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© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 31.12.2008

Feldkämpfe 1937 - 2006    Hauptklasse    Junioren    Jugend

KLV-Oldenburg:   Feldkampfeinsätze Hauptklasse

© / Quelle: Ute Draschba / 31.12.2008

Silvesterklootschießen

Oldenburger Klootschießer glänzen als exzellente Feldkämpfer

Johann Hasselhorst: "Wir sind gut aufgestellt"

Männer: Jens Stindt in bester Verfassung - Höchstwurf 85,10 Meter

Jugend: Timo Petznik, Manuel Runge, Bernd-Georg Bohlken deutlich über 70 Meter 

Junioren: Europameister Stefan Runge und EM Dritter Hendrik Rüdebusch vorne

von Ute Draschba

Freuen sich auf den nahenden Feldkampf: August Bohlken aus Ellens mit seinem Enkel Bernd-Georg Bohlken.

Warf sich unter den Augen von Altmeister Hans-Georg Bohlken erstmals in die Oldenburger Feldkampf-mannschaft: Renko Altona aus Horsten.

Fotos:  ute draschba

Spohle. "Wir sind gut aufgestellt um gegen die Ostfriesen zu bestehen", machte der Vorsitzende des Klootschießerlandesverbandes Oldenburg Johann Hasselhorst den Feldkämpfern beim Silvesterklootschießen Mut. In Spohle nominierten abschließend die Feldobmänner Hinny Harms (Hauptwerfer), Bernd Tapkenhinrichs (Jugend) und Detlef Müller (Junioren) den Oldenburger Kader für den traditionsreichen Feldkampf gegen die Ostfriesen. Am kommenden Wochenende findet das große Kräftemessen der Oldenburger gegen die Ostfriesen in der Jugend- und Juniorenwertung (Samstag ab 9 Uhr) sowie in der Hauptklasse (Sonntag ab 9 Uhr) in Neustadtgödens statt. Letztmalig standen sich die beiden Landesverbände 2006 in Ardorf gegenüber. Der Hauptwettkampf ging damals deutlich an die Oldenburger wogegen die Ostfriesen bei den Junioren und der Jugend besser aufgelegt waren.

Vor mehreren hundert Käklern und Mäklern präsentierten sich die Oldenburger Klootschießer am Silvestertag in Spohle als exzellente Feldkämpfer. Trotz flach angesetzter Würfe mit ordentlich Trüll schossen Jens Stindt aus Spohle (85,10 Meter) und Thore Fröllje aus Grabstede (82,05) den Kloot über 80 Meter Flüchtweite. Die 70 Meter knackten Henning Feyen aus Ruttel (77,10), Renko Altona aus Schweinebrück (72,10), Hans-Georg Bohlken aus Schweinebrück (70,4) und Detlef Müller aus Mentzhausen (70,2). Für den Kader qualifiziert ist ebenfalls der trainingsfleißige Dirk Schomaker aus Fedderwardersiel (81,50) der urlaubsbedingt beim Silvesterklootschießen nicht antrat.

Auf eine leistungsstarke Junioren Truppe baut Detlef Müller. Im Oldenburger Trikot treten Jugendeuropameister Stefan Runge aus Kreuzmoor (72,30), Hendrik Rüdebusch aus Vielstedt-Hude (67,30), Sascha Hemme aus Grabstede (67,50), Marcel Brunken aus Mentzhausen (62,90), Tim Wefer aus Mentzhausen (59,40), Niklas Wulf aus Mentzhausen (57,50), Daniel Wilhelms aus Zetel-Osterende (54,20) sowie die krankheitsbedingt fehlenden Kreuzmoorer Christian Runge und Christoph Müller. Ebenfalls dabei Nils Ottersberg aus Esenshamm.
Mit Jugendeuropameister Timo Petznik aus Grabstede (78,55) hoffen Manuel Runge aus Kreuzmoor (72,70), Dennis Popken aus Grabstede (68,25), Bernd-Georg Bohlken aus Schweinebrück (70,10), (61,30), Christian Alberts aus Grabstede (63,20) auf die große Revanche, Erstmals für einen Feldkampf starten die B-Jugendlichen Keno Vogts aus Hollwege (61,30) und Sven Büsing aus Mentzhausen (64,50) sowie als Ersatz Ludger Ruch aus Butjadingen (58,40), Claas Decker aus Mentzhausen (57) und Christoph Büsing aus Mentzhausen (56,10).

Große Bedeutung kommt dem 25. Feldkampf in der Hauptklasse zu. "Nach den Europameisterschaften im Mai 2008 im irischen Cork hatten sich die Spitzenakteure eher rar gemacht", so Feldobmann Hinny Harms, der sich über die riesige Resonanz und der großen Zuschauerkulisse beim Oldenburger Silvesterklootschießen in Spohle freute.

