© / Quelle:  Wesermarsch-Zeitung / 24.01.2003

 

Frauen aus Kreuzmoor gestoppt
Reitlander Boßler können in der Verbandsliga allmählich die Meisterschaftsfeier planen
Das Männerteam aus Kreuzmoor festigt Platz drei in der Landesliga.

Moorriem gleicht sein Punktekonto aus.

 

Gut lachen hatte Reitland nach dem 3:0-Erfolg gegen den ewigen Rivalen aus Kreuzmoor.

                                                           Bild: Böning

ng Wesermarsch. Nach der unfreiwillig langen, witterungsbedingten Pause – für viele Teams seit Anfang Dezember – stand der letzte Spieltag der Hinrunde an.

Männer, Landesliga: Ruttel – Kreuzmoor 5:8. Im Vorjahr gelang Kreuzmoor eine Punkteteilung in Ruttel, daran wollte man anknüpfen. Die Holzgruppen beider Seiten und die erste Gummigruppe lagen bis zur Wende gleich auf. Die zweite Kreuzmoorer Gummigruppe konnte ihren Vorsprung bis auf fünf Schoet ausbauen, wusste aber auf der Rücktour vom Ergebnis der ersten Gummigruppe. Damit festigte das Team die Zielvorgabe, Platz drei in der Landesliga, hinter den Topteams aus Spohle und Halsbek. Die Gruppenergebnisse: 1. Holz: 1 Schoet 100 Meter verloren, 2. Holz: 4/13 verloren, 1. Gummi: 5/23 gewonnen, 2. Gummi: 3/85 gewonnen. Verbandsliga Süd-Ost: Tabellenführer Reitland schüttelte eindrucksvoll den ärgsten Verfolger Stapel mit 13:2 ab. Da Altjührden einen Punkt verlor, beträgt der Vorsprung der Reitlander schon fünf Punkte. In Reitland darf man sich schon einmal Gedanken über die Meisterschaftsfeier machen. Im Kellerduell behauptete sich Schweewarden mit 13:0 gegen Schlusslicht Haarenstroth, und kann sich nun berechtigte Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Bezirksliga Süd-Ost: Der drittletzte Mentzhausen hatte bei der 0:14-Niederlage gegen Waddens nichts zu bestellen. Mit 12:2-Punkten befindet sich Waddens auf Rang zwei hinter Rosenberg. Bezirksklasse Süd-Ost: Moorriem weist nach dem 12:3-Erfolg gegen den Aufsteiger Reitland II erstmals ein ausgeglichenes Punktekonto auf. Für den Tabellenletzten Reitland II wird es bei vier Punkten Rückstand eng. Frauen, Landesliga: Reitland – Kreuzmoor 3:0. In dem ewig jungen Prestigeduell stoppte der Ex-Meister den Kreuzmoorer Siegeszug. Auf beiden Seiten begannen die Holzgruppen verhalten. Reitland führte bei der Wende mit zwei Wurf. Dieser Vorsprung wurde bis auf vier Schoet ausgebaut. Kreuzmoor kämpfte und verkürzte auf zwei Wurf. Am Ende stand dann der Gruppenerfolg mit drei Schoet und 24 Meter fest. Sehr ausgeglichen verlief der Wettkampf der Gummiguppen. Hauchdünn mit acht Metern siegte hier Kreuzmoor. Somit stand dann die erste Auswärtsniederlage der Saison für Kreuzmoor fest. Trotz der Niederlage befindet sich das Team jetzt als Tabellenzweiter einen Punkt hinter Schweinebrück weiter in aussichtsreicher Position. Verbandsliga: Stollhamm bleibt nach der 1:10-Niederlage in Sandelermöns am Tabellenende. Dagegen ist für den Aufsteiger Waddens nach dem knappen 4:2-Erfolg in Spohle noch alles drin. Die drei Mannschaften, Wiefels, Waddens und Ruttel führen mit je 10:4-Punkten. Bezirksliga Süd-Ost: Die Partie des Tabellenführers Moorriem gegen Reitland II wurde in den März verlegt. Die beiden ärgsten Verfolger, Augusthausen (11:0 gegen Torsholt) und Delfshausen (8:0 in Esenshamm), weisen nun 10:6-Punkte auf.

 

© / Quelle:  Der Gemeinnützige / 20.01.2003

 

KBV Spohle auf dem Weg zum Titelgewinn

Ammerländer führen nach klarem Sieg gegen Schweinebrück Tabelle in der Landesliga an

von Ute Draschba

Friesland. In der Boßel-Landesliga der Männer hat der KBV Spohle die Meisterschaft fest im Visier. Die Ammerländer setzten sich gegen Schweinebrück souverän mit 12:4 durch.

