© / Quelle: friesensport.de-Redaktion / 28.08.2005

Klootschießervergleichswettkampf

Eiderstedt überzeugt auf ganzer Linie und ist drückend Überlegen

72 jähriger Walter Vollmerding seit dem ersten Treffen dabei

Detlef Müller in Topform/Deutsche Meisterschaften werfen Schatten voraus

von Ute Draschba

Katharina Otto (UV Eiderstedt) siegte in der Frauenkonkurrenz mit konstanten Würfen jenseits der 50er-Marke.

Stollhamm. Beeindruckend waren die Leistungen der Eiderstedter Friesensportler beim Klootschießervergleichswettkampf am vergangenen Wochenende in Stollhamm. Am Samstag behaupteten sich einzig die Oldenburger Routiniers der Männer II Werfer um Klaus Schweers (Kreuzmoor) sowie der Männer III/IV Werfer um Walter Vollmerding (Tettens) im Standkampf mit dem Kloot gegen die Eiderstedter Übermacht. Im Feldkampf am Sonntag hielten die Männer I um Detlef Müller (Mentzhausen) und die Männer II um Heiko Witte (Schweiburg) die Oldenburger Farben hoch. Die Gesamtwertung ging mit 338,30 Metern im Standkampf und 174 Metern im Feldkampf deutlich an Eiderstedt.

Einen Vorgeschmack auf die in drei Wochen in Nordhorn anstehenden Deutschen Meisterschaften bekamen die vielen Käkler und Mäkler in der Frauenwertung. Katharina Otto (Eiderstedt) glänzte mit Würfen an die 55-Meter-Marke. Auch die internationale Elitewerferin Cornelia Lorenzen (Eiderstedt) überzeugte mit Würfen an die 50 Meter. Als beste Oldenburgerinnen belegten Vizeeuropameisterin Maren Basshusen (Reitland) und Sandra Schimanski (Schweinebrück) Platz sechs und sieben. Die Neueinsteigerin Sabine Buss (Schweinebrück) glänzte gleich hinter Sandra Onken (Stollhamm/Platz 9) und Inka Haase (Stollhamm/Platz 15) als fünftbeste Oldenburgerin. Hoffnungsträger für die Einzelwertung bei den Deutschen Meisterschaften ist der Europameister Detlef Müller. Eindrucksvoll stellte der Mentzhauser sein derzeitiges Leistungsvermögen unter Beweis. Als einzigster Werfer landete Detlef Müller alle drei Würfe knapp unter 90 Meter. Auch Jens Stindt (Spohle/Höchstwurf 83,70 Meter) und Hans-Georg Bohlken (Ruttel/78,90) ließen den Eiderstedter Topfavoriten Thorsten Gebert (79,10) noch hinter sich. In der Altersklasse Männer II und Männer III ging mit Heiko Witte (Schweiburg/62,80) und Klaus Schweers (Kreuzmoor/67,90) die Einzelwertung ebenfalls an Oldenburger. In der Jugend konnten Kevin Dupiczak (Grabstede) mit Würfen über 70 Meter und Tim Wefer (Mentzhausen) mit einem Höchstwurf von 69,90 Metern den Holsteinern Paroli bieten und warfen sich auf Platz vier und fünf. Mit einer Serie von 38-Meter-Würfen beeindruckte Beate Janßen aus Zetel-Osterende gleich hinter der Nummer eins aus Eiderstedt Sarah Peters (46,20) noch vor Wiebke Schröder (Ohrwege/39,60). Die amtierende Jugendeuropameisterin Christina Damken aus Reitland konnte verletzungsbedingt nicht mit dem Kloot starten.

Auch am Folgetag musste das Oldenburger Team wegen Terminüberschneidungen mit der Championstour im Straßenboßeln beim Feldkampf auf namhafte Werferinnen und Werfer verzichten. Von den Eiderstedtern wurden in der Abschlussveranstaltung der Ehrenvorsitzende Werner Gerdes und der Ehrengeschäftsführer Heiko Witte sowie der Feldobmann Herbert Braams des Landesverbandes Oldenburg geehrt und mit einer Holzplakette ausgezeichnet. Große Beachtung fand auch der Einsatz des 72jährigen Walter Vollmerding aus Tettens, der mit einem Höchstwurf von 59,20 Metern auf einem hervorragenden vierten Platz in der Männer III Wertung landete. Bereits beim ersten Vergleichswettkampf 1973 stand Walter Vollmerding im oldenburgischen Aufgebot. Der Tettenser gilt als großer Förderer dieses traditionsreichen Treffens, dass alle zwei Jahre stattfindet.