© / Quelle: Ostfriesische Nachrichten Online / 31.12.2008

Feldkampf: Kugel wird im Schloss aufgehängt
Klootschießen: Traditionelle Feldkampfzeremonie findet in der Orangerie im Wasserschloss Gödens statt

wrs Neustadtgödens. Das 25. Duell zwischen den besten Klootschießern aus Ostfriesland und Oldenburg findet am 3. und 4. Januar 2009 in Neustadtgödens statt. Das teilte gestern der Geschäftsführer des Friesischen Klootschießer Verbandes Peter Brauer mit. Der traditionelle Wettkampf wird vom Kreisverband Wilhelmshaven in Zusammenarbeit mit dem KBV Neustadtgödens ausgerichtet. Das traditionelle Aufhängen der Klootkugel erfolgt am Donnerstag, 1. Januar 2009 um 15 Uhr auf dem Gelände des Wasserschlosses Gödens. Zuvor um 14 Uhr nehmen Delegationen beider Verbände das Wettkampfgelände in Augenschein. Es befindet sich in der Nähe des Schlosses, das sich an der Bundesstraße 436 zwischen Sande und Friedeburg befindet.
Zum Auftakt am Sonnabend gehen die Werfer der Jugend und Junioren auf das Feld. Beginn ist 9 Uhr. Die Siegerehrung ist für 15.30 Uhr in der Orangerie des Schlosses Gödens geplant. Die Wettkämpfe der Männer beginnen am Sonntag auch um 9 Uhr. Die Siegerehrung ist ebenfalls für 15.30 Uhr in der Orangerie des Schlosses Gödens geplant. Der Wettkampf umfasst vier Durchgänge zu je sieben Wurf. Der Landesverband Oldenburg als Gastgeber wirft in jeder Klasse an. 1937 fand die Premiere in der Nähe von Varel statt. Seit Jahrzehnten dominieren die Oldenburger den Wettkampf. 2006 siegten sie in der Hauptklasse der Männer. Die Ostfriesen gewannen beim Nachwuchs.

Der FKV weist darauf hin, dass am 3. und 4. Januar 2009 alle offiziellen Boßelveranstaltungen auf Vereins-, Kreis- und Landesverbandsebene ausfallen. Verstöße werden laut FKV-Geschäftsführer Brauer nach der bestehenden Sportgerichtsordnung bestraft.

© / Quelle: Ute Draschba / 29.12.2008

Majestätisches Ambiente für die Klootschießer:
Die Oldenburger lassen bitten
Kloot-Aufhängen in der Orangerie des Schlosses Gödens
von Ute Draschba

Beide Lager sind gewappnet für den 25. Feldkampf.

FKV-Feldobmann Hans-Georg Bohlken (l.) und Ostfriesland-Jugend-Feldobmann Eilerts Taddigs blicken zuversichtlich auf einen Feldkampf-Vergleich am nächsten Wochen-ende.

2006 waren die Oldenburger mit einer großen Delegation zum  Kloot-Aufhängen nach Ardorf gereist. Jetzt lassen die Oldenburger im majestätischen Ambiente der Orangerie des Schlosses Gödens bitten.

alle Fotos: ute draschba

Neustadtgödens. Im majestätischen Ambiente lassen die Oldenburger bitten. Voraussichtlich am Donnerstag werden die Klootschießer aus Oldenburg und Ostfriesland zu Gast sein bei Karl Georg Graf von Wedel. Die Oldenburger Friesensportler erwarten in der Orangerie des Schlosses Gödens mit dem Kloot-Aufhängen durch die Ostfriesen die förmliche Herausforderung für den am kommenden Wochenende angesetzten Feldkampf. Nach 2006 in Ardorf stehen mit dem prognostizierten Kahlfrost jetzt erstmals die Zeichen wieder auf Feldkampf. Und nicht nur das. Es ist der 25. Jubiläums-Feldkampf der in Neustadtgödens auf die Friesensportler sowie Käkler und Mäkler wartet.
„Der anhaltende Kahlfrost und ein ausgezeichnetes Feldkampfgelände in direkter Nachbarschaft des Schlosses Gödens machen es möglich“, freut sich der Kreisvorsitzende Abbo Georgs aus Wilhelmshaven für seinen Organisationsstab. Das schnelle Handeln ist die Handschrift des Routiniers Hans-Georg Bohlken als Feldobmann des Friesischen Klootschießerverbandes. Kurzerhand informierte der Rekordfeldkämpfer die Mannschaftsführer aus Ostfriesland Tido Kleen, Eilert Taddigs (Jugend), Holger Wilken (Junioren) sowie aus Oldenburg Hinny Harms, Bernd Tapkenhinrichs (Jugend) und Detlef Müller (Junioren).
2006 in Ardorf siegten die Oldenburger in der Hauptklasse mit zwei Schoet und  83 Metern. Im Oldenburger Siegeraufgebot waren vertreten Hans-Georg Bohlken aus Schweinebrück, Thore Fröllje aus Grabstede, Detlef Müller aus Mentzhausen, Jens Stindt aus Spohle, Dirk Schomaker aus Fedderwardersiel und Udo Kamps aus Schweinebrück. Die Jugend- und Juniorenwertung ging tags zuvor an die Ostfriesland Elite mit den Nachwuchstalenten Frank Goldenstein und Roman Wübbenhorst. Seit 1986 dominieren die Oldenburger im Feldkampf. Einzig 1994 in Schweewarden und 2001 in Jever waren die ostfriesischen Mannen um Stefan Albarus besser aufgelegt.
Der Rekordfeldkämpfer Hans-Georg Bohlken könnte im 25. Jubiläumsfeldkampf mit dem im letzten Jahr verstorbenen Berend-Georg Tapkenhinrichs gleichziehen. Elf Mal vertrat das Klootschießeridol Berend-Georg Tapkenhinrichs seit 1959 die Oldenburger Farben. Neben Hans-Georg Bohlken kommt Bernd Tapkenhinrichs auf zehn Einsätze und Detlef Müller aus Mentzhausen auf neun.

