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© / Quelle: NWZ-Online / 25.09.2009

Neuling Reitland will sich etablieren

BOßELN 18 Mannschaften aus dem Kreisgebiet werfen in den Staffeln des Landesverbandes Oldenburg

WESERMARSCH  -  wbö  -  Die Boßelsaison 2009/2010 für die Mannschaften im Landesverband Oldenburg beginnt für die Zehnerstaffeln und Neunerstaffeln bereist an diesem Sonntag – Termine siehe Kasten unten. Das Gros der Klassen (Achterstaffeln) starten danach am 4. Oktober in die Saison. Aus den beiden Kreisverbänden Butjadingen und Stadland sind 18 Mannschaften in den „höheren“ Staffeln vertreten. Gleich fünf Mannschaften stellt hier Reitland. In der Hauptklasse Männer I ist in der ranghöchsten Spielklasse, der Landesliga, (Zehnerstaffel) nach dem Abstieg in der Saison 2007/08 wieder Reitland als Bezirksliga-Meister der vergangenen Saison mit am Start. Der Reitlander Mannschaftsführer Uwe Heuermann weist aus Erfahrung um die Schwere der Aufgabe in dieser spielstarken Zehnerstaffel. Heuermann: „Der Spielerstamm ist bei uns so geblieben und wir hoffen auf den Klassenerhalt.“ Nach einem Jahr in der Bezirksliga war auch Kreuzmoor in der Vorsaison in „seiner“ Stammstaffel, der Landesliga, wieder angekommen und schloss als Neuling die Saison mit Anhieb auf Rang vier ab. Aus dem Team ist Mike Frerichs wieder zu seinem Heimatverein KBV Spohle zurückgegangen. Mannschaftsführer Michael Backhaus will Jugendliche mit in die Mannschaft einbauen. Backhaus: „Läuft es optimal, müsste Rang vier aus der Vorsaison zu wiederholen sein laufen. Wir hoffen auf einen gesicherten Mittelfeldrang.“   Neuanfang  An der Spitze deutete alles wieder auf einen Zweikampf zwischen dem Titelverteidiger aus Westerscheps und dem Vizemeister Halsbek hin. In der Bezirksliga (Zehnerstaffel) steht der Absteiger aus der Landesliga, das Team aus Schweewarden, vor einem Neuanfang. Drei Stammwerfer sind in die neu zusammengestellte Mannschaft der Männer III gewechselt, und hinzu kommen drei Neuzugänge. Mannschaftsführer Stefan Freese: „Das Mannschaftsgefüge muss erst zusammen wachsen und nach den Klatschen in der Landesliga streben wir erst einmal einen ruhigen Mittelfeldrang an.“ Der zweite Kreisvertreter in dieser Staffel ist der Mentzhauser TV, der sich auf einem sicheren Mittelfeldplatz in der Vorsaison einreihte. Mannschaftsführer Rainer Rüthemann: „Gegen eine derartige Platzierung wäre auch diesmal nicht einzuwenden.“ Kann hier der Landesliga-Absteiger Torsholt gleich wieder oben mitmischen? Gleich vier Neulinge werden versuchen, in dieser Staffel gut mitzumischen. Drei Mannschaften, alle aus dem Kreisverband Butjadingen, sind in der Bezirksklasse Süd/Ost (Achterstaffel) vertreten. Für den letztjährigen Aufsteiger Abbehausen (Platz vier), lief es gleich optimal, und an diese Leistungen wollen die Abbehauser anknüpfen. Dagegen geriet Waddens noch in die Abstiegsregion (Platz sechs). Jetzt wird man sicherlich wieder nach oben schauen. Aufsteiger aus der Kreisliga ist die Reserve aus Reitland. Die Reitlander kennen bereits die Bezirksklassenluft und werden versuchen die Klasse zu halten. Der Vizemeister Hollwege wird als Favorit auf den Meistertiteln angesehen. Bei den Frauen I zählen Kreuzmoor und Reitland zur festen Größe in der Landesliga. Beide Mannschaften waren in der Vorsaison, Reitland als Vizemeister und Kreuzmoor als Dritter, sehr erfolgreich und nahmen an der Play-Off-Runde teil. Die Reitlander Mannschaftsführerin Anja Rütemann kann auf den bewährten Stamm zurückgreifen und liebäugelt wieder mit der Play-Off-Runde. Rütemann: „Die Staffel scheint sehr ausgeglichen zu sein. Gespannt darf man auch sein, wie sich die zweite Schweinebrücker Mannschaft, der Aufsteiger, schlagen wird.“ Favorit auf die Meisterschaft dürfte wiederum die Erste Mannschaft vom Titelverteidiger Schweinebrück sein.  Kreuzmoor muss verjüngen  Die Kreuzmoorer Sprecherin Karin Ledebuhr glaubt, dass die Wiederholung des Vorjahreserfolges mit Rang drei schwer wird. Die Kreuzmoorerinnen müssen zwei Stammwerferinnen durch zwei junge Nachwuchskräfte ersetzen. Ledebuhr: „Wie es laufen wird, wissen wir nicht. Vor Überraschungen ist man nie sicher.“ Nach zwei Jahren Landesliga musste Moorriem wieder den Weg zurück in die Bezirksliga antreten. In dieser Staffel (acht Mannschaften) sind gleich fünf Teams aus dem Kreisgebiet vertreten. Können sich die Moorriemerinnen gleich wieder oben festsetzen? Die Mannschaften Stollhamm, Schweewarden und Augusthausen reihten sich auf den Rängen vier bis sechs ein. Aufsteiger ist hier Esenshamm. Alle Vertreter aus Wesermarsch hoffen hier mit dem Abstiegskampf nicht viel zu tun zu bekommen.