Landesliga, Männer: Spohle hatte beim 12:4-Sieg gegen Schweinebrück in den Gummigruppen mehr Mühe als erwartet, sicherte sich aber dennoch mit einem Punkt Vorsprung die Halbzeitmeisterschaft. Spohles einziger Verfolger im Kampf um die Landesmeisterschaft Halsbek ist mit einem Punkt im Rückstand und fertigte Aufsteiger Torsholt mit 22:0 deutlich ab. Konnten die Torsholter in den Zweit-Gruppen die Niederlage noch einigermaßen in Grenzen halten, so gingen sie in den Erstgruppen mit jeweils acht Schoet unter. Den Vorjahreserfolg zu steigern gelang Kreuzmoor diesmal in Ruttel. Mit 5:8 verloren die Mannen um Hans-Georg Bohlken und Henning Feyen auf heimischer Bahn wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um den dritten Finalrundenplatz.

Verbandsliga Nord-West, Männer: Grabstede ist weiterhin in der Liga das Maß aller Dinge. Auch Förrien-Minsen konnte den Grabstede-Express Richtung sofortiger Wiederaufstieg in die Landesliga nicht entscheidend aus der Bahn bringen und zog mit 0:12 den Kürzeren. Mit einem komfortablen Vier-Punkte-Vorsprung steht der Meisterschaft nichts mehr im Wege. Förrien-Minsen hält trotz der erwarteten Niederlage einen guten Mittelplatz. Als Tabellenzweiter geht Zetel-Osterende nach dem 25:0-Erfolg gegen den Wehde-Nachbarn Schweinebrück II in die Rückrunde. Zwei Punkte trennen Schweinebrück II von Bredehorn, das gegen den zweiten Landesligaabsteiger Sandelermöns auf fremder Bahn mit 5:10 sich achtbar, aber erfolglos, aus der Affäre zog. Zwischen Bredehorn und Schweinebrück II muss die Entscheidung um den Verbleib in der Liga fallen.

Verbandsliga Süd-Ost, Männer: Der Kampf um den Titel in der Liga scheint bereits gefochten. Locker und gelassen kann Reitland die Rückrunde angehen und sich dann höheren Aufgaben in der Landesliga stellen. Altjührden ließ beim 3:4-Unentschieden bei Aufsteiger Halsbek II einen Punkt, somit ist ein Angriff auf den Titel aussichtslos. Langendamm-Dangastermoor kann nicht an die Form der Vorsaison anschließen und unterlag auf eigener Bahn mit 4:9 gegen Leuchtenburg. Für Leuchtenburg gleichbedeutend mit dem zweiten Tabellenplatz in der Zwischenabrechnung. Schweewarden setzte sich durch einen 13:0-Heimsieg gegen den Tabellenletzten aus Haarenstroth bestens in Szene.

Bezirksliga Nord-West, Männer: Osterforde ist zwar Halbzeitmeister, patzte aber bereits im ersten Rückrundenwettkampf. Rüstringen hat gute Chancen durch den noch ausstehenden Nachholwettkampf mit zwei Zählern vor Osterforde Platz eins einzunehmen. Dass Himmelreich etwas von der Rolle ist, zeigte sich auch im Vergleich gegen Wiefels. Die Wiefelser behielten mit 18:5 die Oberhand. Denkbar schlecht ergeht es zur Zeit dem Vorjahresverbandsligisten Moorwarfen. Zusammen mit Himmelreich streiten die Moorwarfer um den Klassenerhalt.

Bezirksliga Süd-Ost, Männer: Rosenberg ist der einzige Halbzeitmeister ohne Minuspunkte im Ligenspielbetrieb des Landesverbandes Oldenburg. Selbst Waddens als Vorjahresverbandsligist ist gegen dieses junge Team aus Rosenberg machtlos. Die Heimstärke der Rosenberger bekam jüngst Hollwege zu spüren. Nichts brachte die Waterkant Mannschaft aus dem Tritt, so dass es am Ende 23:0 für Rosenberg hieß. Waddens legte einen guten Wettkampf in Mentzhausen hin und siegte mit 14:0.

Bezirksklasse Nord-West, Männer: Jever ist vor Hohenkirchen und Heidmühle Halbzeitmeister. Mit dem deutlichen 15:0 Sieg über Astede bestand kein Zweifel mehr: Jever ist auf Meisterschaftskurs und hat nur eins im Sinn: den Wiederaufstieg in die Bezirksliga Nord-West. Hohenkirchen als ärgster Mitstreiter mühte sich in Sanderahm und kam über ein 8:3 nicht hinaus. Abstiegssorgen hat vor allem Bockhornerfeld, die im letzten Jahr noch auf Platz drei zu finden waren.