© / Quelle: NWZ-Online / 31.08.2005

- Ammerländer Nachrichten -

Klootschießer noch nicht in Topform

FRIESENSPORT Eiderstedt dominiert im Vergleichskampf

Detlef Müller hält Oldenburger Farben hoch

Es läuft noch nicht ganz rund für die Oldenburger Werfer. Der Wettkampf gab einen Vorgeschmack auf die deutschen Meisterschaften.

VON UTE DRASCHBA

Ehrengeschäftsführer Heiko Witte führte das erfolgreiche Oldenburger Männer II Feldkampfteam an. In der Gesamtwertung setzten sich die Eiderstedter am Ende jedoch durch.               Bild: Ute Draschba

 

FRIESLAND - Lediglich die Oldenburger Routiniers der Männer II-Werfer um Klaus Schweers (Kreuzmoor) sowie der Männer III/IV Werfer um Walter Vollmerding (Tettens) behaupteten sich im Standkampf mit dem Kloot gegen die Eiderstedter Übermacht. Im Feldkampf dagegen hielten die Männer I um Detlef Müller (Mentzhausen) und die Männer II um Heiko Witte (Schweiburg) die Oldenburger Farben hoch. Die Gesamtwertung ging mit 338,30 Metern im Standkampf und 174 Metern im Feldkampf deutlich an Eiderstedt.
Einen Vorgeschmack auf die in drei Wochen anstehenden Deutschen Meisterschaften bekamen die vielen Käkler und Mäkler in der Frauenwertung. Katharina Otto (Eiderstedt) glänzte mit Würfen an die 55-Meter-Marke. Als beste Oldenburgerinnen belegten Vizeeuropameisterin Maren Basshusen (Reitland) und Sandra Schimanski (Schweinebrück) Platz sechs und sieben. Die Neueinsteigerin Sabine Buss (Schweinebrück) glänzte gleich hinter Sandra Onken (Stollhamm/Platz 9) und Inka Haase (Stollhamm/Platz 15) als fünftbeste Oldenburgerin. Hoffnungsträger für die Einzelwertung bei den Deutschen Meisterschaften ist der Europameister Detlef Müller. Eindrucksvoll stellte der Mentzhauser sein derzeitiges Leistungsvermögen unter Beweis. Als einzigster Werfer landete Detlef Müller alle drei Würfe knapp unter 90 Meter. Auch Jens Stindt (Spohle/Höchstwurf 83,70 Meter) und Hans-Georg Bohlken (Ruttel/78,90) ließen den Eiderstedter Topfavoriten Thorsten Gebert (79,10) noch hinter sich. In der Altersklasse Männer II und Männer III ging mit Heiko Witte (Schweiburg/62,80) und Klaus Schweers (Kreuzmoor/67,90) die Einzelwertung ebenfalls an Oldenburger. In der Jugend konnten Kevin Dupiczak (Grabstede) mit Würfen über 70 Meter und Tim Wefer (Mentzhausen) mit einem Höchstwurf von 69,90 Metern den Holsteinern Paroli bieten und warfen sich auf Platz vier und fünf. Mit einer Serie von 38-Meter-Würfen beeindruckte Beate Janßen aus Zetel-Osterende gleich hinter der Nummer eins aus Eiderstedt Sarah Peters (46,20) noch vor Wiebke Schröder (Ohrwege/39,60).
Auch am Folgetag musste das Oldenburger Team wegen Terminüberschneidungen mit der Championstour im Straßenboßeln beim Feldkampf auf namhafte Werferinnen und Werfer verzichten. Von den Eiderstedtern wurden in der Abschlussveranstaltung der Ehrenvorsitzende Werner Gerdes und der Ehrengeschäftsführer Heiko Witte sowie der Feldobmann Herbert Braams des Landesverbandes Oldenburg geehrt und mit einer Holzplakette ausgezeichnet. Große Beachtung fand auch der Einsatz des 72jährigen Walter Vollmerding aus Tettens, der mit einem Höchstwurf von 59,20 Metern auf einem hervorragenden vierten Platz in der Männer III Wertung landete.

© / Quelle: NWZ-Online / 31.08.2005

- Ammerländer Nachrichten -

Detlef Müller zeigt sich beim Wettkampf in Topform

KLOOTSCHIEßEN Vergleichskampf zwischen Oldenburg und Eiderstedt Mannschaftssieg der Gäste