© / Quelle: NWZ-Online / 25.09.2009

Männer II treten nicht auf Landesebene an

WESERMARSCH - wbö - Boßeln, Männer II: Diese Altersklasse (45 Jahre und älter) umfasste in der Vorsaison nur noch drei Mannschaften (unter anderem Reitland). Für die neue Saison fand sich auch kein großes Interesse, und es findet daher kein Spielbetrieb auf Landesebene statt. Männer III: Bei den älteren Semester (55 Jahre und älter) ist der Titelverteidiger Reitland diesmal der Gejagte". Erstmals hat hier Schweewarden eine Mannschaft gemeldet. Männer IV: In der vergangenen Saison waren hier die Kreuzmoorer vertreten. Diesmal ist keine Mannschaft aus der Wesermarsch mehr auf dieser Ebene am Start. Frauen II: Titelverteidiger ist hier erstmals Bredehorn, die den Serienmeister Schweinebrück abhängen konnten. Jahrelang dabei sind hier schon Delfshausen und Reitland, die sich wohl wiederum im Mittelfeld wieder finden dürften.

© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 16.09.2009

Boßelsaison 2009/2010 - Auftakt

Westerscheps (Männer) und Schweinebrück (Frauen) die Gejagten

Landesliga Männer I: Titelverteidiger Westerscheps erneut auf dem Favoritenschild

Landesliga Frauen I: Schweinebrück mit Doppelbelastung unter Druck

Landesliga Männer IIIReitland erwartet erbitterten Widerstand

Landesliga Männer IVWachablösung für Halsbek in Sicht

Landesliga Frauen IIBredehorn spürt die Verfolger

von gerold meischen

- Leider ist mit durch einen "Kopierfehler" mein erster Vorbericht vom 16.09.2009 abhanden gekommen und musste am 27.09.2009 komplett neu geschrieben werden -

Oldenburg. Am letzten Wahlsonntag, 27.09.2009, lässt Ligenspielführer Erich Kuhlmann (Rastederberg) die drei 10er-Ligen Landesliga Männer I, Bezirksliga Männer I und Landesliga Frauen II in die neue Boßelpunktspielsaison 2009/2010 des Klootschießerlandesverband Oldenburg e.V. (KLV) starten. Die weiteren Ligen im KLV nehmen eine Woche später am 04.10. das Punktspielgeschehen auf. In den beiden Königsklassen gehen Westerscheps (Männer I) und Schweinebrück (Frauen I) als Titelverteidiger an den Start und sind die Gejagten der Saison.

Auch fünf Jahre nach der Einführung des für Oldenburg und Ostfriesland einheitlichen Regelwerkes, einhergehend mit der Neugliederung der Ligen im KLV, hat der Spielbetrieb noch keine eindeutige Struktur platzieren können. Wie in den Jahren zuvor schon verändern nicht Auf- und Abstieg das Aussehen der Seniorenligen, sonder An- und Abmeldung. Ein funktionierender Unterbau ist nur in Männer IV zu finden. Die Landesliga Männer II musste mangels Interesses aus den Vereinen zur neuen Saison sogar gänzlich eingestellt werden. So wird der Männer-II-Landesmeister im kommenden Frühjahr im Anschluss an die Punktspielsaison nach einem einmaligen Rundenwettkampf gekürt und gegen den aus 18 Punktspielrunden hervorgegangenen Ostfriesland-Meister ins Rennen geschickt. Im KLV ist ein derartiger Spielbetrieb für Männer II nicht realisierbar, da die dafür geeigneten Aktiven in ihren Vereinen noch zu den Leistungsträgern in Männer I gezählt werden und damit für einen Männer-II-Spielbetrieb nicht zur Verfügung stehen.