Bezirksklasse Süd-Ost, Männer: Streek-Hohenberge räumt das Feld von hinten auf. Nach einen Sieg über den Tabellenersten aus Roggenmoor-Klauhörn folgte jetzt ein Sieg über den bis dato Tabellenzweiten aus Ohrwege/Ohrwegerfeld mit 9:0. Damit finden sich die Streeker schon fast im Tabellenmittelfeld wieder. Große Abstiegssorgen haben derzeit Grünenkamp und Reitland II. Beide kassierten im letzten Wettkampf Minuspunkte. Grünenkamp gegen Roggenmoor-Klauhörn mit 0:13 und Reitland II in Moorriem mit 12:3.

 

© / Quelle:  Der Gemeinnützige / 20.01.2003

Schweinebrück sichert sich Herbstmeisterschaft
Boßelerinnen aus der Friesischen Wehde sind sehr erfolgreich – Spannende Wettkämpfe

von Ute Draschba

 

Friesland. Die Boßelerinnen von „Lat'n rull'n“ Schweinebrück machten gleich in zwei Ligen die Halbzeitmeisterschaft perfekt. In der Landesliga trumpfte die erste Mannschaft beim „Erzrivalen“ Zetel-Osterende mit 5:0 auf. Die zweite Mannschaft bremste den Hauptkonkurrenten in Neustadtgödens mit 8:0 aus.

Landesliga, Frauen: Kreuzmoor patzte bei den nicht zu unterschätzenden Reitländerinnen mit einer 3:0-Niederlage. Damit war der Weg zur Halbzeitmeisterschaft für die Schweinebrückerinnen frei. In einer Zitterpartie beim Nachbarn Zetel-Osterende behielten die Routiniers aus Schweinebrück die Nerven und punkteten mit 5:0. Jetzt steht als nächstes der amtierende Landesmeister aus Halsbek auf dem Programm der Wehde-Werferinnen. Halsbek hielt sich gegen Bredehorn mit 8:0 schadlos und rangiert mit zwei Punkten Rückstand auf Schweinebrück auf Platz vier. Kreuzmoor lauert punktgleich mit Westerscheps auf Platz zwei.

Verbandsliga, Frauen: Mit Wiefels, Waddens und Ruttel dominieren gleich drei Mannschaften mit 10:4 Punkten das Geschehen in der Verbandsliga. Alle drei brachten den Wettkampf gut über die Runden und machten Pluspunkte. Wiefels zuhause gegen Bockhorn mit 7:0, Ruttel gegen Bohlenberge mit 2:0 und Waddens in Spohle mit 4:2.

Bezirkliga Nord-West, Frauen: In Neustadtgödens wuchsen die Schweinebrückerinnen förmlich über sich hinaus. Kaum ein Patzer und somit ein sensationeller 8:0-Sieg für die Werferinnen aus der Friesischen Wehde. Damit war die Halbzeitmeisterschaft gesichert. Das höchste Tagesergebnis schafften die Werferinnen aus Grabstede mit 20:0 gegen Hooksiel. Damit schoben sich die Grabstederinnen noch an Neustadtgödens vorbei auf Platz zwei in der Bezirksliga. Den ersten Sieg und damit wichtige Pluspunkte im Abstiegsduell holte der KBV Wilhelmshaven mit 8:0 gegen Bockhornerfeld. Moorwarfen tat sich beim Aufsteiger in Steinhausen schwer und rettete erst mit den letzten Würfen das 3:1 über die Ziellinie.
 

