Ammerland-Klootschießer.  Bei den Männern siegte Stadland somit deutlich mit 1145,80 m, vor der Friesischen Wehde 663,35 m, Ammerland 219,50 m und Butjadingen 167,40 m.

Sportlich an der „Spitze“ gegenüber dem Vorjahr bei den Männern nichts „Neues“: Es siegte erneut Stefan Runge Kreuzmoor Höchstwurf 74,75 m/225,35 m mit drei Wurf, vor Hendrik Rüdebusch Halsbek 74,70 m/219,50 m. Auf Platz drei schob sich Manuel Runge Kreuzmoor, altersbedingt jetzt hier erstmals startberechtigt, mit 69,40 m/200,65. Den Zweihundertschnitt schaffte auch noch Detlef Müller Mentzhausen 68,20 m/200,35 m. Durch Herbeiruf geklappt, stellte der heimische Kreisverband Friesische Wehde noch eine komplette Mannschaft (7) bei der männlichen Jugend, und wurde mit dem Gesamtsieg mit 840,50 m belohnt. In Unterzahl traten hier Stadland (5) und Butjadingen (4) an, und belegten die Plätze zwei, Stadland 696,50 m und drei, Butjadingen 448,60 m. Einsame Spitze stellte bei den Jugendlichen der Ammerländer Keno Vogts Hollwege, der die Einzelwertung klar mit 77,45 m/231 m anführte. Auf den Plätzen mit entsprechenden Abständen folgen Sven Büsing Mentzhausen 73,1 m/208 m, Daniel Hattermann Grabstede 61,15 m/172,2 m und Jörn Hartmann Mentzhausen 51,8 m/151,55 m,  Einen „Dreikampf“,  komplette Teams boten die Friesische Wehde (9), Butjadingen (8) und Stadland (6) bei den Schülern, ergänzt vom Ammerland (2) und Waterkant (1), in dem Sechsundzwanziger Feld auf. Recht knapp konnte sich der Titelverteidiger Butjadingen 644,95 m vor der Friesischen Wehde 630,55 m durchsetzen. Auf den weiteren Rängen folgen Stadland 448,6 m, Ammerland 127,4 m und Waterkant 79,3 m. Auch in der Einzelwertung wurde es knapp: Vorne lag Jonas Schüler Esenshamm 50,95 m/146,75 m, vor Torben Lehmann Grabstede 50,2 m/146 m und Till Broers Friesische Wehde 132,8 m. Ein Bild vom Leistungsvermögen machte sich vom Friesischen Klootschießerverband (FKV), der Vorsitzende Jan Dirk Vogts und vom Oldenburgischen Landesverband der „Boss“ Johann Hasselhorst und Geschäftsführer Rainer Mennen. Zum Auffüllen vom Team ging Mennen für die Friesische Wehde auch selbst übers Brett. Im gemütlichen Vereinsheim des KBV Schweinebrück wurden die Ergebnisse übermittelt. Eine Siegerehrung fand noch nicht statt. Irgendwie passte es in diesem trüben Novembertag: Alle drei großen Wanderplaketten hatten die Vorjahressieger „vergessen“. Insgesamt steht hier sicherlich Handlungsbedarf im Bezug Hartwarden Schild, bei der nicht ganz einfachen Disziplin Klootschießen, diese wurde auch schon bei den Feldern bei der Landesmeisterschaft, so wie der Verbandsmeisterschaft deutlich.