© / Quelle: Ute Draschba/Gerold Meischen / bereitgestellt am 13.10.2002

Kreuzmoor setzt weiter die Akzente

Tabellenführung bei den Frauen - Punktgewinn der Männer in Spohle

von Gerold Meischen / Ute Draschba
 

Oldenburg. Der zweite Spieltag in der noch jungen Saison liegt hinter den Aktiven. Die Ergebnisse der beiden Erstrunden zeigt erste Konturen über den weiteren Saisonverlauf in den einzelnen Klassen. In den Königsklassen setzt die Stadlandvertretung Kreuzmoor weiterhin die Akzente. Das Frauenteam führt nach einem 5:0 bei Zetel-Osterende die Landesliga an. Das Männerteam hatte schon beide Punkte beim Favoriten Spohle in Händen, um am Ende des Tages noch einen Punkt zum Unentschieden zu verlieren. In dieser Form sind den Kreuzmoorern weitere Husarenstücke zuzutrauen. Im Plan liegt Landesligameister Halsbek bei den Männern, während das Halsbeker Frauenteam nach deutlicher Führung bei Vizemeister Schweinebrück schlussendlich noch einen Punkt verlor.

 

Frauen

Landesliga Frauen. Das es für die Halsbeker eine knappe Partie in Schweinebrück werden würde war sicher; dass Halsbek dann aber sogar einen Pluspunkt mit nach Hause nehmen würde kam völlig überraschend. Fast hätten die Ammerländerinnen sogar das Duell für sich entschieden. Erst auf den letzten Metern legte die Schweinebrücker Holz so richtig zu. Die Gunst der Stunde nutzte einmal mehr Kreuzmoor. Auf dem schwierigen Pflaster in Zetel-Osterende punktete das Kreuzmoorteam mit 5:0 und behält damit sogar die Tabellenführung. Was der heimstarke Liganeuling Haarenstroth leisten kann, bekamen die staunenden Werferinnen aus Reitland mit 4:2 zu spüren. Reitland bleibt mit Zetel-Osterende somit weiter ohne Pluspunkte in der höchsten Boßelliga. Westerscheps behielt auf eigener Strecke beim 3:0 gegen Bredehorn die Oberhand und liegt punktgleich mit den heutigen Gegnerinnen im Mittelfeld der Liga.  Verbandsliga Frauen. Waddens überrascht die ganze Liga. Als Aufsteiger gegen den Vorjareslandesligisten aus Sandelermöns zu punkten spricht für sich. Auch der zweite Aufsteiger aus Bockhorn bewies im Nachbarduell gegen Ruttel mit einem 9:0 Sieg Ligaformat.  Einen richtigen Ausrutscher landete dagegen Spohle. Auf der neuen Heimstrecke mussten sie sich als Vorjahresdritter vom Vorjahresfünften aus Bohlenberge geschlagen geben.  Bezirksliga Nord-West Frauen. Schweinebrück II hat einen Traumstart in dieser Saison. Nach dem überragenden 0:20 Sieg in Steinhausen bekamen jetzt die Wilhelmshavenerinnen eine 17:0 Packung in Schweinebrück. Schweinebrück macht keinen Hehl daraus: In dieser Saison will man sich nicht mit der Vizemeisterschaft zufrieden geben. Die Chancen stehen gut, geben so namhafte Werferinnen wie Jantje Röbke derzeit ein Comeback. Doch leicht wird es nicht. Vorjahresverbandsligist Grabstede steht den Schweinebrückern nur 3 Schoet nach und glänzte mit 20:0 gegen Bockhornerfeld. Hooksiel schaffte gegen Aufsteiger Steinhausen ein 5:0. Wichtige Punkte, um nicht gleich im unteren Tabellenfeld zu landen. Neben Schweinebrück und Grabstede schaffte es auch Neustadtgödens im Match gegen Moorwarfen ohne Minuspunkte zu bleiben.  Bezirksliga Süd-Ost Frauen. Eine ausgeglichene Liga. Gleich vier Mannschaften finden sich mit 3:1 Punkten an der Tabellenspitze wieder: Torsholt, Moorriem, Esenshamm und Reitand II. Für Esenshamm als Vizemeister standesgemäß, für Torsholt (Vorjahr 7.) und Reitland II (Vorjahr 6.) schon ein kleiner Kraftakt. Das es die Nachbarschaftswettkämpfe in sich haben, bekam der Absteiger aus der Verbandsliga aus Augusthausen in Reitland zu spüren. Die knappe 5:2 Niederlage hatte Augusthausen nicht eingeplant. Noch nicht den rechten Schwung gefunden haben die Werferinnen aus Moorriem und Rosenberg, die nach jeweils zwei Niederlagen das Tabellenschlusslicht bilden.