© / Quelle:  Jeversches Wochenblatt / 19.01.2003

Jever ließ Mitkonkurrenten auf der Strecke

Bezirksklassen-Tabellenführer triumphierte über Astede

Für Landesligist Cleverns wird es ganz eng

Heimsiege für Sandelermöns und Garms

-kop- Jeverland. Im Straßenboßeln der Männer auf Landesverbandsebene kam es am Wochenende zu spannenden Wettkämpfen. Die Spielpläne wurden auf Grund der witterungsbedingten Ausfälle in den vergangenen zwei Wochen immer enger, auf Freiwochenenden können die Friesensportler bis zum Saisonende wohl nicht mehr hoffen. Landesliga: Westerscheps - Cleverns 11:0. Für Cleverns ist das die siebte Niederlage in Folge - jetzt wird es eng. Der Abstand zum sicheren sechsten Platz beträgt vier Punkte, und das sind immerhin zwei Siege. Doch woher nehmen? Die Niederlage gegen Westerscheps (4.) hält sich in Grenzen, aber auch das ist in dieser Saison für "Kumm herut" typisch. Durchaus noch knapp zu nennende Niederlagen gegen vermeintlich favorisierte Gegner, mit etwas mehr Glück hätte die Mannschaft den ein oder anderen Pluspunkt verbuchen können. Verbandsliga: Sandelermöns - Bredehorn 10:5. Gegen den jetzt Vorletzten gelang Sandelermöns ein wichtiger Sieg. Der Landesliga-Absteiger ist Fünfter, das hat er dem knappen Punktgewinn gegen Bredehorn zu verdanken. Drei Gruppen von "Min Jeverland" beendeten ihren Part erfolgreich: die 2. Holz siegte mit drei, die 1. Gummi mit fünf und die 2. Gummi mit zwei Schoet und Meter. Die 1. Holz verlor mit fünf Schoet und Meter. Mit 7:9 Punkten präsentiert die Mannschaft eine bislang aber eher schwache Bilanz. Grabstede - Förrien-Minsen 12:0. Gegen den Tabellenführer (14:2 Punkte) unterlagen die Wangerländer nicht übermäßig deutlich, eine gute Leistung. Die zweite Holzgruppe brachte einen knappen 35 Meter-Sieg über die Ziellinie, während die 1. Holz mit 1,112 Schoet nur knapp den Kürzeren zog. Die Gummigruppen hatten größere Probleme: 6,054 (1. Gummi) und 3,135 Schoet (2. Gummi) mussten sie dem Gegner Vortritt lassen. Aber unter dem Strich können die Minser sich nicht beklagen, ein ausgeglichenes Punktekonto (8:8) ist eine gute Ausgangsbasis für die Restkämpfe. Garms - Bohlenbergerfeld 11:1. Wacker an der Spitze mit kämpfen die Boßler aus Garms. Matchwinner der Begegnung mit dem Sechsten war die 2. Gummi, die mit 7,071 Schoet den großen Batzen des Sieges holte. Die 1. Gummi steuerte dem 2,087 Schoet bei, damit war der Sieg perfekt. Von den Runden her schlechter waren die Holzgruppen, obwohl die 1. Holz doch noch knapp mit 1,084 Schoet gewinnen konnte. Die 2. Holz verlor 1,134 Schoet. An der Wende sah es noch nach einem Unentschieden aus, dann aber rappelte sich die 1. Holz doch noch auf. Die Garmser wollen die Vizemeisterschaft verteidigen, und die Chancen dafür stehen (jetzt Platz drei) gut. Bezirksliga: Himmelreich - Wiefels 5:18. Für Wiefels war es ein mehr als erfolgreiches Wochenende: Alle Vereinssparten konnten Siege realisieren. So auch die Herren I, die gegen den Tabellenletzten mit 18:5 siegte. Die 2. Gummi lieferte eine ausgezeichnete Leistung ab, sie alleine konnte 11,103 Schoet verbuchen. Die 1. Gummi brachte einen knappen Sieg über die Ziellinie (104 Meter), während die 1. Holz klar mit 6,134 Schoet gewann. Achillesferse der Mannschaft war die 2. Holz, sie unterlag deutlich mit 5,010 Schoet. Bezirksklasse: Heidmühle - Bockhornerfeld 17:4. Gegen den Tabellenletzten setzten sich die Heidmühler (3.) erwartungsgemäß klar durch. Mit dem besten Rundenergebnis (12:1) gelang der 1. Holz ein deutlicher Sieg mit neun Schoet und Meter. Die Rundenergebnisse der anderen drei Gruppen: 13:1 (2. Holz), 13:1 (1. Gummi) und 12:4 (2. Gummi). Sanderahm - Hohenkirchen 8:3. Immer wenn es für die Sanderahmer eng wird, dann gelingt ein Sieg. Der kleine jeverländische Boßelverein behauptet sich auf diese Art schon seit Jahren in der Liga, das ist beachtenswert. Die Heimstrecke der Sanderahmer ist etwas für "alte Hasen", und daran letztendlich scheiterte die 1. Holz der Hohenkirchener: sie unterlag mit acht Schoet und Meter. Gefühl ist gefragt auf der dortigen Strecke, und mit Gewalt einfach nichts zu machen. Die Gummigruppen lieferten sich spannende Wettkämpfe, die 1. Gummi verlor, die 2. Gummi siegte nach Meter. Die 2. Holz brachte zwar noch einen knappen Sieg (zwei Schoet und Meter) über die Ziellinie, das aber reichte nicht. Oldorf - Bentstreek 4:8. Gegen den Fünften unterlag Wangerland nur knapp. Die Mannschaft konnte ihren Heimvorteil nicht nutzen, die Bentstreeker gingen gut vorbereitet in den Wettkampf. Die beiden Holzgruppen von "Holl di ran" unterlagen mit 3,112 (1. Holz) und 4,106 Schoet (2. Holz), während die Gummigruppen Siege realisieren konnten. Sie gewannen mit 17 Meter (1. Gummi) und 4,075 Schoet. Jever - Astede 15:0. Grund zur Freude bei den Boßlern aus der Marienstadt: Der Tabellenführer schlug einen Mitkonkurrenten aus dem Feld, und das deutlich. Den Sieg brachten die Gummigruppen, sie gewannen mit 6,061 (1. Gummi) und 5,074 Schoet (2. Gummi). Ein knapper Vorsprung (2,098 Schoet) reichte der 2. Holz, während die 1. Holz praktisch mit dem letzten Wurf als Sieger über die Ziellinie kam. Sie hatte einen Vorsprung von 82 Meter. Platz eins für die Jeveraner und drei Punkte Vorsprung vor Verfolger Hohenkirchen sind eine ausgezeichnete Ausgangslage für die anstehenden Wettkämpfe.