Für ein Novum in den neuen Saison sorgen die Wehde-Vereine Schweinebrück und Ruttel, die erstmals zwei Teams in einer höherklassigen Spielklasse am Start haben. Schweinebrück tritt in der Landesliga Frauen I als Titelverteidiger nun mit der eigenen Zweiten unter den Konkurrenten an. Ruttel steht mit zwei Teams in der Bezirksliga Nord-West der Frauen I, nachdem die Erste aus der Landesliga abgestiegen ist und die Zweite den Aufstieg aus der Kreisliga feiern konnte.

Die Wechselfrist zwischen den Spielzeiten bescherte dem Spielbetrieb eine im Gegensatz zu den Ostfriesen gewohnt bescheidene Wechselbereitschaft unter den Aktiven. Dennoch sind einige als "bedeutsam" einzustufende Vereinswechsel zu verzeichnen. Männer-I-Landesmeister Westerscheps verlor im Sommer mit Matthias Kasper - folgte seinem Bruder Thomas in die Kreisliga Leer nach Klein-Remels - und Michael Afken - wechselte zum Ligakonkurrenten Halsbek zurück - zwei Eckpfeiler aus dem Holzdetail, die nur teilweise mit dem gestandenen Neuzugang Dennis Schröder aus Haarenstroth egalisiert werden konnten. Deutlich mehr Abgänge als Zugänge verzeichnete Wehde-Aushängeschild Schweinebrück. Mit Renko Altona (zurück nach Horsten/OS), Frank Dierks (nach Sanderahm) und Herbert Lenffer (nach Neustadtgödens) kehrten gleich drei Kämpen der Ersten den Rücken, die nun intern ersetzt werden müssen. KLV-Rekordeinzelboßelmeisterin Ute Draschba meldete sich vorsorglich aus dem Verein ab, liebäugelt aber wohl noch mit einem Start im entthronten Landesmeisterteam Frauen II. Auf der anderen Seite der Medaille verzeichnet Bezirksligaabsteiger Sandelermöns regen Boßlerzugang, schlossen sich doch in der Sommerpause mit Andreas Bartsch (von FKV-Meister Reepsholt) und Ingo Wichmann (von Marx/OS) zwei Heimkehrer dem Verein wieder an, die Sandelermöns in der kommenden Saison mit den weiteren Zugängen um Uwe Caspers (von Abickhafe/OS) und Mario Röttger (von Cleverns) deutlich auf dem Favoritenschild glänzen lassen. 

Titelverteidiger Westerscheps muss sich mächtig strecken, um den Titel erfolgreich verteidigen zu können. Am Ende ist aber Halsbek einen Tick besser und entthront den Meister.