 

Männer

Landesliga. Mit einem haushohen Sieg startete Kreuzmoor am vergangenen Sonntag in die neue Saison. Am zweiten Spieltag musste Kreuzmoor beim Vizemeister Spohle antreten, die mit den Kreuzmoorern noch ein Hühnchen zu rupfen hatten, verspielten die Spohler doch in der vergangenen Saison am letzten Spieltag die Meisterschaft in Kreuzmoor. Hochmotiviert gingen beide Teams über die Strecke; am Ende mit dem glücklicheren Ende für Spohle. Mit dem letzten Wurf sicherte sich Spohle noch einen Heimpunkt (1:1) - fast wären beide Punkte an den Tabellenführer der Erstrunde Kreuzmoor gegangen. Der Punktgewinn beim Favoriten (Sieg für Kreuzmoor nach Metern) lässt aufhorchen und auf weitere Großtaten der Kreuzmoorer hoffen. Spohle steht bereits am dritten Spieltag in Halsbek unter Zugzwang, will man nicht frühzeitig beim Ansturm auf den Titel ins Stolpern geraten. Halsbek als Meisterschaftsanwärter hielt sich beim langjährigen Titelmitstreiter Schweinebrück auf fremder Strecke schadlos. Mit 14:0 gingen beide Punkte an den amtierenden Meister. Halsbek empfängt am nächsten Spieltag Spohle auf eigener Strecke und kann eine erste Vorentscheidungsmarke setzen. Für Schweinebrück beginnen harte Zeiten. Nach der Niederlage beim Nachbarn Ruttel am ersten Spieltag ein erneuter doppelter Punktverlust und nun die schwere Aufgabe, am dritten Spieltag in Kreuzmoor antreten zu müssen; ein absehbarer Fehlstart ist zu erwarten. Ruttel tat sich nach dem klaren Auftaktsieg gegen Schweinebrück nun in Cleverns schon schwerer, um mit 11:7 beide Punkte und eine weiterhin saubere Weste zu behalten. Cleverns hat die "Packung von Kreuzmoor" ordentlich verdaut und dem heutigen Gegner an den Rand der Niederlage gebracht. Unter dem Strich bleibt aber wieder nur eine Null-Runde. Süd/Ost-Aufsteiger Torsholt schaute nach der Heimauftaktniederlange gegen Spohle beim ammerschen Ligakonkurrenten Westerscheps vorbei und war beim 0:11 recht chancenlos. Für Torsholt dennoch kein Beinbruch, hatte man sich zum Saisonstart von vornherein auf eine Orientierung an Gegnern aus dem unteren Tabellenfeld eingestellt. Westerscheps machte mit dem heutigen Sieg die Auftaktniederlage gegen Halsbek wett und rangiert mit ausgeglichenen Verhältnissen im Mittelfeld.  Verbandsliga Nord/West. Tabellenführer Garms reiste heute zum Gastgeber Förrien-Minsen und fügte den Auftaktpluspunkten zwei weitere Zähler durch ein mühsames 7:3 hinzu. Gemeinsam mit Landesligaabsteiger Grabstede, das sich heute mit 22:4 klar in Bredehorn durchsetzte, bilden die Garmser die Spitze der Liga. Grabstede liegt im selbstgesteckten Zielkorridor "Titel und Aufstieg" und ist klarer Favorit. Sandelermöns als zweiter Landesligaabsteiger tat sich bei Schweinebrück-II merklich schwerer, um mit einem knappen 5:2 die ersten Pluspunkte zu buchen. Für Schweinebrück-II eine knappe Entscheidung zu ihren Ungunsten, aber mit einem angenehmen Erholungseffekt, war die Mannschaft doch am ersten Spieltag in Garms übel gerupft worden. Schweinebrück-II und Förrien-Minsen bilden das Tabellenschlusslicht. Wiederum nicht recht in Tritt kam Zetel-Osterende, das nach dem Auftaktpunktverlust in Bredehorn zur Wiedergutmachung gegen Auftaktsieger Bohlenbergerfeld geblasen hatte. Das 12:8-Endergebnis zeigt nicht die erwartete Heimüberlegenheit gegenüber dem Gegner und lässt noch keine Mutmaßungen über den weiteren Zeteler Saisonverlauf zu. 