© / Quelle: Gerold Meischen / 19.01.2003

Straßenboßeln:
Schweinebrückerinnen zweifacher Halbzeitmeister

Spohle in der Königsklasse vorn

 

Oldenburg.  Schweinebrück und Spohle halten in den Königsklassen die Halbzeitmeisterkrone fest in Händen. In der Frauen-Landesliga profitierten die neuen Tabellenführer aus Schweinebrück bei einem eigenen 5:0-Erfolg bei Zetel-Osterende von der 0:3-Niederlage der bisherigen Tabellenführerinnen aus Kreuzmoor in Reitland. In der Männer-Landesliga sicherte sich Spohle mit einem 12:4-Heimsieg gegen Serienmeister Schweinebrück auf eigener Strecke den Herbsttitel mit einem Punkt Vorsprung auf den einzigen Verfolger, Halsbek, das heute Torsholt auf eigener Bahn mit 22:0 sicher schlug. In nahezu allen Ligen setzten sich die vorab lokalisierten Favoriten durch. Lediglich in der Bezirksliga Nord-West der Männer stoppte Osterforde die Ambitionen von Rüstringen zunächst einmal und sorgte für Punktgleichstand zur Halbzeit.


Hier die Situation in den einzelnen Ligen:


 

Halbzeitmeister der Frauen-Landesliga: Schweinebrück

Landesliga Frauen   Favorit Kreuzmoor konnte die schwere Aufgabe bei Serienmeister Reitland nicht gewinnbringend überstehen und zog mit 0:3 den Kürzeren. Durch diese Niederlage erklomm Schweinebrück mit 5:0 bei Zetel-Osterende den Thron. Die Kreuzmoorerinnen sind mit dem bisherigen Saisonverlauf mehr als zufrieden und haben die Finalrundenteilnahme und Meisterschaft weiterhin im Visier. Westerscheps erledigte die Heimaufgabe gegen Haaarenstroth mit 6:0 erfolgreich und belegt punktgleich mit Kreuzmoor den dritten Platz. Halsbek schloss mit einem 8:0 gegen Bredehorn daheim wieder zu den führenden Teams auf und liegt nur zwei Punkte hinter Tabellenführer Schweinebrück. Im dicksten Abstiegstrudel steckt Zetel-Osterende, das bisher noch keinen Pluspunkt einfahren konnte und bereits vier Punkte hinter dem rettenden Ufer steckt.

 

Landesliga Männer   Spohle hatte beim 12:4-Sieg gegen Schweinebrück in den Gummigruppen mehr Mühe als erwartet, sicherte sich aber dennoch mit einem Punkt Vorsprung die Halbzeitmeisterschaft. Mit nur einem Verlustpunkt aus der Hinrunde belastet schaut Spohle optimistisch auf die Rückrundenbegegnungen. Schweinebrück erlebte den erwartet schweren Stand und konnte aus den sieben Hinrundenbegegnungen nur zwei Vergleiche für sich entscheiden. Dennoch hängt Schweinebrück derzeit nicht in akuten Schwierigkeiten fest und kann weiterhin den Abstand zu den Abstiegsplätzen halten.  Spohles einziger Verfolger im Kampf um die Krone Halsbek ist mit einem Punkt im Rückstand und fertigte Aufsteiger Torsholt mit 22:0 deutlich ab. Konnten die Torsholter in den Zweit-Gruppen noch einigermaßen die Schlappe in Grenzen halten, so gingen sie in den Erstgruppen mit jeweils 8 Schoet chancenlos unter. Den Vorjahreserfolg zu steigern gelang Kreuzmoor diesmal in Ruttel. Mit 5:8 verloren die Mannen um Hans-Georg Bohlken und Henning Feyen auf eigener Bahn wichtige Punkte gegen einen direkten Konkurrenten um den dritten Finalrundenplatz. Kreuzmoor blickt auf einen nahezu optimalen Hinrundenverlauf und ist für die nächsten Kämpfe gut gewappnet. Ruttel musste gar Westerscheps in der Tabelle noch passieren lassen, das auf der Heimstrecke den Nord-West-Aufsteiger Cleverns mit 11:0 bezwingen konnte. Westerscheps weist weiterhin eine lupenreine Heimbilanz auf, muss sich aber auswärts noch steigern, um selbst in die Finalrunde einziehen zu können.