Landesliga Männer I: Titelverteidiger: Westerscheps (AMM) - FKV-Finalrundenteilnehmer 2008: Westerscheps (AMM), Halsbek (AMM) und Schweinebrück (FRW) - Aufsteiger: Reitland (BUT), Stapel (AMM) - Den sechsten Titel in Folge peilt Titelverteidiger Westerscheps an. Von Jahr zu Jahr gestaltet sich die Titelverteidigung jedoch scheinbar schwieriger. In der abgelaufenen Spielzeit konnte der Titel erst im Schlussspurt mit dem Auswärtserfolg beim Verfolger in Halsbek knapp gesichert werden. Für die neue Spielzeit bahnt sich erneut ein knappes Rennen zwischen Meister Westerscheps und Vizemeister Halsbek an. Mit Blick auf beide Kader scheint die Zeit reif für einen Wechsel. Zusätzliche Nahrung erhält die Wechselprognose durch die bedeutsamen Spielerabgänge in Westerscheps. Gerade bei den beiden letzten Titelgewinnen konnte Westerscheps jeweils ausgemachte Titelkampferfahrung ins Rennen führen und die Spitze verteidigen. Konkurrent Halsbek hat aber mittlerweile selbst an Erfahrung zugelegt und scheint nun nicht nur gewillt, sondern auch durchweg fähig, dem Meister im sechsten Anlauf in die Parade zu fahren und selbst den Titel abzugreifen. Hinter den beiden Topteams scheinen Kreuzmoor und Cleverns das Rennen um den dritten FKV-Finalrundenplatz unter sich ausmachen zu wollen. Kreuzmoor hat sich nach dem Betriebsunfall mit dem Abstieg in die Bezirksliga eindrucksvoll in der Landesliga zurückgemeldet und lange Zeit die Spitze mit bestimmt, bevor am Ende dann doch die Luft ausging und die Etablierten wieder die ersten drei Ränge belegten. Cleverns feierte 2008 erstmals den Einzug in die FKV-Finalrunde der besten drei Teams aus Ostfriesland und Oldenburg, reihte sich aber in der vergangenen Spielzeit wieder im Tabellenmittelfeld ein. Den dritten Startplatz in der FKV-Finalrunde erreichte in der abgelaufenen Spielzeit Schweinebrück. Ob das Team auch diesmal wieder im Konzert der Großen mitspielen kann, ist mehr als fraglich. Nach den Abgängen in der Sommerpause sowie fehlenden Neuzugängen muss Schweinebrück die Lücken aus den eigenen Reihen schließen und dabei auch auf Spieler aus der gerade in die Bezirksliga aufgestiegenen Zweiten zurückgreifen. Ein leichtes Unterfangen für die Mannschaftsführer, gerade auch im Hinblick, sollte sich von Beginn an kein ansprechender Erfolg einstellen. Spohle sorgte in der vergangenen Spielzeit gleich zu Saisonbeginn für Aufsehen mit dem Auftaktauswärtserfolg beim amtierenden Meister in Westerscheps. Wer nun allerdings einen neuen Sturmlauf der Spohler erwartete, sollte im weiteren Saisonverlauf einen besseren belehrt werden. Spohle konnte nach dem tollen Auftakterfolg nicht mehr nachlegen und wurde in die untere Tabellenhälfte durchgereicht. Auch zur neuen Spielzeit muss sich der Meister von 2003 und 2004 wohl eher im Tabellenmittelfeld einordnen. Wie bei Schweinebrück nagt auch in Spohle der Zahn der Zeit. Grabstede und Bredehorn entpuppen sich Jahr für Jahr trotz vorhandenen Potenzials als Sorgenkinder der Liga, die immer wieder von Abstiegssorgen heimgesucht werden. Ein echte Gefahr bestand schlussendlich bislang noch nie - ein Signal für einen Angriff auf die Spitze aber auch nicht. Mit Blick auf beiden Teams muss wohl eher Grabstede zugetraut werden, den gordischen Knoten zu durchschlagen und der Liga den eigenen Stempel aufzudrücken. Widerfährt Grabstede endlich der Urknall und das Potenzial kann in Pluspunkte umgemünzt werden, ist der Zug zur Spitze wohl nur schwerlich aufzuhalten. Bleibt der Urknall hingegen aus, kann sich Grabstede wohl wieder auf eine Achterbahnfahrt in der unteren Tabellenhälfte einrichten. Dabei bräuchte das Team nur an seiner Konstanz zu arbeiten. Überraschenden Siegen müssen nicht zwangsläufig immer gleich wieder vermeidbare Niederlagen folgen. Auch Bredehorn sorgt immer mal wieder für überraschende Erfolge. Für den Durchbruch in die obere Tabellenhälfte reichte es bislang aber noch nicht und das Team blieb immer mal wieder gerne einiges schuldig. Programmgemäß zählen die beiden Aufsteiger aus der Bezirksliga zu den Top-Abstiegskandidaten. Bislang konnte sich nur in der Landesliga durchsetzen, wer der Bezirksligasaison deutlich seinen Stempel aufgedrückt hatte. Reitland gelang dies in der abgelaufenen Spielzeit mit nur drei Minuspunkten eindrucksvoll - Aufsteiger Stapel stand da mit acht Minuspunkt schon ein Stück zurück. Beiden Teams steht wohl ein schweres Jahr in der Landesliga bevor, auch wenn beide schon Landesligaerfahrung nachweisen können.