© / Quelle: Anzeiger Harlingerland / 29.12.2008

Kahler Frost: Klootschießer-Länderkämpfe

Flüchter aus Ostfriesland und Oldenburg treffen sich am Wochenende in Neustadtgödens

Utgast/Neustadtgödens/bum/ah – Damit hatten die Verantwortlichen des Landesverbandes Ostfriesland eigentlich noch nicht gerechnet. Nach dem Saisonabschluss am letzten Wochenende hatten sich die Friesensportler des Landesverbandes einen guten Rutsch verbunden mit ein Paar geruhsamen Tagen gewünscht. Doch nach einem Anruf des FKV-Klootschießerwartes Hans-Georg Bohlken beim obersten ostfriesischen Klootschießer Tido Kleen ist von Ruhe keine Spur mehr. Denn nun scheint es doch wahr zu werden: der 25. Vergleich der beiden Landesverbände Ostfriesland und Oldenburg kann am kommenden Wochenende in Neustadtgödens über die Bühne gehen, wenn die Wetterprognosen halten, was sie momentan versprechen. Bis zu acht Grad Kälte und tagsüber Temperaturen um den Gefrierpunkt dürften nach Meinung der Experten für ideale Bedingungen auf dem Feldkampfgelände in Neustadtgödens im Kreisverband Wilhelmshaven sorgen. Um den Aktiven und auch einigen Nachzüglern noch einmal eine Möglichkeit zu bieten, sich optimal auf diesen Höhepunkt vor zu bereiten, laden die zuständigen ostfriesischen Fachwarte ihre Schützlinge kurzfristig zu einem Sondertraining am Silvestervormittag ab 10 Uhr nach Utgast ein, um noch einmal das Werfen mit Trüll zu üben. „Der Zug ist noch nicht ganz abgefahren“, gibt Kleen bekannt. Wer im letzten Moment den Sprung in einen der Mannschaften schaffen möchte, sollte sich am Mittwoch in Utgast präsentieren. Nach den Europameisterschaften hat dieses Aufeinandertreffen plötzliche eine andere, ganz besondere Dimension bekommen. Es geht um die Oldenburger Vorherrschaft in diesem Traditionswettkampf, der erstmals am 28. Januar 1937 in Hohenberge bei Varel ausgetragen wurde. Die Ostfriesen wollen nur zu gerne den Oldenburgern den Sieg streitig machen. Seit 1986 hält die Vormachtstellung der Oldenburger an. Einzig 1994 in Schweewarden und 2001 in Jever mussten sich die Oldenburger von den Ostfriesen geschlagen geben. Schon jetzt schwört der Ostfriese Eilert Taddigs seine Spitzenklootschießer auf diesen Tag ein. Es soll der Tag der Ostfriesen werden, der Tag für Europameister Frank Goldenstein, der Tag für Stefan Albarus. Die Chancen, so denkt man, stehen ausgesprochen gut. Mangelt es doch auf Oldenburger Seite nach dem Wechsel von Bert Stroje von Schweinebrück nach Reepsholt dem Landesverband an einem Feldobmann. Doch einen Trumpf haben die Oldenburger noch, auf den sie sich womöglich besinnen: Ehrenfeldobmann Herbert Braams. Über Jahrzehnte hat Braams das Klootschießen in der Hauptklasse geprägt. Stand immer wieder im Kreuzfeuer der Kritik ob seiner eigenwilligen Entscheidungen. Doch die Erfolge und vor allem der Respekt seiner ostfriesischen Kollegen Eilert Taddigs und Tido Kleen gaben ihm immer wieder recht.