STOLLHAMM/LR - Beeindruckend waren die Leistungen der Eiderstedter Friesensportler beim Klootschießervergleichswettkampf in Stollhamm. Am ersten Tag behaupteten sich einzig die Oldenburger Routiniers der Männer II Werfer um Klaus Schweers (Kreuzmoor) sowie der Männer III/IV Werfer um Walter Vollmerding (Tettens) im Standkampf mit dem Kloot gegen die Eiderstedter Übermacht. Im Feldkampf am Sonntag hielten die Männer I um Detlef Müller (Mentzhausen) und die Männer II um Heiko Witte (Schweiburg) die Oldenburger Farben hoch. Die Gesamtwertung ging aber mit 338,30 Metern im Standkampf und 174 Metern im Feldkampf deutlich an Eiderstedt. Als einziger Werfer landete Detlef Müller alle drei Würfe knapp unter 90 Meter. Auch Jens Stindt (Spohle/Höchstwurf 83,70 Meter) und Hans-Georg Bohlken (Ruttel/78,90) ließen den Eiderstedter Topfavoriten Thorsten Gebert (79,10) noch hinter sich. Einen Vorgeschmack auf die in drei Wochen in Nordhorn anstehenden Deutschen Meisterschaften bekamen die vielen Käkler und Mäkler in der Frauenwertung. Katharina Otto (Eiderstedt) glänzte mit Würfen an die 55-Meter-Marke. Auch die internationale Elitewerferin Cornelia Lorenzen (Eiderstedt) überzeugte mit Würfen an die 50 Meter. Als beste Oldenburgerinnen belegten Vizeeuropameisterin Maren Basshusen (Reitland) und Sandra Schimanski (Schweinebrück) Platz sechs und sieben. Die Neueinsteigerin Sabine Buss (Schweinebrück) glänzte mit Platz neun.

© / Quelle: NWZ-Online / 29.08.2005

- Wesermarsch-Zeitung -

Eiderstedter haben die Nase weit vorn

KLOOTSCHIEßEN Oldenburger liegen im Wettstreit zurück

Lob an Gastgeber

Der Umzug der Klootschießer führt zum Sportplatz. In den ersten Reihen marschierten: (von rechts) Harry Höpken, Karlheinz Ranft, Rolf Blumenberg, Johannes Cassens, Holger Ortel und Ulf Riegel.

 

STOLLHAMM/ES - Unter dem Strich müssen die Oldenburger Klootschießer anerkennen, dass ihre Freunde aus Eiderstedt die Nase um einige Meter vorn haben. Den Gesamtsieg in den beiden Disziplinen Stand- und Feldkampf – der durch die Anzahl der Siege in den einzelnen Klassen bestimmt wird – haben die Eiderstedter eindeutig gewonnen. Im Standkampf, der auf fünf Bahnen auf dem Stollhammer Sportplatz mit der Klootkugel ausgeworfen wurde, setzten sich die Eiderstedter in fünf Altersklassen (Frauen I, Frauen II, Männer I, weibliche Jugend und männliche Jugend) durch. Nur in den beiden Altersklassen Männer II und III gewannen die Oldenburger. Der Feldkampf mit der Hollandkugel, bei dem beide Verbände je eine Mannschaft stellten, ging hingegen unentschieden aus. Während bei der männlichen Jugend Eiderstedt mit 166 Meter gewann und auch die Frauen aus Eiderstedt mit 102 Meter vorn lagen, entschieden die Oldenburger Männer I mit acht Metern und die Oldenburger Männer II mit 86 Metern den Sieg für sich. Das Gesamtergebnis aus allen Klassen im Feld- und Standkampf lautete am Ende 7414,90 Meter für Eiderstedt gegen 7191,30 Meter für die Oldenburger. Besonderes Lob bekamen die Stollhammer Klootschießer und Boßler für die Organisation des zweitägigen Wettstreits. Das zeigte sich bei der Siegerehrung gestern Nachmittag. Immerhin hatte die Vorbereitung mehrere Monate gedauert und ein Team von mehr als 70 Freiwilligen beschäftigt. Und auch dem Vorsitzenden Torben Heinen war anzumerken, welchen Belastungen sein Verein am Wochenende gegenüberstand. Am Abend zuvor gab es einen gut besuchten Festball in der Turnhalle, bei dem viele Klootschießer bis in die frühen Morgenstunden feierten und manche auch gar kein Bett gesehen hatten. Untergebracht waren die Gäste aus Eiderstedt in Stollhammer Privat-Haushalten. Quartiermeisterin Karin Blumenberg hatte für alle 70 Gäste Unterkünfte in Stollhamm und Umgebung gefunden. Selbst ihr Ehemann hatte schon Angst, nicht in seinem eigenen Bett schlafen zu können. „Ich glaube, sie hat sogar mein Bett vergeben“, sagte Rolf Blumenberg beim Festball. „Aber mittlerweile habe ich Hoffnung, heute Nacht in meinem Bett schlafen zu können – zumindest einige Stunden lang.“

© / Quelle: NWZ-Online / 29.08.2005

- Wesermarsch-Zeitung -

Harmonie prägt das große Kräftemessen

KLOOTSCHIEßEN Stollhammer empfangen Eiderstedter schon an der Autobahn mit Wumken

Rund 70 Klootschießer aus Eiderstedt traten an.