Saisonprognose:  Die Titelverteidigung wird für Westerscheps ein schweres Unterfangen. Insbesondere Halsbek setzt den Schepsern mächtig zu und greift am Ende den Titel ab. Westerscheps zieht als Vizemeister hinter dem nach 2002 erstmals wieder amtierenden neuen Meister Halsbek in die FKV-Finalrunde ein. Im Rennen um das dritte FKV-Finalrundenticket hat Kreuzmoor das bessere Ende für sich und zieht erstmals in die Finalrunde ein. Im Abstiegskampf spielen Bredehorn, Reitland und Stapel über die Saison auf Augenhöhe. Am Ende müssen Reitland und Stapel wieder in die Bezirksliga runter.

Reitland wartet auf die kleinste Chance, Schweinebrück den Titel wieder zu entreißen.

Landesliga Frauen I: Titelverteidiger: Schweinebrück (FRW) - FKV-Finalrundenteilnehmer 2008: Schweinebrück (FRW),  Reitland (BUT) und Kreuzmoor (STA) - Aufsteiger: Halsbek (AMM) und Schweinebrück II (FRW) - Nachdem Schweinebrück in der abgelaufenen Spielzeit Reitland wieder an der Spitze ablösen konnte, heißt es nun für die Schweinebrückerinnen, den Titel erfolgreich zu verteidigen - gegen Reitland. Neben den Butjentern scheint auch in der kommenden Spielzeit kein Team in der Lage, den Schweinebrückern den Titel streitig zu machen. Zünglein an der Waage mag in dieser Konstellation für den amtierenden Meister Schweinebrück die eigene Zweite sein. Die feierte mit dem Titelgewinn in der Bezirksliga Nord-West den Aufstieg in die Landesliga und sucht dort nun ebenfalls nach Pluspunkte. Kein leichtes Unterfangen für die Verantwortlichen beim Meister, die Interessen zweier Landesligisten unter einen Hut zu bringen. Da könnte am Ende Reitland der lachende Dritte sein, wenn sich beide Schweinebrück-Teams intern aufreiben und dabei die Konkurrenz aus den Augen verlieren. Der Abgang von Ute Draschba und der wohl längere Ausfall von Sabine Buss macht das Teammanagement auch nicht leichter. Als dritte Kraft in der Spielklasse ist wohl wieder Kreuzmoor zu erwarten. Für den ganz großen Wurf fehlt im Vergleich mit Schweinebrück und Reitland ein kleiner Tick, der aber auch in diesem Jahr wohl nicht aufgeholt werden kann. Im ersten Jahr nach dem Aufstieg konnte Steinhausen durchaus für Furore sorgen, die Klasse halten und dafür Ruttel über den Abgrund stoßen. Dennoch kein Grund zum Zurücklehnen, gestaltet sich erfahrungsgemäß das zweite Jahr regelmäßig schwieriger, zumal mit den beiden Aufsteigern Schweinebrück II und Halsbek wahrlich kein Kanonenfutter in die Liga einzieht. So heißt es auch in der kommenden Spielzeit für Steinhausen, von Wettkampf zu Wettkampf und Punkt zu Punkt zu planen und zu denken. Nach einer lausigen Hinrunde legte Zetel/Osterende in der Rückrunde deutlich zu, um hinter der Dreier-Spitze mit Schweinebrück, Reitland und Kreuzmoor die untere Tabellenhälfte anzuführen. In der kommenden Spielzeit ist den Zetelerinnen zu wünschen, dass von Beginn Punkte auf der Habenseite gutgeschrieben werden können, damit nicht wieder unter mächtigen Druck agiert werden muss. Neben Steinhausen konnte auch Haarenstroth als Aufsteiger den Klassenerhalt feiern und stattdessen Moorriem nach Süd-Ost schicken. Dafür kehrt Halsbek nach zwei Jahren aus der Bezirksliga zurück in die Landesliga und wird von Beginn an zumindest in die gesicherte Tabellenmitte wollen. Mit Blick auf die Ambitionen der einzelnen Teams und der zu vermutenden Kräfteverteilung zur neuen Saison deutet sich erneut eine Zweiteilung an: Vorneweg drei Teams im Kampf um Titel und FKV-Finalrunde. Dahinter fünf Teams im Kampf gegen den Abstieg.

Saisonprognose:  Die Titelfrage wird erneut zwischen Schweinebrück I und Reitland entschieden. Kann Schweinebrück interne Querelen und Zwistigkeiten um Aufstellungsfragen vermeiden, sollte der erneute Titelgewinn machbar sein, auch wenn Leistungsträger über die gesamte Saison nicht immer vollzählig zur Verfügung stehen. Gerät hingegen das Abenteuer mit zwei Teams in der Landesliga aus den Fugen, ist Reitland sicherlich lachender Dritter. Kreuzmoor läuft am Ende aller Unkenrufen zum Trotz als Dritter ein und zieht wieder in die FKV-Finalrunde ein. Der Kampf gegen den Abstieg wird beinhart geführt und verzeiht keine Fehler. So erwischt es nach einer spannenden Saison und minimalen Abständen am Ende Schweinebrück II und Zetel-Osterende.