 

Verbandsliga Frauen  Die Vorhersage stimmte: Wiefels behielt durch einen 7:0-Heimsieg gegen Bockhorn den Platz an der Sonne und zieht als Halbzeitmeister in die Rückrunde ein.  Punktgleich mit Wiefels bedrängen Waddens, nach einem 4:2-Sieg in Spohle, und Ruttel, nach einem 2:0-Heimsieg gegen Bohlenberge, die Wiefelserinnen im Titelkampf. Bohlenberge hat durch die Niederlage in Ruttel den direkten Kontakt zur Spitze erst einmal verspielt, hält aber mit nur zwei Punkten Rückstand weiterhin Tuchfühlung. Landesligaabsteiger Sandelermöns setzte sich gegen Stollhamm auf eigener Bahn mit 10:1 durch und stieß die Gegnerinnen in arge Abstiegsnot. Die Abstiegsfrage wird in dieser Saison ein heikles Thema. Bockhorn und Stollhamm haben bereits drei bzw. fünf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Ist hier bereits eine Vorentscheidung gefallen? Beide Teams müssen sich mächtig steigern, soll der Abstieg noch vermieden werden.

 

Verbandsliga Nord-West Männer    Grabstede ist weiterhin in der Liga das Maß aller Dinge. Auch Förrien-Minsen konnte den Grabstede-Express Richtung sofortiger Wiederaufstieg in die Landesliga nicht entscheidend aus der Bahn bringen und zog mit 0:12 den Kürzeren. Mit einem komfortablen Vier-Punkte-Vorsprung steht der Meisterschaft nichts mehr im Wege; zu deutlich dominiert das Friesische-Wehde-Team die Liga. Förrien-Minsen hält trotz der erwarteten Niederlage eine guten Mittelplatz. Als Tabellenzweiter geht Zetel-Osterende nach dem 25:0-Erfolg gegen den Wehde-Nachbarn Schweinebrück II in die Rückrunde. Die Zeteler versuchen alles, um den Kontakt zu Grabstede halten zu können. Mehr als der Vize-Titel wird dennoch nicht mehr möglich sein. Schweinebrück II hält den Kontakt zum Nichtabstiegsplatz weiterhin in Händen, auch wenn die Aufgabe von schwieriger Natur sein wird, am Ende der Saison die Liga halten zu können. Zwei Punkte trennen Schweinebrück II von Bredehorn, das gegen den zweiten Landesligaabsteiger Sandelermöns auf fremder Bahn mit 5:10 sich achtbar, aber erfolglos, aus der Affäre zog. Zwischen Bredehorn und Schweinebrück II muss die Entscheidung um den Verbleib in der Liga fallen, denn Bredehorn selbst hat bereits einen 3-Punkt-Rückstand auf Bohlenbergerfeld. Bohlenbergerfeld sah beim 1:11 beim Tabellendritten Garms auch nicht viel Verwertbares in der Endabrechnung, sieht aber aus dem gesicherten Mittelfeld dem Treiben am Tabellenende zu.

 

Verbandsliga Süd-Ost Männer    Der Kampf um den Titel in der Liga scheint bereits gefochten. Mit einem deutlichen Fünf-Punkt-Polster macht Reitland auf dem Herbstthron nach einem 13:2-Sieg gegen den bisherigen Tabellenzweiten und Aufsteiger Stapel Zwischenstation. Locker und gelassen kann Reitland die Rückrunde angehen und sich dann höheren Aufgaben in der Landesliga stellen. Die Verfolger knocken sich in schöner Regelmäßigkeit selbst aus. Will am Ende gar kein anderes Team in die Landesliga aufsteigen? Altjührden ließ beim 3:4-Unentschieden bei Aufsteiger Halsbek II gleich einen Punkt liegen und kann in Ruhe in die Rückrunde gehen - einen Angriff auf den Titel zu starten erscheint aussichtslos. Halsbek II ernährt sich wie das sprichwörtliche Eichhörnchen "mühsam" und strebt weiter einen sicheren Klassenerhalt an. Langendamm-Dangastermoor kann nicht an die Vorsaison anschließen und versemmelte auf eigener Bahn zwei Punkte beim 4:9 gegen Leuchtenburg. Für Leuchtenburg gleichbedeutend mit dem zweiten Tabellenplatz in der Zwischenabrechnung. Schweewarden gelang ein beherztes Absetzen vom Tabellenende durch einen 13:0-Heimsieg gegen den Tabellenletzten aus Haarenstroth. Für Haarenstroth wird die Lage immer bedrohlicher. Bereits drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer lassen Übles zum Saisonende erwarten. Um sich noch rechtzeitig aus dem trüben Schein der roten Laterne zu retten sind umgehend Erfolgserlebnisse zu wünschen, sonst geht der Ex-Landesligist den schweren Gang in die Bezirksliga.
 