Sie hatten ihre Fans mitgebracht.

von jochen eilers

Eintracht auch bei der Siegerehrung. Über das gelungene Treffen freuen sich der Chef des KBV Stollhamm, Torben Heinen (links), der Landesverbandschef Johann Hassel-horst (3. von links) und – als begeisterter Heimatsportler – Bürgermeister Rolf Blumenberg.        NWZ-Bilder: Jochen Eilers

STOLLHAMM - Wenn sich die Klootschießer aus dem Landesverband Oldenburg und dem schleswig-holsteinischen Unterverband Eiderstedt zum Kräftemessen treffen, steht der sportliche Erfolg eher im Hintergrund. Auch die 19. Auflage des Vergleichwettkampfes zwischen den beiden Verbänden auf dem Stollhammer Sportplatz am Wochenende war wieder geprägt von Freundschaft und Harmonie zwischen den Heimatsportlern. Mit zwei Reisebussen waren die rund 70 Eiderstedter Klootschießer und deren Fans am Sonnabendvormittag angereist. Torben Heinen, Vorsitzender des Klootschießer- und Boßelvereins Stollhamm, der in diesem Jahr den Wettkampf ausrichtete, und sein Gerätewart Ewald Haase empfingen die Gäste bereits an der Autobahnausfahrt Stotel, um alle Beteiligten mit echtem „Butjenter Wumken" auf das Ereignis einzustimmen. Gut gelaunt in Stollhamm angereist, begann das Spektakel mit einem gemeinsamen Umzug mit den einzelnen Fahnen der Verbände durch den Ort Stollhamm zum Sportplatz. Musikalisch begleitet wurde der Umzug vom Jugend- und Musikzug Rodenkirchen. In der Sporthalle wurden die Eiderstedter Klootschießer dann vom Vorsitzenden des Landesverbandes Oldenburg, Johann Hasselhorst, offiziell begrüßt. Hasselhorst verwies in seiner Begrüßungsrede noch einmal auf die lange Geschichte dieses Wettstreits. Immerhin traten die beiden Verbände in Stollhamm zum 19. Mal – immer im Abstand von zwei Jahren und mit immer abwechselnden Austragungsorten – gegeneinander an. Und in dieser Zeit seien große Freundschaften geboren und immer gepflegt worden, sagte der Landesvorsitzende. Immerhin gelte der Vergleichskampf zwischen Eiderstedt und Oldenburg in beiden Verbandsgebieten als großer Höhepunkt im Jahresprogramm, bei dem jeder gern dabei sei. Dabei sei es völlig egal, wer schließlich den Sieg nach Hause trage. Viel mehr wiege die Freundschaft zwischen den Klootschießern und die Freude am Heimatsport. Und diese Freundschaft wiege sehr viel, denn alle Beteiligten fühlten sich wie in einer großen Boßler-Familie aufgehoben, betonte Hasselhorst. Auch der 2. Vorsitzende des Eiderstedter Unterverbandes, Holger Christiansen, lobte die Freundschaft. Vor zwei Jahren sei man noch mit Tränen in den Augen auseinander gegangen. Aber die zwei Jahre seien so schnell vergangen, dass alle Eiderstedter froh seien, in Stollhamm zu sein. Bürgermeister Rolf Blumenberg lobte ebenfalls die Freundschaft zwischen den Klootschießern. „Diese Freundschaft ist wie ein Virus. Wenn man erst einmal infiziert ist, kommt man es nicht mehr los", sagte er.
Auch die weiteren Ehrengäste der Begrüßung würdigten die Freundschaft über Landesgrenzen hinaus und den sportlichen Ehrgeiz der Heimatsportler allgemein. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel scheute auch nicht den Vergleich mit der Hauptstadt: „In Berlin kennen die das Klootschießen überhaupt nicht. Da schieben alle nur eine ruhige Kugel. Das mag an den ganzen Beamten liegen", sagte Ortel und erntete Beifall und Gelächter. Doping sei – im Gegensatz zum Profisport – bei den Heimatsportlern unbekannt. Lediglich Schluck und Bier seien hier als flüssiges Doping zugelassen. Großes Lob und so manche humorvolle Rede gab es für die mehr als 130 Eröffnungs-Besucher auch von den Ehrengästen: der Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter, dem stellvertretenden Landrat Karlheinz Ranft, und den stellvertretenden Bürgermeistern Ulf Riegel aus Nordenham, Harry Höpken aus Stadland und Meent Bruncken aus Butjadingen. Ein Grußwort sprach auch der neue Geschäftsführer der Butjadingen Kur- und Touristik GmbH, Johannes Cassens.