Titelverteidiger Bredehorn muss von Verfolger Schweinebrück in Frauen II auf der Hut sein.

Landesliga Frauen II: Titelverteidiger: Bredehorn (FRW) -  Nach vier Landestiteln in Folge musste Serienmeister Schweinebrück am Ende der abgelaufenen Saison erstmals den Landesmeistertitel wieder hergeben und Bredehorn den Vortritt lassen. In der kommenden Saison will Schweinebrück seine Vormachtstellung in dieser Altersklasse schnellstens wieder herstellen und am Ende der Saison den Titel wieder in Händen halten. Bredehorn wird sich aber den Titel nicht so ohne weiteres aus den Händen reißen lassen wollen und mit geschlossener Stärke dagegenhalten. Hinter dem Führungsduo scheint derzeit kein anderes Team fähig, in die Phalanx einzubrechen. So wird auch wohl in der kommenden Saison ein zweigeteilte Liga vorherrschen - mit Schweinebrück und Bredehorn an der Spitze und dem abgeschlagenen Feld dahinter.

Saisonprognose:  Titelverteidiger Bredehorn gerät durch Serienmeister Schweinebrück mächtig unter Druck und muss am Saisonende den Titel wieder hergeben.

Landesliga Männer III: Titelverteidiger: Reitland (BUT) -  Am Ende der abgelaufenen Saison konnte Reitland überraschend Titelverteidiger Halsbek und Altjührden aus dem Feld schlagen und den ersten Meistertitel in einer männlichen Klasse für Reitland überhaupt einfahren. Ausschlaggebend für den Titelgewinn das knapp bessere Schoetverhältnis gegenüber Halsbek bei Punktgleichstand. Zur neuen Saison hat die Männer III-Landesliga die Zusammenstellung ein wenig verändert. Spohle, Jahre zuvor noch stets im engen Titelkampf mit Serienmeister Altjührden, hat sein Männer-III-Team nach der abgelaufenen Saison aus der Landesliga zurückgezogen und stattdessen ab dieser Saison für die Landesliga Männer IV gemeldet. Den Platz von Spohle nimmt in der Landesliga Männer III nimmt in der neuen Saison Neuling Schweewarden ein. Kurz vor Saisonstart zog Steinhausen, das letztjährige Schlusslicht, sein Team aus der Landesliga Männer III zurück. So starten zur neuen Saison nur noch sieben Teams in der Landesliga. Titelverteidiger Reitland kann sich keinesfalls auf seinen Lorbeeren ausruhen und wird sich stattdessen wohl hauptsächlich gegen Halsbek und Altjührden erwehren müssen.

Saisonprognose:  Titelverteidiger Reitland muss schwer kämpfen, um sich vor Halsbek und Altjührden im Titelrennen zu halten. Am Ende ist es dann aber Altjührden, das an Halsbek vorbeischlüpft  und einmal mehr den Titel kassiert.

Halsbek Männer-IV ist immer noch das Maß aller Dinge. Ob es aber nochmals für den Titel für die erfolgsgewöhnten Alt-Cracks reicht, werden Haarenstroth und Spohle beantworten.

Landesliga Männer IV: Titelverteidiger: Halsbek (AMM) -  Serienmeister Halsbek konnte in der abgelaufenen Saison seinen Titel erfolgreich verteidigen. Dabei gelang es den Halsbekern, über das knapp bessere Schoetverhältnis bei Punktgleichstand Verfolger Haarenstroth zu überflügeln. Dem erneuten Titelgewinn fehlte ein wenig die Leichtigkeit vergangener Meisterschaftserfolge und ein Führungswechsel in Männer IV zeichnet sich ab. Die nun doch ein wenig in die Jahre gekommenen Alt-Cracks aus Halsbek sehen denn auch mit Argwohn auf die aufstrebenden Verfolger. Haarenstroth war schon dicht dran am Titel und scheiterte am Ende nur über das Schoetverhältnis. Spohle meldete erstmals für Männer IV, nachdem Vorzeigeboßler Heinrich Siemen nun auch die 65 überschritten hat und in Männer IV zum Angriff blasen darf. Von den Gründungsteams dieser Spielklasse hat Kreuzmoor sein Team aus der Liga abgemeldet.