Bezirkliga Nord-West Frauen   Das Frauenteam von Schweinebrück II wollte dem Jubelsturm der Ersten nach dem Gewinn des Halbzeittitels in der Landesliga nicht nachstehen und sicherte sich durch ein 8:0 beim direkten Verfolger Neustadtgödens ebenfalls den Halbzeittitel. Neustadtgödens trifft die Niederlage hart, verlor man nicht nur zwei Punkte, sondern auch den Kontakt zur Spitze. Grabstede pfefferte Hooksiel ein 20:0 auf eigener Bahn um die Ohren, hat aber selbst schon drei Punkte Rückstand auf Schweinebrück II und schlägt auf den zweiten Tabellenplatz ein. Nichts mehr zu tun mit Titel oder Abstieg hat Moorwarfen, das bei Aufsteiger Steinhausen mit 3:1 glücklich gewann und nun mit ausgegleichenem Punktekonto im Tabellenmittelfeld verweilt. Steinhausen liegt weiterhin im Limit, auch wenn zwei wichtige Heimpunkte abhanden kamen. KBV Nord Wilhelmshaven sicherte sich durch ein 8:0 auf eigener Bahn gegen Tabellenschlusslicht Bockhornerfeld zwei wichtige Punkte und macht den Gegnerinnen eine lange Nase, da Bockhornerfeld nun aus eigener Kraft nur schwerlich den Abstieg verhindern kann.

 

Bezirksliga Süd-Ost Frauen    Sichere Halbzeitmeisterschaft für Moorriem, auch wenn im Jubelschrei die Vermeldung des Ergebnisses gegen Reitland II auf eigener Bahn leider ausblieb. Verfolger Augusthausen sicherte sich durch einen 11:0-Heimsieg gegen Torsholt den zweiten Tabellenplatz, hat aber selbst schon fünf Punkte Rückstand auf Moorriem und ist in aussichtsloser Lage, selbst noch nach dem Titel greifen zu können. Torsholt tummelt sich derweil im Ligenmittelfeld und harrt der Dinge, die sich am Tabellenende tun. Schwerlich wird's für Aufsteiger Hollwege, das auch in Rosenberg nicht viel zu bestellen hatte und mit 0:8 gegen ein bisher auch wenig überzeugendes Team unterlag. Rosenberg konnte durch diesen Sieg den Abstand zum Tabellenende (Hollwege) bereits auf fünf Punkte ausbauen. Esenshamm zog gegen Delfshausen auf eigener Bahn beim 0:8 den Kürzeren, hat aber wie die Gegnerinnen mit Titel und Abstieg nichts mehr zu tun.


Bezirksliga Nord-West Männer   Das Team aus Osterforde nutzte die Gunst der Stunde und schlug auf eigener Bahn den ärgsten Verfolger aus Rüstringen deutlich mit 14:0. In Kenntnis, bereits das erste Rückrundenmatch bei Grabstede II mit 2:14 verloren zu haben, standen die Osterforder in Zugzwang, dem voranstürmenden Gegner Einhalt zu gebieten. Dies ist eindrucksvoll gelungen. Rüstringen kann aber durch einen deutlichen Erfolg im nächsten Match in Himmelreich mit dem Halbzeitmeister Osterforde wieder gleichziehen. Grabstede II verhielt sich gegen Wehde-Nachbar Bockhorn freundschaftlich und ließ eine leistungsgerechte Punkteteilung zu. Mehr wäre aber für Bockhorn besser gewesen, denn dieser Punktverlust könnte in der Endabrechnung ausschlaggebend sein. Mit einem Punkt Rückstand auf die Tabellenspitze hält Bockhorn weiterhin die Hand am Thron. Himmelreich ließ beim 5:18 den Gegner aus Wiefels gleich mit beiden Punkten heimwärts ziehen und kann nur schwerlich Ligatauglichkeit nachweisen. Ein Ergebnis konnten Steinhausen und Moorwarfen bis Redaktionsschluss leider nicht vermelden - oder wurde gar verlegt?