Verbandsliga Süd/Ost. Auch am zweiten Spieltag chancenlos stellte sich Schweewarden auf eigener Strecke dem Waterkantvertreter Altjührden. Mit 12:0 erntete Altjührden zwei Pluspunkte und führt nun mit tadelloser Weste die Liga an. Für Schweewarden nacheinander die zweite Pleite, hatte man in der Erstrunde bei Halsbek-II schon mit gleichem Ergebnis das Nachsehen. Für Altjührden ist die Tabellenführung nichts neues, konnte man doch schon in der vergangenen Saison die Liga zunächst anführen, um dann am Ende ein wenig zu lahmen um Titel und Aufstieg zu verlieren. Halsbek-II hatte in Leuchtenburg lange Zeit die Chance auf zumindest einen Punkt; beim Zupacken ging's dann aber vollends daneben und beide Punkte blieben beim 10:1 bei Gastgeber Leuchtenburg. Nach der Auftaktniederlage bei Aufsteiger Stapel war für Haarenstroth heute Wiedergutmachung gegen Auftaktsieger Reitland angesagt. Doch scheinbar hatte keiner richtig hingehört, denn mit 6:20 stand Haarenstroth am Ende wieder mit leeren Händen da. Reitland bestätigte mit diesem Sieg das Auftakterfolgserlebnis gegen Leuchtenburg und heftet sich an die Fersen Altjührdens. Dritter im Bunde der Verlustpunktfreien ist Aufsteiger Stapel. Nach dem Sieg daheim gegen Haarenstroth lässt man nun durch einen 9:5 Auswärtssieg bei Langendamm-Dangastermoor aufhorchen. Eine weiße Weste zum Auftakt einer Saison ist immer hilfreich beim Finden des rechten Weges und motiviert für weitere Taten. In vierzehn Tagen wieder auf eigener Strecke gegen Leuchtenburg besteht eine reelle Chance auf drei Siege in Folge und durchatmen können. Langendamm-Dangstermoor kommt nicht recht in Tritt und bucht am zweiten Spieltag die zweite Niederlage. Hier ist dringend eine Korrektur erforderlich; ob diese allerdings am dritten Spieltag durch einen Sieg bei Aufsteiger Halsbek-II schon erfolgen kann, ist gegenwärtig mehr als fraglich.  Bezirksliga Nord/West. Knappe Entscheidungen gehören zum Werkzeug von Mit-Meisterschaftsanwärter Rüstringen. Die Minimalisten aus Rüstringen konnten nach dem knappen 8:7-Auftaktsieg auf eigener Strecke gegen Himmelreich-Coldewey nun mit ebenso knappen Ergebnis (3:2) auch bei Grabstede-II bestehen. Solange die eigenen Nerven mitspielen, mag Rüstringen nichts gegen einen derartigen Saisonverlauf einwenden, doch irgendwann mag es wohl einmal nicht mehr reichen. Dem Auftaktsieg einen weiteren Sieg folgen ließ Bockhorn auf eigener Strecke gegen Steinhausen. Mit 18:0 untermauerte Bockhorn eindrucksvoll den Willen um Titel und sofortigen Wiederaufstieg und belegt erst einmal die Tabellenspitze. Für Steinhausen erlaubt der erste Wettkampf der neuen Saison (das Auftaktmatch in Wiefels war verlegt worden) noch keine Standortbestimmung. Hier