Saisonprognose:  Titelverteidiger Halsbek spürt erneut den Atem der Verfolger, allen voran Haarenstroth und Spohle, im Nacken und kann diesmal dem Druck nicht mehr standhalten. Am Saisonende steht erstmals nicht Halsbek ganz oben auf dem Treppchen, sondern Spohle als Neuling macht gleich sein Meisterstück.

Bezirksliga Männer I: Landesligaabsteiger: Schweewarden (BUT), Torsholt (AMM) - Aufsteiger: Leuchtenburg (AMM), Schweinebrück II (FRW)  - Naturgemäß besetzen beide Landesligaabsteiger die Favoritenpositionen auf Titel und Aufstieg. So treten denn auch Torsholt und Schweewarden als heiße Titel- und Aufstiegsanwärter an den Start. Schweewarden wurde in der abgelaufenen Landesligasaison mächtig gebeutelt, zerbrach aber nicht daran. In der Bezirksliga soll nun neuer Anlauf auf die Landesliga genommen werden. In der Wechselphase zwischen den Spielzeiten war man auch nicht untätig und konnte einige Neuzugänge vermelden. Hinter den beiden Aufsteigern der abgelaufenen Saison sorgte Neuling Portsloge in der abgelaufenen Saison für die Musik hinter der Spitze. Damit auch diesmal wieder eine derart ausgezeichnete Platzierung herausspringt, muss Portsloge auf der Hut vor den Verfolgern sein. Die beiden Neulinge, Schweinebrück II und Leuchtenburg, werden sich von Beginn an ins Geschehen stürzen und jeden möglichen Punkt an Land ziehen wollen. Leuchtenburg setzt auf einen gewachsenen langjährigen Stamm und rechnet mit ausreichenden Punkten für den Klassenerhalt. Schweinebrück II konnte in der Bezirksklasse vom Rückzug des Männer-II-Teams aus der Landesliga Männer II profitieren und mit den Alt-Cracks Titel und Aufstieg einfahren. Durch einige Abgänge aus der Ersten muss Schweinebrück seine Teams neu aufstellen und wird dabei das Hauptaugenmerk auf eine schlagkräftige Erste legen. Dies könnte unter dem Strich in der Endabrechnung der Zweiten wichtige Punkte für den Klassenerhalt kosten. Vielleicht ist das aber auch gar nicht von Bedeutung, sollten Rosenberg und Rüstringen als potentiell gefährdete Kandidaten nicht zulegen können. Rüstringen konnte in der vergangenen Saison nur mit einem Kraftakt zum Ende hin die Saison halten; Rosenberg war unterm Strich am Ende auch nur einen Punkt besser gestellt. Auf einen guten Mittelfeldplatz sind Ruttel, Zetel-Osterende und Mentzhausen aus - und der sollte mit vorhandenen Mitteln auch problemlos zu realisieren sein.

Saisonprognose:  Landesligaabsteiger Schweewarden stürmt mit Landesligaabsteiger Torsholt im Schlepptau vorneweg zum Titelgewinn und sofortigen Wiederaufstieg in die Landesliga. Hinter dem Spitzenduo beginnt das breite Mittelfeld, das sich nur knapp vor den Abstiegsplätzen halten kann. Schweinebrück II und Rüstringen sind diesem Druck schlussendlich nicht gewachsen und gehen hinunter in die Bezirksklasse.

Bezirksliga Nord-West - Frauen I: Landesligaabsteiger: Ruttel (FRW) - Aufsteiger: Ruttel II (FRW), Moorwarfen (JEV)  - Wie Schweinebrück in der Landesliga Frauen I kann Ruttel in der Bezirksliga Nord-West zwei Teams aufbieten, Ruttel I als Absteiger aus der Landesliga und Ruttel II aus Aufsteiger aus der Kreisliga. In der Sommerpause konnte Ruttel Neuzugänge für seine Teams gewinnen, mit den auf der einen Seite der sofortige Wiederaufstieg in die Landesliga geschafft werden soll und auf der anderen Seite der sofortige Wiederabstieg für die Zweite verhindert werden soll. Insgesamt kein leichter Auftrag, schielen doch auch Bredehorn und Neustadtgödens auf einen Platz in der Landesliga.