Bezirksliga Süd-Ost Männer   Blütenweiß ist die Weste von Halbzeitmeister Rosenberg. Als einziges Team in den höheren Ligen gingen die Waterkanter ohne jeglichen Punktverlust durch die Hinrunde und hielten sich sämtliche Gegner eindrucksvoll vom Leibe. Auch Hollwege musste beim 0:23 in Rosenberg recht deutlich Federn lassen und gönnte dem Gastgeber einen festlichen Halbzeiterfolg. Dennoch darf sich Rosenberg längst noch nicht in Meisterwürden wähnen. Verfolger Waddens hat lediglich zwei Minuspunkte auf dem Konto, siegte mit 14:0 in Mentzhausen und empfängt den glänzenden Tabellenführer am drittletzten Spieltag der Rückrunde auf eigener Bahn. Trotz der Rosenberger Dominanz bleibt es weiterhin spannend in der Liga. Im oberen Tabellenfeld patzte Langebrügge beim 3:6 daheim gegen Tarbarg und muss weiter in untere Tabellenregionen blicken. Tabellenschlusslicht Obenstrohe ging beim bisher ebenfalls wenig überzeugenden Dänikhorst mit 3:18 unter und wird nur schwerlich in der Rückrunde die rote Laterne loswerden.


Bezirksklasse Nord-West Männer    Jeverlandvertreter Jever wird der Favoritenrolle weiter gerecht und sicherte den eigenen Drei-Punkt-Vorsprung durch ein 15:0 gegen Aufsteiger Astede. Der einzige ernsthafte Verfolger aus Hohenkirchen gönnte sich in Sanderahm eine Auszeit und verlor mit 3:8. Der Kontakt zu Jever ist damit erst einmal entscheidend abgerissen. Sanderahm gelang mit diesem Sieg ein Husarenstück, war man doch gleich die rote Laterne los. Oldorf verlor zwar daheim gegen Bentstreek beim 4:8 beide Punkte, konnte dennoch den Sturz ans Tabellenende abfangen, weil Bockhornerfeld mit 4:17 in Heidmühle unter die Räder kam und nun als Tabellenletzter mit einem Punkt Rückstand auf Oldorf die Blamierten sind. Die Lage ist aber durchaus nicht hoffnungslos, trennen den Tabellenletzten vom Tabellendritten nur zwei Punkte. Ein heftige Rangelei um die Abstiegsfrage steht für die Rückrunde in Aussicht.


Bezirksklasse Süd-Ost Männer   Halbzeitmeister Roggenmoor-Klauhörn festigte die Spitzenposition durch ein 13:0 gegen Aufsteiger Grünenkamp auf eigener Bahn. Roggenmoor-Klauhörn profitierte dabei auch von der Auswärtsniederlage von Portsloge mit 7:9 in Specken. Specken nutzte die Chance, durch diesen Sieg weiter im Rennen um den Titel zu sein, auch wenn der Rückstand auf Roggenmoor-Klauhörn weiterhin zwei Punkte beträgt. Diese beiden Punkte hätte Portsloge gerne gehabt, wäre die eigene Tabellenführung damit möglich gewesen. So muss in der Nachholbegegnung in Ohrwege gepunktet werden, um den Tabellenführer vorübergehend vom Thron zu stoßen. Roggenmoor-Klauhörn verlor die erste Rückrundenbegegnung in Streek-Hohenberge und muss nun tatenlos das Vorbeiziehen von Portsloge erwarten. Streek-Hohenberge setzt sich im besser in Szene und konnte nach anfänglichen Saisonstartschwierigkeiten nun erfolgreiche Ergebnisse abliefern. Auf eigener Strecke wurde diesmal Aufsteiger Ohrwege/Ohrwegerfeld mit 9:0 bezwungen und ein sicherer Tabellenmittelplatz ist in Reichweite. Einen solchen Tabellenplatz hat Ohrwege/Ohrwegerfeld bereits ergattert; jetzt gilt es, Erreichtes durch die Rückrunde zu bestätigen. Aufsteiger und Tabellenschlusslicht Reitland II zog sich beim 3:12 in Moorriem noch ganz achtbar aus der Affäre, muss sich aber im weiteren Saisonverlauf schnellstens steigern, um das Tabellenende entscheidend verlassen zu können. Nicht Fisch - nicht Fleisch, so die aktuelle Devise für Moorriem. Nach oben und unten wird sich nicht viel mehr bewegen für die Stadlandvertretung.