müssen die nächsten Vergleiche den Weg aufzeigen. Moorwarfen als zweiter Verbandsligaabsteiger machte durch ein 16:7 bei Himmelreich-Coldewey die Auftaktheimniederlage gegen Bockhorn wieder weg und tummelt sich zunächst einmal im Mittelfeld der Liga. Himmelreich-Coldewey startete, genau wie Grabstede-II, mit zwei Niederlage in die noch junge Saison und muss schleunigst zählbares von der Strecke mitbringen.  Bezirksliga Süd/Ost. Rosenberg ist die Mannschaft der Stunde in dieser Liga. Nach dem Auftaktsieg beim Aufsteiger Dänikhorst nun eine deftige 26:0-Klatsche für den Reviernachbarn Obenstrohe. Damit verbunden ein heftiges Erwachen für Obenstrohe, das am ersten Spieltag die Stadlander aus Mentzhausen noch vorführen konnte, um nun selbst vorgeführt zu werden. Mentzhausen hat den Auftaktstress gut verdaut und Aufsteiger Tarbarg auf eigener Strecke beim 12:0 keine Chance gelassen. Für Tarbarg sicherlich eine verdauliche Niederlage, hatte man doch schon im Erstrundenmatch beim 6:4-Sieg gegen Hollwege ein Erfolgserlebnis. Wiederum mit 4:6 das Nachsehen hatte Hollwege; diesmal daheim gegen Langebrügge. Hollwege sollte vermeiden, sich an dieses Ergebnis zu gewöhnen, denn irgendwie müssen auch einmal Pluspunkte her. Langebrügge macht mit diesem Sieg die Auftaktniederlage gegen Waddens weg und führt das Verfolgerfeld an. Waddens fügte dem ersten Sieg gleich einen weiteren hinzu und siegte mit 9:0 auf eigener Strecke gegen Aufsteiger Dänikhorst, dass nun das Schlusslicht der Tabelle bildet. Mit zwei Siegen aus den ersten beiden Runden hat Waddens das Minimalziel für den sofortigen Wiederaufstieg erst einmal erreicht.  Bezirksklasse Nord-West. Einzig Hohenkirchen ist nach dem 13:0 gegen Oldorf in dieser Klasse noch ohne Minuspunkte. Wenn es so weiter geht für das Jeverlandteam, steht dem Wiederaufstieg in die Bezirksliga nichts im Weg. Bockhornerfeld ist Hohenkirchen auf den Fersen, patzte allerdings im letzten Wettkampf etwas gegen Sanderahm und musste mit dem 7:7 einen Punkt abgeben. Liganeuling Astede glänzte mit 13:2 gegen Heidmühle und rangiert jetzt sogar auf Platz drei. Einen wahren Boßelkrimi erlebte Bentstreek beim Vorjahresbezirksligisten in Jever. In einem spannenden Endspurt trennten sich beide mit 14:10.  Bezirksklasse Süd-Ost. Männer Aufsteiger Grünenkamp ist nicht zu bremsen. Nach dem 1:13 Sieg beim Vorjahresbezirksligisten Streek-Hohenberge findet sich der Liganeuling ganz vorne auf Platz zwei hinter Portsloge wieder. Den Mitaufsteigern Ohrwege und Reitland II erging es nicht ganz so gut. Ohrwege unterlag gegen Specken denkbar knapp mit 3:7 und Reitland II bekam die Auswärtstärke des Vorjahresdritten aus Roggenmoor/Klauhörn mit 3:15 zu spüren.