Saisonprognose:  Landesligaabsteiger Ruttel I kann der Liga den Stempel aufdrücken und Titel/Aufstieg einfahren. Auf der anderen Seite der Tabelle müssen Aufsteiger Moorwarfen und Bockhorn die Saison mit dem Abstieg quittieren.

Bezirksliga Süd-Ost - Frauen I: Landesligaabsteiger: Moorriem (STA) - Aufsteiger: Roggenmoor-Klauhörn (AMM), Esenshamm (BUT)  - Landesligaabsteiger Moorriem gebührt die Favoritenrolle auf Titel und Aufstieg, wären da nicht Westerscheps und Schweewarden, die den Stadlandern wohl den Rang ablaufen werden. Westerscheps musste in der abgelaufenen Saison Halsbek den Vortritt in Richtung Landesliga lassen. Im zweiten Anlauf soll es nun aber klappen. Spohle war in der abgelaufenen Saison als Aufsteiger dicht dran am Aufstieg - verpasste am Ende auch nur knapp die Spitze. Für einen erneuten Anlauf auf die Spitze scheint es aber in der kommenden Saison nicht reichen zu können.

Saisonprognose:  Landesligaabsteiger Moorriem verpasst den sofortigen Wiederaufstieg und muss stattdessen Westerscheps den Vortritt lassen. Am Saisonende erwischt es Augusthausen und Esenshamm mit dem Abstieg.

Bezirksklasse Nord-West - Männer I: Bezirksligaabsteiger: Sandelermöns (JEV) - Aufsteiger: Garms (JEV), Bentstreek (FRW) - Bezirksligaabsteiger Sandelermöns ist nicht nur etatmäßiger Favorit auf Titel und Aufstieg. In der Sommerpause konnte Sandelermöns doch einige vielversprechende Kräfte für sein Team gewinnen, die Titelgewinn und Aufstieg unter Dach und Fach zu bringen helfen sollen. Es sollte schon arg verwundern, wenn mit diesem Potenzial der Aufstieg nicht auf Anhieb gelingt. Leidtragender ist Förrien-Minsen, das sich erneut im Titelkampf als erster Anwärter geschlagen geben muss und wiederum den Aufstieg in die Bezirksliga verpasst. Mit Garms und Bentstreek sind zwei schlagkräftige Teams dazugekommen. Den Willen zum Klassenerhalt der beiden Neulinge bekommen die bislang im Mittelfeld etablierten Teams zu spüren, was zwei Teams aus ihrer Mitte den Klassenerhalt kostet.

Saisonprognose:  Förrien-Minsen muss nach Schweinebrück II im vergangenen Jahr nun einem runderneuten Sandelermöns den Vortritt im Titel- und Aufstiegsrennen überlassen. Die beiden Neulingen, Garms und Bentstreek, können die Klasse halten und schieben stattdessen Astede und Osterforde über den Abgrund.

Bezirksklasse Süd-Ost - Männer I: Bezirksligaabsteiger: Haarenstroth  Aufsteiger: Reitland II (BUT), Altjührden (WAT) - Lange Jahre wehrte sich Haarenstroth, meist in einer "last-minute Aktion", erfolgreich gegen den Abstieg. In der abgelaufenen Saison reichte es aber erstmals nicht mehr für die Klasse und Haarenstroth musste hinunter. In der neuen Saison ist Haarenstroth Favorit auf Titel und Aufstieg, auch wenn das kein Selbstläufer wird. Mit Dennis Schröder ist ein Meister seines Fachs zum Landesligameister nach Westerscheps gewechselt. So muss Haarenstroth denn auch bei allem Glauben an die eigenen Stärken wohl Hollwege stets im Auge behalten. Neben diesen beiden Teams scheint kein weiterer Kandidat auf Titel und Aufstieg auszumachen zu sein. Dagegen ist auf der anderen Seite das Mittelfeld breit angelegt mit einem nahtlosen Übergang in die Abstiegszone. Neuling Altjührden sollte über langjährige Erfahrungen erfügen, die dem Team die Klasse erhalten helfen. Reitland II ist da doch deutlich unbeleckter und wird wohl noch Lehrgeld zahlen müssen.

Saisonprognose:  Hollwege kommt rechtzeitig ins Rollen und kann Haarenstroth Titel und Aufstieg nicht nur streitig machen, sondern gar abjagen. Reitland II müht sich redlich, kann am Ende die Klasse aber ebenso wenig halten wie Abbehausen, das nach einem erfolgreichen Aufstiegsjahr im zweiten Jahr ob der personellen Veränderungen nicht mehr mithalten kann.